Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2168 (20.5.1966)
- Date
- 1966-05-20
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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GESETZ UND FREIHEIT von SCHALOM REIS CHORIN Nach der traditionellen Auflassung des Judentums, die sich in der Interpretation der Feste des Jahres manifestiert, folgt auf das Fest der Freiheit, Chag Ha- Cberut, das Fest der Offenbarung oder Gesetzgebung am Berge Sinai, das Schawuot-Fest. Auf die nationale Befreiung, den Auszug aus Aegypten, folgt, in dieser Sicht, das Gesetz, das die Befreiten erst zu Bürgern im Reiche Gottes macht, die Revolution Gottes erst zum Gottesstaat werden lässt Ueberträgt man diese Gedanken sozusagen in die realpolitisclie Sphäre, so würde sich daraus die Abfolge: Freiheit — Gesetz ergeben. Erst die Freiheit, die Befreiung von sozialer und nationaler Knechtschaft, dann das Gesetz die eigene Ordnung. Tatsächlich findet sich diese Auffassung auch in der Traditionsliteratur des Judentums, so etwa in einer bekannten Aggada. die sich an den Bericht im zweiten Buch Mose an die Gesetzgebung am Sinai anschliesst. In diesem Gleichnis wird erzählt. dass der Berg Sinai ■wie ein Trichter über das Volk gestülpt wurde sodass es kein Entrinnen mehr gab. Israel musste in dieser Notlage das Gesetz annehmen, um nicht umzukommen. Dieses Gleichnis, will offenbar sagen, dass der Mensch gegenüber dem Gesetz Gottes seine Freiheit verliert und ihm schlechthin untertan ist Der Führer-Gott befreit zwar sein Volk aus der Knechtschaft Pharaos, nimmt es aber anscheinend in seine eigene Gefangenschaft. So gesehen wären Gesetz und Freiheit Gegensätze im extremen Sinne. So gesehen folgt das Gesetz auf die Freiheit und hebt sie eigentlich wieder auf. Diese Sicht bleibt aber innerhalb des Judentums nicht unangefochten, und es scheint mir. als ob eine solche Betrachtung nur an der Aussensei te haften bliebe, während eine tiefere Betrachtung der Zusammenhänge zu ganz anderen Erkenntnissen führt. Bekannt ist die rabbinische Umdeutung des Wortes „Charut“ in ,,Cherut '. Der Text des Dekaloges war eingegraben auf den Tafeln des Bundes „Charut“ und nun zagt unser exegetischer Spruch: „Al tikra .Charut' ela .Oherut“ (Lies nicht .eingegraben', sondern .Freiheit“). In diesem Wortspiel verbirgt sich, wie so oft bei dtjai Ligen Umcieutungen, ein tieler Ernst. Was will nier gesagt sein? Nichts anderes als dass der Mensch durch oas Gesetz Gottes erst frei wird. In diesem Sinne werden die Kinder Israel auch in vielen Aussagen der Schrift als Freie angesehen, die zugleich Knechte Gottes sind, Knechte, die nach einem Wort aus den Sprüchen der Väter nicht um des Lohnes willen dienen, sondern aus Liebe zu ihrem Herrn und Vater. In dieser tieferen Sicht des Zusammenhanges von Gesetz und Freiheit stellt sich das Gesetz nicht als Gegensatz zur Freiheit dar. sondern als Ausdruck und Ordnung der Freiheit So gesehen ergibt sich auch eine andere Abfolge: das Gesetz folgt nicht aut die Freiheit, sondern die Freiheit folgt aus dem Gesetz. Bibel und Tradition intendieien wohl beide Auffassungen gleichzeitig: auf die Freiheit folgt das Gesetz, aber das Gesetz erst führt zur vollen Freiheit, Der Gedanke der Freiheit ist jedenfalls, in der biblischen Sicht, vom Gesetz nicht zu lösen: ..Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, das Uebel und den Tod: wähle das Leben.“ Dieses Wahlmotiv kehrt immer wieder im Gesetz und bei den Propheten. Der Mensch aber, dem die Wahl aeeeben ist, muss notwendig frei gesehen werden da er ja sonst keine Wahlmöglichkeit hätte. Dass diese Wahlfähigkeit des Menschen freilich eingeschränkt ist, dass es neben und zugleich mit der Freiheit auch Schicksal und Bestimmung gibt, also in gewissen Bereichen auch Prädestina tion, ist auch den klassisehen Lehrern des Judentums nicht verborgen geblieben und hat Rabbi Akiba zu seinem berühmten Paradox inspiriert: „Alles ist vorgesehen — aber die Wahl ist gelassen.