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Jüdische Wochenschau · 1966-04-29 · 2165 (29.4.1966) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2165 (29.4.1966)
Date
1966-04-29
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, S8 de Abril de 1966 SEMANA ISRAELITA Ai* XXVII. — N* 216* — 3 Mit Ingenieuren übersaettigt So mancher Israeli, der seine Ingenieurs-Ausbildung im Ausland beendet hatte kehrte in die Heimat zurück suchte hier vergebens einen geeignet erscheinenden und entsprechend dotierten Posten und nahm schliesslich eine Stellung im Ausland an. Diese Erscheinung wird in Israel sehr bedauert, vor allem auch, weil sie Verlust wertvollen Intelligenz-Nach. Wuchses bedeutet. Tatsächlich aber ist der Arbeitsmarkt für Ingenieure in Israel übersättigt. Alljährlich vermehrt sich die Zahl der im Lande be. schäftigten Ingenieure und ausgebildeten Techniker um etwa tausend, — wie der israelische Verband zur Förderung der Ingenieurbildung mitteilt. Dieser Zuwachs rekrutiert sich zu 50 Prozent, also mit 500, aus Absolventen des haifaer Technions, 50 Einwanderern und 150 aus dem Ausland zurückkehrenden Studenten der Ingenieurwissenschaften, ferner vermehrt sich die Zahl der Berufsingenieure um 150 und die Zahl der ausgebildeten Techniker ebenfalls um 150 pro Jahr. Momentan sind in ihren Berufen etwa 7.000 akademi sehe Ingenieure und ca. 6.000 in einschlägigen Berufen beschäftigte Ingenieure, Techniker und Zeichner ohne abgeschlossene Hochschulausbildung tätig, die im Verband der Techniker organisiert sind. Ohne die technischen Zeichner dürfte es also in Israel momentan etwa von MEIR 9.000 Ingenieure und 2.000 vollwertige Techniker geben 2.500 davon waren bereits zurzeit der Staatsgründung im Lande, 4.200 wurden vom haifaer Technion zwischen 1948 und 1965 ausgebndet 500 sind in den Jahren 1948—1950, 2.500 in den Jahren 1950—1960 und 300 in den Jahren 1960—1965 eingewandert, was zusammen 10000 ergibt. Vergleichen wir damit die Zahl der akademisehen Ingeneure, die sich heute im Lande befinden und in ihrem Beruf tätig sind, so ergibt sieh, dass etwa 3.000 völlig von der Bildfläche verschwanden und unter den technologischen Arbeitskräften keinen Paltz gefunden haben. Zur Prüfung der Lage wurde vom Ingenieur, und Architektenverband im Jahre 1964 ein Untersuchungsausschuss unter Vorsitz von Professor De-Leo eingesetzt. Aus seinem Bericht ergibt sich, dass zwei Drittel der Ingenieure des Landes unter ihrem Berufs- und Ausbildungs - Niveau beschäftigt sind und daher auch geringere Gehälter beziehen als ihden Ansprüchen entsprechen würde dass sie also statt als Ingenieure nur als Techniker tätig sind. Der Verband stellt mit Bedauern fest, dass der Bericht kaum Beachtung fand und die zuständigen Kreise aus ihm keine Konsequenzen gezogen haben. Ei nen Monat nach Veröffentlichung des De-Leo-Berichtes FAERBER schlug der Sprecher des Ingenieur-Verbandes vor, auch in Tel Aviv eine technische Hochschule zu errichten. Als Reaktion darauf erklärte das haifaer Technion, es plane eine Erweiterung auf 6.000 Studenten, so dass aus der haifaer Anstalt im Jahre 1975 bereits tausend akade mische Ingenieure jährlich hervorgehen sollen. Dabei wird damit gerechnet, dass die Bevölkerungszahl bis dahin 3,5 Millionen Einwohner erreichen werde. Die Wirtschaft des Landes könnte aber eine so grosse Zahl von Ingenieuren auch dann nicht brauchen, wenn sie sich in technologischer Hinsicht zu einem weit höheren Niveau entwickeln würde als es das jetzige ist. Das wäre angesichts der Fortschritte in der Welt und in den Staaten, mit deren Produktion Israel konkurrieren muss, zwar dringend notwendig, ist aber noch keineswegs gesichert. Die Automatisierung geht nur langsam vor sich, und die Vorschau für die Entwicklung der nächsten Jahre ist rein theoretisch und fusst nicht auf einer die praktischen