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Jüdische Wochenschau · 1966-04-22 · 2164 (22.4.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2164 (22.4.1966)
Date
1966-04-22
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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'«*' - - 1 **.*>§> . ■. Vicrm«, 22 de Abril de 196Í ¿"fanf *t dort vor. Ahha^ *»n dreihgg. « hängenden paUst, Bflagerungsrruufr en unr unterdrückt ’}d,on- - Reisende, die lieh aus den OSSR zu. cehrten, berichteten von Interdriickung der üd. «i Zeitschrift „Stemm Biro-ßidschan erit. Ausserhalb des Puionsortes kann die vier i starke Zeitschrift, die ntlich drei Mai ert, in keinem anderen usslands erworben wer. wenigen Jahren noch man auch in Moskau, -ad und Kiew Exem- 'werben oder sich auf mg abonnieren Heues nicht mehr mögalle Bitten des Her-! in diesem Sinne mrückge wiesen. m ausländische De. mit jüdischen :m naön Russland sind ab und au > der Zeitung in ngsständen der Ho hen, in denen sie ien von Moskau verdas Verhalten der i damit zu fcegriin- 5 man die Zeitung en ihres „niedrigen unterdrücke. (ITA) Johann Strauss-„Jüdisch versippt“ Mit Plakaten an Wiener I.itfass-Säulen warb „Der Stürmer“ im Anschluss-Sommer 1938 in schlechtem Deutsch für eine dreiteilige „Stürmer“-Serie Das Antisemiten-Blatt feierte Johann Strauss: ,,Es gibt wohl kaum noch eine andere Musik, die so deutsch und so volksnah ist, als die des grossen Walzerkönngs“. Zur gleichen Zeit — Oesterreich war kaum dem Deutschen Reich einverleibt worden — durchforschten die Wiener Familien - Forscher Hans Bourcy und Hanns Jäger-Sunstenau die Ahnenreihe des Strauss-Klans. Sie machten eine für nationalsozialistische Kultur-Funktionäre besonders heikle Ent - deckung: Die Strauss-Musikanten von Johann Vater („Radetzky-Marsch“) über Johann Sohn („An der schönen blauen Donau“) bis Josef („Dorfschwalben aus Oesterreich“) waren jüdischer Abkunft. Bourcy meldete das Forschungsergebnis umgehend dem Wiener Gausippenamt, das wiederum das Reichssippenamt und die Reichsku: turkammer in Berlin verständigte. Und Reichspropa gandaminister Goebbels erkannte, dass er die populären Volksweisen unmöglich durch ministeriellen Ukas aus den Konzertsälen würde fernhalten können. Fazit: Goebbels erklärte den Strauss-Stasnmbaum zur „Geheimen Reichssache“, vergatterte die Strauss-Forscher zu Verschwiegenheit — und avisierte kurzerhand die Musikerfamilie. Ein Vierteljahrhundert danach brachte es Familienforscher Jäger-Sunstenau an den Tag. In einer Untersu chung hat er jetzt Strauss- Stammbaum und einschlägi ge Urkunden veröffentlicht „Wäre nun die Abstam. mung der Familie St raust damals publik geworden“, so Jäger-Sunstenau heute, „hätte das für den Musikbetrieb im .Dritten Reich“ eine Katastrophe bedeutet.“ Schlüssel-Urkunde für den Familienforscher ist die Ein tragung auf Seite 210 im Trauungsbuch Nr. 60 des Dompfarramtes St. Stephan zu Wien vom 1. Februar 1762 Der Vermerk belegt, dass des Walzerkönigs Urgrossvater Wolf Strauss, Ururgrossmutter Therese und Urgrossvater Johann Michael Strauss mosaischen Glaubens waren: „Der ehrbare Johann Mi chael Strauss, Bedienter bey titl. Excel], H. Feld-Marschail Grafen v- Roggendorf, ein getaufter Jud, ledig, zu Ofen gebürtig, des Wolf Strauss und Theresiae ux. beyden jüdisch abgelebten Eher Sohn Mit der Ehr- und Tugendsamen Rosalia Bschinin zu Gföll in U.Oe. gebürtig...