Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1966-06-24 · 2173 (24.6.1966) · p. [Seite 2]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2173 (24.6.1966)
Date
1966-06-24
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9615320-9615523--4402-9615525
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

2 — Viernes, 24 de Junio de 1966 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Afio XXVH. — N’ 2173 Die Soldaten-Zeitung (Schluss von Seite 1) tung“ habe man es ,,mlt einender übelsten Brunnenvergiftungen und Beleidigungen al ler Opfer der Hitlerzeit zu tun.“ Trotzdem erscheint die National-Zeitung und Soldaten- Zeitung weiter... Die von diesem Blatt verbreiteten Behauptungen und Lügen sind evident. Eine neue Dolchstoss-Legende wird seit langem vorbereitet. Die Faschistische Internationale ist rege am Werk. Hieran sind Zweifel nicht möglich Gesuchte und niemals gefundene Kriegsverbrecher und gewöhnliche Mörder laufen frei herum, in allen Ländern, nicht nur deutsche, auch slowakische, kroatische ungarische und solche anderer Nationalitäten. Sicherlich kennt man sie. Die Polizeibehörden vieler Länder wissen von ihnen, aber verfolgen sie nicht. Ausserdem erfreuen sich die nazistischen Hierarchen, die sich frei bewegen, häufig auch kirchlicher Unterstützung. Das sind Tatsachen die man schon nicht mehr ausspricht, denn der Arm dieser Leute reicht weit, über Länder und Meere hinweg. Nicht unbekannt ist, dass diese Kreise über beinahe unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten verfügen. Mit Geld und mit dem Gift des Hassee kann man oftmals die Wogen der Empörung glätten, das man reichlich verspritzt. Man braucht nur die wach haben sollen, was allerdings durch nichts bewiesen ist Aber auch wenn dies der Fall wäre, versuchen dieselben Kreise, die selbst eine Blutschuld durch ihre Mordtaten auf sich geladen haben, die Verantwortung hierfür abzuwälzen. Die deutschen Demokraten, allen voran Heuss und Adenauer, haben sich gegen die Debemahme einer Gesamtschuld des deutschen Volkes für die Verbrechen der Nazizeit gewehrt, ob mit Recht oder Unrecht kann dahingestellt bleiben. Aber gegen die von der Kirche bisher behauptete Blutschuld der Juden am Tode Christi haben sie nicht protestiert, obwohl diese Vorgänge fast zweitausend Jahre zurückliegen. Zu bestreiten, dass es Gasöfen in den nazistischen Konzentrationslagern gegeben hat, ist ein neuer Höhepunkt der an dreisten Lügen ■überreichen antisemitischen Literatur. Dass diese Behauptung zu einem Zeitpunkt aufgestellt wird, während die Prozesse gegen die Mörder der KZ schweben oder durchgeführt wurden, in deren Verlauf die Beschuldigten niemals leugneten, dass es Gaskammern in Auschwitz, Treblinka, Maidanek und anderswo gegeben hat, steht eine Herausforderung dar die nicht mehr übertroffen werden kann. Wiederum terhöhlung geduldet wurde, | obwohl Zeit gewesen wäre. '■ sich gegen die braune Flutj welle zu schützen, die dann ' schliesslich alle verschlungen j hat. | Die deutschen Behörden j schreiten nicht gegen die Sol- | datenzeitung ein. Gewollt j oder ungewollt unterstützen sie noch die von diesem Blatt | verfolgten Tendenzen. Die | häufig unverständlich milden Urteile gegen vielfache Mörder verfehlen ihre negativa Wirkung nicht. Allgemein muss der Eindruck entstehen, dass Juden zu morden ein billiges Verbrechen ist Aber auch die Tatsache, dass man die Kleinen ,,hängt‘- und die Grossen nicht fängt, trägt zu einer weiteren rung bei. EINE ENTHÜLLUNG GOLDA MEIRS Tel Aviv. — Die langjährige Aussenministerin Israels Golda Meir hat enthüllt, dass die Juden mit dem transjordanischen König Abdulla von Transjordanien die Verhandlungen über ein Friedensabkommen fast beendet hatte, als kurz darauf der König ermordet wurde. Frau Meir, heute Generalsekretärin der Mapai, berichtete auf einer Studentenversammlung in Haifa, dass Abdulla im Jahre 1947 versprach, nicht an (Jem von den Arabern proklamierten Krieg gegen den künftigen jüdischen Stat teilzunehmen. Sie setzte hinzu, dass sie nochmals am 10. Mai 1948 mit dem König zusammentraf. Zu dieser Zeit befand sich schon das irakische Heer auf transjordanisohem Boden und bereitete sich darauf vor, den jungen jüdischen Staat anzugrcifen. Damals sagte hr Abdulla: ,,Ich glaube, ich würde frei über unsere Beziehungen bestimmen können, aber dem ist nicht so.