Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2151 (14.1.1966)
- Date
- 1966-01-14
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viernes, 14 de Enero de 1966 SEMANA ISRAELITA Ario XXVII. — Nf 2151 — 7 J“J" h«S, '"Wk ¿Sñ&Sí ».,,>»■>«."’2* rwl^n Ofin ^Knet, Mar- Nhrt^^ten "Bit <¡ew S“* «e 1 VOn »biS* n einem ™ ' se*®- fugend Ohor finni- S*1!?*¡¡r Y 'i ^fenCS ämmdieast: wunsc1'- sowie Trau KL"* »21 Jeder Gelegenheit. 15«* »m* Nummern aufjng».; Sra, Weinstein I w 'Äascher ™' Wertheimer Sekretariat. Sekretariat i Pearsan auf sein« mg mit Dr. grnst D; ’> deffl Präsidenten sehen Atomenergie. )n> *r geäußert 1 ,,sicfi einem kleikeine grossen Proder Herstellung aiombe bieten. Me iwierigkeif liegt in i. Wenn man erst Besitz des Gehörn» s Reaktors für i wecke ist, dann cht mehr albu ombomben zu later Beginn ist der berichtet, dass raelische Vize-Preer Abba Eben al» ■klärt habe, Israel ht an der Herstel- Atombombe. Daerkt der Berichteras londoner Büro jsche Pbrschungen usgesagt, dass Isim Jahre 1968 imi dürfte, eine Pluibe zu fabrizieren ¡wei dieser Bomben hersteilen können rweismg hi wtlles n/n 500»-" U li 350.— m/ n 700,— weitete Ethoetf "*** ff ¿osteo verbe- Ein neues Touristenzentrum neebte l-Läfl) Zahlung Ate in der Knesset über Arbeit und Pläne des Wohnbau-Ministeriums berichtet wurde, nannte man unter den Orten, dere- Entwicklung besonders erwünscht und aussichtsreich ist. als ersten Mizpe Ramon. Dieses junge jt-idtchen ist durch seine landschaftlich einzigartige Lage mitten im Negew oberhalb des Felsabhangs am R,amon-'Mörser” besonders interessant. Von den in Mizpe Ramon bisher errichteten 800 Wohnungen stehen 210 vorläufig noch leer, während andere Ent Wicklungsstädte wie Dimona und Jerucham überfüllt sind. In Mizpe Ramon fehlte es bisher an Initiative und daher an Beschäftigung für die Bewohner des Ortes. 60 Wohnungen wurden provisorisch Arbeitern zur Verfügung gestellt. die noch nicht geheiratet haben. Andere Junggesellen wurden in der Jugendherberge des Ortes untergebracht. Ueber 30o Arbeiter, die in der Ramon- Talsenke, dem ..Machbesch Ramon“, beschäftigt sind, werden täglich mit Autos hingebracht. Die Neueinwanderer scheuen vor der schweren Arbeit in den Bergwerken und beim Bau zurück, obwohl sie sehr gut bezahlt ist. "c Leute sind mit Notstandsarbeiten beschäftigt. Bin Grossteil der Bevölkerung arbeitet in den Cbarasit - wechol-sach - Werken, aber die Existenz des Ortes hängt davon ab, dass Beschäftigungsquellen in Ent- Wieklungsbetrieben dieses Distriktes erschlossen werden Von den 300 Angestellten der Transportgesellschaft Mifale Tovala wohnen die meisten in Beer Schewa, Dimona Mizpe Ramon und Colat. Im Fünfjahresplan des Entwicklungs - Ministeriums für den südlichen Negew, der im Jahre 1969 veröffentlicht wurde, also jetzt erfüllt sein sollte, heisst es über Mizpe Ramon: ,,Es gibt in Mizpe Ramon eine kleine Siedlung, aber noch keinen Entwicklungs - Grundplan für die Gründung der Stadt Die zuständigen Aemter nehmen momentan an. dass der Grundplan eine Stadt von 25.000 Seelen vorsehen wird. Von den 20,2 Millionen Dunam des Landes liegen mit 11,5 Millionen Dunam 67% de® Staatsgebietes im südlichen Negew, und nur 8,7 Millionen Dunam, das sind 43 % des Staatsgebietes, liegen nördlich der Linie, die vom Meer nach Beer s hewa und dann zum Strand