Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2159 (11.3.1966)
- Date
- 1966-03-11
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 11 de Marzo de 1966 SEMANA ISRAELITA Añ« XXVII. — N* 2159 Wandlungen im Orient (Schluss von Seite 1) Dollar, musste sich aber schliesslich mit einem Zehntel der erbetenen Hilfe abfinden. Die Friedenswilligkeit im Yemen war auch nicht zuletzt auf amerikani. sehen Druck zurückzuführen. Aber schon im letzten Dezember solte der entsprechende Rückzugsbefehl gegeben werden, der bisher nicht erteilt worden ist. Es sollen sogar zuverlässige Nachrichten vor liegen, dass Aegypten neue Waffenlieferungen in den Yemen vorgenommen habe... Wie bekannt, haben die Sowjets die im Yemen zum Einsatz gebrachten Waffen für die Aegypt-er geliefert. Jetzt sollen sich auch rotchinesische Emissäre im Süden Yemens eingeschaltet und Waffen angeboten haben. Peking beginnt sich ,,für die Berge an der Südpforte des Roten Meeres zu interessieren“, die man allgemein für einen „der Schlüssel der arabischen Welt“ hält... Wenn auch nicht im Vordergrund des Geschehens stehend, ist der Kampf um den Einfluss auf der arabischen Hlbinsel durch die Aktivität des Wüstenkönigs Faisal und durch die widerstreitenden Interessen der Grossmächte in eine neue Phase getreten. V Gegen hohle Phrasen Faisals Gegnershaft gegen Nasser wurde auch aus anderen Aeusserungen bekannt, die bisher wenig beachtet worden sind. Im Gegensatz zu seinem Vater, Ibn Saud und der Politik seines Bruders, der ihm auf dem Thron voranging, versucht Faisal die Errungenschaften der modernen Technik für seine Herrschaft nutzbar zu machen. Er owa* -, lichtet« ein staatliches Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80 6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. »erät Sie kostenlos and inverbindhct r>elm Kauf oder verkauf von BESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSEKN VIRREY DEI PINO £262 r E. 13-1887 Fernsehprogramm ein und förderte Kleinindustrien. Der tiefe Gegensatz zwischen Nasser und Faisal liegt aber in der Einstellung zur kommunistischen Welt. Im Grunde galt Nasser von jeher im Palast von Riad neben dem Kommunismus als eine der beiden grossen Gefahren. Die erste Gefahr versucht Faisal durch Arrangements mit Kairo zu neutralisieren, die zweite dagegen will er mit Stumpf und Stil ausrotten. Immer wieder warnen seine Zeitungen vor der kommunistischen Gefahr In einem Land, in dem die Glaubensrichtung der strengen Islamsekte der Wahabiten Staatsreligion ist, dürfte es selbstverständlich sein den Atheismus der Kommunisten als das Verdammenswerteste der Menschheit hinzustellen. Sondergerichte verfolgen jeden des Kommunismus Verdächtigen. Die riesigen Oelgewinne helfen dem Herrscher, seine wirtschaftlichen Aufbaupläne und gleichzeitig soziale Reformen zu verwirklichen Er meint: ,.Wir machen Sozialreformen. ohne dafür ein neues Programm des arabischen Sozialismus aufzustellen, das wie in anderen arabischen Ländern doch nur hohle Phrase ist und die Massen aufpeitscht, ohne wirklichen sozialen Fortschritt zu bringen " Für ihn ist Sozialismus gleich Feind sozialen Fortschritts und Nasser nichts weiter als ein pseudosozialistischer Usurpator. Am System der inneren Machtbalance zwischen Armee und Nationalgarde, auf die sich schon sein Vater, König Ibn Saud, und sein Bruder, König Saud, stützten, hat er nichts geändert. Einen Teil der Armeeoffiziere verdächtigt, man zwar hin und wider „Nasserecher Neigungen". die Nationalgarde dagegen gilt als absolut loyal. Aus solchen Erklärurigen ergibt sich eindeutig, dass Nasser selbst als Freund der Kommunisten ein ,,natürlieher“ Gegner Faisals ist, dessen sozialistische Deklarationen nichts w’eiter als hohle Phrasen