Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2164 (22.4.1966)
- Date
- 1966-04-22
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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SEMANA ISRAELITA Ai* XXVII. — N* 3164 ir Archive berichten AROLSEN Zwanzigjähriges Bestehen •— 20 Millionen Hinweiskarten — 1,9 Millionen Anträge: das sind sehr wesentliche Charakteristika für den ,,ITS 1945—1965“-Bericht, den der Internationale Suchdienst (ISD auch ITS genannt, was International Traeing Service heisst) nunmehr der Oeffentlichkeit vorlegt. Noch einmal wird in kurzen Zügen daran erinnert, wie diese Einrichtung zustandekam und wie sie sich zu einem Ar - chiv des Grauen entwickelt hat. von Dr. E. G. Lowenthal Das ITS-Archiv besteht aus KZ-Listen und -Karteien, gültig für die Zeit 1933—1945. den Kriegsdokumenten fbetr. Ausländer in Deutschland) und den Nachkriegsdokumenten (betr. Displaced Per- 90ns, 1945—51). Die Gesichts punkte, nach denen das ITS- Archiv ausgearbeitet wird, ändern sich laufend. Die Hauptarten der Auskünfte beruhen auf Suchanträgen über den Verbleib Vermisster einerseits und, andererseits, auf aus den verschiedensten Erinnerungs-Briefmarke Eine besondere Abteilung des Verteidigungs-Ministeriums organisiert die Feierlichkeiten am Tage der Erinnerung, der dem Andenken an die Soldaten des Verteidigungs heeres Israels geweiht ist, welche im Kampf um die Befreiung gefallen sind. Das Gesetz bestimmt, dass der Tag der Erinnerung am Vorabend des Unabhängigkeitstages als Symbol der Not und des Schmerzes, die dem Sieg vorausgingen, begangen wird. An diesem Tage sind im ganzen Land alle Vergnü- B'.iinorccKitto., "•-^■-hlossen, und der Staatspräsident richtet über den Staatssender, Kol Israel, eine Botschaft an die Familien der Gefallenen. An diesem Tage finden auf den Militärfriedhöfen im ganzen Land offizielle Gedenkfeiern statt an de - nen Minister, Vertreter der städtischen Behörden, Repräsentanten der staatlichen Institutionen und andere Persönlichkeiten teilnehmen. Die Abteilung für das Andenken der im Kampf Gefallenen errichtet Denkmäler an den Stätten, an denen | die Schlachten im Befreiungskrieg ge- 0.40 ] fochten wurden. Das Verteidigungsmi nisterium hat den Bau von acht Monumenten beschlossen. Zwei hiervon sind schon fertiggestellt, während das dritte kurz vor seiner Vollendung steht. Das erste Denkmal erhebt sieh in Metzudat Yesha im Oberen Galiläa und erinnert an die Befreier dieser Region. Das zweite ist das Monument für die Befreier von Untergaliläa an der Kreuzung Afpla- Nazaret-Tiberiades, und das dritte wird am Kilometer lß auf der Jerusalemer Landstrasse gegenüber der hydraulischen Station von Saris errichtet, um das Andenken an die Kämpfer zu ehren, die den Weg nach Jerusalem öffneten. Das den Befreiern von Untergaliläa gewidmete Denkmal, dessen Abbild auf der Briefmarke zu sehen ist, die zum diesjährigen Tag der Erinnerung vom philatelischen Dienst Israels herausgegeben werden soll, erhebt sich auf einem Hügel und ist viele Kilometer im Umkreis sichtbar. Es versinnbildlicht den Kampf und den Sieg. Es ragt 12 Meter über den Sockel hinaus, der aus dem hellen Stein gemeisselt ist, welcher in den Steinbrüchen dieser Gegend gewonnen wird. Das Monument wurde von dem jerusalemer Architekten Dr. Asher Hiram entworfen. Gründen gestellten Anträgen auf Herstellung von Dokumentenauszügen aus den ITS-Akten; zu den wesentli chen Gründen gehören Nachweise für Haft, Gesundheitsschäden, Tod, für Rücker stattungs- und Lastenausgleichsansprüche, für Aus Wanderer, Einbürgerung u.a. In diesem Zusammenhang leistet der in zweiter Auflage erschienene, über 900 Seiten umfassende „Katalog der Lager und Gefängnisse in Deutschland und in den deutsch - besetzten Gebieten vom 1. September 1939 bis zum 8. Mai 1945“ wichtige Dienste. Ebne erweiterte Neuauflage ist in Vorbereitung; sämtliche ITS - Archivabtei . lungen sowie Fachhistoriker arbeiten daran mit. Der Höhepunkt der eingegangenen Anträge war im Jahre 1957 (mit 20.400) erreicht; nach einem Absiuken bis 1963 (auf 10.100) stieg die Zahl 1964 wieder auf 19.600. In dem Bericht wird auch auf die unermesslichen Schwierigkeiten der Identifizierung von Personen hingewiesen, deren Namen und Namensschreibweise unvollständig oder ungenau ange geben sind. Wie die Unterlagen, d. h. Akten KZ-Dokumente, Ge stapo-Listen, laufend ergänzt werden — eine mühselige Tätigkeit, wenn man bedenkt, dass die offizielle Anordnung zur Vernichtung aller Unterlagen beim Herannahen der alliierten Streitkräfte gegen Kriegsende fast ausnahmslos befolgt wurde, — geht aus dem neuesten Halbjahresbericht hervor, der für die Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 1965 gilt. Um nur die Herkunft solcher Materialien zu kennzeichnen — es ist nicht allein das Bundesarchiv in Koblenz, auch nicht nur ein Oberkreisdirektor in Westfalen oder ein Landeskriminalamt, die als Lieferanten genannt werden. Auch das „Comité International de Dachau“. das Staatliche Muse um in Auschwitz, das Informationsbüro des Niederländischen Roten Kreuzes (Haag), der Verband der antifaschistischen Kämpfer (Prag) haben beispielsweise ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG vun 16—18 Uhr I. t: 83 - 2613 ★ Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T E.; 80 - 6930 PUEYRREDON 2190 asq. Av. LAS HERAS bei den neuesten Ergänzungen des Arolsen-Materials mitgeholfen. MAIDANEK Im „Archivar“, dem vom Verein deutscher Archivare (Sitz Düsseldorf) herausgegebenen, vierteljährlich erscheinenden Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, befand sich kürzlich eine Ar chiv-Chronik aus Polen. Darin ist u. a. von den Akten des staatlichen Museums in — Maidanek die Rede; da heisst es wörtlich: „Das Konzentrationslager in Maidanek wurde als erstes am 22. Juli 1944 von der Roten Armee befreit. Die schriftlichen Unterlagen waren dort vorher verbrannt worden. Aber in Lublin fand sich in einem liegengebliebe nen Lastwagen wichtiges Material der Lagerverwal tung, vorwiegend aus den Jahren 1943/44. das nach Deutschland gebracht werden sollte. Der Fund enthielt Reste von Akten der Kommandantur, der politischen Abteilung mit Teilen von Ge fangeneniisten und Transportlisten, des Schutzhaftlagers mit Belegen über den Arbeitseinsatz, der Lagerverwaltung betreffend den Bau von Gaskammern und mit umfangreichen Listen über das den Gefangenen abge nommene Eigentum.“ Daneben werden in Maidanek Papiere a.ufbewahrt, die mehr oder weniger Bezug zu dem Lager haben: Unterlagen über die Magazine in Lublin, die im Rahmen des Einsatz - Kommandos Reinhardt das konfiszierte Eigentum der Juden verwalteten, Zeugnisse über die Organisation der Gefangenen im Lager sowie private Papiere von Gefangenen, darunter das Bruchstück eines Tagebuchs einer Jüdin aus dem Warschauer Ghetto und andere Erlebnisberichte. JERUSALEM In Jerusalem ist Anfang 1966 von der israelischen Archiwereinigung ein Führer durch die historischen Archive des Landes herausgegeben worden („Guide to the Archives in Israel“), bisher nur in hebräischer Sprache Aber dieser Kalatog wird dem des Iwrith Unkundigen dadurch ein wenig verständlich, dass stellenweise die Herkunftsnamen von Archivmaterialien in der Originalsprache, meist englisch oder deutsch, angegeben sind. So findet man manche Seiten voll von deutschen, polnischen und italienischen Ortsnamen und von Bezeichnungen israelischer Behörden und Gerichte sowie zionistischer Organisationen und