Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2170 (3.6.1966)
- Date
- 1966-06-03
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9616703-9615320-9615496--4375-9615498- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
S — Viernes, J de Junio de 196« JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXVII. — N» 217(| Die UN im Hintergrund (Schluss von Seite 1) ÖN in einem recht erheblichen Rückstand sind. Die UN erklärten u. a.: „Die gegenwärtig konkret bestehenden friedenserhaltenden Aktionen der Vereinten Nationen leiden unter finanziellen und politischen Schwierigkeiten. Die UNEF- Truppe steht an der ägyptisch-israelischen Grenze seit 1956, sie wurde im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens in diesem Raum als unentbehrlich angesehen. „Trotzdem bestehen ernste Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Ende 1964 war die Deckung der UNEF-Ko sten wegen der Stillegung der Arbeiten in der 19. Vollversammlung auf freiwillige Basis gestellt worden. Der Generalsekretär versuchte eine Beschlussfassung über die Aktion zu erleichtern, indem er eine Gruppe von hochrangigen UN - Beamten beauftragte, an Ort und Stelle Einsparungen zu bewirken. Es gelang, die Erfordernisse von 18,9 Millionen Dollar für 1965 herabzusetzen, eine am 21. Dezember 1965 angenommene Ekitschliessung sieht für 1966 nur noch 15 Millionen Dollar vor.“ Seit 1956 werden also grosse Aufwände betrieben, obwohl es doch ohne weiteres ersichtlich ist, dass mit der Stationierung der Truppen allein keine Lösung des Problems herbeigeführt wird. Ohne die Bedeutung der Tatsache, dass eine solche Truppe an der israelisch-ägyptischen Grenze steht, verringern zu wollen, dürfte man sich auch darüber einig sein, dass die israelische Regierung zum Einsatz weit grösserer Kräfte gezwungen ist, als dies für den Normaliall erforderlich wäre. Die UN- Truppe allein garantiert keineswegs die Sicherheit der israelischen Grenzen, was die Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49.5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DE1 PINO 2262 T. E. 73-7887 zahlreichen Uebergriffe gerade an dieser Grenze viele Jahre hindurch beweisen. Die wahre Aufgabe der UN besteht aber nicht darin, eine Polizeitruppe zur Aufrecht erhaltung der Ordnung zu stellen, sondern mit allen Gebote stehenden Mitteln Frieden zu schaffen. Die aufgewandten 18,9 oder jetzt 15 Millionen Dollar für die Unterhaltung der Schutztruppe könnten wahrhaft konstruktiver verwandt werden, wenn Frieden herrschen würde. Hierbei muss man besonders darauf hinweisen. um Missverständnisse zu vermeiden, dass dieser Millionen-Dollarbetrag nur für die Truppe, nicht aber für die Flüchtlinge Verwendung findet, für welche weit höhere Summen erforderlich sind. Die Problematik der Geldaufbringung ergibt sich aus den nachstehenden Ausführungen der UN: „Die (zitierte) Resolution nimmt zugleich einen irischen Vorschlag auf und weist den verschiedenen UN- Gruppen unterschiedlich ho he — freiwillige — Beiträge zu. Von den 15 Millionen Dollar sollen 800.000 Dollar von den Entwicklungslän dem getragen werden. Alle Industrieländer sollen die übrigbleibenden 14,2 Millionen Dollar nach dem allgemeinen Beitrags - Schlüsse’ decken, plus einem Aufschlag von 25 Prozent. Die Sowjetunion wird sich nicht beteiligen. Sie hat stets den Standpunkt vertreten, dass die Aggressoren des Suez-Krieges, also Grossbritannien Frankreich und Israel, die entstandenen Kosten allein tilgen sollen. Frankreich hat sich an der Kostendeckung der UNEF von Anfang an beteiligt, während es Beiträge zu anderen UN-Aktionen abgelehnt hat. „Neu in der Entschliessung ist auch, dass Nichtmitglieder der UN, soweit sie Mitglieder von Sonderorganisationen sind, wie die Bundesrepublik und die Schweiz, zu freiwilligen Zahlungen aufgefordert werden. „Die UNEF - Resolution wurde mit 44 Stimmen gegen 14 bei 45 Enthaltungen angenommen. Dass sich mehr Mitglieder der Stimme enthielten als zustimmten, ist kein