“ Am 10. Oktober 1764 meldeten Johann Michael Strauss und Ehefrau Rosalia bei der Pfarre St. Leopold in der Wiener Leopoldstadt die Geburt eines Sohnes Franz Borgias — Grossvater des Walzerkönigs. nach braune»" Rassenlehre „Halbjude“ oder „Mischling 1. Grades“. Grossvater Franz Borgias pachtete als 39jähriger Kellner die Gastwirtschaft in der Flossgasse 7 und zahlte laut Notiz in den städtischen Steuerbüchern eine jährliche Gewerbesteuer von fünf Gul den. Seine Ehefrau, die Kutschers-Waise Barbara, gebo rene Dollmann starb 1811 an ISRAEL KA TALOG IP66 erschienen inan J. Holler BRIEFMARKEN Av. L. N. ALEM 33o T. E. 32.3180 (gegenüber der Hauptpost) schleichendem Fieber Franz Borgias. den häufiges Zapfen vom eigenen Schankhahn zu übermässigem Trinker, verleitet hatte, wurde vier Jahre später tot aus der blauen Donau gefischt. Sein Sohn Johann, am 14 März 1804 geboren, ging als Johann Strauss Vater in die Annalen der Musikgeschichte ein. Nach NS-Definition war er „Vierteljude “ oder „Mischling 2. Grades“. Johann Strauss Vater zeugte sechs eheliche und sieben uneheliche Kinder. Ehelicher Erstling war der spätere Walzerkönig, geboren am 25. Oktober 1825 Selbst nach nationalsozialistischer Bruchrechnung musste Johann Strauss als „deutschbliitig“ gelten denn „Achteljuden““ wurden nich* registriert. Gleichwohl schockierte es die NS-Kultur-Funktionäre. dass der Walzerkönig entfernt jüdischer Abstammung war. So liess Goebbels den Matrikelband samt Register der Pfarre St. Stephan nach Berlin holen und fotokopieren. Die Fotokopien brachten Reichssippenamts-Beamte an die Pfarre zurück. Der Originalband wurde im Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchiv unter Verschluss genommen. Allerdings: Die Schlüsselurkunde im Trauungsbuch Nr 60 von St. Stephan. aus dem die jüdische Abkunft der Musiker-Dvnastie hervorgeht, wie auch den Riickverweis im Register hinter dem Namen des Walzer königs auf die Seite 210 wo sich die Trauungs-Eintragung befand, waren in der Fotokopie gelöscht Und die ..Geheime Reichssache“ blieb vorerst wirklich geheim. Selbst Wiener Bürger, die von der sippenamtlichen Aktion erfuhren, schöpften keinen Verdacht Sie vermuteten die Urkunden-Manipulation hätte einem angeblich jüdischer Ahnherrn des Wiener Gauleiters Baldur von Schirach gegolten. (Aus dem „Spiegel“) —(Panamerikanische lind 1 ec [MIR Makkabiade Im Weizmann-Institut, Reehowot, Abteilung für Biodynamik, wurde eine Methode zur Regulierung des Bevölkerungszuwachses entwik kelt. Es handelt sich um ein Mittel namens Ergokorzin. das von Prof. Schelsnjak entdeckt wurde. An diesen Stu dien sind besonders afro asiatische Länder mit übermässiger Bevölkerungszunah me interessiert. Kürzlich fand in Israel ein Treffen der Aiesec. des internationalen Kongresses der Studenten für Nationalökonomie und Welthandel, statt Es nahmen 250 Delegierte aus 