Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2157 (25.2.1966)
- Date
- 1966-02-25
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 25 de Febrero de 1%6 SEMANA ISRAELITA Año XXVII. N* 2157 — a Juden in Rhodesien und Zambia Die unsichere Zukunft Rhodesiens hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf die kleinen und blühenden jüdischen Gemeinden gelenkt, die in diesem Land ebenso wie in dem benachbarten Zambia bestehen und in dem dem Jüdischen Weltkongress angeschlossenen Rat jüdischer Deputierter von Zentral afrika zusammengefasst sind. Zu Beginn der europäischen Einwanderung in diese ausgedehnten Gebiete, die zehnmal so gross wie England sind, wurden auch die ersten jüdischen Gemeinden gegründet, die von Bulawayo 1894 und die von Salisbury im Jahre 1895. Zur Jahrhundertwende gab es etwa 400 Juden in ganz Rhodesien. Heute zählt die rhodesische Gemeinde 6.000 und die Zambias rund 900 Seelen. Die meisten Juden Zentralafrikas stammen aus Osteuropa. Es gibt unter ihnen auch Juden aus England, Sefardim aus Rhodos und Juden aus Deutschland. Als im Jahre 1933 Hitler die Macht an sich riss, retteten sich viele Juden hierher, und nach Kriegsende kamen Ueberlebende aus den DP-Lagern zu ihren schon hier ansässigen Verwandten. Nach 1948 trafen auch viele Einwanderer am Südafrika ein, als die Nationalisten dort die Regierung übernahmen. Doch als sich kurz darauf die Verhältnisse wieder stabilisierten, kam auch diese Einwanderung wieder zum Stillstand. Die Juden Rhodesiens und Zambias sind in der Mehrzahl Kaufleute und Industrielle. Unter ihnen gibt es viele kleine Geschäftsleute. Doch auch in anderen Berufen findet man. Juden, so in Landwirtschaft und Bergbau, wie auch in der Regierung und in städtischen Diensten. Ihre wirtschaftliche Lage ist im allgemeinen zufriedenstellend, wenn auch die Krise Export Tel Aviv. — Israel ist heute nach Italien der grösste Exporteur von Frucht- und Gemüsesäften nach Deutschland. Der Exportwert dieser Produkte war im' Jahre 1963 3,5 Millionen Dollar, im Jahre 1964 3,75 Millionen Dollar Bestimmungen des Jugendun-d erreichte in der ersten Hälfte des Jahres 1965 bereits 2,07 Millionen Dollar. in der Bauindustrie und den mit dieser verbundenen Geschäftszweigen die Abwanderung vieler Architekten und Bauangestellter zur Folge hatte. Trotz der Kleinheit der Gemeinden und ihrer durch die enormen Distanzen bedingten Trennung, florieren die gemeindlichen Institutionen. Ihre Repräsentanz ist der Rat jüdischer Deputierter von Zentralafrika, der Sophie Tucker gestorben New York. — An einer Lungenentzündung verstarb in New York die bekannte Schauspielerin und Theaterdirektorin Sophie Tucker in ihrem 79. Lebensjahr. Während ihrer glänzenden Laufbahn setzte sie sich unermüdlich für jüdische Aufgaben ein und war eine ständige Mitarbeiterin für die Aufbringung von Mitteln für jüdische Fonds. Aus Russland stammend, erhielt sie ihre Erziehung in den USA. Sie erlangte schnell Ruhm als Sängerin und Schauspielerin Sie beteiligte sich an der Gründung vieler Schulen, vor allem in Israel. 1943 gegründet wurde und dem alle jüdischen Organisationen, Institutionen und Gemeinden von Rhodesien und Zambia angehören. Dieser Verband geniesst als Sprecher der jüdischen Gemeinschaft die Anerkennung der Regierung. Er hält alle zwei Jahre seinen Kongress ab. Sein Sitz ist in Bulawayo. und er besitzt in Salisbury und Lusaka regionale Kommissionen. Die Gemeinden, die ihre eigenen religiösen, sozialen und wohltätigen Institutionen unterhalten, gehören auch der Zionistischen Organisation von Zentralafrika an. Die bedeutendsten Gemeinden von Salisbury und Bulawayo haben ihre festen Rabbiner, Kantoren und Schochtim. Sie unterhalten den Kontakt mit den entfernten Gemeinden durch Reisen ihrer Seelsorger und ständige Besuche von Repräsentanten des Rates jüdischer Deputierter und zionistischer Funktionäre. Ausser den Juden in Bulawayo und Salisbury besitzt keine Gemeinde einen Scho- ALFREDO STERN MALERARBEITEN IMITACIONES DE MADERAS MANDONGO PATINADO Y HELADERAS Neue Adresse: VIDAL 1575 fast Ecke PINO Tel: 7G—9088 Depósito: V. DE LA PLAZA 1779 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza chet. Aus diesem Grunde ist das Problem der Kaschrut im jüdischen Leben in den Hintergrund getreten. Ein weiteres Problem liegt in dem Umstand, dass in den beiden Territorien nur ein jüdischer Arzt lebt, der qualifiziert ist als Mohei tätig zu sein. Da oft eine sehr kleine Gemeinde die Kosten für seine Dienste oder die eines anderen jüdischen Arztes, der die Gebete bei einer Brismila sprechen könnte, nicht zu bezahlen imstande ist. so wird oft ein nichtjüdischer Arzt zur Beschneidung gerufen. Es ist nicht leicht, die Mischehen statistisch zu erfassen. Bei einer kiirzlichen Zählung in entlegenen Gemeinden wurden unter insgesamt 241 Heiraten etwa 35 solcher Ehen festgestellt. In dieser Ziffer ist nioht burücksichtigt, dass in vielen Fällen der nicht jüdische Ehepartner den Wunsch hatte zum Judentum überzutreten, was nicht immer möglich war, da der entsprechende Unterricht nicht erteilt werden konnte. Was das