gutes Zeichen für die Bereitschaft, die Aktion durch freiwillige Beiträge zu finanzieren. Die meisten Mitglieder zeigten gegenüber Aktionen, die sich bereits JUDITH SCHENKOLEWSKI RULTUSSTICKEREIEN Schabbosdeckeo rallißbeutel KäDDChen Mar zot-Taschen Hand- und Maschkienstickerel von Bett- und Tischwäsche Dr. P. t. RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E 13-9155 Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 ' durch Jahre hinziehen und auf unabsehbare Zeit unentbehrlich erscheinen, eine gewisse Müdigkeit. „Mit der weiterhin kriti sehen Lage zwischen Israe, und seinen arabischen Nachbarn hängt auch die weitere Notwendigkeit von Hilfsmass nahmen für die arabischen Flüchtlinge zusammen. Ueber den Bericht dieser Organisation (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, UNRWA) und über die Verlängerung ihres Auftrags fand die längste Ausschuss - Debatte der 20. Vollversammlung statt. Fast zwei Monate debattierte der Politische Sonderausschuss über diese Frage mit unge mildeter Härte, besonders auf arabischer Seite. „Die Resolution, die schliesslich vom Ausschuss beschlossen und an die Vollversammlung weitergeleitet wurde, begegnete weiterhin Schwierigkeiten, so dass erneute Verhandlungen unter den Delegierten eingeleitet werden mussten, vor allem um arabische Bedenken zu zerstreuen. Schliesslich legte Nigeria zur Beratung im Plenum einen in verschiedenen Punkten neugefassten Text vor. Dieser wurde dann mit 91 Stimmen gegen die alleinige Stimme Israels bei 7 Enthaltungen und in Abwesenheit von 18 Delegationen angenommen. „Ehe wichtigste Massnahme, die durch die Entschliessung getroffen wurde, ist die Verlängerung des UNR- WA-Mandats bis zum 30 Juni 1969. Die Entsch.iessune verweist mit Nachdruck auf die schwierige Finanzlage der UNRWA und erneuert den Appell um finanzielle Unterstützung. Sie bedauert ferner, dass die von der UN beschlossene Aufforderung zur Zurückführuüng und Entschädigung der arabischen Flüchtlinge nicht durchgeführt wurde. Diese Bestimmung war einer der Hauptgründe für die israelische Delegation, als einziges UN- Mitglied gegen sie zu stimmen.“ Die Notwendigkeit, eine friedenserhaltende Aktion noch nach neun Jahren anscheinend auf unbegrenzte Zeit zu verlängern, lässt eine Bemerkung berechtigt erscheinen, die der Generalsekretär in seinem Bericht über die Lage in Zypern machte' Es sei bei UN-Friedensaktionen fast eine Gewohnheit geworden, dass sie, obwohl in der Erwartung begonnen, Notmassnahmen von kurzer Dauer zu sein, durch die harten Wirklichkeiten der Kon fliktsituationen oft mehr oder weniger unbegrenzt verlängert werden müssten. Diese Bemerkung U Thants gilt von der Friedensaktion JACOB LAPIDUS dipl. Mohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4o B 46-1716 und 48 2124 - MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 TRUMAN WILL ISRAEL BESUCHEN Jerusalem. — David Noyes, der persönlich Re präsentant des nordamerikanischen Expräsidenten Harry Truman, kam nach Jerusalem, wo er von Staatspräsident Shazar, Premierminister Eshkol und dem Bürgermeister der Stadt, Theodore Kollek, empfangen wurde mit denen er Einzelheiten des Programms für den geplanten Besuch Trumans im kommenden Ju - li besprach. Truman beabsichtigt, den Feiern anlässlich der Gründung des nach ihm benannten Zentrums der Universität für die Förderung der Wissenschaften beizuwohnen. (ITA) in Palästina ebenso wie von der in Zypern. Sie gilt auch von anderen Aktionen der UN. Man darf aber nicht verkennen, dass die Einmischung im Zypern. Konflikt, ähnlich wie es da mals beim Kampf um die Existenz Israels war, jedenfalls in diesem Augenblick unübersehbare Weiterungen vermieden hat. Griechen wie Türken waren entschlossen, ihre vermeintlichen Rechte auf Zypern zu verteidigen. Ein Krieg, dessen Folgen nicht kontrollierbar waren, ist durch die UN vermieden worden. Aber zu eine? Lösung konten die UN schon nicht gelangen. Hier wirkten die wechselseitigen Interessen hindernd. Die