Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2165 (29.4.1966)
- Date
- 1966-04-29
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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I I — Viernw, 29 4« AMI 4e 1944 JÜDISCHE WOCRENSCRAO A«* XXVII. — K« tllS Y* Durch Arbeit zum Erfolg «Schluss von Seite 1) meine Preiserhöhung auf dem Weltmarkt wurden neue Steuern erforderlich, die ei ne weitere Belastung für die Bevölkerung mit sich brachten. Viele Einzelheiten über neue Industrien wie eine Fabrik von elektrischen Spe zialartikeln in Haifa, Raffinerien in Haifa und Elat Textilfabriken, die grosse Export - Möglichkeiten eröffnen, die Entwicklung der Kupferminen im Negew usw werden aufgezählt, die ein Bild weiterer wirtschaftlicher Perspektiven bieten In diesem Zusammenhang wird auf die israelische Handelsschiffahrt hingewiesen. Ein neues 3.000 to grosses Frachtschiff, das zweite in israelischen Werften gebaute Schiff dieser Art. wurde im November des vergangenen Jahres der ZIM-Flotte eingereiht. Der Hafen von Blat wurde ausgebaut, von dem aus die israelischen Schiffe durch das Rote Meer zum Indischen Ozean fahren. Grosse Lagerhallten für Pottasche und Phosphate wurden dort eröffnet. 250.000 to Waren verlassen im Jahr den Hafen von Elat... Noch grössere Bedeutung kommt dem neuen Hafen von Ashdot zu, der südlich von Tel Aviv im Zitrusgebiet liegt. Auch von diesem Hafen aus werden Phosphate, Pottasche und andere Mineralien verschifft. Neben vielen anderen Wirt- , schaftszweigen finden wir ei- I nen Bericht über den steigenden Tourismus 1965 wurden alle bisherigen Rekorde geschlagen. Fast 300.000 Tou risten kamen 1965 in« Land, das sind 20 Prozent mehr als 3964. die etwa 600 Millionen Dollar im Lande verbrauchten. Unter den Touristen waren viele, die an internationaien Konferenzen in Israel teilnahmen, die mit ..Kreuzfahrten" »m Mittelmeer und als Pilger zu den Heiligen Stätten reisten. Hiermit wuchs auch das Hotelwesen. Im September wurde in Tel Aviv das Hilton Hotel eröffnet, das grösste Hotel im Mittleren Orient Hilton hat 446 Zimmer mit j Kühlluit-Anlagen, einen Saat | für 1.000 Personen, zwei Re- {staurants, einen Nachtklub. I mehr als 20 Geschäfte, eine Bar, vier private Ess-Säle usw. Die Eröffnung des Hilton Hotels, des 32. Hotels dieses Unternehmens, hat auch eine politisch - wirtschaftliche Bedeutung, weil die Eigentümer sich dem arabischen Boykott widersetzten und ihre Pläne trotz des auf sie ausgeübten Druk-; kes verwirklichten. Andere grosse Hotelunter- , nehmen in Israel planen die I Errichtung neuer, grosser Hotels, so Sheraton in Jeru-! Salem und Elat. — j Diese Beispiele dürften einen Einblick in die Dynamik des wirtschaftlichen Lebens in Israel bieten und den Beweis dafür erbringen, dass das ausländische Kapital der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Lande$ mit Vertrauen entgegensieht. 200 arabische Studenten und Drusen, sowie eine wachsende Zahl von Ausländern. Der akademische Lehrkörper umfasst 1.400 Mitglieder, unter 1 ihnen viele, die selbst Absolventen dieser Universität sind. Im Juni des letzten Jahres wurde ein neues Gebäude der Medizinischen Schule des Medizinischen Zentrums Hadassa der Hebräischen Universität eingeweiht. Jährlich graduieren 80 neue Aerzte dort, während sich durchschnittlich 500 Studenten für das 7 Jahre umfassende Studium eintragen Die Schule bietet ausser ihren 450 Laboratorien und sonstigen Einrichtungen die erforderlichen Installationen zur Ausbildung von 400 Zahnärzten, Apo thekern, Biologen usw. III. EtmcImhic swesen Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 219C 1? úq. nachm 16—l# Ohr Telefon; 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezi aiqeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DES. PINO 2262 T. E. 73-78*7 460 Millionen 1L sind im neuen Etat des Staates Israel j für das Erziehungswesen vorj gesehen, das sind nicht we i niger als 14 Prozent des ge- 1 samten Budgets. Das Ziel der Regierung ist auf die Angleichung der Erziehungsniveaus zwischen den neuen