Schulwesen betrifft, so sind die meisten aschkenasischen Gemeinden dem Ausschuss für jüdische Erziehung Südafrikas angeschlossen, dessen Inspektoren jährlich die Anstalten besuchen, um festzustellen, in welchem Mass diese nach den Instruktionen des Ausschusses geführt werden. In Bulawayo und Salisbury gibt es jüdische Integralschulen mit respektive 160 und 100 Schülern. Die Jugendverbände „Habonim“ und „Betar“ üben eine grosse Anziehungskraft auf junge Menschen aus, deren Interesse allerdings zu erlahmen scheint, wenn sie erwachsen werden. Da in den Schulen Rhodesiens von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr mittags Unterricht er- 1966 30 Jahre CARLTON- Kleidunrg In diesem Jahre feiert CARL- Ton dieses besondere Jubiläum. Ein besonderer Grund, Höchstleistungen in Qualität und Preis zu bieten. Es beginnt mit einem Sonderverkauf 30 Prozent Rabatt auf alle Fertigkleidung wie Anzüge aus Therylene, leichte Sáceos, Sportsaccos. Regenmäntel, Gabardin-Mäntel, Win. termäntel, Hosen aller Art. 10 Punktkleidung (Spezialanfertigung unter Berücksichtigung von Son der wünschen). Bekleidungs - Kredite bis zu 60.000 durch Crédito Ballester, bis zu 300.000.— durch ,,Club de compra“ ln 5 oder 10 Raten, für Einzelpersonen oder Betriebe. 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In den grossen Gemeinden arbeiten wohltätige Institutionen, von denen einige schon seit Jahrzehnten bestehen. In Bulawayo wie in Salisbury gibt es auch Kreditvereine. In den kleineren Gemeinden sind besondere Kommissionen tätig, die die sich bietenden sozialen Probleme zu lösen trachten. Alle jüdischen Gemeinden leisten grosszügige Beiträge zur Einheitskampagne. Viele ihrer Mitglieder haben Israel besucht, und einige junge Menschen sind nach Israel ausgewandert. Andere haben in Israel Ausbildungskurse besucht und blieben ein halbes oder ein ganzes Jahr dort, um nach ihrer Rückkehr durch ihre Berichte auch Kameraden für den jüdischen Staat zu begeistern. Die Juden Rhodesiens und Zambias gehen völlig im allgemeinen Leben der Bewohner dieser Länder auf und üben verantwortliche Funktionen in Verwaltung und Politik aus. Einige Juden waren Staatsminister, andere hohe städtische Beamte. Heute gibt es vier Juden in der Nationalversammlung Rhodesiens und einen Juden im Parlament Zambias. Die Zahl der Juden in den zentralafrikanischen Gemeinden ist zwar gering und sie leben weit entfernt von den Zentren jüdischer Aktivität, aber ihr Interesse an den jüdischen Ereignissen in der Welt ist deswegen nicht we- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1» izq. - T.E. 83-2613 25. Februar 1966 5. Adar 5726 CHRISTLICHE MISSION IN ISRAEL Zürich. — Die Betätigung christlicher Missionäre in Israel war erneut Gegenstand von Kritiken auf einer Tagung, die in Zürich von streng religiösen Kreisen abgehalten wurden In einem unter den Teilnehmern verteilten Rundschreiben wurde auf die ,,grossen Erfolge“ der Christen — Katholiken und Protestanten — während der letzten Jahre in Israel; hingewiesen und versichert, j dass die ..Zahl der 1965 ge- ' tauften Juden grösser als je j . vorher war“. ,,Der Augenblick ist gekommen, möglichst viele jüdische Kinder aus den Händen der Missionare zu retten“, erklärte Rabbiner Pels aus Luzern. Rabbiner Leo Adler aus Basel lenkte die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die Gefahr einer religiösen Spaltung der jüdi sehen Gemeinde und verlangte, dass die Ausbreitung der christlichen Missionstätigkeit in Israel verhindert werden müsse. Rabbiner Jungermann aus Tel Aviv berichtete, dass ln Israel 1.300 christliche Missionare wirken von denen 400 getaufte Juden sind Di« Missionare, so fügte er hinzu, betätigen sich auf allen Gebieten „als Rechtsanwälte, Aerzte, und selbst als Hebräischlehrer für die Neuan. kömmlinge“. — „Der Kampf des religiösen Judentums richtet sich nicht gegen den christlichen Glauben so versicherte Rabbiner Jungermann, aber das Christentum muss die Juden in Frieden lassen, die jetzt nach zweitausend Jahren endlich ihr Vaterland gefunden haben.“ niger lebhaft. Der Rat jüdischer Deputierter vollzog seinen Anschluss an den Jüdischen Weltkongress im Jahre 1952 und war seither auf allen Plenarsitzungen seiner Exekutive und seinen Generalversammlungen vertreten. Ihrerseits haben Dr. Nachum Goldmann, A. L. Easterman und Dr. Maurice L. Perlzweig im Namen des JWK Zentralafrika besucht und auf diese Weise die Bande zwischen den dortigen Gemeinden und dem Weltkongress noch enger gestalten können. MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Gesehäl te mit der grösste» Auswahl. SARGENTO 1147 T. E. 35 1033 CABILDO 2614 PAMPA^ 4979 fast Ecke Trianvfrat« Eigene Werkstätten Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS¬ GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550,1, B — Bs. Aires, Rep. Argentina ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNDEN: im FEBRUAR DIENSTAG und MITTWOCH von 15—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 * Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E. 80 - 6930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS