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Jüdische Wochenschau · 1966-05-20 · 2168 (20.5.1966) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2168 (20.5.1966)
Date
1966-05-20
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 20 de Mayo de 1900 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N* 216» — 3 Ereignisse der Woche LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aíre» - PUEYRREDON 2190, 1? ¡zq. - T.E. 83-2613 1. Siwan 5726 20. Mai 1966 _ AMIA-Wahlen Was wir vor den Wahlen forderten, setzt sich erst als allgemeine Erkenntnis nach den Wahlen durch: diese Wahl war überflüssig und schädlich. Wir brauchen dieses Problem nicht allein unter dem finanziellen Aspekt zu betrachten. Die für die Wahlen ausgegebenen Kosten hätten nützlichere Verwendung finden können. Aber ganz abgesehen davon, sind Irgendwelche Lösungen durch die Wahlen nicht gebracht worden. BS wäre an der Zeit, einmal die Konsequenzen aus diesen Wahlen zu ziehen, damit diese Debatte nicht erst geführt wird, wenn wir wieder einmal unmittelbar vor den Wahlen stehen. Die Wahlen zur AMIA-Leitung sind keine Wahlen für irgendeinen politischen Kongress oder für eine Regierung. Man kann sie am besten mit allgemeinen kommunalen Wahlen verglei - chen. Folglich sollten nur solche Parteien sich zur Wahl stellen, die ein konkretes gemeindepolitisches Programm haben Die meisten der Parteien haben dieses Programm nicht gehabt. Auch die zentraleuropäische Liste hatte es nicht. Ehe Tatsache, aus Zen. traleuropa — was versteht man eigentlich darunter? — zu stammen, ist noch keine Legitimation für die Aufstellung einer eigenen Liste. In der AMIA sind grosse Interessen auf dem Spiet. nicht nur wirtschaftlich, die in Form von Subventionen auch von den zentraleuropäischen Gruppen entgegengenommen werden. Aber die Wahrnehmung dieser berechtigten Interessen allein rechtfertigen auch nicht die Aufstellung einer eigenen Liste Bäne, auch von unserem Sektor getragene Liste mit eigenen Vorstellungen una Programmpunkten über die künftige Gestaltung der tatsächlichen Arbeit der AMIA hat eine EScistenzberechtigung. Sie hat auch Aussicht auf Erfolg Sonst sollte mar*, für die Zukunft die Konsequenz ziehen, von der Aufstellung einer „zentraleuropäischen“ Liste abzusehen. Demokratische Wahl Die Durchführung der AMIA-Wahl erfolgte nach demokratischen Prinzipien; das ist nicht zu bezweifeln. BS gab keine Wahl-,,Man öveT', keine Unkorrektheiten in den Wahllokalen, keine Beeinflussung der Wähler durch unerlaubte Mittel usw Aber war die Aufstellung dec Listen " überall .demokratisch“? Bis zum Betreten des Wahllokals bzw. des kleinen Raumes, in welchem der einzelne sein Wahlrecht ausübt, habe ich nicht gewusst, wie die Zentraleuropäische Liste aussieht. Selbst die Jüdische Wochenschau hat keine Liste der Kandidaten erhalten, um sie der Oeffentlichkeit unseres Sektors mitzuteilen. Viele sind nicht zur Wahl gegangen, weil sie nicht wussten, weh sie wählen werden, ganz abgesehen davon, dass sie überhaupt niemals wissen konnten, wofür sie ihre Stimme geben, wenn sie „Zentra;- europa'* wählten. Das ist doch eine Wahrheit, die man einmal aussprechen muss. Das hat dazu geführt, dass z3, von den Stimmen, die den religiösen Gruppen be: den Wahlen zufielen, ein nicht -inerheblicher Teil, wir schätzen, und man kann nur schätzen, über 30 Prozent aus unserem „zentraleuropäischen Sektor“ gekommen sind. Man war überrascht, wenn man die Namen der Kandidaten las. Haben wirklich alle dieser Kandidaten ihre Verpflichtung gegenüber der Einheitskampagne in gehöriger Form erfüllt? — Es wäre doch befremdend, wenn man Personen als Kandidaten aufstellt, die mit ihrer Pflichterfüllung in Schwierigkeiten sind Interesse wecken Eis ist eine wichtige Pflicht, die von unseren Organisationen und vor allem von unseren Gemeinden erfüllt werden müsste, das Interesse für die AMIA und ihre mannigfachen Aufgaben zu wecken. Ohne Zweifel fallen der AMIA ausserordentliche Aufgaben für die Zukunftsge staltung des argentinischen Judentums und vor allem unserer Jugend zu, über die wir hier laufend berichten. Diese Fragen berühren uns genau so wie alle anderer Teile der jüdischen Bevölkerung, gleich welchen „Sektors“. Dieses Interesse darf man aber nicht erst zu den Wahlen hervorrufen oder in dem Augenblick, wo der einzelne oder eine Organisation mit der AMIA oder einer ihrer Abteilungen in Berührung kommt. Die AMIA ist unsere Sache. Deswegen muss man permanent sich für die AMIA interessieren, vor allem bei unseren Vorständen. Unerfreulich ES wurden verschiedene Kritiken über unerfreuliche Begleiterscheinungen bei diesen Wahlen geübt, z. B. über die Abmachung, die Stimmen derjenigen auf eine bestimmte Liste zu vereinen, die sonst ausserhalb unserer Kreise aus ideologischen oder politischen Gründen stehen Solche ad hoc-Freundschaften wirken peinlich und sind