Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2171 (10.6.1966)
- Date
- 1966-06-10
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9616703-9615320-9615505--4386-9615509- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
4 — Viernes, 10 ue Junio de 1906 8 E M A. N A ISRAELITA Arffc» XXVH. — N? 2m tr : Ereignisse der Woche Nobelpreistraeger besucht Argentinien In den nächsten Wochen uns der Nobelpreisträger, Herr Professor Dr. Kon rad’ E. Bloch besuchen, der einer Initiative der CENTRA entsprechend, vom Jüdischen Weltkongress und den verschiedenen Dachorganisationen südamerikanischer Judenheiten zu einer Reise durch verschiedene Bänder unseres Kontinente eingeladen worden ist. Von Zeit zu Zeit werden solche Reisen veranstaltet, um den Kontakt mit führenden Wissenschaftlern und ..Wohltätern der Menschheit'* aufzunehmen, um zugleich uns selbst die Freude des Besuches von Männern zu machen, deren Weltgeltung anerkannt ist, und der nichtjüdischeo Öffentlichkeit die Gelegenheit zu bieten. Juden kennenzulernen, die ihr Beben dem Fortschritt und der Wissenschaft geweiht haben Der letzte Besuch eines Nobelpreisträgers, des Prof Waksmann, endete leider überraschend in Montevideo, weil der berühmte Erfir der und Gelehrte dort erkrankte und nach einer Orierat'on zurückreisen musste. Schon ’an ge bestand die Absicht Prof Salk nach Lateiname nka kommen zu lassen, dar einen wichtigen Beitrag znr Bekämpfung einer der schicklichsten Seuchen, der Kin derlähmung, geleistet hat, und dessen Namen in der ganzen Welt bekannt ¡st. Diese Reisen eines Nobelpreiträgers sind von grossem kulturellen, wissenschaf tli chen. aber mitunter auch politischem Interesse. Der bevorstehende Besuch Prof Biochs wurde von allen Uni versitäten zum An.ass ge nommen, um Vorträge anzusetzen und den berühmten Gast zu wissenschaftlichen Aussprachen einzuladen. Die Persoenlichkeit Prof, Biochs Konrad E. Bloch wurde am 21. Januar 1912 in der deutschen Stadt Neisse geboren. Er promovierte mit dem Titel Dr. chem. an der Technischen Hochschule von München, an der er von 1930 bis 1934 studiert hatte, und erwarb den Titel Ph. D. in Biochemie an der Columbia- Universität von New York im Jahre 1938. Er war Dozent und Mitglied der Forschergruppe in der Abteilung für Biochemie an der Schule für Aerzte und Chirurgen in der Columbia-Universität bis zum Jahre 1946, in dem er als Dozent in die Abteilung für Biochemie der Universifät von / Chikago eintrat. In Chikago I wurde er 1948 zum Hilfsprci fessor und 1950 zum Prnfes-; sor ernannt. j Im Jahre 1954 übernahm! er sein heutiges Amt als Pro- 1 fessor für Biocherme der Ab- 1 teilung für Chemie in der Universität von Harvard. E: ist Mitglied der Nationalen f Akademie für Wisseuschaf- * ten und der Amerikanischen Akademie der Wissenschafi ten. Er betätigte sich als Re I dakteur der Zeitschrift für! Biologische Chemie und bei | biochemischen Untersucbun- ■ gen. j Die wichtigste Forschungsarbeit Dr. Biochs bezieht sich 1 auf die verschiedenen Aspek-! te des Metabolismus der Li-; piden. Seine Untersuchungen i des biologischen Ursprungs j des Cholesterols führten zur i Feststellung der verschiede , nen Zwischenstufen in der 1 Biosynthese des Estherols. In 1 Studien, die er un Jahre ’942 begann, zeigte er dass alle : Strukturen des Estherols aus der Essigsäure entstehen In seinem Laboratorium wurde : die Entstehungsgeschichte i der ätherischen Oele und des Cholesterols verfolgt und entdeckt. I Auch auf vielen anderen Gebieten, so z. B für dit Erforschung der