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Jüdische Wochenschau · 1966-08-26 · 2182 (26.8.1966) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2182 (26.8.1966)
Date
1966-08-26
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes, 2tí de Agosto de 19C6 SEMANA ISRAELITA Año xxvn. — w im Weltkongress-Debatten (Schluss von Seite 1) blisehe Alter eingetreten sind. Jugend allein ist keine Legitimation. Dennoch besteht die Frage des Nachwuchses, auf die auch der wiedergewählte Präsident, Dr. Nachum Goldmann in der Schluss-Sitzung hingewiesen hat. Dieser offensichtliche Mangel, der unser jüdisches Leben nicht nur etwa nur in seinen Spitzenorganisationen beschäftigt, muss als ein ernstes und drängendes Symptom angesehen werden. Denn diese Erscheinung kann keine zufällige sein; in ihr ist eine der zentralen Lebensfragen für dje Zukunft des ganzen jüdischen Volkes eingeschloesen. Es ist doch ungeklärt, ob die Jugend nicht mitarbeitet, weil sie von der Empfindung oder Erkenntnis bestimmt wird dass die Dynamik einer natürlichen Entwicklung in unserem jüdi - sehen Leben fehlt. Man übersieht allgemein dass in dieser Welt des Atom-Zeitalters die Isolierung von Gestern den Untergang in naher Zukunft bedeuten kann. Wahrscheinlich war es ein Fehler, auf dieses Phänomen nur in einer abschliessenden Bemerkung einzugehen, anstatt das Problem als solches in seiner ganzen Tragweite gemeinsam zu prüfen III Ost und West Es ist ein wesentlicher Teil und ein Merkmal der auch heute noch nicht geschlossenen Tragödie unseres Volkes, dass der Kontrast zwischen dem Osten und dem Westen unsere Volksexistenz bis in die Gegenwart belastet und zu den von uns nicht gelösten und möglicherweise für uns unlösbaren Problemen gehört. Seit beinahe 50 Jahren leben die russischen Juden getrennt, kontaktlos iso- Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 liert vom Stamm des jüdischen Volkes. Gewiss hat der Eiserne Vorhang seit Stalins Tod einige Risse erhalten die einen Durchblick odei gelegentlichen Besuch gestatten. Aber die Absonderung hat keine Lockerung erfahren. Damit wurde bis heute das russische Judentum daran gehindert, an der Entwicklung unseres Volkes und am Aufbau des Staates Israel seinen gewichtigen Anteil zu nehmen. De Situation der anderen, unter kommunistischer Herrschaft stehenden Judenheilen ist im Prinzip die gleiche. Hieran ändert auch die Tatsache nichts, dass diesmal dem Oberrabbiner in Rumänien die Erlaubnis erteilt wurde — ebenso wie einem Delegierten aus Ungarn — an den Beratungen teilzunehmen. Oberrabbiner Rosen war schon im vergangenen Jahr bei der Strassburger Sitzung der Weltkongress- Exekutive, aber weder dort noch in Brüssel konnte man den Eindruck gewinnen, dass seine Berichte über das Schablonenhafte hinausgingen. Der Repräsentant der unga rischen Juden war ein sympathischer alter Herr, der im Stil der k. u. k. Donau-Monarehie sprach, sozusagen aus der „guten, alten Zeit“ Die wirklichen Probleme der Juden in Ungarn wurden nicht einmal erwähnt. Zum Ostblock oder beinahe zum Ostblock gehört auch Jugoslawien, dessen Judenbeit Freiheit geniesst und sich nach ihren Vorstellungen entfalten kann. Irgendein politisches Gewicht, das sie hätte, tritt nicht in Erscheinung. Während in der übrigen Welt, nicht zuletzt durch die Politik de Gaulies aber doch schon seit Krutschew. eine spürbare Annäherung des Ostens an den Westen erfolgte, besteht die alte, harte, nicht elastischer gewordene Mauer für die Juden weiter. An dieser Tatsache braucht niemand zu zweifeln. Ob es sich hierbei um eine antisemitische Massnahme im alten Wertsinne handelt oder nicht, ist für diese Betrachtung nicht wesentlich. Die bedauerlichen Fakten sVd unleugbar. REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziaigeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEI PINO 2262 T. 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Man darf davon ausgehen, dass die Analyse der Lage und insbesondere der Situation der jüdischen Jugend in den Ländern der westlichen Assimilation weitgehend übereinstimt. De Dskussion prinzipieller Asspekte dieses Problems reicht aber jetzt nicht mehr aus. Man muss zu praktischen Lösungen gelangen die von einem Kultur- und Erziehungskongress unter den Auspizien des JWK beraten und entschieden werden müssen. Auf eine breite Erörterung dieses für unsere Zukunft ohne Zweifel entscheidend wichtigen Problems muss in diesem Zusammenhang (aus räumlich-technischen Gründen) vorerst verzichtet werden. Das bedeutet aber keineswegs. dass diese Frage weniger wichtig als die hier sonst behandelten wäre. — V. Israel und Galut Auch hier handelt es sich um ein Sonderproblem, das für unsere künftige Entwicklung als Staat — von Israel aus betrachtet — und als Volk — von der Galut aus gesehen — von höchstrangiger Bedeutung ist. Auf der letzten Weltkonferenz des JWK wurde diese Frage angeschnitten. Eine endgültige oder eine Patentlösung gibt es nicht, ist jedenfalls bisher nicht gefunden worden. Das Problem beschäftigt stets auch die zionistischen Gre mien, vor allem die Zionistische Exekutive und den Zionistischen Weltkongress. Dass die Gefahr besteht, dass sich die Judenheiten in