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Jüdische Wochenschau · 1966-03-04 · 2158 (4.3.1966) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2158 (4.3.1966)
Date
1966-03-04
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Vlemea, 4 4t Man» de 1H66 SEMANA ISRAELITA Añ» XXVII. — N» 215« — 2 NEULAND MM GALML Wo vor kurzem die Strasse nach Adamit ins Nichts geführt hat, fängt jetzt eine neue Welt an: es war noch nicht lange her. dass der Wagen sich durch eine Staubwolke durchbiss, um den in kühnen Kurven gewundenen Weg nach dem vor sieben Jahren errichteten Kibbuz aufzusteigen, nicht weit von Naharia, neben Chanita im westlichen Oalil. Hier hatte im Jahre 1958 der KKL durch die sogenannte „Tigerschlucht“ ans den Felsen eine Strasse gehauen. War man einmal oben, so hatte man keine Wahl als den gleichen Weg zurückzufahren. Heute ist der Aufstieg nach Adamit asphaltiert, ohne damit etwa von seiner Wildheit verloren zu haben, und oben angelangt, kann man eine Auslandsreise machen — zumindest mit den Augen. Denn die jüngste Fortsetzung dieser Strasse führt über 17 km östlich hach Biranit an der libanesischen Grenze entlang. Jenseits der Grenzsteine weiden libanesische Hirten ihr Vieh, liegen ihre Dörfer, und nach kurzer Zeit taucht die libanesische Küste auf, geschmückt mit dem malerisehen Golf von Sur, dem alten phönizischen Tyros. Die Strasse in einer Breite von 15 m hat natürlich andere Funktionen als neugierigen Besuchern die Sehenswürdigkeiten unserer nördlichen Nachbarn zugänglich zu machen. Hier sind drei neue Dörfer im Entstehen: Sarid, ßhetula und Netua — Moschawim, die ihre Wirtschaft auf Obstanbau wie Pfirsiche, Aepfel, Birnen, Pflaumen, Aprikosen, ja sogar Kirschen basieren, unterstützt von Geflügelzucht und Gemüse. Die Zeiten sind vorbei da Chaluzim aus einem Nichts in der Wüste oder in den Bergen ihre Siedlungen schufen. Und wie hat sich das gewandelt; man könnte fast von „Chaluziuth de luxe" sprechen! Ein oder zwei Jahre bevor die Siedler erwartet werden, wird das Land vom KKL urbar gemacht, dann pflanzt die Siedlungsabteilung der Sochnuth die Obstplantagen und bearbeitet die Felder, das Wohnbauministerium errichtet Häuser — erst dann öffnen sich die Tore, und die Siedler kommen in bereits bestehende Wirtschaften, um die ersten Ernten einzubringen; nach den Berechnungen dürften sie bereits von HERBERT FREEDEN im ersten Stadium jeder Familie ein Monatseinkommen von 700 IL sichern. Jedes Haus besteht aus zweieinhalb bis drei Zimmern von insgesamt 65 Quadratmetern, hat Wasser und Elektrizität und kostet 20.000 IL. Um die Häuser herum ist je eine Fläche von 214 Dunam entsteint und für Gärten vorbereitet worden Die Menschen die im Sommer 1966 in diesen Dörfern erwartet werden, rekrutieren ach zum grössten Teil aus der zweiten Generation der million Kubikmeter Erde auszugraben; ein Fünftel der Strasse konnte nur mit Sprengstoff frei gelegt werden. Die Kosten der Urbarmachung in diesem Stück Israel sind gewaltig — im Durchschnitt 2.000— IL pro Dunam. Manche Felsen, die entfernt werden mussten, wiegen über neun Tonnen. „Die teuerste Bodenerschliessung ist immer noch billiger als jeder Kleinkrieg“ meint Herr Soloweit«chik und weist darauf hin, wie hier Stellungnahme Washingtons Washington. — Ein Sprecher des State Department weigerte sich, die Informationen der ägyptischen Presse zu kommentieren, wonach Nasser mit einem Präven tivkrieg gedroht haben soll, wenn Israel Atombomben herzustellen versuche. Der Spracher beschränkte sich nur darauf zu erklären, dass die USA sich der Herstellung von Atombomben in jedem Teile der Welt, also auch im Mittleren Orient, widersetzen würden. Die Vereinigten Staaten wären über die diesbezügliche Entwicklung in allen Ländern informiert. Es lägen keine Gründe zu der Annahme vor, dass irgend ein Land des Mittleren Orients versuchen wolle, Atombomben herzustellen. Der Sprecher fügte dem hinzu, dass die Sicherstellungen der Internationalen Atom-Energie- Kommission bereits einen Schritt zur Nichtverbreitung der Kernwaffen darstellten. Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, das3 eine Grup pe „wohlgesinnter“ Aegypter eingeladen worden sei, die USA zu besuchen. Diese Gruppe soll in Washington mit Präsident Johnson und Staatssekretär Dean Rusk Besprechungen pflegen. An ihrer Spitze wird Anwar Sadat, Präsident der Aegyptischen Nationalversammlung, stehen. (ITA) Galilsiedler, in der Mehrzahl Söhne von Einwanderern aus orientalischen Ländern, die keinen Platz in den Wirtschaften ihrer Väter finden, aber in der Nachbarschaft ihrer Familien bleiben und gleichfalls im Galil siedeln wollen. Die Grenzchaussee, die sioh durch die einstige Wildnis windet, ist in zwei Etappen gebaut worden. Mit den letzten sieben Kilometern begann man im September 1964, und achtzig Mann haben in zwei Schichten tagein, tagaus gearbeitet, um sie termingemäss fertig zu stellen, so erzählt Simcha Soloweitchick. der KKL-Mann. der verantwortlich für die Bodenerschliessung im nördlichen Teil des Landes ist. Sechs riesige nordamerikanisehe Raupenschlepper, zum ersten Mal in Israel eingesetzt, sowie 15 Kompressoren haben geholfen, eine Viertel- ALFREDO STERN MALERARBEITEN IMITACIONES DE MADERAS MANDONGO PATINADO Y HELADERAS Neue Adresse: VIDAL 1575 fast Ecke PINO Tel: 76—9088 Depósito: V. DE LA PLAZA 1779 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Tep pichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Den administrativen und wirtschaftlichen Mittelpunkt für die neuen Siedlungen bildet Biranit. Wo sich zu Zeiten Alexander Yanais eine Festung befand, steht heute eine Nachalsiedlung des Siedlerkorps der israelischen Armee. Die jungen Menschen, die dort Dienst versehen, gehören zwei Gruppen an — eine setzte sich aus Kindern aus Kibbuzim zusammen, und die andere wurde von arbeitender und studierender Jugend in den Städten gebildet. Bei der Einweihung der Siedlung im Dezember 1964, sagte ihnen Ministerpräsident Levi Eshkol: „Ihr reiht Eluch heute ein in den Zug der Pioniere des Landes, und eines Tages werdet ihr stolz sagen können „ich war unter den ersten, die nach Biranit kamen.“ Bisher sind im Biranitbezirk 3.000 Dunam urbar gemacht, Zufahrtsstrassen gelegt, fast eine Million Bäume gepflanzt worden. In ein paar Jahren werden die jungen Soldaten-Sied'er den Ort an „Zivilisten“ abgeben, und dann wird Biranit zum Zentrum für den Grenzbezirk ausgebaut werden, mit Schule, Kindergarten. Klinik, Kulturhaus, Speicherräumen, etc. Zwei Jahre nach dem Beginn des Galilprojekts sind die ersten Dörfer im Entstehen. Mehr als eine Million Dunam jener nördlichen Provinz, in der es zu biblischen Zeiten 200 blühende, jüdische Dörfer und Städte gab, sind noch unbevölkert und verödet. Von den wenigen Men. sehen, die dort leben, sind 92 Prozent Araber. Die Restaurierung Galiläas wird auch ihnen zugute kommen. Turismus Jerusalem. — Mehl als 40 Prozent aller Turisten, die bisher im laufenden Kalenderjahr ins Land kamen, waren Nichtjuden. IA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO I.N DEPEN Df ENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1» izq. - T.E. 83-2613 4. März 1966 12. Adar 5726 Rückkehr Abba Ebans London. — Abba Eban kehrte vor kurzem aus London nach Tel Aviv zurück nachdem er sich vier Tage lang in dieser Stadt aufgehalten hatte, die die letzte Etappe seiner ersten Reise als Aussenminister nach een USA, Kanada, Grossbritannien und Frankreich bildete Wie aus offiziellen Kreisen verlautet, soll diese Reise die Freundschaft zwischen Israel und den genannten Ländern bestätigt haben. Ueberall habe man Eban mit tielem Verständnis für Israels Probleme empfangen. Präsident Johnson soll ihm gesagt haben; „So lange ich Präsident bin, braucht Israel um seine Sicherheit nicht zu bangen.“ Lokale Experten in Angelegenheiten des Mittleren Orients bestätigten, dass die Reise des Aussenministers Eban grosses Aufsehen in den arabischen Ländern erregt habe. Die arabische Aufmerk, samkeit habe sich insbesondere auf Ebans Erklärung konzentriert, wonach die Möglichkeit bestehe, dass di3 USSR ihre erfolgreiche Vermittlungsaktion in Taschkent wie im indisch-pakistanischen Streit wiederhole. Die arabische Presse gibt der Annahme Ausdruck, dass Eban auf eine Initiative in ähnlichem Sinne für den Frieden im Mittleren Orient hoffe. Doch ein Rundfunksprecher in Kairo wies eine solche Perspektive als „unmöglich“ zurück, weil Sowjetrussland nicht mit einem Projekt einverstanden sein könne, das zum Zweck hätte, „die imperialistische Basis, die sich Israel nenne, für die Ewigkeit zu erhalten.“ Dagegen begriisste die libanesische Zeitung „Al Jaiat“ eine solche Möglichkeit und lobte Ebans „flexiblen Realismus“ Allerdings sc fügte die Zeitung hinzu, stütze sich Eban in seiner Eingebung auf den Umstand der ungleichmäßig verteilten Kräfte im Mittleren Osten weil die Westmächte und di<= Sowjets den Arabern Waffen liefern WATERMANN Das Haus der i Gesrhäi te mit d»r grössten Auswahl. SARMENTO II«7 T E 35 1033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvlrat« Eigene Werkstätten Zahlungserleichterunffen Zuvorkommende fach männische Bedienung ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS¬ GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO-DE ISRAEL VLAMONTE 550, 1, B — Bs. Aires, Rep. 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