Hormone un a der Photosynthese, sind die Entdeckungen Dr. Biochs bahnbrechend. Dr. Bloch erhielt unlängst den Fritsche-Preis der amerikanischen Chemischen Gesellschaft. Ihm wurde der Nobelpreis für Medizin und Physiologie im Jahre 1964 verliehen. Er empfing ferner den vom Verband der Medizinstudenten der Universität Chikago verliehenen Preis für hervorragende Dienste (1964), die Medaille der Ge- Seilschaft für Biologische Chemie (1958) und die Oardano-Medaille der Lorr bardischen Akademie für Medizin Auf zahlreichen internationalen Fachkonferenzen hielt er Vorlesungen über sei i Spezialgebiet. Ueber weitere Einze...eiten des Besuches dieses Geehrten werden wir informitren. ES steht bereits fest dass er Ehrengast verschiedener ’’/ander und Universitäten sein wird. — Architektur- Ausstellung Im Saal Canos Morel des Theaters San Martin wurde eine Ausstellung ..Architektur in Israel'* eröffnet, die zugleich auch mit dem Patronat der Ntaionalen Kommis, sion zur Ehrung des 150. Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr 55: JOVCE CARY: Spiel ohne Ehre Roman. Nr 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge RechtsfällA Nr. 67/58/59: GERALD RE1TUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SAUE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr. 61: DIE SIEBEN TODSUENDEN — Vierzehn Essays Nr. 63: ELIA KAZAN: Amerika — Amerika Roman Nr 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr- 66 GEORGES BERNANOS: Eän böser Traum Nr. 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Män nerquartett. Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4.80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., Mo lchen Jahrestages der argentinischen Unabhängigkeil rechnen darf. Die Ausstellung wurde von der Organisation der Freunde der Hebräischen Unniversität in Jerusalem vorbereitet. — In einer feierlichen Sitzung wurde die Ausstellung eingeweiht, auf der zunächst der Präsident der genannten Organisation. Dr. Jose Grin. stein, unermüdlicher Vorkämpfer für den Freundeskreis der Hebräischen Uni versität einleitend sprach. Anschliessend ergriff der stellvertretende Sekretär für Bildungswesen, Prof, -vntonio de la Torre, im Namen des Erziehung«- und Justizmini, sterg das Wort der für diesen Ausdruck der Gegen wärtigkeit Israels zu Ehren! unseres Landes“ dankte, i Abschliessend sprach der; Rat der israelischen Bot j Schaft, Dr. Abba Geien, der j über die Bedeutung der I Freundschaft zwischen Ar- | gentinien und Israel, und die i Wichtigkeit des Kulturaustausches zwischen den Ländern viel beachtete Ausführungen machte — Botschafterbesuch im Landesinnern Im Verlauf seiner Reise in verschiedene Städte Im I,andesinnern besuchte Israel- Botschafter Mosche Alor. auch die Stadt Córdoba. Er absolvierte dort einige protokollarischer Besuche bei den Provinzbehörden und nahm hierauf an einem Mittagessen teil, das die jüdische Kollektivität der Stadt ihm zu Ehren im Círculo Sefaradi veranstaltete. Der Gouverneur Justo Páez Molina lud Botschafter Alón zu einem offiziellen Empfang ein. Am Abend des gleichen Tages fand in den Räumen des jüdischen Gemeindehauses eins festliche Veranstaltung statt, die vom Centro Unión Israelita organisiert worden war Der Israel-Botschafter fuhr dann nach Santa Fe. wo er zum Ehrengast der Stadt erklärt wurde. Von hier aus ging seine Reise im Auto nach Rosario. Hier wurde er von den Mitgliedern der jüdischen Gemeinschaft begeistert begrüsst. die zu seinem Empfang ein reichhaltiges Programm vorbereitet hatten. Der Botschafter