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Jüdische Wochenschau · 1966-06-24 · 2173 (24.6.1966) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2173 (24.6.1966)
Date
1966-06-24
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — YImimis, »4 de Junto de 1966 SEMANA ISRAELITA jBSk -wmif Shazar in Montevideo Vorbereitungen zism Empfang (íes Praesídenten Shazar Die DAIA, die Kehilla, der Vaad Hachinuoh und die Zionistische Landesorganisation haben ein Comité zum Empfangdes israelischen Staatspräsidenten geschaffen. der am 4. Juli in Argentinien eintreffen wird. Dem Empfangseomité gehören die Präsidenten verschiedener Organisationen an, die u. a. ein grosses Bankett im Plaza Hotel zu Ehren von Salman Shazar veranstalten werden, das voraussichtlich am 6. Juli stattfindet. Das Flugzeug des israelischen Staatspräsidenten wirrt am 4. Juli im Aeroparque in Palermo, im Zentrum der Sltaöt landen, wo er offiziell vom Präsidenten der Republik, Herrn Dr. Arturo Illia begrüsst weiden wird. Die ganze jüdische Kollektivität wird hiermit aufgefordert, sich zu diesem Empfang einzufinden. Die genaue Zeit der Landung wird rechtzeitig bekantgegeben werden. Am 5. Juli wird der Präsident Israels um 11 Uhr 30 vormittags auf der Plaza San Martin am Denkmal des Befreiers, General San Martin, einen Kranz niederlegen Auch zu dieser Feier werden Juden eingeladen, sich an der Ehrung des Generals San Martin zu beteiligen. Die offiziellen Ehrungen des israelischen staatsnrl - - denten werden amtlich be kanntgegeben werden Gemeinsame Arbeit Die Bemühungen um eine gemeinsame Arbeit in unseren Organisationen, die von der Jüdischen Woehenschau immer gefördert worden sind, haben in den letzten Monaten einige anerkennenswerte und ermunternde Fortschritte gemacht. Auch der äussere Erfolg verschiedener gemeinsamer Veranstaltungen über die letzte Kulturveranstaltung wird an anderer Stelle berichtet — dürfte den Beweis dafür erbracht haben, dass man hier den rechter, und den richtigen Weg beschritten hat. Eine der wichtigsten Funktionen dieser Bemühungen ist die Heranziehung der Jugend oder der „zweiten Generation“, d. h. derjenigen, die heute etwa zwischen 30 und 45 Jahren stehen, und die allmählich in die Verantwortung bei der Leitung der Gemeinden und Organisationen und bei der Gestaltung der Programme entscheidend sein sollten. Auf diese Weise krönen die „Alten“ oder die Aelteren ihr eigenes Werk, indem sie für Kontinuität, für Nachfolge und für die Sicherung des Begonnenen selbst Sorge tragen. Neue Menschen können meist auch neue Ideen bringen. Auch das ist für diejenigen wichtig, die mit der Zeit mitgehen wollen. Auf diesem Wege wird auch die Verbindung mit der grösseren Gemeinschaft des argentinischen Judentums hergestellt, das über eine grosse Anzahl „guter Köpfe“ verfügt, die bisher bei uns nicht bekannt sind. Durch gemeinsame Veranstaltungen können auch diese Männer den Kontakt mit uns und wir mit ihnen finden. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, war für einen erheblichen Teilnehmerkreis an der „Mesa redonda' über Erziehungsfragen, die von allen gemeinsam in den Räumen der Gemeinde Lamrot Hakol veranstaltet wurde, das Auftreten des in der jüdischen Welt bekannten Pädagogen und Kulturpolitikers Chaim Finkeistein ein Erlebnis, der nicht nur als Direktor der grössten jüdischen Schule von Buenos Aires ode.' Lateinamerika eine wichtige Rolle spielt, sondern auch als einer der führenden Köpfe der jüdischen Kultarbewegung angesprochen werden muss. „Mesa Redonda, Problemas de la Educación Judía“ Dass diese Veranstaltung organisiert vom Kulturar beitsausschus, in dem die acht Gemeinden und Organisationen des Zentraleuropäi sehen Sektors vertreten sind, ein Erfolg zu werden versprach, war vorauszusehen