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Jüdische Wochenschau · 1966-08-26 · 2182 (26.8.1966) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2182 (26.8.1966)
Date
1966-08-26
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — .VtonMM, 3« *r .Arm*« Of m« SEMANA ISRAELITA Alte »XVII. — N» Mag Ereignisse der Woche Grossrabbiner Dr. Guillermo Schlesinger Wie wir schon berichtet haben, kann Groesrabbiner Dr. Guillermo Schlesinger in diesen Tagen sein 30jähriges Amtejubiläum als Rabbiner der Congregación Israelita de la República Argentina begehen. Dr. Guillermo Schlesinger wurde in St. Gallen in der Schweiz am 7. Februar 1903 als Sohn des verstorbenen Rabbiners Dr. Emü Schlesinger und seiner Gattin Ida geb. Lesser geboren, die selbst einer alten Rabbinerfamilie entstammte. Dr. Emil Schlesinger wirkte 38 Jahre lang als Rabbiner der Gemeinde St Gallen. Dr. Guillermo Schlesinger studierte am Jüdischen Theologischen Seminar in Breslau und empfing im Jahre 1934 sein Rabbinerdiplom. Später vervollständigte er seine an den Universitäten von Hamburg und Breslau begönne ■ nen Studien an der Universität von Zürich, an der er 1936 den Doktortitel erwarb. Im gleichen Jahr übernahm er sein Amt bei der Congregación Israelita in Argentinien. Er leitete die jüdischen religiösen Kurse in Argentinien von 1939 bis 1956. Im Jahre 1943 gründete er das Bulletin ,,La Congregación“. Er wirkte in verschiedenen Institutionen wie die Bne Brit Sopromitis, Ezras Noschim. dem Consejo Superior de Sinagogas und ist gegenwärtig im Jüdisch-Argentinischen Institut für Kultur und Information tätig. Er war 1945 Mitgründer des Instituto Superior de Estudios Religiosos Judaicos 1946 nahm er in London an der Konferenz für Nachkriegsprobleme teil die von der Alliance Israélite Universelle, dem American Jewish Committee und der Anglo Jewish Association einberufen worden war. Im Jahre 1956 war Rabbiner Schlesinger Mitbegründer der Gesellschaft für jüdisch-christliche Brüderlichkeit in Buenos Aires, deren Präsidentschaft er gemein, sam mit Presbyter Dr. Car- JUEDISCHE 1 BUCHHANDLUNG TALLESSIM. MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5727, Neujahrs- Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredon 451 T. E. 89.3431 los Cuechetti und Pastor Adam F Sosa innehat. 1957 wcante er der Tagung der : United Synagogue von Nord- ■ amerika bei, die den Weltrat der Synagogen mit Sitz in New York ins Leben rief. 1 Jahre 1958 nahm Rabbiner Schlesinger an den Vorarbeiten der Lateinamerikanischen Synagogen-Konferenz teil, die in Buenos Aires in den Räumen der Congregación ihre Sitzungen ab- . hielt. 1959 nahm er an de'! Zweiten Konvention des | Weltrates der Synagogen in den Vereinigten Staaten teil und im gleichen Ja ir wohnte er der Konferenz der la- , teinamerikanischen Synagogen bei. 1961 empfing er den : Titel eines Ehrendoktors des Jüdischen Theologischen Seminars von Nordamerika in New York. Er beteiligte sich; an der Gründung des latein-; amerikanischen Rabbinerse- ' minars. Auf Einladung der Gemeinden anderer Bekenntnisse hielt er zahlreiche Vorlesungen über Judentum und andere religiöse Themen und erschien auch bei Gesprächen am Runden Tisch in den Television. Viele seiner Arbeiten sind von verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen publiziert worden.! | Im Interesse der Einheit i j II Dass ernsthafte Bestrebun- I gen eingeleitet wurden, um i die Arbeit der Gemeinden und Organisationen unseres Sprachkreises zu vereinheitlichen, um sie auf diese Weise noch wirkungsvoller zu machen. konnte vor einiger Zeit gemeldet und in den letzten Monaten allgemein beobachtet werden. Man kann darüber streiten, ob diese Bemühungen mit dem gewünschten Nachdruck vor sich gehen, wobei es sicherlich einfacher ist die theoretischen Grundlagen für solche Initiativen aufzuzeigen, als sie zu verwirklichen, was nier aus Gründen der Gerechtigkeit nebenbei bemerkt sei. Ein erster grosser Schritt war getan, als die Gemeinden Bet Israel und Nueva Comunidad Israelita sich zu gemeinsamer Arbeit auf einigen Gebieten der üblienen Gemeindetätigkeit bereit fanden. An den Beginn ihrer gemeinsamen Bemühungen stellten sie eine Proklamation, mit welcher die beiden Gemeinden der Oeffentlichkeit von ihren Absichten Mitteilung machten. Nach dem Schluss des Schuljahres (also etwa im Dezember) darf man mit Spannung die Ergebnisse der gemeinsamen Anstrengungen gerade auf diesem, so entscheidend wichtigen Gebiet erwarten Im Laufe dieser ,,Saison' haben die verschiedenen Organisationen sich in einem Sonder.Ausschuss zur Durchführung gemeinsamer kultureller Veranstaltungen zusammengelunden, die beinahe ausnahmslos zu grossen Erfolgen unter Beteiligung vieler Jugendlicher und Ehepaare der „Zweiten Generation“ geworden sind. Sollte man zu der Ueberzeugung gelangen, dass die einzelnen; Organisationen nicht oder nicht immer in der Lage sind, eigene Kulturveranstaltungen zu veranstalten dann ist der eingeschlagene Weg in jedem Fall begrüssenswert. Sollte aber diese gemeinsame Veranstaltung — sozusagen als einmaliges Ereignis im Monat — aufgefasst werden, auf der gemeinsame Probleme der Generationen zur Behandlungen stehen, wäre die Themenwahl noch wesentlicher. Wenn man das bisherige Programm aufmerksam verfolgt hat, wird man mit der Programmierung durch die gemeinsame Kommission voll einverstanden sein können, wobei es unwesentlich ist, ob vielleicht andere Themen aktueller wichtiger oder interessanter wären. Hierüber kann man immer debattieren. Dass alle gemeinsam beraten und ihre Gedanken austauschen, dies allein ist bereite wichtig, entscheidend und ein Fortschritt. Bei der DAIA melden Alle Gemeinden, Organisationen und Institutionen, die zu den Hohen Feiertagen Gottesdienste veranstalten, werden darauf aufmerksam gemacht dass sie alle entsprechenden Einzelheiten bis zum 1. September der DAIA (Pasteur 633 5. Stock) mitteilen müssen. Insbesondere Ort und Zeit der Gottesdienste sind genau anzuführen. Die DAIA nimmt dann wie in jedem Jahr die entsprechende Fühlungnahme mit den zuständigen Behörden vor. insbesondere mit der Polizei, damit für den ruhigen Ablauf der Gottesdienste und die Sicherheit ihrer Teilnehmer Sorge getragen werden kann. Auch die in der Provinz Buenos Aires zur Durchführung gelangenden Gottesdienste sind der DAIA-Zentrale zu melden. Alfred Hirschberg Im September wird Alfred Hirschberg sein 65. Lebensjahr vollenden. Dr. Hirschberg, aus Gnesen gebürtig, verband sein Leben nach der Absolvierung seiner juristisehen Studien mit der jüdischen Arbeit. Seit 1933 war Hirschberg . Syndikus des „Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ und Chefredakteur der CV-Zeitung. 1940 gelangte er nach Brasilien, wo er so-! fort eine vielseitige jüdische i Tätigkeit in San Paolo aufj nahm und für die Vereinlg- I te Kampagne (Keren Hajessodi und die Hebräische; Universität in Jerusalem ar-! beitete. Seit vielen Jahren leitet er die Crónica Israelita, ist schriftstellerisch tätig, | schreibt für einige Zeitungen I und für das Leo Baeck-Insti- Jüdisch-christlicher Dialog Jerusalem. — Ein jüdischchristliches Zwiegespräch unter dem Vorsitz von André Chouraqui fand kürzlich im Rahmen eines Alljährlich vom Universitäts - Zentrum für jüdische Studien veranstalteten Seminars in Jerusalem statt. Die beiden Redner bei diesem Dialog waren Pater Marcel Dubois vom Dominikaner-Orden und Rabbiner Leon Ashkenazi der in Paris diese Institution leitet. Rabbiner Ashkenazi eröffnete die Debatte, die von Offenheit und loyaler Bereitschaft getragen war. Er behandelte die drei Ereignisse, die in den letzten vierzig bis fünfzig Jahren innerhalb der katholischen Kirche einen | günstigen Boden für ein Ge- 1 sprach mit den Juden ge- | schaffen haben, nämlich die! Erkenntnis, dass die hebräische Sprache das erste Mittel zur Verkündung der biblischen Botschaft war, die Leiden des jüdischen Volkes (Martyrium und Wiederauferstehung) und die Gründung des Staates Israel. Pater Dubois unterstrich seinerseits dass er den Dialog nicht nur nicht ablehne sondern ihn sogar wünsche, jedoch wissen möchte, mit wem er ihn halte, mit dem Israeli oder dem Juden aus Paris, aus New York oder aus einem anderen Ort. Damit wolle er fragen, so erläuterte er wer der berufenste Jude sei, mit dem die Kirche sprechen könne. Hierauf enfcgegnete der Rabbiner, die Kirche dürfe keine doppelsinnigen Auslegungen und Verschiedenheiten unter den Juden suchen, da es die jüdische Gemeinschaft als Gan. zes sei, die sich zum Dialog stelle. Der Pater wies entschieden die Anklagen zurück, dass die Kirche an der langen Leidenszeit der Juden die Schuld trage, und versuchte zu beweisen, wie