Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2178 (29.7.1966)
- Date
- 1966-07-29
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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4 — Viernes, 28 de Julio de 1866 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N» 2178 EHRUNGEN FUER 5ÂLMÂN 5HÂZAK 1 Rio de Janeiro. — In e'ner eindrucksvollen Zeremonie wurde dem israelischen Präsidenten Salman Shazar der Titel eines Dr. h. c. der Universität von Rio de Janeiro verliehen. Rektor Pedro Calmon und Prof. Thiers Martins Moreira, Ordinarius für Literatur an der Philosophischen Fakultät stellten Shazar den 500 geladenen Gü sten vor. unter denen sich hauptsächlich Intellektuelle und auch mehrere Geistliche befanden. Prof. Hamilton Nogueira, früher Vorsitzen, der des Comités für israelisch-brasilianische Freundschaft, hielt eine Rede in hebräischer Sprache. Shazar hatte für seine Dissertation von 4.500 Worten die Bewegung des Sabbata. Zwi und die Gestalten der Rabbinen Isaac Aboab und Moisés Rafael de Aguilar gewählt, die sich im Jahre 1642 als geistige Führer einer Gruppe von 200 jüdischen Siedlern in Brasilien niedergelassen hatten. Später stellte der brasilianische Aussenminister Juracy Magalhaes den israelischen Präsidenten dem Diplomatischen Korps vor. Zur gleichen Zeit veran. stalteten die jüdischen Frauen-Organisationen von Rio einen Empfang für Frau Rachel Shazar, an dem tausend Damen teilnahmen. JUEDISCHE ORGANISATIONEN Präsident Shazar verzichtete auf die Verlesung des Maftir-Gebetes in der Synagoge zugunsten des Rabbiners Jerachmiel Blumenfeld. Hundert Gäste nahmen an dem Schabbat-Gottesdienst teil, der in dem zu einer Synagoge umgewandelten Roten Saal des Hotels Copacabana stattfand. Shazar hatte sich von einem Schwächeanfall erholt den er am vergangenen Freitagabend erlitt, so dass d>e Aerzte ihm von der Teilnahme an einem von Rabbiner Heinrich Lemle von der Gemeinde der deutschsprechenden Juden veranstalteten Gottesdienst dringend abrieten. Aus dem gleichen Grunde erschien er nicht auf dem von Führern dieser Gemeinde ihm zu Ehren organisier ten Bankett, auf dem :hn Frau Rachel Shazar vertrat. Auf die Begrüssungsworte von Mauricio Budiansky entgegnete Frau Shazar. da>=s ihr Gatte und sie von dem überaus herzlichen Empfantr tief bewegt seien den nan ihnen überall auf ihrer Südamerikareise bere tef hat sie sprach ihre Befriedigung darüber aus. dass die jüdischen Gemeinden auf diesem Kontinent in einer Atmosphäre der Freiheit leben Am Schabbat empfing Präsident Shazar >n den Nachmittagsstunden 30 hervorragende jüdische Intellektuelle, mit denen er sich anderthalb Stunden angeregt unterhielt Die Zeitungen des Landes berichten weiter ausführüch über den Besuch des israelischen Präsidenten. , Jornal do Brasil“' schrieb in e;nem Leitartikel: ..Der Besuch des Präsidenten Israels in lAteinamerika dient der Förderung der Entwicklung und des Friedens, denn die kleinen Nationen hegen Keine Eroberungsgelüs“e sondern sie ziehen es vor. ihre Energien für Fortschritt und Wissenschaft einzusetzen.“ GALABANKETT Auf einem Galabankett, das der brasilianische Ptäsir-1 ¿Bie Bratschen fiammnspiele im Schauspie lhaus Buenos Airse Intendant: REINHOLD K. OLSZEWSKI PREMIERE Montag, den I. August — 2I Uhr Amerikanische Erstaufführung die berühmte Komoedie von MAX FRISCH DON JUAN der DIE LIEBE ZUR GEOMETRIE Inszenierung: Reinhold E. Olzewski VORSTELLUNGEN: Mittwoch, Freitag, Sonnabend um 18 Uhr 30. Sonntag um 15 Uhr 30. KASSE: Montag bis Freitag von 11—14 und 17—20 Uhr; Teatro Odeon — Esmeralda 375 — T. E, 45-3591. Der Vorverkauf hat begonnen Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfäll« Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europa* 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr. 61: DIE SIEBEN TODSUENDEN — Vierzehn Essays Nr. 63: ELIA KAZAN: Amerika — Amerika, Roman Nr 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr. 66 GEORGES RERNANOS: E5n böser Traum Nr. 