der Welt nicht oder nicht immer in Uebereinstimmung mit dem Jischuw im Staat Israel entwickeln, ist unbestreitbar. Schon die sprachliche und kulturelle Entwicklung laufen nicht parallel. De Hebraisierung Israels und seine israelisch-hebräische Kultur sind zur Wirklichkeit und zu einer starken, gestaltenden Kraft geworden, mit deren Tempo und Dynamik die Galut aus JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 *o B 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Hilfe für Opfer Jerusalem. — Eine Gruppe von 12 Medizinstudenten der Hebräischen Universität ist nach der westlichen Türkei aufgebrochen, um bei der Hilfsaktion für tausende Opfer der kürzlichen Erdbeben in dieser Region mitzuarbeiten. Der Magen David Adom und verschiedene städtische sanitäre Behörden haben Arzneimittel und Plasma an die Regierung ier Türkei gesandt. (ITA) vielen Gründen nicht mitkoirunen kann. Auch die politischer Interessen der verschiedenen Judenheiten weichen mitunter von denen Israels ab, z. B. in den arabischen, oft auch in den kommunistischen Ländern. Das sind Tatsachen, die unser Volk mit ganz neuen Fragestellungen konfrontieren. Aber auch aui diese Problematik soll in diesem Zusammenhang nicht weiter eingegangen werden, da sie Gegenstand eigener, gründlicher Betrachtungen bilden muss. Dass die Weltkonferenz sich dieser Fragestellungen bewusst ist, dürfte bereit« eine wesentliche Voraussetzung für Suchen und Finden einer Entscheidung sein. VI. Einheit des Volkes Im Augenblick und für die nächste, übersehbare Zeit dürfte die Einheit des jüdisehen Volkes weder durch die Trennung des russischen Judentums von der übrigen Judenheit noch durch die Fra gestellung „Israel und Galut“ in Gefahr sein. Für die überwältigende Lebenskraft der Juden überhaupt, die alle Verfolgungen und Unterdrückungen im Laufe der Jahrtausende überdauert haben, bilden die russischen Juden einen geradezu erstaunlichen Beweis. Denn sie sind nach beinahe 50 Jahren kommunistischer Herrschaft trotz der stalinistischen oder sonstigen Restriktionen, Gewaltmassnahmen und direkten Verfolgungen Juden geblieben, auch die Generation die schon in diesem halben Jahrhundert geboren wurde. Das dürfte allen Juden Mut, Zuversicht und neue Hoffnung geben, dass diese, sich über fünf Jahrzehnte erstreckende Krise eines Tages überwunden wird. Die Mitwirkung einer starken und von bedeutenden Persönlichkeiten gebildeten Delegation beim JWK zeigt den Willen, die lebendige Verbindung zum ganzen jüdischen Volk trotz aller bestehenden politischen wirtschaftlichen und militärischen Schwierigkeiten so stark und verantwortlich wie nur irgend möglich aufrechtzuerhalten und zu unterstreichen. Was die Schaffung des Staates Israel für das jüdische Volk bedeutet, braucht nicht erneut erwähnt und er läutert zu werden. Die letzten Weltkonferenzen des JWK haben diese Tatsache auch nach aussen hin deutlich gemacht. In der Wechselwirkung zwischen Israel und der Galut liegen die Kräfte, die für unsere gemeinsame Zukunft entscheidend sein werde.n — VII. Deutschland-Frage „Juden und Deutsche — ein ungelöstes Problem“ hiess das Thema für eine der Abendsitzungen, das zu vehementen Auseinandersetzungen führte, bevor es überhaupt behandelt worden ist. Da diese Frage uns, die wir Opfer der deutschen Verfolgungen gewesen sind, besonders interessieren müsste, wollen wir über dieses Problem und die Debatten hierüber gesondert berichten. Nur so viel sei vorausgenommen, dass die Lendenschaftlichkeit, mit der auf dem Kongress die Frage diskutiert wurde, ob dieses Thema auf der Tagesordnung bleiben oder abgesetzt werden soll, allein schon bewiesen hat, wie ungelöst und auch ■wie schwierig eine ernste Debatte hierüber ist. Zwanzig Jahre nach der furchtbaren Katastrophe, die über uns gekommen ist, bluten die Wunden noch, die man uns schlug. Nicht blindwütender Hass sondern Schmerz und Trauer erfüllten U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparees los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarseaaky Pueyrredón 2190, 1« izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 700.— pro Jahr Ausl. $ 1.000,— jährL Jugendlicher Friedbofesehaender Wiesbaden. — Ein Fünfzehnjährig» hat, wie erst jetzt bekannt wurde, vor einigen Wochen auf dem jüdischen Friedhof 55 Grabsteine umgestürzt. Da er von Anwohnern bei der Tat gesehen wurde, konnte er wenig später von der Polizei dingfest gemacht werden. Für sein Verhalten vermochte er keine stichhaltigen Angaben zu machen. (AWZ) alle Delegierten, ausnahmslos, als dieser Fragenkreis zur Behandlung stand. — (wird fortgesetzt) CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeM (Director) Jefe dei Servicio de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Dr. Bernardo | SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TFT,FF VORANMELDUNG Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiente 3116 T. E. 87-1362 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-4052 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGEN STRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTEtLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 4

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