störend. Man . kann auch nicht eine AMIA, eine jüdische Gemeinde, mit religionsfeindlichen Elementen aufbauen. Unerfreulich war auch die geringe Wahl - Beteiligung. Selbst wenn man annehmen wollte, dass noch einmal so viele „Zentraleuropäeri“ für andere Listen als für die eigene gestimmt haben, was zweifelhaft sein mag, sind etwa 1.000 Stimmen aus unserem Kreise recht wenig. Trotzdem dürfte die Wahlbe teilung aus anderen Sektoren auch nicht wesentlich höher liegen. Dies beweist, dass das Interesse an den Wahlen all gemein nicht sonderlich gross war. Als eine gesellschaftliche Erscheinung ist das bedauerlich. — Gemeinsame Kulturveranstaltung Sechs Gemeinden und Organisationen unseres Sektors haben bereits einige gemeinsame Kulturveranstaltungen durchgeführt, die all? bemerkenswert sind. In der letzten Woche sprach der Kulturat taché der israelischen Botschaft in Argentinien, Herr Arie Bus tan, dessen Ausführungen wie immer nicht nur interessant waren, sondern sich durch ein erfreulich hu hes Niveau auszeichneten. Die .Veranstaltung wurde durch Herrn Rabbiner Dr. Natan Blum abgeschlossen, der inzwischen Buenos Aires verlassen hat und zur Alija gegangen ist. Diese gemeinsamen Veranstaltungen haben den guten Willen der beteiligten Organisationen zum Zusammenwirken bewiesen. Das ist erfreulich und wird von allen Seiten anerkannt werden. Dennoch sollte man einige Fragen zu beantworten suchen. die im Zusammenhang mit diesen Veranstaltungen und den hierbei gemachten Erfahrungen zu beantworten sind. Zunächst einmal sollte man die Frage aufwerfen und behandeln, aus welchen Gründen diese Veranstaltungen, die alle gut vorbereitet sind und auf einem hohen Niveau stehen, einen relativ schwachen Besuch aufzuwei sen haben. Immerhin sind es doch sechs Organisationen die mit vielen Mitgliederfamilien rechnen dürfen, also für solche wertvollen Veranstaltungen mehr als 150 oder gar 200 Besucher anziehen müssten. Ohne in eine zu scharfe Kritik zu verfallen, bleibt festzustellen, dass eine von 120 Personen besuchte Gemeinschaftsveranstaltung schwach besucht ist. Bis ist doch bedauerlich, dass nur 120 Menschen — um eine Ziffer zu nennen, — an solchenden Abenden teilnehmen. Irgendein Punkt dürfte nicht hinreichend berücksichtigt werden, um dieser Gemeinschafts - Veranstaltung den vollen Befolg zu sichern. Zieht man in Be traeht, dass bei jeder Veranstaltung Menschen teilnehmen, die dabei sein müssen, weil sie als Vorstandsmitglieder oder in Ausübung anderer Funktionen hierzu verpflichtet sind, oder sich verpflichtet fühlen, dann verringert sich noch die Zahl der „freiwilligen'‘ Teilnehmer. Zusammenarbeit Dass in dieser Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiet ein erster Schritt getan wurde, um die Tätigkeiten unserer Organisationen zu vereinheitlichen, ist unbestreit bar. Aber Zusammenarbeit bedeutet doch nicht nur, dass man einen Vortrag zusammen vorbereitet und anhört, sondern ein gemeinsames Programm arusarbeitet Man sollte also versuchen, über einzelne Vortragsabende hinaus gemeinsam ein vollständiges Kulturprogramm aufzustellen. Wenn man z. B. den gleichen Vortragsabend mehrere Male durchführt, einmal in der Stadt (ACI- BA), das zweite Mal (mit dem gleichen Programm) in Belgrano — und ein drittes Mal in Florida oder einem anderen Vorort, wobei man die kleineren Gemeinden nicht vergessen sollte z. B in Bemal, Mataderos oder Villa Ballester, dann wird man weit mehr Menschen mit dem gleichen Programm erfassen Nach gemachten Erfahrungen fahren unsere Mitglieder abends nicht aus dem Zentrum der Stadt nach Belgrano — umgekehrt schon eher, aber doch nur vereinzelt. — Solchen technischen Fhagen muss man Rechnung tragen, denn über gewisse Erfahrungstatsachen kann man sich nicht hinwegsetzen Eine Zusammenarbeit ode^ Gemeinschafts - Veranstaltung ist auch dann gegeben, wenn sie gleichzeitig oder an verschiedenen Plätzen stattfindet Ausserdem hat doch jede Gemeinde oder Organisation ihr „Stammpublikum“, das nur in seine Gemeinde kommt, weil der Versammlungsort in ihrer Nähe liegt, Da es sich meist auch um ältere Leute handelt, müsste man auf diese „geographischen” Gegebenheiten Rücksicht nehmen. Diese und manche anderen Gesichtspunkte sollten von der zuständigen Kommission besprochen und über, prüft werden. — Rabbiner Dr. Blum Rabbiner Dr. Natan Blum, der einige Jahre als Rabbiner an der Gemeinde Culto Israelita de Belgrano wirkte, ist vor wenigen Tagen mit seiner FTau und Tochter (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 1) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Gescháfte mit der grossten Auswahl SARMIENTO 1147 T. E. 35 . 7033 ALFREDO STERN MALERARBEITEN NEUE ADRESSE: Vidal 1575 fast Ecke Pino Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl cm handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. 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