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Jüdische Wochenschau · 1966-08-12 · 2180 (12.8.1966) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2180 (12.8.1966)
Date
1966-08-12
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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it «e 199« 8 C M 1 9 A líSálLiTi Eshkol optimistisch Jerusalem. — Premierminister Levi Eshkol erklärte, immer mehr arabische Länder kämen au der Erkenntnis, dass der Krieg nicht die Lösung des palästinensischen Konflikts darstellt and wachsende Risse in der Front der arabischen Feindseligkeit gegen Israel zu bemerken »eien. Er sprach auf einem Pressebankett und vertrat den Standpunkt, dass der Frieden im Mittelaste« einzig und allein durch direkte arabisch - israelische Verhandlungen, die von gegenseitiger Achtung für die Existenz und die Rechte der Partner getragen sein müssen, erreicht werden kann. Dies sei der einzige Weg, so fügte er hinzu, der zum Frieden und zur Zusammenarbeit führt. Eshkol rügte Nasser, der ständig über Atomwaffen in der Region diskutiert, die. wie Eshkol betonte, gar nicht existieren, und beharrlich der Diskussion über reale, brennende Probleme ausweioht, wie z. B. der Abrüstung auf dem Gebiet der konventionellen Waffen. Der Ministerpräsident erwiderte auf eine Frage, dass die kürzliche Annäherung zwischen der Sowjetunion und Syrien die Beziehungen Israels mit Moskau nicht verschlechtert habe. „Viele Länder“. so äusserte er, „unterhalten mit den Arabern ebenso gute Beziehungen wie mit Israel, und das eine sch!i esst das andere nicht aus.“ Zu der israelischen Repressalie gegen Syrien bemerkte er, der Botschafter Moskaus in Israel »ei seit sechs Monaten von „den Provokationen, die wir geduldig ertragen haben“ unterrichtet gewesen. Die Einführung von ökonomischen Härtemassnahmen und die Einfrierung der Gehälter und Löhne bezeichnete Eshkol als eine Notwendigkeit, um die israelischen Produkte auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu erhalten. Er wiederholte, dass di« Regierung beabsichtige, die Beamtenschaft zu reduzieren %tnd das Budget zu verkleinern. Er appellierte an alle israelischen Unternehmen, dem Beispiel der Regierung *u folgen, und grössere Leistungen mit geringeren Kosten zu erzielen. Auch innerpolitische Themen berührte Eshkol. Er berichtete, dass gute Aussichten für eine Fusion der Mapai und Aehdut Awoda bestehen, und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die von Pinchas Lavon geführte Splitterpartei, Min Hajessod, wieder in die Reihen der Mapai zurücfckehren könne. Schliesslich wiederholte Leri Eshkol die öffentlich gegebenen Sicherheiten üb« seinen Entschluss, die Mili tärregierung in den arabischen Zonen Israels abzuschaffen. Er forderte alle arabischen Bürg« des Landes auf, Ihren guten Willen und ihre Treue zur Regierung zu beweisen. (ITA) DIE DEBATTE IM SICHERHEITSRAT Jerusalem. — Die kürzUche Debatte im Sicherheitsrat der eine Verurteilung Israels ablehnte, und den „weit üb«: das übliche Protokoll“ h*nausgehende Empfang, den die Regierung Johnson dem israelischen Präsidenten Salman Shazar bereitet hat. bezeichnete Ministerpräsident EShkol in der wöchentlichen Kabinettssitzung als Zeichen für das Verständnis das die Welt heute den Problemen Israels entgegenbrirgt Dies erklärte Eshkol wenige Stunden vor der Rückkehr Shazars nach Israel für dessen Empfang nach seiner triumphalen Reise durch Lateinamerika und die Vereinigten Staaten emsige Vorbereitungen getroffen wurden Zvm Besuch Shazars in den USA bemerkte Eshkol dass laut vorherigem Programm ein „inoffizieller Aufenthalt“ des israelischen Präsidenten „un. ter allen praktischen Aspekten au einem Staatsbesuch geworden ist.