in den Ohren des Wüstenkönigs sind. Nasser wird von Faisal als eine Gefahr angesehen, Offiziere mit ,, Nasse rschen Neigungen“ werden eliminiert. Die neue Front im arabischen Lager tritt mit der Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. É. 76 5842 JUDITH SCHENKOLEWSKI KCLTUSSTICKEREIEN Sehabbosdecker railifibeutel Käppchen Maz zot-Ta sehen Hand uno Maschkienstickerer von Bett- und risenwäsette Dr P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero» T. E /3 “) 155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76 0286 73-1049 fortschreitenden Entwicklung immer eindeutiger zu Tage. VI. Die Flüchtlinge Die Frage der arabischen Flüchtlinge ist bisher nicht von der offensichtlichen Wandlung der arabischen Politik erfasst worden. Das ergibt sich schon daraus, dass die UN-Vollversammlung ihre Beschlüsse über die Hilfe für die Flüchtlinge erneuert hat. Die UNRWA, die hierfür geschaffene besondere Hilfsorganisation der Vereinten Nationen kann ihre Arbeit fortsetzen. Die Flücht. linge werden auch jetzt noch ihr Lagerleben fortsetzen müssen, weil... Nasser es so will, und weil die arabischen Staaten ihm hierbei noch jegliche Unterstützung leisten. Ueber das Schicksal dieser Flüchtlinge schrieb kürzlich ein deutscher Journalist, der den Gazastreifen von Kairo aus besucht hat, u. a. folgendes: „An der Grenze zwischen der (ägyptischen) Sinaihalbinsel und dem i palästinensi. sehen) Gazastreifen steht ein Gedenkstein mit den Grenzen des alten Palästina. Darunter liest man in arabischen Lettern: „Wir wollen zurück!“ Nirgendwo sonst konserviert ein Volk Flüchtlingsschicksale Sb dauerhaft und so offensichtlich zum Nachteil der Betroffenen! Die Kairoer Regierung lädt gelegentlich Journalisten zu einer Besichtigungsfahrt in die Gazacamps. Für die ägyptischen Teilnehmer ist das in erster Linie willkommene Gelegenheit, für ihr wertloses Geld wertvolle Importe einzukaufen. Der Gazastreifen ist nicht nur eine riesige Flüchtlingskolonie, sondern aucn cier einzige noen nicht verstopfte Kanal für westliche Waren. Diesem Umstand verdankt ein ganzes Gewerbe seine Existenz. Schmuggel über die Zollgrenze und illegaler Strassenhandel in Kairo sind unerschöpfliche Verdienstquellen .. „Aegypten endet und Palästina“ beginnt bei dem Grenzstein, einer Wachhütte und einem Schlagbaum mitten in der Wüste. Von nun an ist Israel nah, und man meint, der Wind trüge manchmal Eukalvptusduft und das Aroma reifer Orangen herüber. „Bald hält der Bus vor dem ersten Flüchtlingscamp Im Nu umlagern ihn Hunderte schmutziger schreiender Kinder, und man unterscheidet nur ein Wort, verständlich in jeder Sprache: „Bakschisch". „Ein Agitator bringt sie gebieterisch zum Schweigen; er fragt einen kleinen Jun- JACOB LAPIDUS dipl, Mohel NEUE ADRESSE VIA.MONTE 2037 *c B 46-1716 und 655-0297 M0KEL N. PLAKSIN Superi 2719 r.E. 78-4784 u. 76.2312 Fliegender Friedensapostel Tel Aviv. — Abi Nathan kündigte an, dass er eine neue Flugreise zu unternehmen beabsichtigt. „Ich werde nach Rom, Paris London und New York fliegen, tefh werde Bertrand Russell in England, Sartre in Frankreich und viele andere Intellektuelle in der ganzen Welt aufsuchen und sie bitten, ihren Einfluss einzusetzen. damit die arabischen Länder mit uns in Friedensgespräche eintreten“ erklärte er. Inzwischen bat die internationale Hilton-Hotelgesellschaft Nathan in jeder Stadt, die er besuchen wird, unentgeltlich ein Zimmer mit Frühstück angeboten, und verschiedene Flugzeuggesellschaften machten sich erbötig, ihm Gratisflüge zur Verfügung zu stellen. In einer Zuschrift an die Zeitung „Dawar“ nannte David Ben G urion Nathans Vorhaben „eine mutige Tat von moralischer und politischer Tragweite“. (ITA) gen: „Wie alt bist du?