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Man nerquartett. Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Zusammenarbeit Uruguay-Israel Montevideo. — Jurch mündliche Absprache bildeten uruguayische Wissenschaftler und Akademiker einen Berate iden Ausschi ss des Weizmann-Instituts in Reehowo;. für Uruguay, nachdem sie mit dem Repräsentanten dieser Hochschule Dr. M. Sheskin. Beratungen gepflogen haften. Das Abkommen sieht den ständigen wissenschaftlichen Austausch zwischen beiden Ländern vor Sheskin, der den Nobelpreisträger' Dr Konrad Bloch auf se ner Reise 1urch Lateinamerika begleitet, erklärte, dies sei ,,die Fortsetzung des Abkommens, welches während des Besuches des israelischen Staatspräsidenten Shazar unterzeichnet wurde“. Er bezog rieh hierbei aut die Uebereinkunft zur Nutzung der Atomenergie für friedliche Zwecke. ff Adolf Hitler - mein Vater“ In einem recht obskuren Verlag in Paris ist kürzlich ein Buch: ,, Adolf Hir,er. mein /ater““ von Gisela Heuser erschienen. In dieser rtintertreppen - Geschichte behauptet besagte Gisela, las leibeigene Kind Adolf Hitlers zu sein Ihre Mutter sei die bekannte Sportlerin Tilly Fleischer gewesen, mit der Hitler nach ihrem Sieg auf den berliner Olympischen Spielen ein Verhältnis be gönnen habe. Er habe sie direkt in die Reichskanzlei befohlen. Sie. Gisela, sei also gleichsam die natürliche Folge dieses Befehls gewesen Später habe man einen erprobten Parteigenossen, einen Zahndentisten namens Heuser, veranlasst. die schwangere Tilly zu heiraten. Das Opfer höherer nationaler Interessen akzeptierte denn auch ohne Schwierigkeiten, dass es bereits fünf Monate nach seiner Heirat im glücklichen Besitz eines Töchterehens war. Die angebliche Tochter des .Führers“ hat in ihrem Buch auch enthüllt, dass sie mit einem Juden verlobt gewesen sei. Als sie aber einige Mo - nate später von ihrer Mut ter erfahren habe, dass in ihren Adern Adolfs Blut flie sse, habe sie aus ihrer Liebesaffäre mit dem Rassenunreinen die allein möglichen Konsequenzen gezogen. So barsch und direkt sagt es zwar Adolfs Töchterlein nicht, sondern in weit gepflegterer Form Immerhin man hat neben diesem peinlichen Erzeuger auch sonst ein wenig die Vergangenheit bewältigt Aber immerhin... Um jeden, sehr naheliegenden Irrtum zu vermeiden: „Adolf Hitler, mein Vater“ ist kein humoristischer Roman. Auch nicht eine Satire. Die kleine Gisela, die bemerkenswert dumm aussieht und sich vor dem Bilde das Adolf und ihre Mutter vereinigt zeigt, (was nichts beweist), fotografieren lässt hat es tatsächlich durchaus ernsthaft gemeint. Und das allerdings gibt dem Buch einen unwiderstehlichen Zug von Komik! Charles Roesmer dent zu Ehren Salman Shazar s veranstaltete, dankte Präsident Shazar mit bewegten Worten für die herzliche Aufnahme, die Brasilien ihm bereitet hat Dem Bankett wohnten hochgestellte Militärs and Zivilpersonen bei. Castello Branco hielt eine improvisierte Rede, in der er seinem israelischen Kollegen für die Ehre seines Besuches Dank aussprach und hinzufügte, dass er viel von ’hm gelernt habe und ihn heute mit Shazar eine Freundschaft verbinde Er versicherte, dass er seit je über die Lage Israels und seine Probleme gut informiert gewesen sei Nach dem Bankett fand ein Empfang statt, zu dem 1.200 Personen erschienen, von denen die Hälfte führende und aktive Persönlichkeiten der jüdischen Kollektivität waren. Bei diesem Empfang unterhielten sich die beiden Präsidenten über den Einfluss des Thomas von Aquin auf