Einwanderern. vor allem aus den orientalischen Ländern, und der länger ansässigen Bevölkerung gerichtet. Da die Einwanderung aus orientalischen Ländern anhält, wir i diese Aufgabe, aber auch diese« Erfordernis im Interesse einer einheitlich ausgebilde ten und erzogenen Bevölkerung des Landes grösser Das Ansteigen der Schülerzahl machte den Bau neuer Schulen «•forderlich. Etwa 10.000 Lehrer müssen in den nächsten drei Jahren angestellt werden. Demzufolge müsse« auch die Lehrer. Seminare erweitert werden auf denen heute 5.000 Lehrer herangebildet werden. Die Zahl der Studierenden soll auf 9.000 Lehrer-Kandidaten erweitert werden. Bia 197« sollen 55 neue höhere Schulen gebaut werden. Die Finanzierung wird zu einem Teil durch ein Darlehen der Staatslotterie erfolgen. Etwa 10.700 Schüler haben sich 196« zum Abitur präsentiert, eine Steigerung um 100 Prozent (!) gegenüber den Meldungen vor nur drei Jah. ren. — Im April 1965 konnte die Hebräisch« Universität, das wichtigste Erziehungsinstituc Israels und der jüdischen Welt, ihr 40. Jubiläum begehen. Aul kleinsten Anfängen entwickelt, studieren heute zwölftausend Studenten an dieser Universität, in ihrer Mehrheit Israelis, aber auch (Nr Friseur ERICN JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76-5842 Confitería NIZA Servidos de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, «*q. CONDE 76-0286 73-1049 Ein besonderer Kursus wird in englischer Sprache für neute 70 Studenten aus Entwicklungsländern abgehalten. Diese Studenten kommen aus 20 verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern. Der Andrang zur Universität ist so gross, dass eine strenge Auslese gehalten werden muss. Nur ein Drittel der Aspiranten hat die Aufnahmeprüfung abgelegt. 3.750 Studenten befinden sich im ersten Lehrjahr Die Fakultät für Philosophie und Soziale Wissenschaften hält ihre Räume 13 Stunden täglich geöffnet, um allen der Besuch zu ermöglichen. Die Zahl der Studenten an den anderen Hochschulen in Israel ist ebenfalls beträchtlich. Am Technion studieren 4.300, an der Bar-Ilan-Universität 5.000 Studenten. Aus diesen Ziffern kann man das Bildungsstreben der israelischen Jugend erkennen. Viele der Studenten sind beruflich tätig, der genaue Prozentsatz ist nicht bekannt Viele arbeiten bereits als Lehrei und bilden sich in der Universität weiter, um akademische Grade zu erwerben oder neue Fächer lehren zu können. F*ür die künftige Entwicklung des Landes ist der akademische Nachwuchs von grösster Bedeutung, denn die Wissenschaft vergrössert das Land, findet Wasser, eröffnet neue Industrien, erhöht die Völksgesundheit und trägt 'dazu bei, aus einer Bevölkerung, die sich aus Menschen ganz verschiedener Länder Kulturen und Bildungsgrade zusammensetzt, ein neues, einheitliches Volk zu formen. — IV. Kultur Das Volk de« Buches war immer Träger einer hohen Menschheit» - Kultur. Seine Söhne haben zu allen Zeiten und in allen Ländern kulturelle Leistungen vollbracht, die von der Welt anerkannt wurden. Der Bildungsdurch JACOB LAPIDUS Jipi. Meliel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2637 4v B 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 NEUES TELEFON: 78-8784 Neonazis in Deutschland Bonn. — Dr. John Slawson, amtierender Vizepräsident des American Jewish Committee erklärte, von führenden Persönlichkeiten der jüdischen Gemeinden in Westdeutschland Intormationen erhalten zu haben, das« die antisemiUschen Ueberschriften in den neonazistischen Zeitungen „entschieden“ einer der Gründe für die Zunahme der heftigen antisemitischen Zwisehnfälle in der Bundesrepublik seien. Er erwähnte im besonderen die .Nationale und Soldaten-Zeitung“ als eines der Blätter. Dr. Slawson äusserte, er habe die deutschen Regierungsstellen ersuche dem Publikum zur Bekämpfung des wachsenden Nenazismus ein positives Programm zu bieten. Dies wäre seiner Meinung nach nicht nur das beste Mittel, um die wachsende Sorge im In- und Ausland zu verringern sondern auch der beste Beweis dafür. dass die deutsche Regierung das Wiederaufleben dieser Ideologie