Gefahr, dass die blutigen Kämpfe auf der kleinen Insel wieder ausbrechen, droht täglich, zumal die rivalisierenden Griechen und Türken nicht bereit sind, irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Auch in der Zypernfrage wurde eine Resolution angenommen, die nur 47 Stimmen bei 5 Neinstimmen und 65 Stimmenthaltungen erhielt. Damit gab die Mehrheit der Mitgliedstaaten kund, mit der Resolution „eigentlich“ nicht einverstanden zu sein, Zypern aber mti seinen wenig mehr als einer halben Million Einwornem pochte auf Feststellung seiner „vollen Souveränität und völligen Unabhängigkeit ohne auswärtige Intervention oder Einmischung“, und dies, während sich seine Bürger genseitig totschiessen und den Anschluss an Griechenland oder an die Türkei verlangen. E)as Bewusstsein nationaler Eigenständigkeit ist eine Fiktion, die selbst von einem so kleinen Staat aufrecht gehalten wird, obwohl seine eigenen Bürger je nach Abstammung oder Gesin. nung ihre Blicke auf andere Länder werfen, denen sie sich anschliessen wollen. Von Zwischenlösungen zu endgültigen Entscheidungen zu gelangen, setzt voraus, dass die Machtbefugnisse der UN erweitert und vor allem von den Weltmächten anerkannt werden. Bis diese Forderung nicht realisiert ist, werden die Experimente an- Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE halten und die UN gezwungen sein, kriegerische Folgen aus den bestehenden Konflikten zu vermeiden. Dies zeigt uns auch der Fall Vietnam. Obwohl doch hier ein Eingreifen der UN absolut erforderlich wäre und von aller Welt als eine Notwendigkeit betrachtet wird, sind die UN zur Untätigkeit verurteilt, weil die Grossmäeh te „die Sache unter sich ausmachen-* wollen. Hinzukommt als eine weitere Erschwerung der Lage, dass sich die Amerikaner beharrlieh weigern, die Roten Chinesen in die UN aufzunehmen, wobei die Russen eine sichtbare Zurückhaltung üben und den Amerikanern freieres Spiel lassen, als dies sonst üblich ist. Dass aber in Vietnam Peking-China eine entscheidende Rolle spielt, ist nicht zu bestreiten. — Heute noch verfügen die UN nur über die Macht, die ihnen von den „Grossen“ zugestanden wird. Der Weg zur vollen Entfaltung einer internationalen Weltregierung ist weit. Ob das Ziel in unserem Jahrhundert, das mit der Realisierung dieses Gedankens begonnen hat. auch erreicht wird, ist mehr als zweifelhaft. Aber die Verwirklichung einer „Weltfriedensregierung“ wird schrittweise erfolgen, da sie allein die Lösung der alten und neuen Probleme der Völkerfamilie zu bringen imstande ist. — U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes, Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarseinky Pueyrredón 2190, 1*? izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 700,— pro Jahr Ausl. $ 1.000.— jährL Katholiken und Juden Washington. — Wichtige Schritte zur Erfüllung der vom Vatikanischen Konzil ge. machten „Deklaration übet die Juden“ durch die Ueberprüfung der auf Juden und Judentum bezüglichen Stellen in den katholischen Lehren sind von Gelehrten der belgischen Universität Lou ■ vain eingeleitet worden. Dort wird jetzt festgestellt, in welcher Weise Juden und Judentum in den katholischen Lehrbüchern dargestellt sind, um beleidigende Stellen zu entfernen und in der angemessenen Weise zu verbessern. Zahlreiche Persönlichkeiten der katholischen Geistlichkeit und Geisteswelt haben ihre Mitarbeit an die. sem Vorhaben zugesagt — (IT Ai ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76.0286 73-1049 Servicios de lunch de categoría BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. E. 58 4052 TELEF. VORANMELDUNG CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES — FRACTURAS J. E. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47.5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76.8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Medico MAGEN- und DARMKRANKHEITEN R0ENTGEN UNTERSUCHUNGEN SPRECHSTUNDEN Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542