“ (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, IV iaq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 700.— pro Jahr Ausl. $ 1.000,— jälurL gern. Hierbei machen die deutschen Steuerzahler keine Ausnahme. Steuern für Demoralisie- ' Schulden, die von der vorher- So gross die Ver-! gehenden Generation gedienste Adenauers auch gewesen sind, um die Atmosphäre zu reinigen, die Tatmacht wurden, mögen noch unpopulärer sein. Wenn der che Bemerkungen für die Wählerschaft oder den Erhalt künftiger Stimmen wichtig seien. Sollte man jedoch der Auffassung sein, dass keine Jiidisebe Graebor gescbaendet New York. — Die Polizei leitete die Suche nach den unbekannten Attentätern ein, die etwa 40 Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in dem Ort Clifton in New Jerausreichenden gesetzlichen; gey zerstörten. Der Schaden Sache, dass er Globke bis! die Höhe der bereits geleistezum Schluss gedeckt hat j ten Zahlungen für die Wiewirkte sich ungünstiger aus, j dergutmachung, Entschädials man dies bis heute wahr I gung, Rückerstattung usw. haben will. erwähnt, dabei aber vergisst, , ,. " . .... , .. den Grund für den Umfang An die „Sohreibtischmor-! dieser Verbindlichkeiten mit- ,df ™an | zuteilen, nämlich das gewalheran. Ueberall sitzen solche Leute, deren Vergangenheit man genau kennt, in den Direktorien der deutschen Grossunternehmungen. Sie reisen um die Erde, gründen Fabriken und Zweigstellen, haben Einfluss, geben Kred1te, spielen die reichen Leute, die sie auch sind, und ver- Finanzminister immer wieder i Handhaben vorhanden sind. um gegen eine Zeitung dieses Charakters vorzugehen, so wäre es eine Pflicht des Parlaments, diese Lücke auszufüllen. Denn dass schöne Worte nicht genügen, auch wenn sie von dem Bundestagspräsidenten gesprochen werden, dürfte klar sein. Es ist an der Zeit, energische | tige Ausmass des nazistischen Mord- und Raubzuges gegen; die Juden, dann leistet er eij Massnahmen zu ergreifen, ner billigen national-chauvi- ] um einer Entwicklung entgen is tischen, antisemitischen wird mit rund 10.000 Dollar beziffert. Sechs Grabsteine wurden völlig zertrümmert, andere herausgerissen und beschmutzt. In einem nahe gelegenen Gotteshaus mussten die Beter auf mit Papier belegten Bänken sitzen, mit dem man die beschämenden Inschriften verdeckt hatte, welche mit weisser Farbe auf gemalt worden waren. Auch der Alschweigt die Kirche, der es brejten Antisemitismus, wenn doch bekannt ist, dass Gas kammem in Auschwitz und anderswo eingesende Opposition gegen die! Gaswagen „Juden-Erklärung“ des II.! setzt wurden, um „lebensun- .Vatikanischen Konzils zu be- ■ wertes Leben‘‘ zu vernichten, obachten, die von den glei-! Sind auch die Gas wagen eichen Kreisen geschürt wird, i ne jüdische oder amerikanidie seit Jahrhunderten den , sehe Erfindung, in denen In- Hass gegen die Juden säen, sassen deutscher Irrenhäuser Natürlich •vollen sie noch nicht einmal die ,.Entlastungzulassen, dass die Juden von einer Schuld freige sprochen werden, die andere Juden vor beinahe zweitausend Jahren auf sich geladen Dr. FREY abogado PUEYRREDON 2190 1° iaq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG S. R. I*. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 vernichtet worden sind wo gegen der Bischof von Münster mit Erfolg protestiert hatte? Dass die Soldatenzeitung derartige Behauptungen und solche hetzerischen Artikel verbreiten kann, hat mit der viel besungenen Presefreihe’t nichts mehr zu tun. Oder wi’l man einmal mehr die demo kratischen Prinzipien Seelenruhig zur Zerstörung der De mokratie missbrauchen lassen? Genügt den Herren heute nicht das Beispiel der Weimarer Republik, deren Unsie es können. Sie benutzen auch Jüdische Mitarbeiter für ihre Zwecke, da man heute mitunter noch ein kleines Alibi benötigt. Ahnungslose jüdische Angestelte arbeiten unter ehemaligen hohen SS- Chargen, die meist aus Sicherheitsgründen auch nicht mehr ihre früheren Namen führen, andere Pässe haben, nicht mehr die deutsche Propaganda in einer "Weise Vorschub, die nur als leichtfertig angesehen werden kann. Wir unterstellen dem Finanzminister bei seinen Erklärungen gewiss keine antisemitischen Absichten. Von einem Staatsmann, der an einer so verantwortlichen Stel - le steht, muss man jedoch erwarten, dass er sich über die möglichen Konsequenzen seiner Reden im Klaren ist. Wir können es nicht tolerieren, dass solche „Nebenwirkungen“ auch nur einkalkugenzuwirken, die später nicht j tar war geschändet und die mehr gelenkt werden kann. Bibliothek zerstört worden. Staatsbürgerschaft besitzen! liert werden. Mitunter ent- Oberhemdcai REPARTTJREN UND NACH MASS ECHEVERRIA 336«, B. 76-3183 JUDITH SCHENK OLE WSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecket? TaJJie* beute! Käppchen Max zot-Taschep - Handand Maschrjenstickerel von Bett- und riscbwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E 73-9155 Ihr Friseur ERIGH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 oder sonstige Tam-Massnah - men ergriffen haben. Negative Wirkungen auf die öffentliche Meinung ha ben vor allem Erklärungen, die den Hass gegen Juden zu schüren geeignet sind, wie sie der deutsche Bundesfinanzminister Dahlgrün vor kurzem zur Wiedergutmachungsfrage und den damit zusammenhängenden deutschen Verpflichtungen und Zahlungen abgegeben hat. Solche Darstellungen eines Sonderproblems, das wegen dec Umfanges ier deutschen Verbrechen den Stempel der Einmaligkeit trägt, sind weit steht der Verdacht, dass sol- Die Araber in Israel Jerusalem. — Schmuei Toledano, der Ratgeber des Ministerpräsidenten für arabische Fragen, teilte mit, dass sich die Lage der Araber in einer Weise gebessert habe, wie man es zu Zeiten des englischen Mandats nicht für möglich gehalten hätte. Er erwähnte, dass Tausende von Arabern an ihren Feiertagen die transjordanische Grenze überschreiten, doch bis heute kein Fall bekannt sei, dass ein Araber in Transjor- CENTR0 PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlomenfeW (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES — FRACTURAS J. E. URIBURU 285 41 2331 47-5875 2240 gefährlicher als die absurden : danien gbelieben wäre, denn Behauptungen der Nationali hierfür sei seine Situation in und Soldatenzeitung über die \ in Israel viel zu günstig, angeblich von den Amerikaj In den letzten 17 Jahren, nern nachträglich gebauten . so berichtete Toledano, sind Gaskammern. Denn dass diej den Arabern 17 Millionen IL se Behauptungen der Solda- , fdr ihre enteigneten Böden ten-Zeitung unwahr sind, gezahlt worden, und ausser - Wissen alle, selbst die neue dem wurden ihnen 42.000 Du- Generation, die nicht dabei j Iiam Land an verschiedenen Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández OUBA 2141 — T. E. 73-8782 m. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14——16 Uhr gewesen ist. Steuern zahlt niemand JACOB LAPIDUS dipl. Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4o B 46-1716 und 48-2124 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Orten übergeben. Hiermit wurden rund 75 Prozent der arabischen Ansprüche befriedigt, und der Rest wird in den nächsten zwei Jahren gedeckt sein. (ITA) Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58-4052 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPN ZAHNARZT ZKY ROEN TG EN STRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHN STELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico MAGEN- und DARMKRANKNEITEN ROENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 4 111 <4^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.