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Jüdische Wochenschau · 1966-04-22 · 2164 (22.4.1966) · p. [Seite 6]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2164 (22.4.1966)
Date
1966-04-22
Page
[Seite 6] (sequence 6)
Language
German, Spanish
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« — Vtomt*.?Z «Je Abril rie JP66 SEMANA ISRAELITA Añ# XXVII. _ N*1 zm Viri***' - I>ie Präge nach dem Gelingen der Einordnung von über einer Million Einwanderer in Israel ist akut. Heute Ist es bereits möglich, ein Fazit unter diesen Prozese su ziehen, denn die Einwan derung grösserer Massen ist bu ihrem Abschluss gekommen. Sollten sich nicht wider Erwarten doch noch einmal die Tore Sowjetrusslands vor den russischen Juden öff.ien. so ist im Laufe der nächsten Jahre lediglich mit einer individuellen Immigration aus den Wohlstandsländern des Westens zu rechnen: die Ein- I Wanderung nach Israel aus ■ den sogen. Notstandsländern ' hat sich erschöpft. Die überwiegende Anzahl der Menschen, die in den vergangenen 18 Jahren nach , von Herbert Freetíen schaltiiche iXnfer und last 20 Städte in Entwicklungs bez;rken wurden errichtet j Strassen gebaut. Häfen ge- : schaffen, Telefonnetze ge- 1 legt. Die Handelsflotte stietr j auf c-a. 1 Million To, und der ¡ Export von $ 28 m im Jahre 1949 auf $ 740 m in 1935 Die; junge Industrie beschäftigt bei einer Jahresproduktion von S 250 000 Millionen eine Viertelmillion Arbeiter. Hand in Hand mit der! wirtschaftlichen Integration! gingein revolutionärer Wandel in Erziehung und Sozial gestaltung. Entscheidend war die Einführung der allgemeinen Schulpflicht und zugleich die des kostenlosen . Grundschulunterrichtes, In mB •> . V -'IN H** **! i Ein Soldat der Jüdischen Brigade hisst die Fahne in einem Wüstenlager. Die Schaffung der Jüdischen Brigade wäh- , rend der letzten Etappen des Zweiten Weltkrieges gehorch- I te dem brennenden Wunsch der jüdischen Freiwilligen aus; Erez Israel, unter ihrer eigenen Fahne gegen die Nazis zu! Sümpfen. Wie Mosche Sharett sagte, wehte die Fahne ,,als j Standarte der Wiedervergeltung und als Symbol der wie dergeborenen Ehre unser ermordeten Brüder, die »ich nicht verteidigen konnten“. Israel einwanderten. kamen nicht aus zionistischen Mo. tiven. Sie kamen in der Mehrzahl, weil sie mussten, nicht weil sie wollten; weil sie gezwungen waren, ihre Heimatländer zu verlassen und Kein anderes Land als Israel bereit war sie aufzunehmen: 39 Prozent aus Osteuropa 3.1 Prozent aus Westeuropa. 23.9 Prozent aus Asien, 29.3 Prozent aas Afrika und 2.9 Prozent aus den Vereinigten Staaten und Latein amerika. Seit 1948, der Staategrün, ung. hat Israel — damals mit mer jüdischen Bevölkerung on 700 000 — 1H Million [euer Bürger absorbiert Die neisten kamen ohne Vermöen, ohne Besitz, ohne Beut. ohne Bildung und Ausladung. Und trotzdem sind ie ein integraler Bestandeil des israelischen Volkes «worden; sie naben ihr Zu. lause: die Uebergangslager ind aufgelöst; sie haben ihe Arbeit: es gibt nur 3.000 ir beite lose im Lande, die neisten von ihnen soziale l’aile. Einer Zahl von Einwändeern Heim und Arbeit zu verchaffen, die doppelt so gross st wie die einheimische Be- ’ölkerung, erfordert gewal. ige Entwicklungsprojekte in Landwirtschaft und Indutrie Bau und Siedlung in "’»’•■sport- und Kommunikaionsweseo. 600 landwirtden Entwicklungsbezirken, in denen viele der neuen Einwanderer konzentriert sind erstreckt sich der freie Un terricht auch auf die höheren Schulen. Tatsächlich wird dem Erziehungsbudget gleich nach dem für die Verteidigung, höchste Priorität zuteil. Fast eine halbe Million Kinder besuchen die Volksschulen mehr als 100000 die höheren Schulen, und 25.000 junge Leule die Universitäten und andere Hochschulen ln der älteren Generation der Immigranten wird das Analphabetentum nur lang sam zum Verschwinden gebracht: ihre Kinder jedoch haben bildungsmässig und kulturell die gleichen Chancen wie ihre Altersgenossen aus einsässigen Fami.ien In 60 Sprachkursen, meistens Internaten, können Erwachsene Hebräisch lernen Piir einzelne Berufe wie für Juristen, Lehrer und Aerzte gibt es besondere Sprachseminare. Studenten unter den Einwanderern wird mit sehr grosszügigen Darlehen geholfen. 