doch die Wirklichkeit übertraf alle Erwartungen. Das Problem oder die Problematik der jüdischen Erziehung, ein Thema, das so alt und inhaltsreich ist wie die Geschichte und Tradition des jüdischen Volkes. Es handelt sich nicht nur um die Vermittlung von Wissen sondern um die Weitergabe [Cindler-Taschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten Essays — Nr 56: JOliCE CARY Spiel ohne Ehre Roman. Nr 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfäll.e Nr 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945 Nr. 60: MARQUIS De SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr. 61: DIE SIEBEN TODSUENDEN — Vierzehn Essays Nr. 63: ELIA KAZAN: Amerika — Amerika. Roman Nr 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr. 66 GEORGES BERNANOS: Ein böser Traum Nr. 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Männerquartett. Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen fundier Verlag G.m.b.H., MLichen einer Tradition, fundiert auf einer der ältesten Kulturen der Welt, auf dem kulturellen Erbe eines Volkes, das der Menschheit die ersten Gesetze der Moral, der Ethik, und der Gerechtigkeit übergab. Nach Worten der Begrüssung durch den Koordinator des Abends, Hern Rabbiner Hirsch, begann als erster Redner Ing. Mauricio Zafcelinskv, Direktor der Tarbuth Schule, seine Ausführungen. Leider waren Professor D- G. Ballin und Rabbiner M. Edery in letzter Minute ge zwungen abzusagen. Ing. Zabelinsky berührte in seinen Ausführungen besonders die in der Tarbuth Schule — als ein Beispl 1 der Integralschulen — angewendeten pü dagogischen Methoden, die er mit praktischen Beispielen aus seiner Erfahrung ergänzte. Indem er versuchte, die modernen Lehrmethoden in vielen Fächern zu veranschaulichen, sprach er auch „unter anderem“ über die Unterrichtserteilung der jüdischen Fächer. Er unterstrich den Anspruch der Eltern, die für ihre Kinder „nur die beste Schule wünschen' und legte an verschiedenen Beispielen dar, dass seine Schule sich bemühe, sämtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Als nächster Redner ergriff Rabbiner P Hirsch das Wort und berichtete seinerseits über seine langjährige Lehrtätigkeit mit Beispielen aus einer von ihm in Bolivien geleiteten Integralschule sowie über sein Wirken;n seiner jetzigen Umgebung. Rabb. Hirsch untersuchte in vielen Fragen den religiösen Einfluss auf die Eiziehung und die Frage der Beibehaltung der religiösen Tradition als einem Eckpfeiler des Lebens. Rede Finkeisteins Sodann sprach Don Jaime Finkeistein, Direktor der Scholem Aleijem Schule. Schon bei seinen ersten Worten ging eine „gewisse Bewegung“ durch den Saal. Auch Finkeistein stellte fest, dass es verschiedene pädagoggi sehe Methoden und verschiedene Systeme der jüdischen Erziehung gibt (Integral- und Komplementär - Schulen). Der Erfolg einer Schule und der Erfolg des Erziehers ist nur sehr schwer zu werten. Denn welchen Prozentsatz des Einflusses auf die Schüler hat in der heutigen Zeit die Schule im allgemeinen noch, und im besonderen die jüdische Schule neben der Strasse, dem Kino, der Television. Das hektische Tempo der Umwelt formt heute zu weit mehr als 70 Prozent den Charakter der Kinder und der Menschen überhaupt. Das jüdische Heim hat an Einfluss auf die heranwachsende Generation verloren. Was kann ein Lehrer, eine Schule zur jüdischen Erzie¬ Monty Jacobs Alas Israelis Historia de los Pioneros de la Aviación Israelí Editorial Candelabro Buenos Aires AUFENTHALT IN PARIS Paris. — Der Präsident Israels, Salman Shazar, traf auf seiner Reise, die er in verschiedene südamerikanische Länder unternimmt, um die kulturellen und wirtschaftlichen Bande zwischen Israel und Südamerika zu stärken, in der französischen Hauptstadt ein. Er wurde am Diensta in Montevideo