begab sieb in Begleitung seiner Gattin zum Sitz der dortigen Sociedad Hebraica, besichtigte die Einrichtungen dieser Instituten und nahm von der zum Wohl der Gemeinschaft entwickelten Tätigkeit Kenntnis. Bei einem hierauf zu seinen Ehren veranstalteten Empfang waren zahlreiche Mit glieder der jüdischen Kollektivität und hohe Beamte der Stadtverwaltung anwesend. KKL ehrt Argentinien Anlässlich des 150 Unabhängigkeitstages Argentiniens wird der KKL, der Jüdische Nationalfonds, eine besondere Ehrung Argenti I niene durchführen, indem ein Monty Jacobs Alas Israelis Historia de los Pione. ros de la Aviación Israelí Editorial Candelabro Buenos Aires Wald in Israel auf den Namen der Republik gepflanzt werden wird. Dies wurde kürzlich vom Präsidenten des KKL, Herrn Jakob Wengrower, mitgeteilt. Dieser ..Wald Argentinien* soll ein neuer Ausdruck der Freundschaft sein, welche die beiden Länder verbindet Das Volk Israels nimmt aul diese Weise symbolisch an den Feiern des 150. Unabhängigkeitstages teil. Präsident Shazar wird bei seinem bevorstehenden Besuch in Argentinien eine offizelle Erklärung über die Pflanzung des Waldes abgeben. Man erwartet allgemein, dass alle Kreise des argentinischen Judentums aktiv an der Ehrung der argentinischen Republik teilnehmen und bei der Aufbringung der erforderlichen Mittel mit wirken werden. Das Zentraleuropäische Comité des KKL wird hierzu besondere Bekanntmachungen machen. — Ein Appell an die Kollektivitaet Vor kurzem wurde in Buenos Aires der „Consejo Institucional Pro-Acción Jai de año 1966'“ gebildet, um in breitem Rahmen die diesjährige Arbeit der Einheitskampagne (Keren Hajessod) zu unterstützen. Dieser consejo ist gebildet von den Präsidenten der folgenden Institutionen der argentinisch-jüdischen Kollektivität: DAIA, AMIA. Waad Hajinuj. Weizmann-Institut Freunde der Hebräischen Universität. Bene Berith, Sefardischer Zentral-Rat. Congregación israelita de la República Argentina. Tempel Paso. Beth El. Sociedad Hebraica Argentina, Hakoaj, Maccabi, Keren Hajessod. OSFA und aller zionistischen Parteien. Mit einem Aufruf an die jüdische oeffentlichkeit zur würdigen Beisteuerung zur Aktion 1966 hat dieser Consejo institucional seine Arbeit begonnen, die von grosser Bedeutung werden kann, wenn Worten Taten folgen werden. Es müsste doch endlich möglich sein, aus dem jüdischen Leben und unseren Organisationen die zu entfernen, die nicht bereit sind, diesem Appell zu entsprechen! Im 18. Jahre des Staates Israel sollte es doch keinen Juden mehr geben, der sich seiner Beisteuerung entziehen kann. Wenn die Organisationen des Jisehuw deren Präsidenten diesen Appell an die Oeffentlichkeit richten, gleichzeitig Sanktionen gegen die beschlossen würden, die obwohl in guten wirtschaftlichen Verhältnissen ihre Selbstbesteuerung ablehnen, würde die Einheitskampagne endlich den Platz im jüdischen Leben einnehmen, der ihr als Brücke zwisehen den Juden in der Ga luth und den Brüdern in Israel zukommt. Auch bei der Bildung dieses Consejo erweist sich erneut, dass die Spitzenorgamsafcionen unseres Jisehuw nicht wissen, an wen sie sich als Repräsentanten der Neues Hochhaus Tel Aviv. — Am Rothschild Boulevard Ecke Javneh-Str. in Tel Aviv wird ein 16stökkiges Hochhaus errichtet, in dem ein 200-Zimmer-Hotel untergebracht sein wird. Die Baukosten betragen 5 bis 6 Millionen IL: Kennedy Monument in den Bergen Jerusalems Zwanzig Kilometer südlich von Jerusalem, in den ju_ däischen Bergen, entsteht eine eindrucksvolle Gedächtnisstätte für Präsident John