“ Nach einiger Ueberlegung kommt die Antwort: „Fünf Jahre!“ — „Wo bist du geboren?“ Darauf blitzschnell „In Jaffa!“ Der Journalist bemerkt die Lüge, die den Kindern eingetrichtert wurde, denn wie kann der 5-Jährige in Jaffa geboren worden sein, wenn seine Eltern vor mehr als 17 Jahren die Stadt auf Befehl ihrer .Führer verlassen hatten. .. Heute leben allein im Gazastreifen iund 290.000 Flüchtlinge. Sie müssen seit 17 Jahren in Lagern hausen. Nur ihre Führer gelangten in den Nachbarstaaten zu Rang und Ehren. Einer der Ihren, Nasr Eddin en-Nashashibi, war jahrelang einer der Propagandisten des ägyptischen Diktators. „Die Araberstaaten tun nichts für die Ernährung der Flüchtlinge, nichts für ihre Ausbildung, nichts für ihre Eingliederung. Aegypten behauptet zwar jährlich 2,5 Millionen Pfund aufzubringen, aber gemeint ist damit wohl der Gegenwert militärischer und ziviler Verwaltung, Polizei und Geheimdienst im Gazastreifen. „Seit Mai 1950 gab die Weltflüchtlings - Organisati. On UNRWA 482.6 Millionen Dollar aus, allein im Jahre 1965 beläuft sich ihr Budget auf 37.033.000 Dollar. Die Flüchtlinge leben auf Kosten vor allem der USA. Sie würden sich teilweise gern in den Nachbarstaaten ansiedeln. Aber diese verhindern es, um das kasernierte Elend als Faustpfand des Hasses gegen Israel zu behalten. „Jetzt will der Exadvokat Shukeiri. Chef der „Palästinensischen Befreiungsfront", die Flüchtlinge sogar zu einer regulären Armee rekrutieren. Sie wird allerdings auf Tausende von Soldaten verzichten müssen: Flüchtlingsfunktionäre lassen unter anderem Gestorbene weiterleben um ihre Rationen zu kassieren... „Die westlichen Finanziers werden immer unwilliger und drängen auf eine politische Entscheidung über das Schicksal der Flüchtlinge. Sie kann nach Lage der Dinge nur Verzicht auf die Rückkehr und Verhandlungsbereitschaft mit Israel heissen. Dazu sind die Araber allerdings nach wie vor nicht bereit.“ VII. ...und Israel Dass Israel noch keine Veranlassung hat, in seiner Wachsamkeit nachzulassen, ist klar. Die letzten schweren Steuern, die von der Knes set auf Verlangen der Regierung beschlossen wurden, mussten in erster Linie aus den Notwendigkeiten der Verteidigung eingeführt werden. Wenn auch die Position Nassers erschüttert ist, und neue Kräfte in Erscheinung LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1* izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 700.— pro Jahr Ausl. $ 1.000c— jährl. Der Zitrus-Export Tel Aviv. — 15.500.000 Kisten von Zritrusfrüchten, die im Jahre 1966 exportiert werden, bedeuten für Israel eine Einnahme von ca. 80 Millionen Dollar. (ITA) treten, ist damit noch nicht gesagt, dass eine Entlastung an Israels Grenzen eintritt. Die königliche Front hat auch nicht auf eine antiisraelische Erklärung verzichten können. Bei dieser Lage kann Israel nur seine alte politische Linie verfolgen und seinen so oft bekundeten Willen wiederholen, mit seinen arabiseken Nachbarn zu einem modus vivendi auf der Basis einer von gegenseitigem Respekt getragenen Koexistenz zu gelangen. Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT ETSOMB A 2 2 8 3 T. E. 52.8214 RAYOS X P4RADENTOSE Vom Urlaub zurück Prov. Telefonnummer: 76 0281 BERNARD Ausführung 0 STERN saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I. Blumenfeld (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Bueno« Aires. UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES — FRACTURAS 41-2331 — 2240 47-5875 J. E. URIBURU 285 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMAHSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. fOSE HERN ANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Medio Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9433 u. 44-1542