erwartet. Nach sechstägigem Aufenhhalt in Uruguay wird er Chile, Argentinien und Brasilien besuchen. Vor seiner Abreise aus Tel Aviv erklärte Shazar, dass er hoffe, sein Besuch werde dazu dienen, die Beziehungen zwischen Israel und den Ländern, denen er einen Besuch abstatten wird, enger zu gestalten. Dies wird er, wie man annimmt, neuerlich in seinen Reden vor den Parlamenten der Linder, in denen er zu Besuch weilen wird, hervorheben. AM 4. JULI IN BUENOS AIRES Präsident Shazar und seine Gattin wollten drei Tage in Paris bleiben. Ihre Ankunft in Montevideo war für den 21. Juni vorgesehen. In Santiago de Chile sollen nien weilen und hierauf für eine Woche zur Erholung nach Montevideo zurückkehren. Von Montevideo aus wird der israelische Präsident nach Brasilia fliegen und von dort eine auf neun Tage bemessene Rundreise durch Brasilien unternehmen. Die Universität von R.io de Janeiro wird ihm den Titel Doctor honoris causa verleihen. Er wird Brasilien am 27. Juli verlassen und sich zu einem Besuch von einigen Tagen nach New York begeben. Zur Begleitung des israelischen Staatspräsidenten und seiner Gattin gehören Dr. Joel Barromi, ~ gegenwärtig Mitglied der israelischen Delegation vor den UiN, Oberst Arye Raz, sein Militäradjutant, Josef Rosenfeld, Leibarzt des Präsidenten, seine Privatsekretärin Schulamt Kahana, Frau Ivria Dron, Gesellschafterin hung beitragen? Das ist die grosse Frage, und hier liegt auch das Problem. Finkeistein führte aus: Wir müssen dem lieranwachsenden Kind, dem jungen jüdischen Menschen die grossen Werte der jüdischen Tradition eines jüdischen Volkes, das eine fünftausendjährige Geschichte sein Eigen nennt, übermit. teln, wir müssen in der Jugend das Gefühl der Zugehörigkeit zu unserem Volk und zu Israel erwecken. Wir müssen die Jugend zum Denken anregen und in ihr ein Gefühl der Verbundenheit wach, rufen, denn nicht nur auf das Wissen, nicht nur auf die Befolgung religiöser Tradition kommt es an. Es ist leider nicht möglich, alles von Jaime Finkelstein Gesagte hier wiederzugeben, aber das Wesen dieses Mannes, dieses Erziehers und Pioniers der jüdischen Erziehung in Lateinamerika ist durch folgendes versinnbildlicht: „Erzieher sollte nie ein Beruf, sondern ausschliesslich eine Berufung sein/ Die Erfüllung dieser Voraussetzung ist in dem Wesen und Wirken eines Jaime Enkelstein wie in wenigen Men. sehen zutiefst verwurzelt. Es war unmöglich, die gro sse Anzahl der schriftlichen Anfragen der Zuhörer zu be- ( Fortsetzung der Ereignisse -ui Seite 5); - -Vv'.1 Frau Shazars, Herzl Imbax, staatlicher Dolmetscher, Rafael Aldor vom staatlichen israelischen Pressebüro, und schliesslich ein Fotograf deri israelischen Film - Ateliers „Herzlia“. KOSCHERES BANKETT IN BRASILIEN Río de*Janeiro. — Die brasilianische Regierung teilte I mit, dass bei dem offiziellen Bankett, das Präsident Castelo Branco für den Präsidenten Israels, salman Sha. zar, am 12. Juli veranstal-, tet, koscheres Essen serviert! wird. Das Bankett wird im Präsidentenpalais statttinden und unter Aufsicht eines sefardischen Rabbiners stehen. Einladungen zu die sem Fest ergingen an 1.660 Gäste. ANKUNFT SN URUGUAY Montevideo. — Der Präsident Israels Salman Shazar traf am Dienstag in Begleitung seiner Gattin und eines zahlreichen Gefolges in Montevideo ein. Es ist das erste Mal, dass eia israelischer Staatspräsident Südamerika besucht. Uruguay ist nicht nur zufällig die erste Station dieser Visite sondern Shazar beginnt hier seine Rundreise aus Dankbarkeit für das Land, daals erstes noch vor Staatsgründung seine Sympathie mit den Juden bekundete. Bei seiner Ankunft wurden Shazar vom Präsidenten der uruguayischen Regierung Alberto Heber Usher, Aussenminister Vidal Zaglio j und den Botschaftern Brasiliens und Chiles, deren Länder er auch besuchen wird, empfangen. Eine Ehrenkompagnie erwies dem Präsidenten des Staates Israel militärische Ehren. 