“ Der Beschluss des Sicherheitsrates über die syrische Beschwerde gegen Israel, so führte Eshkol aus, „hat den Beweis erbracht, dass allgemein weitgehendes Verständnis für die Position Israels vorwaltet“. Der Sicherheitsrat beriet über den Antrag Syriens, Israel wegen seiner gegen dieses Land ergriffenen Repressalie zu verurteilen. Es habe sich jedoch herausgestellt, so betonte Eshkol, dass verschiedene Länder auf Syrien einwirken, die Sabotage der El Fatach-Terroristen zu verhindern und für die Befriedung der Grenze mit Israel Sorge zu tragen. Der Ministerpräsident bezog sich vor dem Kabinett noch einmal auf die wirtschaftliche Krise, der sich Israel gegenwärtig gegenübersieht. Er wiederholte seinen Appell an die Mitglieder der Regierungs - Koalition, seine Vorschläge für einen auf drei Jahre ‘bemessenen Wirtschaftsplan zu unterstützen. Das Schatzamt kündigte als Teil der offiziellen ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEVE ADRESSE: Vidai 1575 fast Ecke Pino Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Soloweisehik aus Boston, einer der hervorragendsten orthodoxen Rabbinen der Welt Delegationen des American Jewish Committee, des Nationalrats für gemeindliche Beziehungen, der Poale Zion, des Jüdischen Penklubs und der Gesellschaft der Jüdischen Mitglieder der newyorker Polizei Vor Antritt seiner Weiterreise nach Zürich empfing Präsident Shazar ein Abschiedsgeschenk des Präsidenten Johnson, der ihm eine m Leder gerahmte Fotografie Israels und des östlichen Mittelmeers übersandte welche atu eineT Höhe von 759 Kilometern über der Erde von dem USA-Satelliten Tiros auf genommen wurde. Unter diese Fotografie hatte Präsident Johnson sein Autogramm gesetzt. IN DER SCHWEIZ Zürich. — Salman Shazar verweilte auf seinem Rückflug zwei Tage in Zürich, um hi« mit seiner Gattin der Ruhe zu pflegen. Bei seiner Ankunft hn Flughafen begrüssten ihn der israelische Innenminist« Chaim Scha- Pläoe zur Förderung der Ex. porte die Erteilung von „Prämien“ in Höhe von 50 Millionen XL an. Gegen diese Pläne hatte sich einige Tage zuvor der Abgeordnete Jaakow Chazan namens der Mapam, die der •Regierungs-Koalition angehört. ausgesprochen und gewarnt, dass seine Partei wegen dieser Massnahme ihren Austritt aus der Regierung in Betracht ziehen könne Auf ein« Tagung der Kibbuzim in Jaguar wandte er sich gegen „Arbeitslosigkeit als Heilmittel“ der ökonomischen Probleme, da eine sol ■ che „Kur“ nicht nur die Einwanderung einschränken sondern sie ganz zum Stillstand bringen könne jsr forderte eine gerechte Verteilung der Last der Einsparungen, die die Regierung seiner Meinung nach zum grössten Teil auf den „minderbemittelten“ Teil der Landesbevölkerung abwälzen wolle, und hob hervor dass eine „von Furcht ergriffene Arbeiterklasse sich in ein Element des Aufruhrs verwandeln kann.“ (ITA) piro, der seine Ferien in der Schweiz verlebt. Israel-Botschafter Samuel Bentsur, Mosche Ofer Generalkonsul in Zürich und der Protokollchef der schweizer Regierung. Charles Albert Wetterwald. SHAZAR IN ISRAEL ZUR U ECK Inzwischen ist der Präsident Israels Salman Shazar, nach ein« ungewöhnlich erfolgreichen Reise, aui der er Uruguay Chile, Brasilien und die Vereinigten Staaten von Nordamerika besucht hat, glücklich in Israel gelandet. Der Präsident wurde von einer auffallend grossen Menschenmenge, die ihm zujubelte auf dem Flughafen begrüsst. Dies war ein neuer Ausdruck der Sympahhiea, die ihm von der Bevölkerung Israels entgegengebracht werde«. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDÍENTE B«. Airee - PUEYRREDON 2190, 1* Izq. - T.E. 83-2613 12. August 196« 26. Aw 5726 CARLT0N- Kleidung ist Kleidung guten Stils sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer ctis gewoehnliche Kleidung. ★ Dieser Satz ist mehr als Slogan. Cr ist eine 3e. hauptung, die ich taeq lieh beweisen muss, immer wieder mit tedem Meter zu geschnittenen Stoffes. ★ Feine MASSKLEIDUNG ★ FERTIGKLEIDUNG in SCHNEIDERTRADITIGN Carlton ERNST KOPPEL Maipü 982 — T.E. 31-7845 Handelsvertrag mit der Türkei Tel Aviv. — Der zwischen Israel und der Türkei bestehende Handelsvertrag ist auf ein weiteres Jahr verlängert