Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2180 (12.8.1966)
- Date
- 1966-08-12
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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B — Viernes, 12 de Agosto de M66 BINAN! ISMAELITA ím UVE — M» UM Die zentrale Frage (Schluss von Seite 1) Abba Eban in Kapenhagen Kopenhagen. — Der israelische Aussenminister Abba Eban, der au einem offiziellen Besuch nach Dänemark kam. sprach auf einer Versammlung dänischer Studenten. Er wies darauf hin, dass trotz der Bemühungen von Wissenschaft und Technik, die Menschheit zu gemeinsamen Zielen zusammenzuschliessen, eine neue Trennung in der politischen Struktur der Welt erfolgt sei. Heute, so führte Eban aus, leben zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte 98 Prozent der Weltbevölkerung in souveränen Staaten und die Zahl der unabhängigen Länder wird bald 120 erreicht haben. Eban bezog sich auf die Voraussage einiger Historiker, dass der Mensch vor Ende unseres Jahrhunderts vor der Entscheidung stehen wird zwischen der Abschaffung der Nationalitäten oder der Vernichtung der Menschlichen Rasse zu wählen. Er fügte hinzu: „Es gibt eine dritte Möglichkeit. Die Menschen wollen keinen Krieg. Aber sie wollen auch nicht ihre Staatsgebilde und ihre nationalen Kulturen auf geben. Dos Ziel des Statsmannes von heute muss das Bemühen beinhalten, eine CJebereinstimmung zwischen der nationalen Vielfalt und den Forderungen der Solidarität aller Menschen her beizuführen.“ Eban kam aus ier Schweiz, wo er nach seiner Teilnahme an der Eröffnung der Tagung des Jüdischen Weltkongresses in Brüssel bei einer Konferenz der israelischen Botschafter ir den Ländern Westeuropas den Vorsitz führte. Am 9. August begab er sieh zu einem Staatsbesuch rack Island. welche entscheidenden oder entschieden eingeleiteten Schritte zur Beseitigung dieser vielschichtigen internationale Krisen werden nicht unternommen. Dass es sieh im Grunde genommen nur um ein einziges Problem, nämlich die Frage der Uefcerwindung des schroffen Ost - West - Konfliktes handelt wird zwar von den meisten erkannt, aber nicht in Rechnung gestellt. IL. Unser Problem Auf diesem unerfreulichen Hintergrund erhebt sich die für uns bedeutsame Frage unserer eigenen, jüdischen Existenz, das Problem der Zukunft des jüdischen Volkes und des Staates Israel. Da Juden zerstreut über viele Länder der Erde leben mussten sie auch Opfer der weltumspannenden Ost - West- Konfrontation werden. Das wirkt sich schon dadurch belastend aus, dass ein Teil der Judenheit vom anderen seit Jahrzehnten getrennt worden ist. Ohne Zweifel sind gewisse Erleichterungen in der Aufnahme von Kontakten zu verzeichnen, die aber nur umso deutlicher ihre Abhängigkeit von dem allgemeinen Spannungsverhältnis der kommunistisch regierten Lander zu denen der freien Welt widerspiegeln. Da die rote Wand, die von Stalin um den kommunistischen Block gezogen wurde allmählich unter seinen Nach folgern durchsichtiger wurde besserten sich auch die Beziehungen der getrennten Judenheiten, aber nur in dem Umfang, in welchem die allgemeinen Möglichkeiten einer Annäherung der beiden „WeHen‘‘ der kommunistischen und der freien wuchsen. Noch stärker tritt dieses Problem im Rahmen der in- Dr. FREY ABOSADO PUEYRBEDON 2190 ]?