Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2165 (29.4.1966)
- Date
- 1966-04-29
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — ViíUiffi, fc9 d« Atril <k* SEMANA ISRAELITA Afee-XXVII. — N® flM Ereignisse der Die naechste Generation sein, wenn wir von Jugend | und deren Zukunft sprechen Sind wir es wirklich? Mehr und mehr setzt sich die Auffassung durch, dass die Arbeit der Olga üsationen und Gemeinden unseres Sektors stäiker zentralisiert J werden sollte. Bestrebungen ' sjnd Gange, wenigstens au. 1 einigen Gebieten zunächst zu einer Zusammenarbeit zu gelangen, eine Bemühung die mit dem Beifall der weitesten Kreise rechnen darf. Aber wohl jedem ist es klar dass dieser Anfang ei er Foiderung und Entwicklung bedarf. Zu allen Zeiten war es eine besondere Sorge der ..Aelteren“ ob auch die nächste Generation dem Judentum treu oleiben und die Tradi tion wahren werde, die seit so vielen Generationen auf uns gekommen ist. Zu allen Zeiten hat es skeptische Stimmen gegeben die sagten: ..Mit uns hört das alles auf. Unsere Kinder wollen hiervon nichts mehr wissen“ Zahlreiche Umstände bewirkten es, dass wenigstens im Verhältnis derjenigen, die heute über 60 Jahre alt sind und der auf sie folgenden Generation diese These uder diese Befürchtung nicht zutrifft. Im Gegenteil: Das Ja- Sagen zum Judentum, zu dem einst eine gewisse Entschlusskraft und Mut gehörten, ist heute eine Selbst Verständlichkeit geworden. Was uns allen Traum gewesen ist. Ideale. Hoffnung und Glauben, ist eine Wirklichkeit, geworden Mit einer gravierenden Kraft ist Israel als Land, als Staat als Realität in das Leben jedes Ju den getreten. Und die ande ren Völker, in deren Mitie Juden leben, betrachten das als eine Selbstverständlichkeit. Nehmen wir ein Beispie’ die Kenntnis der hebräischen Sprache, die für viele <ode> die meistern Mitglieder der älteren Generationen eine grosse Unbekannte ist. kann man vielleicht für das Gebei,; lesen, selten aber sprechen. So viele Jugendliche una Kinder es geben mag die kein Hebräisch lesen, schrei, ben oder sprechen können die Zahl, die es beherrschen ist erfreulicherweise nicht, unbeträchtlich und im Stei gen begriffen Es gibt zahlreiche negative Erscheinungen im Leben ei- | ner Gemeinschaft, auch beuns. In dieser Zeit der gro-! ssen Spannungen, dei moralischen gesellschaftlichen uno wirtschaftlichen Konilik. te bleibt keine Gemeinschaft | hiervon verschont Die Pro; bleme der anderen sind -tuen unsere Probleme Denn wir leben in dieser Welt, die mit, allen ihren erfreulichen wie unerfreulichen mit allen positiven aber auch negativen mit allen ihren konstrukti ven. aber auch destruktiven Erscheinungen und Errich - tungen uns und erst >echf unserer Jugend offen steht Dieser Grundprinzipien unserer Existenz unter den Völkern und anderen Menschen müssen wir uns stets bewusst usta Bloque Democrático Unido (Poale Sion Hitajdut y Ajdiit AvoJa-Poale Sion) Estimado asociado de la Comunidad: En sus manos se halla el destino de la más importante institución judia de América meridional: la COMUNIDAD ISRAELITA DE BUENOS AIRES. El resultado del acto electoral DEL 8 DE MAYO PROXIMO será decisivo para la orientación de la Comunidad y, por consiguiente, para toda la vida societaria judía local. Si usted desea que la Comunidad y toda la colectividad judía en general puedan: ★ Resguardar ol carácter democrático y genuino ★ Incrementar y afirmar la educación judía ★ Bregar por la asistencia solidaria para los personas indigentes ★ Acercar a las nuevas generaciones a la acción societaria ★ Afianzar las actividades en el campo juvenil y de las Agrupaciones Jalutzianas ★ Combatir las fuerzas disociadoras, en todas sus expresiones ★ Estrechar los vínculos espirituales con Sión Si usted desea que todos esos objetivos sean logrados con plena conciencia judía, eon espíritu íntegro y dignidad, y con comprensión y tolerancia hacia todos le»; asociados y sectores de la vida judía societaria. APOYE Y VOTE POR LA LISTA DEL .... Bloque Democrático Unido (POALE SION HITAJDUT (MAPAI) — AJDUT ¡ AVODA — POALE SION E INDEPENDIENTES I- LISTA Die bestimmten