worden. Er sieht den Warenaustausch im Werte von 12 Millionen Dollar in beider. Richtungen vor. Herrenlose Bilder? Wien. — Unter dem Na»- Reginr in Oesterreich „sammelten“ die Deutscaen Bilder, die für Göring, Ribbentrop und andere Naziführer bestimmt waren Soweit man in Deutschland festgestellt hat, dass es sich um früheren österreichischen Besitz handelt, wurden die Bild« der Regierung >n Wien übergeben Ein Teil der Eigentümer wurde festgestellt, and sie erhielten ihre Bilder zurück. Die anderen Objekte liegen in Verwahrung beim Bunde sdenkmala mt. Da die Gefahr bestand,, dass die Bilder als angeblich herrenlos in den Besitz des Staates übergehen, hat Ing. Wiesenthal als Leit« des Dokumentationszentrums mit dem Finanzministerium verhandelt. damit die noch vorhandenen Bilder katalogisiert und damit vor ihrer Verwahrung der Oeffentb'ch- Jüdisches Museum in Basel Das Jüdische Museum der Schweiz in Basel wurde vor kurzem eröffnet. Den entscheidenden Anstoss zu dieser Gründung gab die „Monumente Judaica“, die im: Winter 1963/64 im Kölnischen Stadtmuseum 2.900 Jahre jüdische Geschichte, und Kultur «ter Juden am Rhein dokumentierte und repräsentierte — Basel miteingeschlossen. Das dortige Schweizerische Museum für Volkskunde, einer d« insgesamt 250 und einer det 75 ausländischen Leihgeb«, war mit einer beträchtlichen Zahl wertvoller Stücke vertreten, und zwar in der eindrucksvollen, vom Publikum besonders stark besuchten und viel beachteten Sonderabteilung „Das jüdische Jahr“ Die von privater Seite ausgehende initiative zur Schaffung eines Schweizerischen Jüdischen Museums geht bis in den Anfang des Jahres 1964 zurück. Träger wurde d« im Februar 1966 konstituierte .Verein für das Jüdische Museum d« Schweiz in Basel“. Die fast 100 Objekte aus den Beständen der Judaica- Abteilung des Volkskunden - museums in Basel bilden — als Leihgaben — den Grundstock des neuen Museums, der ersten öffentlichen Sammlung dies« Art in der Schweiz. Da sind, um nur einige wenige Beispiele au nennen, Tefillin und hebräische Kalender, Amulette, Becher und Hochaeitsringe, Sabbatleuchter und feiertägliche Tischdecken, ferner Thoraschmuck und Psombüchsect aus dem 16. Jahrhundert, Chanukkaleucht« und Trendel Ergänzt werden diese Leihgaben durch andere aus privatem und öffentlichem Besitz, so auch aus dem Historischen Museum in Basel und dem Schweizerische» Landesmuseum in Zürich. Wo in Europa, besonder» auf dem Kontinent, gibt es noch jüdische Museen? la Prag ist das wertvolle Jüdische Museum «halten geblieben. In England hat das Jewish Museum, 1932 in London gegründet, den Bombenkrieg überlebt. In Amsterdam wurde nach Kriegsende das „Joods Historisch Museum“ geschaffen Aber sonst? Einst bedeutende jüdische Museen und Sammlungen jüdisch« Altertum« sind der Verfolgung, dem Raub, dem Krieg zum Opfer gefallen; gerade auch unter diesem Aspekt ist die Schaffung eines, wenn auch zunächst noch kleinen jüdischen Museums in der Schweiz zu begrüssen. E. G. L, keit in angemessen« Weise Kenntnis gegeben werde. Das Finanzministerium hat scch auch bereit «klärt, dem Parlament ein „Kunstgut-Bereinigun gsgesetz“ vorzulegen, das auch die Fristen zur Anmeldung enthalten soll. Es handelt sich um mehrere hundert Bilder, üb« deren Vorhandensein bisher nie Publikationen erfolgt sind. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Geschäfte mit ä«r grösste« Auswahl SARMIENTO ff47 T E . 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 Zahlungserleichterungen fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE entschaedigung::rag2n Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNUEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. F.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - V-r waltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T L: 80 - 6930 rtJEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HER AS

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