“ Die neuere Erforschung der rabbiniseben Literatur aus der Epoche des Zweiten Tempels hat ihr Augenmerk mehr und mehr der Polemik der Rabbinen gegen das Ur- Christentum zugewendet. Manche Aussagen empfangen ein bedeutenderes Gewicht, wenn wir sie auf dem Hintergrund dieser Polemik sehen. So ist dieser Spruch des Rabbi Akiba vielleicht als eine Antwort an Paulus aufzufassen. Dieser lehrte ja mit extremer Ausschliesslichkeit die Prädestination, die Vortestimmung des Menschen zum Heil oder zur Verwerfung. Er sah die Menschen als Gefässe des Heils oder als Gefässe der Zornes Gottes, sodass eine Wahl im entscheidenden Sinne gai nicht mehr möglich schien. Rabbi Akiba hat die Vorbestimmung nicht geleugnet, aber zugleich trotz der logischen Unmöglichkeit die Wahl offen gelassen. Die logische Unmöglichkeit war für ihn die theologische Möglichkeit. Das Judentum folgte Rabbi Akiba und hielt an der Freiheit des Menschen fest. Das Christentum folgte Paulus. Von ihm zieht sich eine Linie zu Augustinus bis zu Luther und Calvin, die nicht müde wurden. die Prädestination die Vorbestimmung, als das Entscheidende zu betonen. Wo die Bestimmung dominiert wird die Freiheit nur noch untergeordnete Bedeutung für den Bereich der zweitrangigen Gegebenheiten erlangen, und das Gesetz selbst wird hier seiner eigentlichen Würde entkleidet. Das Gesetz Gottes das in der Freihe't der Wahl als „himmlisches Joch“ angenommen wird, ist ein Gesetz des Lebens. In dieser Sicht hat das Judentum durch alle Wandlungen hindurch seine Thora gesehen. In der pauli nischen Perspektive hingegen kommt dem Gesetz nur eine pädagogische Bedeutung zu Da wir gar nicht die Freiheit haben, es wirklich auf uns zu nehmer und es zu verwirklichen, führt es nur den Menschen in die Krise hinein wird es nur ein Spiegel in welchem er sich als Sünder erkennt, der auf die Gnade angewiesen ist. Natürlich weiss auch das Judentum (Paulus stamm' ja aus dem pharisäischen Judentum) um Sünde und Gnade, aber es weiss zugleich um einen Weg des Lebens der durch das Gesetz gezeigt wird. Dieser Weg ist grundsätzlich beschreitbar. Dieses Gesetz Gottes ist zwar als aus der Transzendenz kommend gedacht, aber nachdem es dem Menschen übergeben wurde, wird es auch gleichsam ein Teil von ihm: „Nicht im Himmel ist sie (die Thora), dass du sprächest, wer holte sie uns herab? Und nicht jenseits des Meeres, dass du sagest, wer setzte über, sie uns zu holen? Sondern sehr nahe bei dir ist das Wort...“ Erst ein moderner „postassimilatorischer“ Jude wie Franz Kafka, konnte in seinem berühmten Gleichnis „Vor dem Gesetz“ darüber klagen, dass der Zugang zuni Gesetz verschlossen erscheint, obwohl es für den ..Mann vom Lande“ (Am haArez?! einen speziellen Zugang dafür gibt, um den er aber nicht weiss. Das ist eine heute problematisch gewordene Situation mit der man sich auseinandersetzen muss. Der Zugang zum Gesetz ist für viele heutige Juden verschlossen. Die offiziellen Hüter des Gesetzes gleichen sehr oft den Türhütern im Gleichnis von Franz Kafka, die dem Mann vom Lande den Zugang zum Gesetz verwehren, statt ihm die Tore zu öffnen. Vor allem heisst es, das Wesen des Gesetzes missverstehen, wenn es unter Zwang statt aus der Freiheit der Entscheidung verwirklicht werden soll. Hierin unter« scheidet sich das Gesetz Gottes von Gesetzen des Staates. Der Staat legt seinem Bürger das Gesetz nicht zur freien Entscheidung vor, sondern verlangt die Einhaltung desselben und erzwingt sie durch Polizeigewalt. Das Gesetz Gottes aber will in der Freiheit bewährt werden. Die Tradition des Judentums unterscheidet zwischen menscbichen Gesetzen und Gesetzen, die die Beziehung des Menschen zu Gott in eine bestimmte Ordnung bringen wollen. Sie unterscheidet ferner Gesetz, deren rationeller Gehalt