Maimonides und Spinoza. GEMEINSAMES COMMUNIQUEE Das brasilianische Aussenministerium gab ein gemeinsames Communiqué der Präsidenten Shazar und Castello Branco bei Absnh’uss des offiziellen Besuches des israelischen Präsidenten bekannt In dieser Erklärung betonen die Präsidenten die Gerne nsamkeit der Idea.e ihrer Länder, die sich auf Demokratie und das friedliche Zisammenleben der Völker gründen. Sie geben ihrem Vertrauen in die Vereinten Nationen Ausdruck, die dazu berufen sind, den Weltfrieden zu wahren, aufgrund der UN-Charter die politische Unabhängigkeit und territoriale Unverletzlichkeit aller Nationen zu schützen und zur Regelung aller Konflikte durch friedliche Verhandlungen beizutragen. Nach der Aufforderung zu einem internationalen Abkommen über eine kontrollierte Abrüstung, die sich auf konventionelle und nukleare Waffen beziehen müsse, erklären beide Präsidenten sich als Gegner jeder Art von Diskriminierung rassischer und religiöser Natur und appellieren an die wirtschaftlich entwickelten Länder den in der Entwicklung befindlichen Völkern zu verhelfen, die Früchte des wissenschaftlichen und technischen Fortschrits zu geniessen. Abschliessend heben beide Präsidenten die zwischen ihren Ländern bestehende enge Freundschaft hervov und erklären ihr Vorhaben, die schon vorhandene Zusammenarbeit besonders auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Kultur weiter zu verstärken. EINLADUNG NACH ISRAEL Der brasilianische Präsident Castello Branco nahm die Einladung Shazars an, zu einem noch zu bestimemnden Zeitpunkt Israel zu besuchen, wie aus Jerusalem mitgeteilt worden ist. Maimonides- Forschung in Israel Ereignisse der Woche Dr. Mosche Lazar in Buenos Aires Am vergangenen Wochenende traf Dr. Mosche Lazar, Professor für hebräische und spanische Literatur an der Hebräischen Universität von Jerusalem in Buenos Aires ein. Dr Lazar unternimmt eine Reise durch verschiedene lateinamerikanische Länder, die von der Abteilung für kulturelle Beziehungen des israelischen Aussenrrünisteriums organisiert worden ist. Dr. Lazar hält hier in Puenos Aires verschiedene Vorlesungen. Er dissertierte in der Aula Magna der Fakultät für Philosophie und Literatur über das hebräische Schriftwesen, in der Hebraica über das Thema „Die Indivi. dualisten in der hebräischen Literatur“ und im Arge-irischen Verband der Schriftsteller spricht er über Ruber Dario. Ferner wird er im Argentinisch-Israelischen Institut für Kulturaustausch in der Paraguay 1535 und in der AMIA, Pasteur 633, Vorträge halten Dr. Lazar, der 1928 geboren wurde, machte in Paris sein Abiturientenexamen Er studierte an der Sorbonne französische Philologie, deutsche und vergleichende Literatur. Nachdem er in Israel am Unabhängigkeitskrieg teilgenommen hatte, setzte er sein Studium an der Hebräischen Universität fort Dort erwarb er mit dem höchsten Prädikat den Titel „Master of Arts“. Ein Jahr lang arbeitete er an dieser Hochschule als Assistent in der Abteilung für französische Zivilisation und verlegte im Jahre 1952 seinen Wohnsitz nach Frankreich, um sich dort Forschungsarbeiten zu widmen. Im Jahre 1955 empfing er in Salamanea ein Diplom in spanischer Philologie und zwei Jahre später an der Sorbonne den Titel Dr. phil. 1957 kehrte er als Dozent an die Hebräische Universität in Jerusalem zurück, -wo er heute Titularprofessor und Herausgeber von Schriften für Literatur und Theater ist und die vor. bereitenden Arbeiten für die Herausgabe eines Jüdisch- Spanischen Diktionärs leitet Jerusalem — „Beim „Mos sad Haraw Kook“‘ besteht das Maimonides - Forschung« In. stitut, das sich zur Aufgabe setzt, dafür Sorge zu tragen, dass das gesamte Werk von Maimonides publiziert wird Bisher sind 32 Bände erschienen, populäre