F. Kennedy, die am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeit st ag, eingeweiht wird, Hunderte von Amerikanern, geführt von den Mitgliedern der Familie Kennedy und dem Präsidenten des Obersten! Gerichtshofes Earl Warren kommen eigens nach Israel. I um in Gegenwart des Staatspräsidenten, des Ministeipräi sidenten Levi Ecshkol und des amerikanischen Botschaffers die Stätte der Oe fentlichkeit zu übergeben. Das Monument, 8(*0 m über dem Meeresspiegel gelegen, ist 20 m hoch und an klaren Tagen vom 70 km entfernten Tel Aviv sichtbar. Es hat eine imposante und eigenartige Note, für die der israelische Architekt David Resnik in einem Wettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. 51 geschwungene Säulen umschliessen den Rundbau, der einem gefällten Baume gleicht, in symbolischer Deu. l ung des so jäh zum Ende gekommenen Lebens des amerikanischen Präsidenten, der 1963 einem Attentat zum Opfer fiel. Jede der 51 Säulen trägt das Wappen eines dei amerikanischen Staaten, einschliesslich des Distriktes voi Kolumbien. Das Gebäude selbst wird bis auf eine Büst» von Kennedy, auf die durch eine Oeffnung im Dach eir Lichtschaft fälle, leer bleiben. Auf den Wänden wird de- Besucher Zitate aus Reden Kennedys lesen können. Das Gedächtnismal steht in einem Wald von füni Millionen Bäumen, die vom Jüdischen Nationalfonds mi* j Hilfe der amerikanischen Judenheit gepflanzt werden. Der ,,John F. Kennedy Friedenswald** wächst auf historischem Grund: hier hatten vor 2.000 Jahren die Juden unter Führung von Bar Kochba den Kampf um die Freiheit gegen die Besetzung durch die römischen Legionen geführt. „Welches Werk könnte dauerhafter sein, als einer grossen Wald in Jerusalem zu pflanzen. Ihre Kinder und Kindeskinder, wenn sie Israel besuchen, werden darin Ihr Monument sehen“, hatte Kennedy im Jahre 1960 gesagt, Er wusste damals nicht, dass er von seinem eigener Denkmal sprach. HERBERT FREEDEN deutsch-sprechenden Kollektivität wenden können. Es gibt keine Repräsentanz der zentraleuropäischen Juden, da die Centra eine kontinentale, aber keine lokale Institution darstellt. Aus diesem Grunde ist unsere Kollektivität in diesem wichtigen „Consejo Institucional“ leider nicht vertreten. C. H. < Die BARMIZWAH unseres Sohnes TOMAS MGRDECHAI findet s.G.w. am Sonnabend, den 18. Juni 1966, in der Synagoge der Sociedad Israelita sarandí—Dominico, Azara 71, altura Av. Mitre 4300, Sarandí Avellaneda, um 10 Uhr statt. ERWIN SILBERRING u. Frau MARGOT geh. STRAUSS Coronel Méndez 914 { Wilde FCNGR STATT KARTEN Für die anlässlich meines 80. GEBURTSTAGES erwiesenen Aufmerksamkeiten, danke ich allen Freunden, Bekannten und Organisationen hera liehst LEO WILLNER Federicc Lacroze 2274 n " a STATT KARTEN Leopold Bermann Atfredo Rothschild Ruth Bermann, geh. Rothschild Elena {¡othschifd, geh. $alomön geben ihre VERMAEHLUNGEN bekannt Die Trauungen finden ran 19. Juni 1-966 um 16 Uhr 30 in der Synagoge Achdus Jisroel, Moldes 2449 statt. Mendoza 2361, II, B Av. Calchagui Km. 20 Buenos Aires Barrio Charrüa Ch. 13, Ouilm.es yjer®*®1 fi.w 5 fnr teiw BÄ fr“® glichen ®an f11 dem«** een «*rdf etü*s. kntisei»tisn Fast in®» fee jro# smaP*®11 «mW**® Bes P^1 und «d« denMsses solchem sener g*ht ter uni semibistnus nein Hei® Auch sein geheim gern sinnung zu sch ihm genheit W eei Pur® als einzeln ma&eren Pest steht ¡emitismus stiert und sehigenom! Der hemrr. fresser des auch tot schon wa: Schlagwoi gen die Unruhen Kta-Klai seine Di' te vor bändet Land : und 5 denn und : täglic sehe, alle 1 und : der Du el<