Gegebenheiten berücksichtigenden Marktanalyse Nach den heutigen Verhältnissen benö. tigt die Wirtschaft Israels viel mehr praktische Techniker, voll ausgebildete Vorarbeiter und Facharbeiter als akademische Ingenieure. Im Jahre 1965 lernten in Israel 25.000 Studenten an Hochschulen während die Bevölkerungsziffer 2,5 Millionen betrug. Ferner lernten im Ausland 5.000 israelische Studenten, so dass sich 30 000 im Ausbildungstadium befanden. Das sind 1.2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der israelische Verband zur Förderung der Ingenieurbildung weist in seinem Bericht vergleichsweise darauf hin, dass die Zahl der Studenten in England im Jahre 1964 nur 0.44 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachte, dass für 1975 mit 0.77 Prozent und für das Jahr 1980 mit 1 Prozent gerechnet wird. In Frankreich studierten 1964 an Hochschulen 0 62 Prozent der Bevölkerung und bis 1975 soll ihre Zahl auf 1 Prozent erhöht werden, in Westdeutschland gab es 0,62 Prozent im Jahr 1964 in Relation zur Bevölkerungsziffer und für 1975 rechnet man mit einer Erhöhung auf 0,80 Prozent. Das ist die Lage in drei voll entwickelten europäischen Wohlstandsstaaten, und die Beschäftigung der Akademiker in Israel scheint daher zu einem Problem zu werden. Bei Durchführung der Entwicklungspläne der Hochschulen Israels würden hier im Jahre 1975 doppelt so viel Studenten ausgebildet werden wie beispielsweise in Westdeutschland oder in England, denn im Jahre 1970 kämen auf eine Bevölkerung von 3 Millionen Seelen 33.000 Studenten und im Jahre 1975 auf eine Bevölkerung von 3,5 Millionen Seelen 45.000 Studenten Das wäre, wenn die Zahl der im Ausland studierenden Israelis konstant bleibt, 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Dabei ist noch keineswegs klar_ ob die Mittelschulen auch tatsächlich eine so grosse Zahl von Abiturienten für die Hochschulen liefern könnten. Die volle Planung der Hochschulen liesse sich nur dann verwirklichen, wenn ausnahmsweise alle Schüler der Abgangsklassen der Mittelschulen die Reifeprüfung bestehen und an Hochschulen weiterlernen könnten, was den bisherigen Erfahrungen und auch der Logik widerspricht. Es ist nicht anzunehmen, dass es im Jahre 1975 tatsächlich 12.000 Abiturienten geben wird, die die Zahl der Hochschüler auf 45.000 erhöhen könnten. Während es in Israel auf 2,5 Millionen Einwohner 800 Ingenieure gab, gab es in Dänemark auf 4,5 Millionen Einwohner nur 1.106 in der Schweiz auf 5 Millionen Seelen nur 1,162, in Belgien auf 9 Millionen Einwohner nur 992, in Holland auf 11 Millionen Einwohner nur 1.790 und in Westdeutschland auf 51 Millionen Einwohner nur 10.580 Ingenieure. Dazu j kommt, dass in Israel die Verhältniszahl zwischen Be rufsingenieuren ohne volle akademische Ausbildung und akademischen Ingenieuren 1:7 ist, in Deutschland und Dänemark aber 3:1, in der Teppichhaus - M. Hochberg MALERARBEITEN Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM (ALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza Für anspruchsvolle Herren ★ GROSSAUSWAHL FEINSTER STOFFE FUER MASSKLEIDUNG. ★ GROSSAUSWAHL UND FERTIGKLEI¬ DUNG FUER HERBST UND WINTER. ★ STAENDIGE PASSFORKONTROLLE ★ AUCH JUNIOREN KAUFEN GERN BEI C A R L T O N . i I HL TOX ERNST KOPPEL Jfoipti 982 J. E, 31-7845 Die letzten Juden in Aegypten Die einstmalige jüdische Gemeinde von 75.000 Juden umfasst heute nur noch 2.500; sie verkleinert sich weiterhin. In den letzten Monaten haben viele Juden Aegypten verlassen, teilweise als Ausgewiesene, andere aufgrund eines psychologischen Druckes, und wieder andere haben erst jetzt das Visum erhalten. Von den 2.500 zurückgebliebenen Juden wohnen 1.800 in Kairo und die anderen in Alexandrien. Die meisten sind staatenlos oder haben fremde Pässe, so dass sie Niederlassungs - Bewilligungen benötigen. Wenn diese abgelaufen sind, folgt