Nummern für die Parteien sind: BLOQUE RELIGIOSO UNIDO AGUDAT ISRAEL P y APARTID ARIOS FEDERACION SIONISTA LIBERALES ARGENTINOS BLOQUE JERUT REVISIONISTA, ESCUELAS e INDEPENDIENTES MAPAM HASHOMER HATZAIK y APARTID ARIOS BLOQUE RELIGIOSO UNTICADO MIZRAJI HAPOEL HAMTZRATI SINAGOGAS y APARTID ARIOS CENTRO EUROPEO BLOQUE POCTATtcth m*rniUTICO JUDIO BLOQUE DEMOCRATICO UNIDO A. I. N? 8 Mitteilung der A.M.I.A. (Kehilla) Wir melden der jüdischen Gemeinschaft, dass am Freitag, den 22. d. M., um 9 Uhr morgens der AMIA zu den Wahlen am 8. Mai d. J. acht Kandidaten.Listen zugestellt wurden, die offiziell anerkannt worden sind. Bei der Sitzung des Vorstandes der AMIA wurden um 11 Uhr 30 in Anwesenheit der BevoPmaechtigten dieser Gruppen die Nummern der Listen ausgelost, um die Reihenfolge der Listen nummerisch zu bestimmen. ZWI FEINGUERSCH Praesident Dr. LEON PODHORZER Generalsekretaer Jugend sucht Jugend Häufig hört man die Kla ge, dass die Jugendlichen nicht zu den Veranstaltungen unserer Organisationen kommen. Die Wahrheit ist dass auch wir nicht zu Vortragsabenden der Gemeinden gelaufen .sind, um in dem Kreise der Erwachsenen Information. Belehrung oder Unterhaltung zu suchen. Natürlich gab es Ausnahmen, es gibt sie auch heute. Aber wir können nicht von Ausnahmeerscheinungen sprechen, sondern müssen versuchen. das Warum dieser Situation zu erfassen. Zu allen Zeiten hat J gend die Ju gend gesucht dieienieen Menschen die. ihren Gefühlen. Gedanken und HoTnun gen am nächsten stehen. Benutzen wir ein triviales Beispiel, aber aus dem Leben, der Wirklichkeit gegrif. fen. Uns wird beim Anb’ick der neuen Tänze schwindlig wir wenden uns Kopf schüttelnd ab. Und das soll schön sein, hört man unsere, die ältere Generation sprechen Und die Jugend amüsiert sich. Das ist eben die Zeit und die Gesellschaftstänze von heute sind ebenso geistreich oder geistlos wie d'ejen’sen in der guten alten Zeit in den 20- oder 30er Jahren Und damals’ Damals haben unsere Eltern genau so auf Oha rieston und wie diese Verdrehungen des Körpers alle hiessen. mit einem Lächeln, oder mit Verachtung herabpesehen. wie wir heute auf die letzt . modernen'1 Tänze Ein triviales Beispiel? Vielleicht. aber ein Beispiel aus dem Alltag. Das gilt aueh für die geistigen' Probleme, mit denen die Jugend sieh heute auseinandersetzt. Die einstige Jugendbewegung wurde als eine wilde oder halbwilde Bilderstürmerei betrachtet, und doch erfülte Sie hunderte, wenn nicht tausende Jugendliche unserer Jugendzeit mit Idealen, mit schöpferischen Kräften mit dem Wii len, eine andere bessere Welt eine neue jüdische Zukunft zu bauen. Bis zu einem gewissen Grad ging dieses Streben sogar in Erfüllung... Man soll nicht sagen, die Jugend von Heute sei anders als die Jugend von Gestern. Menschen gehorchen zu allen Zeiten denselben sozialen. geistigen. physische i und seelischen Gesetzen. Die Grundlagen der Ethik und Moral sind — wenn auch vielleicht nicht unwandelbar — statisch. Das Verhä’tnis zwischen Jungen und Mäde: ist freier als es vor lf>0 Jahren war. Dennoch ist die Zahl der ausserehelichen Ge bürten allgemein erheblich zurückgegangen. Die Liebe ist eine elementare Kraft, die sich nicht ändert Vielleicht ändern sich die gesellschaftliehen Ausdrucksformen. Auch der Bildungsdrang entspringt einer menschlichen Sehnsucht. Die heutige Jugend ist in ihrem Durchschnitt eher stärker als weniger von diesem Verlangen nach Wissen und Können erfasst. Das Niveau hebt sich Die Konkurrenz im Leben steigt. Nur wer etwas kann, kommt weiter. Glücksritter hat es zu allen Zeiten gegeben, aber sie sind ebenfalls Ausnahmen. Die Anforderungen sind wegen der erhöhten Nachfrage gestiegen. In Israel z- B. wird das Abitur nicht nur von denjenigen verlangt, di§ studieren wollen. Dies gilt mehr und mehr auch von allen anderen Ländern, jedenfalls auch in Argentinien. Die Beherrschung einer Fremdsprache galt in unseren Jahren als eine besondere Leistung. Nicht nur in Argentinien, auch in den meisten anderen Ländern sprechen die Kinder und Jugendlichen — keinesfalls nur die jüdischen •— zwei odej drei Fremdsprachen neben ihrer