nicht zu dulden geneigt ist. (ITA) schnitt der jüdischen Bevölkerung in den europäischen Ländern der Moderne ist ebenso wie in Amerika ein hoher. Wenn man aber bedenkt, welche Rolle die Kultur oder das kulturelle Leben in Israel spielt, so muss man hiervon tief beeindruckt sein Wenn ein Land mit zwei und einer halben Million Eiinwohnern eine so grosse Anzahl von Schulen, Gymnasien, Univeristäten, technischen Ausbildungssfätten, Forschungsinstituten und sonstigen Lehr- und Lenzeinrichtungen hat, so wirkt das allein schon ohne weitere Kommentare übeizeugend. In Israel wird sehr schwer gearbeitet, besonders auf dem Lande. Aber der israelische Bauer ist kein „Bauer“ mit dem despektierlichen Nebensinn des Wortes eines ungebildeten, vielleicht des Lesens und Schreibens unkundigen Menschen In den landwirtschaftlichen Siedlungen leben Menschen hoher Bildung, grossen Wissens auf vielen Gebieten, eines beeindruckenden Bedürfnisses nach Lernen. In den kleinsten Kibbuzim und in den primitivsten Zimmern finden wir ein kleines Regal mit Bü ehern, ein Musikinstrument, eine Sammlung klassischer Schallplatten. In keinem bürgerlichen Haus fehlen die Werke der Weltliteratur. Theater, Musik, Kunst sind Lebenselemente der Israelis und dies in einem weit stärkeren Umfang, als dies bei den Juden in der Galut zutrifft. Eis ist kein Zufall, dass die grössten Konzerte der berühmtesten Künstler in einem weltverlorenen Kibbuz, in Ejn Geb, stattfinden. Auch das ist Israel! i Ich kenne kein Land, in welchem die Eröffnung eines , neuen Museums ein nationales Ereignis ersten Ranges ein Volksfeiertag sein könnte. In Israel war dies der Fall. als im vergangenen Jahr „das“ Museum eingeweiht wurde. Es war von der ersten Stunde an eine Art Volksheiligtum. Tausende Menschen strömten aus allen Teilen des Landes nach Jerusalem, um das Museum und seine Schätze zu sehen, aber keineswegs nur eine dünne Oberschicht von Intellektuellen, nein das Volk, Arme wie Reiche, Bauern, Arbeiter, kleine Geschäftsleute, Angestellte. Künstler, Studenten, Jugend, viel Jugend. Aber auch sie kamen schon: die yemenitischen Frauen in ihren orientalischen Gewändern, die noch einige Jahre zuvor nichts als die kleine Welt ihrer Angst kannten. Museum, Oper, Kunsthallen, Kleinkunst und Konzertsäle, ein eigenes Philharmonisches Orchester, die weltberühmte Habima, Bibliotheken, Volksbildungsstätten sind Lebenskomponenten Israels, dessen bildende Künstler, Maler, Bild, hauer usw. bereits einen eigenen Stil entwickelt haben Das hohe Bildungsniveau der Bevölkerung macht Israel so- LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece ios Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Arnoldo W. B. Swanenskv le izq. Pueyrredón 2190, T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien; $ 700— pro Jahr Ausl. $ 1.000,— Jährl. Zusagen zum natürlichen Tagungsort für internationale Konferenzen, wissenschaftliche Tagungen aller Art. künstlerische Wettbewerbe, Ausstellungen aller Art, usw Und noch eines: das ganze Volk vertieft sich in seine Geschichte, die in Wahrheit seine Gegenwart ist. Jeder Zoll Boden erinnert an die Vergangenheit. Die Bevölkerung Israels ist von einem einzigartigen archäologischen Eifer ergriffen. Jeder Mann, jede Frau, jedes Kind ist ein ein kleiner Archäologe. Aber das setzt auch Kenntnisse und Wissen voraus. Eis darf deswegen nicht überraschen, dass im Bericht des Presseamtes der Regierung anlässlich des 18. Unabhängigkeitstages auch ein Kapitel „Archäologie" beigefügt ist. — Das ist eben Israel... CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. BlumenfeW (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aíres. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES — FRACTURAS J. £. URIBURU 285 41 2331 — 2240 47.5875 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Dr. B, Schwartz ZAHNARZT E8TOMBA 2283 - 58-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 19lS — T. E. 58 4052 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. 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