und wissenschaftliche, weitere 36 sind vorgesehen. D6e Regierung Italiens verlieh ihm im Jahre i960 eip Stipendium, um auch in diesem Land einschlägige For. schungen durchzuführen. Dr. Lazar hat ferner zahlreiche Arbeiten in französischer, spanischer und englis her Sprache veröffentlicht. Ein 30jaehriges Jubilaeum Anlässlich des baldigen 30jährigen Jubiläums, das Grossrabbiner Dr. Guillermo Schlesinger als Seelsorger der Congregación Israelita de la República Argentina begehen wird, und in Anerkennung seiner fruchtbaren Arbeit als Rabbiner und seiner grossen persönlichen Verdienste, wurde ein Comité ins Leben gerufen, welches aus Institutionen und einzelnen Persönlichkeiten aus dem ganzen Lar.d gebildet ist. Dieses Comité wird eine Veranstaltung vorbereiten, die in würdiger Form dieses schöne Ereignis feiern soll. Personen, die diesem Comité beizutreten wün. sehen können sich beim Sekretariat der Congregación, Libertad 733 (T. E. 44-6474) anmelden. Prof. Alberto Wachs Zu einer Pressekonferenz hatten vor einigen Tagen der in Israel lebend°n berühmte Gelehrte Dr. Alberto M Wachs und die Leiter der Argentinischen Gesellschaft für das Technion eingelader. Prof. Wachs kam auf Einladung dieser Institution zu einem kurzen Besuch nach Argentinien. Dr. Wachs, der an der argentinischen Universidad del Litoral promoviert hat, ist gegenwärtig Professor und Chef der Abteilung für sanitäres Ingenieurwesen am Technion in Haifa Er bat an zahlreichen Universitäten in Europa, den Vereinigten Staaten und Irans Vorlesungen gehalten. Er ist ferner ständiger Berater der Vereinten Nationen auf internationalen Kongressen über Themen seiner Spezialität Während seines jetzigen Besuches in Argentinien wird Prof. Wachs ein reichhaltiges Vortragsprogramm absolvieren. n" n Die BARMIZWAH unseres Sohnes STEVEN JEFFREY findet s.G.w. am Schabbos Nachamu. den 30. Juli 1966 um 9 Uhr in der Synagoge Achduth Jisroel, Moldes 2449 statt. WALTER RAPP und Frau RUTH geb. FRIEDMANN Moldes 1259 ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS. GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550,1. B — Bs. Aires, Rep. Argentina LUACH — (KALENDER) Freitag, den 29. Juli Sonnabend, den 30. Juli Schabbat NACHAM (WOES'CHANAN) Haftara Jesaja, 40. Kap. Sonntag, den 31. Juli Montag, den 1. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, den 3. August Donnerstag, den 4. Auygust Freitag, den 5. August Sonnabend, den 6. August 12. Aw 13. Aw 14. Aw 15 Aw 16 Aw 17. AW 18. Aw 19 Aw 20. AW Schabbat EKEW — Haftara: Jesaja, 49. Kapitel Sonntag, den 7. August Montag, den 8. August Dienstag, den 9. August Mittwoch, den 10. August Donnerstag, den 11. August Freitag, den 12. August Sonnabend, den 13. August Schabbat R’EH — Haftara: Jesaja, 54. 21. Aw 22 Aw 23. Aw 24. Aw 25. Aw 26. Aw 27- Aw Sonntag, den 14. August Montag, den 15. August Dienstag, den 16. August Rosch Chodesch Mittwoch, den 17. August Rosch Chodesch Donnerstag, den 18. August Freitag, den 19. August Sonnabend, den 20. August Schabbat SCHOFTIM — Haftara: Jesaja, Kapitel 28. Aw 29. Aw 30. Aw 1. Elul 2. Elul 3. Elul 4. Elul 51. Kapitel ÏB den sehen ichen L: ferden- 1 gnpebni^ m AnW {¡«binnen Tes ten ïnunej Z« übet ment zf® gen (Den und v«ne Uns tön stehen rung zfliü. nicht so i der Bibe' suiten und Ähnlich der Geschr tboliken zi ten die Kl ges Unter die Kreuzz in der Hai nerung an son Juden Auftlärunt den als di da sich di öffneten, sten zume Oie Jude Montres Montres sehe Amt das einzig nischen I bedungen Geburten nach Kon jüdische ( re 1964 ' verglich« Bevölkert Ursprung anglo-kel Todesrati trag 13 j Fnmzcse Anglo-K burteiräi den Jude den Prai Anglo-K deren e 2,33. Die belief sic ein pro: kenmg Sprungs anglo-ke auf 18,2 J. Dh eli 84|