klar zutage liegt, und Gesetze die ihren Sinn nur aus der Souveränität des Wortes Gottes gewinnen. In unserem Zusammenhang kann man nun sagen, dass die Gesetze, die das Zusammenleben der Menschen zu regeln haben und deren Sinn klar erkennbar ist, auch mit Gewalt erzwungen werden können und müssen. Der Staat wird hier, als ..die Obrigkeit, die das Schwert trägt“, zum Hüter des Gesetzes. Die zweite Kategorie der Gesetze aber, die nur aus der Transzendenz zu verstehen sind, müssen allein der Entscheidung der Freiheit iiberlassenwerden Hier in diesem Bereiche zwischen Mensch und Gott wird der Antagonismus von Gesetz und Freiheit völlig aufgehoben. Es gibt eigentlich auch keine In - stanz die dem Menschen die Entscheidung in Freiheit abnimmt. So gesehen ist die Freiheit nicht nur das grösste Geschenk Gottes an den Menschen, sie ist zugleich auch eine schwere Bürde. Wir sehen, wie die Menschen immer wieder die Bür. de der Freiheit von sich werfen wollen, um sich einer Autorität zu unterstellen, die ihnen die Verantwortung abnimmt. Hier liegt für Millionen Menschen auf der Welt die Attraktion der katholischen Kirche. Ihre Hierarchie. an deren Spitze der Papst in Rom als „Stellvertreter Gottes“ steht, will dem Menschen letztlich Entscheidungen abnehmen. Das Judentum hat hingegen mehr und mehr ein demokratisches Prinzip entfaltet, in welchem der Mensch letzten Endes in der Freiheit entscheiden muss. Zeitschriften COMENTARIO, Heft 46 (1966). — Diese vom Jüdisch. Argentinischen Informationsinstitut herausgegebene Zeitschrift bringt immer eine Reihe wichtiger Aufsätze, wobei sie ihre Aufmerksamkeit keineswegs allein der jüdischen Problematik widmet, sondern auch lateinamerikanische Fragestellungen behandelt. In diesem Heft, das u. a. Fragen des Vakitanisehen Konzils, wenn auch nicht in besonders gründlicher Form, behandelt, wird das Thema „Die Juden des Peyrefitte" angeschnitten, das sicherlich noch für längere Zeit Gesprächs- und Diskussionsstoff sein wird. Der Autor dieses Aufsatzes, Juan Jacobo Baparlia, wendet sich in wohlbegründeter und klarer Form gegen die opportunistische Linie des Franzosen, den er als Antisemiten bezeichnet. — —:o:— Zeitschrift für die Geschichte der Juden, herausgegeben von Dr. Hugo Gold in Tel Aviv. — Die erste Nummer des Jahrgangs 1966 ist erschienen und hier angekommen. Sie enthält wie die voraufgegangenen Hefte eine Reihe interessanter wissenschaftlieher Aufsätze, Berichte und Kritiken. Die Samson-Schule in Wolfenbüttel wird aus ihren frühen Anfängen (17861 dargestellt, der Oberrabbiner von Bratislava, E. Katz, Teatro Mitre Im Teatro Mitre werden die bekannten Operettenkünstler Max Perlmann und Gita Galina den Schlager „Verlassen Sie sich auf mich“ zur Aufführung bringet!, in dem ihre ganze Truppe aus Israel, die aus 20 Schauspie, lern besteht, mitwirkt. Näheres siehe Anzeige, _. 1 Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002. ISRAEL Dr. E. J. GOERLICH (Wien): RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRY ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT FUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG: „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Er«, scheint in zwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen CH AJES-IN STITUTS Wallfah rt zun Va Solange das Heiligtum in Jerusalem noch bestand wallfahrtete das Volk dreimal im Jahr dorthin, um im Gebet und in der Darbringung der Opfer Erhebung und Vergebung zu finden und um Erfüllung der Wünsche zu bitten. Nach der Zerstörung des Tempels mussten andere Stätten gefunden werden, an denen sich das religiöse Gefühl orientieren konnte. Man pilgerte zum Grabe der Stammesmutter Rache! und an die Klage, mauer, in deren Ritzen im Laufe der Zeit Tausende von Zettelchen mit Bittgebeten gesteckt wurden. Jede Epoche hatte ihre ihr eigentümlichen Wallfahrtsziele. Dazu gehörten das