50.000 registrierte Tragödien Dazu kommen die vielen die sich in inrer Siedlung, ihrem Arbeitsplatz. ihrem Dort nicht einleben konnten, und in die Grosstadt oder zumin. dest ins Zentrum des Landes stiebten _ die Entwicklungsbezirke liegen meistens an den Grenzen. Eine Art ..Binnenwanderung“ geht vor sich, die manchmal halbe Dörfer leer lässt und die Slums von Tel Aviv Haifa und Jerusalem nur noch dichter bevölkert. Allein im vergangenen Jahr baten 6 000 Familien von den Entwicklungsbezirken in die grossen Städte transferiert zu werden. r.ine solche Bewegung wirft natiir lieh die Einordnung der Betroffenen auf Jahre zurück. Dabei haben die Methoder der Aufnahme von Einwanderern sich seit der Masseneinwanderung in den ersten Staatejahren "adikal geändert: nicht mehr die Hütten der Uebergangslager erwarten sie. sondern fertige Wohnungen, manchmal kleine Häi.ser. in denen von Elektrizität und fliessendem Was. ser bis zu den notwendigsten Möbeln alles bereit steht — sogar ein Küchenvorrat der für eine Woche reicht. Natürlich gibt es „zwei Israelis- — aber nicht im Sinne von Veteranen und Neueinw'anderern; die Trennungslinie gent zwischen Arm und Reich hindurch aber das ist ja nicht allein für Israel charakteristisch, sondern findet sich noch viel ausgeprägter in anderen hö her entwickelten Staaten Es ist damit zu rechnen dass die jüdische Bevölkerung Israels bis zum Jahre 1970 die Zahl von 3 Millionen erreicht haben wird. Ein grosser Teil der „Neuen" wird aus den westlichen Ländern kommen Sie kommen nicht weil sie müssen, sondern weil sie siebte Israel angezogen fühlen Piir sie werden andere Massstäbe der Integration gelten, in erster Linie intéressante Arbeit und Lebensbedingungen, die denen ihrer Her kunftländer entsprechen Es wird sich um keine Masseneinwanderung handeln, nicht um Quantität sondern um qualitative, individuelle Immigration. Bei ihr wären die Methoden der Masseneinordnung fehl am Platz, man wird ihre Integrierung mit individuellen Mitteln betreiben müssen, und dazu gehört in erster Linie Israel für jene Menschen ... attraktiv zu machen. SàPîsÂil ” - pi € Dieses aus der Luft aufgenominene Bild von Massada zeigt den Umfang der dort vorgenommenen archäologischen Auegrabungen. Auf dem linken Abhang, etwa dreihundert Meter über dem Toten Meer, sieht man den dreistöckigen „hängenden Palast* des Königs Herodes. Hinter dein Felsen erkennt, man die Belagerungsmauer und die Feldlager der 10. Römischen Legion. Besuch in Breendonck Zeitung unterdrückt Vier-Tage-Marsch Alle diese Zahlen und Leistungen sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Schwierigkeiten und Rückschläge gab, dass Fehler gemacht wurden und dass für einzelne oft schwere Schicksalsschläge nicht ausblieben 50.000 Einwanderer haben das Land wieder verlassen... Tei Aviv — Mehr als 17 000 Personen brachen im Morgengrauen zum alljährlichen Vier-Tage-Marsch aus dem bei Te« Aviv gelegenen Hulda-Waid auf. Der Marsch führt oie ersten zwei Tage durch die Umgebung dieses Waldes, bevor der Zug sich am dritten Tage gen Jerusalem in Bewegung setzt. Am Vorabend des Ereignisses glich das Waldlager einem Jahrmarkt als die Teil nehmer eintrafen und ihre Zelte aufbauten Marschmusik und Ankündigungen schallten aus den Lautsnrechern, auch viele israelische Firmen hatten grosse Reklameschilder aufgestellt Das Zentralkommando der Armee, das den Wettbewerb organisiert, hatte Wanoer. Synagogen für die Morgen- und Abendgebete der Marschierenden bereit gestellt sowie fahrende Schusterwerkstätten, Feldküchen und motorisierte Unfallstationen. Ausser den Israelis nahmen verschiedene