Institute. Hoffentlich bleibt die Schaffung zumindest einer englischen Ausgabe kein schöner Traum. Die Welt soll und darf wissen, welche jüdisch - geschichtlich interessanten Materialien in den Archiven Israels aufbewahrt werden und der Forschung und wissenschaftlichen Aus- Wertung zugänglich sind. Neuesten Datums sind auch zwei Zusammenstellungen von Akten und Nachlasspapieren im Besitz des Israelischen Staatsarchivs (Direktor; Dr. Paul A. Alsberg, Jerusalem). Die eine Publikation stellt ein von Elie Mizrachi hergestelltes Verzeichnis von Briefen, Aufzeichnungen, Bildern und anderen Dokumenten aus dem Nachlass des englischen Staatsmannes Lord (Sir Herbert) Samuel (1870—1963) dar. Sie beziehen sich auf die Zeit des Ersten Weltkrieges, der Balfour-Deklaration, der Pariser Friedenskonferenz von 1919 und Samuels Amtszeit als erster britischer Hoher Kommissar im Palästina- Mandatsgebiet (1920—1925>, aber auch auf die 30er und 40er Jahre, in denen er im englischen Parlament und in aussgrparlamentarischen Kommissionen zum Palästina-Problem Stellung nahm. Auch die andere neuere Veröffentlichung des Staatsarchives, für deren Zusammenstellung Benzion Eshel verantwortlich ist, ist der Mandatszeit gewidmet. Die Liste (Titel: „Records of the Chief Secretary’s Office 1918—9251“, Part I) verzeichnet Akten der britischen Militär- und Zivilverwaltung in Palästina während der Perioden 1918—20 und 1920—25. Dabei spielen die Akten der Behörde des sogen. Chief se. cretary eine besondere Rolle; er war der oberste britische Verwaltungs - Beamte, durch dessen Amt die vielartige Tätigkeit der Mandats, regierung koordiniert wurde Plötzlich und unerwartet verliess uns mein treu, sorgender Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Grossvater, Herr Abraham Marburger im 76. Lebensjahr. In tiefer Trauer; HEDWIG MARBURGER, geh. EICHMANN LEO MARBURGER WOLFGANG und RUTH LEW, geb. MARBURGER PETER und FRAENZE WOLFF, geb. MARBURGER (Jerusalem) SILVIA und BEATRIZ W Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Buenos Aires, 20. April 1966 Moldes 1872, 5. B. Meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter. Grossmutter, Schwester, Tante und Schwaegerin, Frau ... , RosI Rohr geb.Feldstein hat uns nach schwerem, mit grosser Geduld er-: tragenem Leiden, für immer verlassen. Ihre Selbstlosigkeit, Liebe und Hilfsbereitschaft werden für uns unvergesslich bleiben. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen JULIO ROHR FELIX MARGULIES und Frau HELGA, geb. ROHR GABRIELA und RUTH, Enkelkinder Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. Buenos Aires, 19. April 1966 Ciudad de la Paz 1951. Wir haben in diesen Tagen unsere besonders wertvolle, aufopfernde Chawera, Frau Rosl Rohr zur letzten Ruhe getragen. Sie war uns stets ein leuchtendes Vorbild und wird eine grosse Lücke in unserem Kreise hinterlassen. WIZO CENTRAL-EUROPEO Juana Klepetar Regional Centro-Europeo Die Grabsteinsetzung meines geliebten Mannes Beno Hutschnecker s. L findet diesen Sonntag, 24. April, um 11 Uhr in Tablada statt. Manzana B, tablon 34. RUTH B. de HUTSCHNECKER LUA(«-(K*LERBER) Freitag, den 22. April 2. Ijar 17. Tag im Omer Sonnabend, den 23. April 3, Ijar Schabbat TASRIA — Schabbat M’ZORA Haftara 2. B. Könige, Kap. 7 — 18. Tag im Omer Sonntag, den 24. Aprh 4. Ijar Gedenken an die Gefallenen 19. Tag im Omer Montag, den 25. April 5. Ijar 18. Jom Haazmauth — Unabhängigkeitetag Israel 20. Tag im Omer Dienstag, den 26. April 8. Ijar 21. Tag im Omer Mittwoch, den 27. April 1- IjaT 22 Tag im Omer Donnerstag, den 28. April 8. Ijar 23 Tag im Omer Freitag, den 29. April 8- Ij*r 24. Tag im Omer Sonnabend, den 30. April 10. Ijar Schabbat ACHERE MOT — KEDOSCHIM Haftara Amos, Kap. 9 25. Tag im Omer