'Hierauf begaben sich chazar und sein Gefolge in das Gebäude der Stadtverwaltung von Montevideo, wo dem Präsidenten die Schlüssel der Stadt und der Titel eines Ehrenbürgers von Montevideo überreicht wurden. Auf dem Wege dorthin wurde Shazar von einem1 zahlreichen .Publikum, das trotz des Regens auf den Strassen ausharrte, mit herzlichen Zurufen begrüsst. ©hazar hielt eine kurze Rede, die er mit den spanischen Worten „Uruguay, la paz sea con vosotros" schloss Er war sichtlich bewegt, al er die Schlüssel der Stadt in Empfang nahm, ln @j_ ner feierlichen Zeremonie wurde er den Mitglieden der Regierung, Staatsmim stern und Generälen der Armee vorgestellt. Am Abend gab Präsident Alberte Heber ein Bankett fü*- semen Gast im Baton des Regie, rungsgebäudes. DAUERHAFTE FREWWJSCWMW Montevideo. — „Dauerhafte Freundschaft“ zwischen Uruguay und Israel versprach der uruguayisehe Präsident Alberto Heber in einer zu Ehren Shazars ver. anätalteten Sondersitzung des Kabinetts. Bei dieser Gelegenheit kündigte er ferner an, dass er und Präsident Shazar ein Abkommen zwecks Austausch s von Kenntnissen über die Anwendung der Atomenergie zu friedlichen Zwecken unterfertigen würden. Uruguay, so führte Heber in seiner Rede aus, hegt ehr. liehe Freundschaft und Achtung für Israel wegen seines schöpferishen Moniergeistes, seines Glaubens an briiderlihe Beziehungen und seines Idealismus. „Mein Land hat niemals Hass gegen andere Rassen oder Religionen emp. funden, der unserer Denkweise fremd ist“, fügte er hinzu. Shazar antwortete, dass „Uruguay einen Ehrenplatz unter den Israel freundschaftlich gesinnten Nationen einnimmt“ und er hoffe, dass „unsere Freundschaft weiter gestärkt wird“. Nach dieser Zeremonie im Kabinett begab sich Israels (Präsident mit seinem Gefol. ge zum Denkmal des General Artigas, wo er eine Bliunenspjnde mederlegte. Tausende Menschen hatten sich dort eingefunden unC brachten Hochrufe auf Shazar aus. Die uruguayische Presse widmet ebenso wie der Rundfunk und die Television dem Besuch Shazars grössten Raum. 260 ausländische Korrespondenten weilen zur Berichterstattung in Montevideo. Die hiesige katholische Zeitung „El Bien Público“ brachte auf der ersten Seite einen Artikel mit dein Titel „Shazar ist mehr als Präsident, er ist ein Freund“. In den Strassen und auf den Omnibussen der Stadt wehen nebeneinander uruguayische und israelische Fahnen, und in den Fahrzeugen grüssen blau-weisse Wimpel mit der Aufschrift „Willkommen Präsident Shazar“. LUACH-( KALENDER) 6. Tammus 7. Tammus Haftara: Richter, Kap. 11 8. Tammus 9. Tammus 10. Tammus 11. Tammus Freitag, den 24. Juni Sonnabend, den 25. Juni Sehabbat: CHUKAS — Sonntag, den 26. Juni Montag, den 27. Juni Dienstag, den 28. Juni Mittwoch, den 29. Juni Donnerstag, den 30. Juni 12. Tammus Freitag, den 1. Juli 13. Tammus Sonnabend, den 2. Juli 14. Tammus Schabbat: BALAK — Haftara: Micha, 5 Sonntag, den 3. Juli 15. Tammus Montag, den 4. Juli 16. Tammus Dienstag, den 5. Juli 17. Tammus Fasttag Mittwoch, den 6. Juli 18- Tammus Donnerstag, den 7. Juli 19. Tammus Freitag, den 8. Juli 20. Tammus Sonnabend, den 9. Juli 21. Tammus Schabbat PINCHAS — Haftara; 1: Kap. Jeremias Sonntag, den 10. Juli 22. Tammus Montag, den M. JuH 23. Tammus Dienstag, den 12. Juli 24. Tammus Mittwoch, den jufe 28. Tammus Donnerstag, den 14. fftfll 26. Tammus Freitag den f5. Juli 27. Tammus Sonnabend, den 16. Juli 26. Tammus Schabbat MATAUS und MASS'E Haftara: 2. Kap. Jeremias Sonntag, den 17. Juli 1 29. Tammus Montag, den 18. Juli Av" Rosch Chodescl Dienstag, den 19. Juli -• Mittwoch, den 20. Juli 3- AW _¿LL_L :4 HA

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