Grab von Rab bi Schimon Bar Jochal in Tiberias, das Grab von Rabbi Meir Baal Haness, dem Wundertäter, in Meron u.a. Zu Schawuoth wird traditionellerweise das Grab des Königs David auf dem Zionsberg in Jerusalem aufgesucht. Für diesen Brauch ist es unwesentlich, dass diese Stätte historiseh-wissen - schaftlich gesehen nicht das Grab Davids sein kann, da es weiter südlich gewesen sein müsste. Wichtig ist der Glaube des Volkes, das an dem alten Gemäuer am Zionsberg das religiöse Fluidum fühlt und sich der Hoffnung und dem Vertrauen hingibt, an dieser Stelle werden seine Gebete Erhörung finden. Dass das Davidgrab gerade Schawuoth-Wallfahrtsziel ist, ist darauf zurückzuführen, dass das Wochenfest als sein Todesdatum betrachtet wird. Um Davids Tod ranken sich viele Legenden. Er hätte eigentlich an einem Schabbat sterben sollen, da er sein tatenreiches Leben vollendet, das Reich gesichert, das religiöse Schrifttum um die Psalmen bereichert und seinen Nachfolger eingesetzt hatte. Die Bedeutung seiner Leistungen wird durch den Spruch (Midrasch Raba zu Koheiet) charakterisiert „David wurde geboren, aber keiner achtete darauf; er starb und alle empfanden seinen Tod.' Als seine Stunde gekommen war, wollte sic-h der Todesengel David schreibt über die hebräischen Handschriftenfragmente aus dem Mittelalter, die in Bratislava gefunden wurden, Robert Schwarz erzählt über die Welt Joseph Roths. Ber Borochows wissenschaftliche Begründung des Zionismus wird — in einer nicht immer überzeugenden Form — dargestellt Merkwürdig ist der Aufsatz, in welchem Prof. Tramer aus Brünn Betrachtungen über Heine und Fichte anstellt, wobei man nicht recht versteht, aus welchem Grunde diese Gegenüberstellung gewählt wurde. Man kann jedoch diesem Aufsatz manche Einzelheit entnehmen, die sonst nicht allgemein bekannt sein dürfte. — Zusammenfassend kann gesagt werden, dass auch dieses neueste Heft der Zeitschrift wichtiges Material aus verschiedenen Gebieten des jüdischen Lebens und der Vergangenheit bringt, das anregend und belehrend ist. Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT Neue Telefonnummer .16-8216 von MEIR nähern, aber es war Schab, bat, und David las ununterbrochen in den heiligen Schriften, so dass ihn der Todesengel erst durch eine Finte ablenken musste. Einer anderen Ueberliefeung nach starb David am Schawuoth, dem Tage, an dem die Tora gegeben worden war. Der Legende nach ist Dai» id die zentrale Gestalt in sr Geschichte der Menscheit, nicht nur als König und ichter, sondern auch als ehrer des Menscbenge- •hlechtes, dessen Glanz und ,uhm am einfachsten und ssten in dem populären Satz um Ausdruck kommt: „Daid, König Israels, lebt und. leibt leben' (David Melech israel chaj wekajam). Der ochste Adelstitel war und lieb „Ben David“, Sohn Dahle. Das geht so weit, dass >avid oft mit dem Messias ientifiziert wird. Die Kabbasten setzten David sogar sit dem Menschheitsbegriff leich, indem sie das Wort lensch, Adam, Aleph-Daith-Mem, als Adam David lessias auffassen. Dass Daid als geeigneter Mittler wischen Mensch und Gott eiten kann, geht vor allem us den in seinen Psalmen nthaltenen Lehren hervor je veranschaulichen, wie ich Gott der Verfolgten, eidenden, Einsamen anlimmt und erbarmt. Davids ebensgeschichte wird als Jeispiei dafür angesehen, lass Gott seine fürsorgliche land über den Menschen iält Die Verehrung der Perönlichkeit Davids beschränkt ¡ich keineswegs auf das Juientum allein. Im Christentum wird Jesus ils „Messias Ben David“ darrestellt. Allerdings ergibt sich aus den Evangelien Marcus, Matthäus. Lucas), lass sich Jesus nicht als Abkömmling Davids bezeichne-;e, wie auch niemand unter seinen Zeitgenossen öine soljhe Behauptung aufgestellt bat. Wenn ihn Hilfesuchen äe und Bittende mit „Ben David“ ansprachen, so ist das nicht wörtlich aufaufassen. sondern in übertragener Hinsicht und in bildhgfter Spra-