40 Ländern teil Israel cs* seit 1958 Mitglied dieser Organisation. In Jerusalem entstand eine israelo-afrikanische Freund. Schaftsvereinigung. Die Initiative zur Bildung einer solchen Gesellschaft kam von prominenten Israelis wie dem Oberrabbiner Olschan, den Schriftstellern Anda Amir und Chaim Hasas sowie eini gen gewesenen Botschaftern für die Länder Afrikas und Asiens. Für das laufende Jahr sieht die israelische Wassergesellschaft Mekorot eine beträchtliche Ausdehnung vor Sie hat gegenwärtig 4 500 Arbeiter in ihren Betrieben und einen Umsatz von 190 Mio iL Im vergangenen Jahr produ zierte sie 710 Mio m3 Wasser. Der Ingenieur M. Rebhun vom Technion Haifa entwickelte eine Methode zur Ersparnis von grossen Wassermengen aus den gereinigter. Abwässern. Sie können in der Landwirtschaft Anwen düng finden Diese Methode wird durch die Wassergesellschaft. Tahai zu Zwecken der Wasserversorgung im nördlichen Distrikt Anwendung finden. Das Studium der Farben und ihre Wirkung auf das menschliche Nervensystem betreibt die Medizinisch.-* Schule Hadassa der Hebräi sehen Universität. Die Forsc-hungsresultate wurden in einem Band „Probleme der dynamischen Neurologie- Fábrica Ropa de Cuero Gamuzado Cabra y Napa Sacos 7/8 - Trajes K. Zimmerspilz JUNIN 322 T E. 47-3761 OmaniMción Riegiier V ersiehervi n gen Bmé. MITRE 430, 3er. p. T. E. 33-5276 46-1037 46-1115 HELVETIA Cía. Suiza de Seguros contra Incendios AGENTES GENERALES PARA LA REPUBLICA ARGENTINA SIMMONDS & Cía. S.R.L. RECONQUISTA 358/66 — T. E- 46-0776 «6-0865 RADIO LEON REICHE AUSWAHL israelischer und jüdischer Schallplatten LAVALLE 2760 Tel. 87-8474 Casa „HARRY” FABRICACION DE ALHAJAS FINAS JOYERIA. RELOJERIA Y REGALOS GRAN SURTIDO EN RELOJES CU-CU H. ZIMMERSPITZ JUNIN 342 T. E. 48.7316 SERVICIO DE LUNCH CONFITERIA PA M PA 2447y T. E. 40 2 5 SERVICIO PARA FIESTAS durch Prof. Lipman-Halpern veröffentlicht. Der neue elektronische Zähler der Hebräischen Uni versität würd zu 50 verschiedenen wissenschaftliche* Forschungszwecken verwertdet. von meteorologischen Studien bis zur Analyse der hebräischen Sprache Dank diesem Apparat eröffnen sich den Studenten auf den verschiedenen Gebieten ganz neue Möglichkeiten. Ein umfangreiches Werk über „Christliche Reisen im Heiligen Land“ wurde kürzlich in Tel Aviv durch Dr. M. Isch-Schalom herausgegeben. Seine Studien umfassen 16 Jahrhunderte der christl» eben Pilgerfahrten und oringen 133 Zitate aus Werke-, von Eusebius bis Pierre Loti New York. — Die USA haben eine Einladung zur Teilnahme an den 6 Panamerikanischen Makkabi Spielen angenommen, die vom 23. bis 28. August in Sao Paulo (Brasilien) stattfinden sollen. | Wie das nordamerikanische Sportcomité in seiner Mitteilung betont, ist dies das erste Mal, dass Amerika sich an diesen Spielen betei ligt. Allerdings ist es nicht geplant, eine so grosse Mannschaft wie im vorigen Jahr nach Israel sondern nur 30 bis 40 Spieler zu entsenden. Inzwischen haben auch Perú, Argentinien, Brasilien, Bolivien, Kanada, Chile Mexiko, Paraguay, Uruguay und Venezuela ihre Teilnahme an den Spielen zugesagt. 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