Rabbi Ashkenazi es vor ihm tat, dass der Antisemitismus im Gegensatz zur christlichen Lehre steht. In seiner letzten Antwort erklärte der Rabbiner, die Kirche habe sich Jahrhunderte lang bemüht, das „jüdische Geheimnis“ zu ergründen, doch heute sei die Zeit gekommen, da die Katholiken beginnen, sich Fragen über das „christliche Geheimnis“ vorzulegen. tut. Auch an den Aufgaben der CENTRA hat Dr. Alfred ■ Hirschberg stets lebhaften i Anteil genommen. Seine Re- 1 ferate, die er auf verschiedei nen Kongressen hielt, waren! immer interessant und diskutiert. Die Jüdische Wochenschau begrüsst den Kollegen und Freund, dem sie noch lange Jahre erfolgreicher Arbeit w'ünscht. Bericht der ACIBA Einen umfangreichen und interessanten Bericht hat die ACIBA anlässlich einer bevorstehenden Generalversammlung ihren Mitgliedern zugeleitet, desen wesentliche Grundzüge aber die gesamte jüdische Oeffentlichkeit interessieren dürften. Dem Bericht konnte man entnehmen. dass der Bau des Vereinsgebäudes seinem Abschluss entgegengeht jedenfalls seinem vorläufigen Abschluss. Was aber besonders wich- Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002, ISRAEL Dr. £ J. GOERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit — Kart. $ 5.—. Prof Dr HARRY ZOHN (Wa'tham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen * 3.50 ZEITSCHRIFT FUEK DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 8 50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WTEN Dar Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA" Ein Jahrbuch ln deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Er. scheint in zwei Bänden. L Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen CHAJES-INSTITUTS Gratulieren Sie Ihren Verwandten und Freunden in Israel, Amerika und Europa zu Rosch Haschonoh mit einer rwn Glückwunsch - Anzeige in der LA SFMANA ISRAFLITA JUEDISCHEN WOCHENSCHAU Die SONDERNUMMER erscheint am MITT¬ WOCH DEN 14. SEPTEMBER 1966. Annahme taeglich ausser Sonnabend und Sonntag in unserem Büro in der PUEYRREDON 2190, I. Stock links B (esq. LAS HERAS) ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS- GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550, I. B — Bs. Aires, Rep. Argentina tig sein dürfte, ist die Information über die Erfolge einer verzweigten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Lager, Ferienkolonie, Sport und Gymnastik. Auch über die Kultur- und Sozialarbeit erfahren wir manche Details, die bedeutsam sind. Bemerkenswert ist der Satz im Bericht des Präsidenten: ,,Die Finanzen der Organisation sind als absolut günstig zu betrachten.“ Dies ist eine erfreuliche Feststellung, zu der man die ACIBA beglückwünschen sollte. Dass trotz dieser Bemerkung höchste Anstrengungen und grösste Opferfreudigkeit der Mitglieder erforderlich sind, um den Schwierigkeiten der Zeit und den grossen Notwendigkeiten einer jüdischen Organisation heute begegnen zu können, ist sicher. Der vorgelegte Bericht ist optimistisch, als solcher in einer Zeit gedrückter Stimmungen erfrischend und zukunftsbejahend. Am Mittwoch, den 31. August 1966, begeht s.G.w. Frau SOFIE FISCH geb. KESTEN umgeben von ihren Kindern und Enkelkindern ihren 80 GEBURTSTAG Empfang von 17—19.30 Uhr Moldes 2449 LUACH-(K ALENDER) Freitag, den 26. August 10. Elul Sonnabend, den 27. August 11. Elul ' Sehabbat KI TEZE — Haftara: Jesaja Kap. 54 Sonntag, den 28. August 12. Elul Montag, den 29. August 13. Elul Dienstag, den 30. August 14. Elul Mittwoch, den 31. August 15. Elul Donnerstag, den 1. September 16. Elul Freitag, den 2. September 17. Elul Sonnabend, den 3. September 18. Elul Schabbat KI TA WO — Haftara: Jesaja Kap. 60 Sonntag, den 4. September 19. Elul Montag, den 5. September 20. Elul Dienstag, den 6. September 21. Elul Mittwoch, den 7. September 22. Elul Donnerstag, den 8. September 23. Elul Freitag, den 9. September 24. Elul Sonnabend, den 10. September 25. Elul - Schabbat NIZA WIM — WAJEiLEOH Haftara: Jesaja Kap. 62 Sonntag, den 11. September 26. Elul 1. Tag S’lichot Montag, den 12. September 27. E3ul Dienstag, den 13. September 28. Elul Mittwoch, den 14. September 29. Elul EREW ROSCH HASCHANA 5727 Donnerstag, den 15. September 1. Tischri 1. Tag Rosch Haschana 5727 Freitag, den 16. September 2. Tischri 2. Tag Rosch Haschana

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