automatisch die Ausweisungsverfügung. Von den Auswanderern gehen zwei Drittel nach Frankreich. Sie berichten dort, dass die antijüdischen Gefühle der Bevölkerung trotz der Propaganda von Regierung und Arabischer Liga nicht gestiegen sind. Das Eigentum der jüdischen Gemeinde wurde nicht berührt. ln Alexandrien wurde der Erlös aus dem Verkauf des jüdischen Spitals von 250.000 Dollar der jüdischen Gemeinde überwiesen. Die Gemeinde in Alexandrien besitzt weiterhin eigene Gebäude und Grundeigentum. Darunter befinden sich ein Altersheim für so Personen ete Wohnheim für 30 Personen, die keine Miete zahlen, die Synagoge und die jüdische Schule. Die Gottesdienste werden abwechselnd in den verschiedenen Synagogen durchgeführt so dass sich die Frage der Schliessung wegen Nichtgebrauchs gar nicht stellt, in der jüdischen Schule, die einst für 2.000 Schüler gebaut wurde, befinden sich 37 jüdische Kinder, neben 600 moslemischen, mit einem jüdischen Religionslehrer. Die einzelnen Juden haben im Gegensatz zur Gemeinde den Druck der Regierung stark zu spüren. Staatliche oder nationalisierte Betriebe’ beschäftigen keine Juden und private fürchten sich da vor. Jüdische Kaufleute leben in der ständigen Bedrohung, dass ihre Betriebe konfisziert werden. Der Verkehr mit den Behörden erfolgt nicht direkt, sondern durch Vermittlung eines Arabers. Die älteren Juden wollen jedoch in der Umge-: bung bleiben, an die sie gewöhnt sind. In den ^rhulen und an der Universität «erden die Juden nicht diskriminiert und sie können auch Lizenzen für die Ausübung freier Berufe erhalten je doch fühlt die Jugend, dass sie im Lande keine Zukunft' hat; sie wartet den geeigneten Moment ab, um Aegypten zu verlassen. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1? izq. - T.E. 83-2613 ». Ijar 5786 2». Aprit 1966 Jom Haazmaut in Israel Jerusalem. — ,JXe Winde des Wandels, die heute in der ganzen Weit wehen, müssen unweigerlich auch im Mittelasien mit seinen Israel feindlich gesinnten Völkern spürbar werden“, erklärte Staatspräsident Salman 3hazar in seiner Deklaration am Vorabend des Jom Haazmaut. Er rief Israel auf, seine „besten Energien“ für die Suche nach dem Frieden aufzuwenden und versicherte; „Wir werden niemals in unserem Appell zum Frieden ermüden und jeden neuen Weg in diesem Sinne prüfen.“ Als der Tag der Trauer um die für die Befreiung Israels Gefallenen zu Ende ging, an dem alle Aktivitäten im Lande ruhten, begaben sich Scharen von Israelis zum Herzl-Berg, auf dessen Gipfel der Unabhängigkeitstag feierlich eingeleitet Schweiz und in Belgien 2:1 und in Holland 3,5 zu 1, dass also in Israel ein völlig umgekehrtes Verhältnis besteht, weil es hier viel, viel mehr akademische Ingenieure gibt Ueberdies plant jetzt auch noch Bürgermeister Teddy Kollek. in Jerusalem eine weitere technische Hochschule zu gründen, doch ist anzunehmen, dass ihn die Berücksichtigung der Beschäftigungslage der Ingenieure vor einer voreiligen Initiative schliesslich abhal ten dürfte. wurde. Zwölf Jugendliche, alle Kinder israelischer Veteranen, die am Tage der Unabhängigkeitserklärung geboren wurden, entzündeten zwölf Kerzen als Symbol der zwölf Stämme Israels. Eine Ehrenwache nahm Aufstellung, als Präsident Shazar eigenhändig die israelische Staatsfahne hisste. Nach dieser Zeremonie begann im ganzen Land ein grosses Volksfest. Ueberall fanden Feiern statt, bei denen die Menschen ihrer Freude freien Lauf liessen, Feuerwerke wurden veranstaltet, Musik ertönte, und die Leute tanzten ln den Strossen. (ITA) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1(47 T. E. 35 - 7032 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung ISRAELBRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS¬ GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550,1, B — Bs. Aires, Rep. 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