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Jüdische Wochenschau · 1966-06-03 · 2170 (3.6.1966) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2170 (3.6.1966)
Date
1966-06-03
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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▼ternes, 3 de Junio de 196t SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N* 817# — S Nachrichten aus aller Welt LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Jüdischer Weltkongress tagt London. — Auf einer dreitägigen Sitzung des Jüdischen Weltkongresses wurde über die Lage der Juden in vielen Ländern der Welt Bericht erstattet. Aufgrund dieser Berichte stellte der JWK das Programm für die 5. Plenarsitzung aut, die zwischen dem 31. Juli und 9. August, in Brüssel stattfinden soll. Diesen Beratungen wohnten Repräsentanten aus Grossbritannien, Ländern des europäischen Kontinents, Nord- und Südametikas sowie aus Israel bei. Dr. Na ohum Goldmann und Lord Sieff, Präsident und Vize- Präsident des Weltkongresses, führten den Vorsitz. In Brüssel, so wurde beschlossen, wird die jüdische Haltung zu den wichtigsten Weltfragen wie Abrüstung, Frieden und Menschrenrechte endgültig umrissen wer den. Man wird auch des 30. Jubiläums des Jüdischen Weltkongresses gedenken, welcher im Jahre 1936 gegründet wurde. Delegierte aus 64 Ländern werden an dieser Konferenz teilnehmen (ITA) Glückwunsch Castello Brancos Rio de Janeiro. — Präsident Castello Branco beglückwünschte den bekannten Chemiker, Universitätsprofessor und Führer der brasilianischen Judenheit Prof. Fritz Feigl, anlässlich seines 75. Geburtstages. Au sser vielen anderen Telegrammen erhielt Prof. Feigl auch die Glückwünsche Dr. Nach um Goldmanns. Castello Branco telegrafierte; ,,Zusammen mit anderen Mitgliedern unserer Regierung begrüsse ich Sie und danke Ihnen für alle Ihre Beiträge zum Wohle Brasiliens.“ Dir. Feig! zählt zu seinen vielen Aemtern Professuren an den brasilianischen Hochschulen und der Katholischen Universität. Er hat auch seit 1941 das Laboratorium für Mineralgewinnung des Ackerbauministeriums geleitet. (ITA) Arabischer Judenhass Toronto. — Proarabische Demonstranten postierten sich vor einem Hotel in der Ortschaft London im Staat Ontario, um gegen die Abhaltung der 27. Konferenz des Zentralverbandes der Zionistischen Organisation Kanadas zu protestieren. Man hält diese Kundgebung für die erste bei einer zionistischen Veranstaltung in Kanada. Es handelte sich um ungefähr ein Dutend Leute, die erklärten, Vertreter der kanadischen „Freunde des Mittelostens“ zu sein. In ihrer Mehrzahl waren sie aus anderen Orten Ontarios gekommen. Ihr Anführer, James Peters, Dozent am Polytechnischen Institut Reyerson in Toronto, berichtete über die Aktivitäten der Gruppe in einem Interview, das von der Television übertragen wurde. Er verlangte, dass derartige zionistische Konferenzen verboten werden müssten, ebenso wie man den Neonazis von Toronto die Veranstaltung öffentlicher Versammlungen verbiete. Ein heftiger Regen veranlasste die Teilnehmer an dieser Demonstration, schon einige Stunden vor Beginn der Konferenz ihre Posten zu verlassen. Bürgermeister Stronach, der die Delegierten bei der Eröffnung der Tagung begrüsste, entschuldigte sich für die „Störung* und missbilligte den Vorfall. (ITA) Mordechai Bernstein s. A. New York. — Mordechai Bernstein, Herausgeber der sozialistischen Wochenzeitung „Der Wecker“ und Generalsekretär des „Farband“ starb hier kürzlich im Alter von 61 Jahren. Bernstein wurde in Russland geboren. Er betätigte sich schriftstellerisch und war Mitgründer des „Bund“. Im 2. Weltkrieg wurde er von den Sowjetbehörden verhaftet. Nach dem Kriege ging er nach Polen und zwei Jahre später nach Nordamerika. 1948 besuchte er Argenti nien und übte hier mehrere Jahre seine journalistische und schriftstellerische Tätigkeit aus, bevor er in die Staaten zurückkehrte. (ITA) Israel-Orchester Tel Aviv. — Kürzlich abgeschlossene Vereinbarungen sehen vor, dass das Israel Philharmonie Orchestra während seiner Tour durch die USRR in 4 Städten 17 Konzerte geben wird: 6 Konzerte in Moskau. 5 in Leningrad, 4 in Riga und 2 in Kiew. Arbeitslosigkeit vorübergehend Jerusalem. — Die gegen wärtige Arbeitslosigkeit in Israel ist nur vorübergehend, wie Arbeitsminister Alon vor der Knesset erklärte. Er fügte hinzu, die Regierung sei gewillt, die florierenden Industrien noch stärker zu unterstützen, und es sei kein Grund zur Panik vorhanden. (ITA) Israelische Studenten Jerusalem. — in wenigen Jahren wird Israel 75.000 Abiturienten haben, doch nicht alle, die dann eine abgeschlossene Gymnasialbildung besitzen, werden von den Universitäten absorbiert werden können. (ITA) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO II47 T. 