Muttersprache. Man sagt doch: „Sprachen bilden“. Also muss man doch diesen Satz auch auf unsere Jugend anwenden. Mit der Sprache stehen der Jugend andere Kulturen offen. Ihr Blick weitet sich. Ihre Interessen werden grösser. Ihre Ansprüche wachsen. Das sind Wahrheiten, die man nicht nur auf sich, sondern auf die Jugend auch dann anwenden soll, wenn sie nicht mehr weiss wann die Schlacht bei Kunaxa oder Marathon, bei Sedan oder sonstwo geschlagen wuide. Hätten wür doch auf dem Leibniz-G.vmnasium in Berlin lieber Spanisch gelernt, als uns den Schädel mit Geschichtsziffern. Schlachten Raufereien, Eroberungsfeldziigen und den Namen aller Haudegen der Welt voll zu propfen. Gewiss, alles, w'as man kann ist gut und vielleicht auch nützlich. Aber die Jugend von heute lernt auch sie liest sogar, sie sucht nach Wahrheit und Weisheit. nicht mehr und nicht winzi ger als alle Jugenden es vor ihr taten. Erziehung ist jedoch keine einseitige Sache Neben dem Erzogenen steht der Erzieher. .. Was gebt Ihr der Jugend? Nach 25 Jahren Arbeit beginnt man, der Jugend ein Heim zu bauen. Für sich hat man Wochenendplätze ge mietet oder gekauft, um der eigenen Lebensform entsprechend dort Ruhe und Entspannung zu suchen. Wer etwas mehr vom Leben erwartet. als im Freien 'oder in Rauch umhüllten) Zimmern Karten zu spielen, blieb fern. So auch die Jugend Eine aggressive Kritik? Nein, keine Kritik, eine Feststellung. Die heute 30- bis 40- oder 45-Jährigen sind bei uns nicht zu sehen. Das ist leider eine Wahrheit. Man ist gewöhnt, dieser Generation Vorwürfe zu machen. Aber man gibt sich nicht die Mühe, die eigenen Fehler zu suchen, um einer Erscheinung entgegenzutreten, die als ein Negativum betrachtet wird, was wurde dieser Generation, was wird den anderen, den Jüngeren geboten? Muss man denn immer etwas bieten?, höre ich erregt fragen. Die klare Antwort lautet: Ja. Man soll uns nicht mit dem Einwand kommen, das Sprachen.Problem sei an vielen dieser unerfreulichen Erscheinungen schuldig. Das gilt nur sehr bedingt. Denn würde das, was bei uns geboten wird, die Jugend interessieren, würde sie auch kommen, wenn diese Veran. staltung in deutscher Sprache vor sich geht. Die Wahrheit ist, dass unsere Veranstaltungen, Kulturabende usw. über die Mittelmässigkeiten nicht herausreichen. Dies muss sich in einem Kulturzentrum wie es Buenos Aires ist. auswirken. Und es wirkt sich aus. Bei uns wird übersehen, dass die Jugend ausserhalb unseres Kreises stärker angesprochen wird, weil das Niveau höher liegt. Man soll gegen diese These nicht protestieren. Das argentinische Theater, die Konzerte, das Vortragswesen, die Bildungsmöglichkeiten die diese Stadt bietet, auf allen Gebieten des kulturellen Lebens, zieht Jugend an, auch unsere Jugend. Dem haben wir kaum etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen. Die bei uns am stärksten besuchten Veranstaltun. gen. auf denen alte Schlager und Wiener Walzer gesun- (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) Die glückliche Geburt ihrer Tochter IRENE DIANA zeigen hocherfreut an Julio Suris und Frau Ines geb. Wallheimer z. Zt. Sanatorio Marini Buenos Aires, den 27. April 1966 Juramento 3939, 29 dp. B STATT KARTEN Max Juda Gustavo Leers Ilse Wcicimann Ilse Abrahamssohn de Juda de Leers geben die VEIRMAEHL.UNG ihrer Kinder URSULA und CARLOS bekannt. Die Trauung findet s.G.w. am Sonnabend, den 7. Mai 1966, um 20 Uhr in der CJhaiim Weizmann Synagoge Arcos 2319, statt. San Lorenzo 1260 Olivos Juramento 3361 4’ B Buenos Aires LUACH — (KALENDER) Freitag, den 29. April 24. Tag im Omer 9. ljar Sonnabend, den 30 April 10. Ijar Schabbat ACHETRE MOT — KEDOSCHIM Haftara Arnos, Kap. 9 25 Tag im Omer Sonntag, den 1. Mai 26. Tag im Omer 11. Ijar Montag, den 2. Mai 27. Tag im Omer 12. Ijar Dienstag, den 3. Mai 28. Tag im Omer 13. Ijar Mittwoch, den 4. Mai 29. Tag im Omer 14. Ijar Donnerstag, den 5. Mai 30. Tag im Omer 15. Ijar Freitag, den 6. Mai 31. Tag im Omer 16. Ijar Sonnabend, den 7. Mai 17. Ijar Schabbat EMOR — Haftara: Jeeheskiel 32. Tag im Omer Kap. 44 Sonntag, den 8- Mai LAG B’ÖMER «3. Tag im Omer) 38. Ijar .;.3Nä