Mannschäften aus dem Ausland an dem Marsch teil, u. a. afrikanische Studenten, eine Gruppe von Mädchen aus Finnland und zwei wanderlusttjn Tür-pländer. Eine Gruppe von Pif lcmaten der USA- T> ft „atte sich ebenfalls angemeldet. (ITA) Wenn der Jüdische Weltkongress im Monat August seine Plenarversammlung in Brüssel abhalten wird, werden sich die Delegierten aus 40 bis 50 Ländern auch iach Breendonck begeben wo viele Tausende von Juden politischen Gegnern der Nazis und belgischen Widerstandskämpfern interniert und misshandelt wurden. Hier war das Transitlager für 25.000 belgische Juden bevor sie in die Todeslager deportiert wurden. Im Mai 1940 gab es in Belgien noch 90.000 Juden, hiervon etwa ein Drittel Flü htlinge aus Deutschland und Oesterreich. Als Belgien eingekreist war, gelang es noch einer Anzahl von Juden zu entkommen. Belgien hatte für die jüdischen Flüchtlinge aus Mitteleuropa Verständnis bewiesen, als dort 35.000 von ihnen die Niederlassung erhielten. Sie hatten Betriebe, Fabriken und Gej schäfte errichtet; zur Einord.! nung in Belgien war eine; Zentralstelle errichtet wor- | den. die te der Hauptsache j von der Regierung getragen wurde. Schon Mitte 1939 hatte Belgien 900 hilflose Flüchtlinge aufgenommen, die in Kuba nicht Einlass fanden, sondern nach Europa zurück geschickt worden waren. Als Belgien von den deutschen Truppen überannt wurde, er. hielt die Königinmutter Elisabeth die Zusicherung von den militärischen Führern dass die Juden nicht belästigt werden. Die Gestapo hielt sich jedoch nicht an diese Vereinbarung. Die jüdische Bevölkerung, soweit sie nicht flüchten konnte oder von belgischen Familien versteckt wurde, kam in die Lager von Breendonck und Malines. Nur 25.000 belgische Juden überlebten das Naziregime. In Malines wurde von der jüdischen Gemeinde Brüssel eine Gedenktafel angebracht. Das Lager Breendonck wird jedoch von der Regierung als ein Memento an die Zeit des Massenmordes intakt gehalten. Die Delegierten des Jüdischen Weltkongresses, deren Aufgabe es ist. die Rechte der Juden zu sichern, werden hier den Opfern ihren Tribut zollen. London. — Reisende, die ’ kürzlich aus den USSR zu- | rückkehrten, berichteten von der Unterdrückung der jiddischen Zeitschrift „Stern“ die in Biro-Bidschan erscheint. Ausserhalb des Publikationsortes kann die vier Seiten starke Zeitschrift, die wöchentlich drei Mal erscheint, in keinem anderen Teil Russlands erworben werden. Vor wenigen Jahren noch konnte man auch in Moskau. Leningrad und Kiew Exemplare erwerben oder sich auf die Zeitung abonnieren Heute ist dies nicht mehr möglich, und alle Bitten des Herausgebers in diesem Sinne wurden zurückgewiesen. Nur wenn ausländische Delegationen mit jüdischen Teilnehmern nach Russland kommen, sind ab und zu Exemplare der Zeitung in den Zeitungsständen der Ho tels zu sehen, in denen sie absteigen. Die Juden von Moskau versuchten, das Verhalten der Behörden damit zu begründen, dass man die Zeitung nur wegen ihres „niedrigen Niveaus“ unterdrücke. (ITA) En el año del sesquicentenario de la independencia argentina, del 18? aniversario de la proclamación del Estado de Israel, y de los 40 años de la creación de la Organización Sionista Femenina Argentina, saludamos al gobierno y al pueblo de Argentina y de Israel, y reiteramos nuestra decisién de seguir luchando por el elevamiento espiritual y la conservación de las tradiciones éticas y morales de la familie judeo-argentina. jet p» Ijtfass-S^ B®*?« mer peutfch gtiirn>eI ÜKíd-BIí güauss: noch ei» sc deut» ist, als d zerkünng Zur eterreich Deutsch« worden Wiener Hans Bi ger-Sun he des machte gjalistis päre t deckur fcanten (..Rad* johanr nen bi sei t-,I sterreic Abkunf Bouri schungf dem W das wie penaml turkam ständig kannte ren V< durch aus de fernha Fazit den St „Gehei vergatl scher z and ai Musik* Ein ' nach t scher *ÜC(

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