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Aire* - PUEYRREDON 2190, 1? izq. - T.E. 83-2613 Mexico City. — Lateinamerikanische Intellektuelle ersuchten die sowjetischen Behörden, antisemitische Kundgebungen zu unterdrücken die jüdische Minorität genau so zu behandeln wie alle anderen Minoritäten und den russischen Juden das Recht einzuräumen, sich mit ihren im Ausland lebenden Familien zu vereinigen. Die Resolution, diesen Ap pell an Moskau zu richten, wurde auf einer zweitägigen „Lateinamerikanischen Konferenz zum Studium der jüdischen Minorität in Sowjetrussland“ gefasst, die unter Teilnahme zahlreicher Delegationen aus Costa Rica, El Salvador, Honduras, Panama, Nikaragua, Kolumbien, Guatemala und Venezuela in Mexiko stattfand. Ludwig Meidner gestorben Darmstadt. — Der berühmte jüdische Maler Ludwig Meidner starb hier im Alter von 52 Jahren. Nach der Machtergreifung Hitlers wurde er von den Nazis in Dachau interniert, jedoch auf Intervention seiner englischen Freunde und Schüler freigelassen. Meidner, ein gebürtiger Schlesier, besuchte die Kunstakademie in Breslau und siedelte später nach Berlin über. Er galt als einer der besten Maler seiner Zeit. Auch als Dichter und Essay ist genoss er grossen Ruf. — (ITA) Zentrale Stelle ermittelt in Prag Bonn. — Mehrere Beamte der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltung zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in Ludwigsburg werden voraussichtlich nach Prag reisen und dort Dokumente über NS-Verbrechen aus werten. Die in Prag vorhandenen Unterlagen sind nach Angaben des Justizministeriums ausnahmslos Originaldokumente ehemaliger deutscher Dienststellen und Einheiten. (AWZ) 3. Juni 1966 15. Siwan 5726 Fernsehen in Israel Von nun ab gliedert sich also auch Israel in die Reihe der Länder ein, in denen es Fernsehen gibt. Noch handelt es sich zwar nur um die Schultelevision, aber immerhin gibt es nun israelisches Fernsehen, und man darf wohl annehmen dass auch das allgemeine Programm kaum sehr lange auf sich warten lassen wird. Damit man jetzt zum. ersten Male — man wäre fast versucht zu sagen seit zweitausend Jahren, — Israelis auf dem Fernschirm hebräische Worte sprechen sehen und hören kann, ist zeitweilig ein. Kampf zuende gegangen, der im Lande seit einigen Jahren über die Einführung der Television geführt worden ist Zehntausende von Fernsehantennen sind bereits seit geraumer Zeit auf den Häusern zu beobachten. Viele Bürger starren schon seit Monaten auf den Fernschirm und sehen die Programme der feindlichen Nachbarländer. Seit etwa einem Jahr bezanlen diese stolzen Besitzer von Televisionsapparaten auch bereits Gebühren an den Staat. Bisher wurde noch nicht bekannt, ob die Besitzer von Televisionsapparaten in Israels Nachbarstaaten, wenn sie das israelische Schulfernsehen auffangen sollten, ebenfalls eine Gebiihrenerhöhung an ihre Regierung zu entrichten haben werden. Die Diskussion, die über die Einführung des allgemeinen Fernsehens geführt wurde und die wahrscheinlich noch nicht endgültig abgeschlossen sein dürfte da ja ein allgemeines Fernsehnetz noch nicht vorhanden Ist, liegt im Grunde völlig auf der Linie, die Israelis ja immer dann cinschlagen, wenn es sich um die Einführung moderner Systeme handelt die Grundlagen entsprechen, wie man si» in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in fortschrittlichen, westlichen Staaten geschaffen hat. Die unselige Neigung, längst überholten Ideen anzuhängen, hat sich auch in dieser Frage gezeigt, und zwar keineswegs nur bei jenen Kreisen, die sich auf Grund ihrer Lebensanschauung allen neuzeitlichen Einrichtungen widersetzen, sondern auch bei vielen Sozialromantikern, die eine Beeinträchtigung ihrer Positionen durch derart moderne Aspekte des ganzen Lebens befürchten. Bevor die Israelis ein allgemeines Fernsehprogramm haben werden, das für die ganze Bevölkerung gilt, wird noch eine geraume Zeit vergehen, da dazu Installationen gehören, die erst geschaffen werden müssen. Die Frage, die in diesem Zusammenhang heute beschäftigen kann, ist nur, ob man sich sofort an die Arbeit machen wird, um dieses allgemeine Fernsehnetzt zu schaffen, oder ob man es wiederum einer späteren Zukunft überlassen will. ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS¬ GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550,1. B — Bs. Aire«, Rep. Argentina ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG ven 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T E.: 80 - 6930 PUEYRREDON 2190 uq. »y. LAS HERAS

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