«q. ndw. K-U Uhr Talafan: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziaügeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R- L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHÄRFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEJ PINO 22«* T. E. 73-78*7 ternationalen Position in Erscheimmg, die Israel einnimmt. Die Abhängigkeit dieses jungen Staates von der Entwicklung der westöstlichen Beziehungen wurde in jedem Stadium seiner 18 jährigen Geschichte evident. Hierbei bildet Israel keineswegs eine Ausnahme denn es teilt dieses Schicksal mit allen seinen Nachbarländern mit dem ganzen Mittleren Osten, dessen Bestandteil Israel ist. Die permanente Krise. in der sich alle d»ese Staaten befinden, nimmt schärfere Formen an wenn die Weltmächte ihren Machtkampf steigern und auf dieses Gebiet unmittelbar beziehen sie wird schwächer, wenn andere der vielen Krisengebiete in den Vordergrund gestellt werden Nicht von Israel und nicht von seinen feindlichen Nachbarn hängt die Intensität dieser dauernden Spannungen ab, sondern von der jeweiligen politischen Position, die von den Amerikanern und den Russen eingenommen wird. Die zentrale Frage Israels ist das Problem seiner Sicherheit. Trotz der nach dem Befreiungskrieg abgeschlossenen Waffenstillstandsverträge ist es bis heute zu keinem Frieden mit den Nachbarn Israels gekommen. Es mag sein, dass sich ihre Argumente und Parolen inzwischen etwas abgenutzt haben, die Tatsache besteht, .dass kaum ein Tag verstreicht, ohne dass es an irgendeiner Stelle der langen Grenzen des Staates Israel zu einem Zwischenfall kommt. Kein objektiver Beobachter wird bestreiten, dass die dezidierender Grossmächte bisher keine ernsten Schritte unternahmen um diesem Zustand des permanenten Nicht-Friedens ein Ende zu bereiten. Wenn wir uns auch der bestehenden Unversohn'ichk eiten mancher arabischer Kreise nicht verschlieesen wird niemand leugnen, dass die Feindseligkeit der Araber durch die gleichgültige Haltung der Grossmächte be giinstigt worden ist. Hieran wird auch nichts dadurch ge ändert dass diese vermutete Gleichgültigkeit in Wirklichkeit der Ausdruck einer beabsichtig ten Politik ist, die OberhemtJen REPARATUREN UND NACH MASS ECHEVERRIA 33««, B. 76 31*3 Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI KTTLTU SST1CK.E HEIEN Schabbosdecker radiebeute! KäoDCheD Mai zot-Taschen Handonc Maschicienstiekerei von Bett- und rischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E J3-*I55 in diesem ganzen Gebiet bestehende Unruhe den eigenen Interessen der wettstreitenden Weltmächte nutzbar zu machen. Nur dem offenen Krieg, der durch den siegrei chen Israelfeldzug auf de: Sinai-Halbinsel zu folgen drohte traten die sonst konkurrierenden Mächte mit auffallender Einmütigkeit entgegen. Nicht die Aufrechterhaltung des Nicht-Friedens war der Zweck und das Ziei der amerikanischen wie der russischen Intervention, sondern die Gefahr dass ein siegreiches Israel seine Gegner zur Raison br-ngen una einen Frieden dun hsetzen könne. Damals sahen sich die USA wie die Sowietunion zu einem überraschend energischen Einschreiten veranlasst, weil sie gemeinsam und wechselseitig eine Verlagerung des Gleichgewichts der Kräfte befürchtete»' aber nicht des Gleichgewichts der Kräfte zwischen Israel und dem ihm feindlichen Aegypten, sondern zwischen sich selbst zwischen Amerika und Russland... Wenn U Thant mit vollem Recht darauf hinwies, dass der Vietnam-Krieg um sich greifen könne wenn nicht sofort Massnahmen ergriffen werden, so muss mit der gleichen Klarheit hervorgehoben werden, dass sich auch der Konflikt im Mittelosten unversehens ausweiten könrte. Für Israel ble bt die Frage seiner Sicherheit auch deswegen das zentrale Problem weil seine mi’itärische Lage das Land zu unverhältnismässig hohen Lasten im Dienste seiner Verteidigung zwingt. Durch die allgemeine Lage ist das Land zu ständiger Erneuerung seiner Bewaffnung gezwungen Der Staat muss eine grosse Anzahl seiner Bürger unter den Fahnen halten und eine schlagkräftige Armee besitzen, die in keinem Verhältnis zu seiner Bevölkerungszabl steht. Welche Werke des Friedens könnten von diesem Land zum Segen seiner Bürger und der ganzen Menschheit ausgeführt werden, wenn es diese Geldmittel konstruktiven Zwecken zugänglich zu machen in der Lage wäre. Der Aufbau des Landes und des Staates ist der lebendige Beweis hierfür. Dass Israel darüber hinaus auch noch in der Lage ist, durch seine Fachleute auf vielen Gebieten, vor allem der Landwirtschaft und der Bewässerung einer erheblichen Anzahl anderer Länder Hillsstellungen zu leisten, wurde gerade erst von einem so grossen Lande wie Brasilien dankbar anerkannt. Obwohl Ueberfälle von Banden aus israelischen Nachbarländern seit Monaten wieder zur Tagesordnung gehören, wurde die Weltöffentlichkeit erst durch ein« Strafexpedition gegen Syrien JACOB LAPIDUS dipl. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2-037 4« B 46-1716 and 48 2124 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 alarmiert, die erforderlich war, nachdem durch verschiedene syrische Angriffsmassnahmen mehrere Todesopfer zu verzeichnen gewesen sind. Mit der für die israelische Luftwaffe eigenen Präzision war durch eine kurze Aktion die syrische Geschütz - Stellung beseitigt worden von der aus wiederholte Male Attacken gegen friedliche Bauern gerichtet worden waren. Syrien brachte den Zwischenfall vor den Sicherheitsrat, der eine Verurteilung Israels ablehnte, da di« hierfür erforderlichen neun Stimmen nicht abgegeben wurden. Aber auch ein Tadelsvotum gegen Israe1 hätte an der realen Situation nichts geändert. Die Abstimmung ist abgeschlossen, der Streitpunkt Syrien-Israel damit von der Tagesordnung des Sicherheitsrates abgesetzt. Aber das Problem besteht weiter. Morgen können schon wieder unschuldig« Menschen sterben, weil sie Opfer einer ungelösten internationalen Frage wurden. Israel wird dann entscheiden, ob dann Anlass zu einer erneuten, weiteren Vergeltungsmassnahme gegeben sei, die erforderlich ist, um die angriffslustigen Syrer von Abenteuern abzuschrecken. Ministerpräsident Levi Eshkol warnte die Araberstaaten vor neuen Angriffen die mit der gleichen Härte und Exaktheit erwidert werden würden wie bisher. Er unterstrich den Willen Israels, mit seinen Nachbarn zu der für alle Staaten und Völker des Mittleren Ostens erforderlichen Verständigung zu gelangen. Mit Gewaltaktionen werde die Lage nicht geklärt werden .Israel ist jederzeit bereit, direkte Friedensverhandlungen aufzunebmen. Das sind klare und überzeugende Worte, keine Drohungen und keine Herausforderungen, wie sie von manchen arabischen Führern Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE ständig zu hören sind. Die Hand zum Frieden ist ausgestreckt. EShkols Erklärung war mehr als eine Demonstration, sie war ein Appell. Unmittelbar angesprochen war die arabische Welt Darüber hinaus aber galt dieser U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparee« los Viernes, Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: ArnoUto W. B. Swarsenak; Pueyrredón 2190, 1’ izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 70*.— pro Jahr Ausl. $ 1.000,— jährl. Britische K riessschifte in Haifa Haifa. — Ein Zerstörer, eine Fregatte und ein Tanker unter dem Kommando des Befehlshabers der britische« Mittelmeerflotte, Admiral Sir John Hamilton, statteten kürzlich einen viertägigen offiziellen Besuch in Haifa ab. Aufruf zum Frieden denjenigen Mächten die immer noch über das Schicksal aller Nationen entscheiden, die zwischen ihnen vorhandenen Gegensätze zu mindern und damit allen Völkern di* Chance zu geben, in Frieden miteinander zu leben.- Confitería NIZA Servicios de htnch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76.0286 73-1049 TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-44)52 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe de) Servicio de Ortopedia y Traumatología de) Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Cié ocias Médicas de Borneo Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47-5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. 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