de? Toten Meere® verläuft. Etwa ■in ider Mitte diese® Gebiete® liegt' Mizpe Ramon. Vor fünf Jahren lebten im Negew i ■nuf S% der Bevölkerung, im südlichen Negew sogar nur j 0,7 Prozent. Es gab damals; nur eine Seele pro qkm im ■ Süden, dagegen 230 Seelen pro qkm nördlich der Tei lungslinie. Die Lage hat sich inzwischen etwas gebessert, und jetzt ist die Bevölkerungsdichte im südliche« Negew 9 Seelen pro qkm. Im restlichen Teil des Lande« 275 und im Gesamtbiiek ftlp das ganze Staatsgebiet 124 Seelen pro qkm. So konnte der Fünf jahresplan über dl® Besiedlung des Negew ungefähr ein gehalten werden VIELVERSPRECHENDE INITIATIVE Mit Regierungs-Initiative und Entwicklungs -Geldern wurde oberhalb der Felswand des Ramon-Talkessels ein architektonisch interessantes. Restaurant und Ausflügler Zentrum errichtet und im Januar 1962 eingeweiht Seither gab es aber, abgesehen vom Bau der Jugendr.eruerge, keinen Fortschritt für die Förderung des Fremdenverkehrs. Jetzt erst hat sich eine aoäiweteer-israeiiscrij Partnerschaft der Entwicklung von Mizpe Ramon angenommen. die dort etwa eine Million IL invAäÜ*r*e Die Gruppe besteht aus Do Raanani, dem Direktor der akkoer Fabrik „Kai Kar“ die Isolierplatten als Baumaterial lierst.;llt und dem 7«rcher Kapitalisier Piol. (für klassische Sprachen und : Philosophie, bis 194> an der; Berner Universität) jr. Waij ter Wili. der Präsüicnt der; .Interbuilding“ a G. Vizepräsident der Montim - Verwalt ungsgesellsch;) ft. beid e in Hergiswil. Schweiz leniei Präsident der Investment Bank, Zürich, der Interwond A. G. für ökonomische Werkstoffe, der Bois Homogene S. A. St. Maurice, und der Thesaurus Mundi AG. Lugano, ist, also ein Unternehmer internationalen Formats. Vor allem erwarb diese Partnerschaft von der Regierung das Ausflügler-Restaurant „Nabatean Inn“ und ein entsprechend Gelände für die Errichtung eines grossen Hotels, das mit fünfzig Appartements im Stil der modernen Motels nach den Plänen der Norma-AG gebaut werden wird Für die Wände der Pavillons werden sogen Sandwicnplatten verwendet, die aus zwei dünnen Eisenbetonplatten mit Kalkar-Fiillung bestehen. Für die Durchführung des Projektes wurde die Norma Motels (Israels) Ltd. gegründet, die später noch zwei weitere Motel? in anderen Gegenden des Lande® bauen will, die sich als Fremdenverkehrs - Zentren eignen Dieses Motel und der neue frische Geist, der durch den Besiuzwöchwi der „Nebatean Inn“ Sr, Mitzp. Ramon einzieht, wird dieser, exponiert .legenden Ort mittwegs zwischen Beer Schewa und Etat zu dem Auslliigler- und Touristenzentrum entwickeln, als das er von ’ornherein geplant war. Die Strassen und Häuser von Mizpe Ramon machen heute bereits städtischen Eindruck e® gibt eine schöne Synagoge und der unter dem Nabatäer-Restaurant liegende gewaltige Talkessel oietet nicht nur ein heroisches Panorama, sondern in seiner ausserordentlichen gef'log.sch:n Formation fand man auch höchst seltene Versteinerungen von vorsintflutlichen Tiere und pflanzen. Es wird angenommen, dass dieser riesig« Talkssei eine Durchgangsstation aut dem Wiiritnwege der Kinder Israels nach dem Auszug aus Aegypten gewesen sei. MEIR FA ERBER Portraet der Woche Ku KIux Klan im Rampenlicht Der Selbstmord des jüdischen Ku Klux Klan-Häupt- I lings Daniel Burros hat die ' Zwielichtigkeit dieser Ge-! heimorganisation noch erheblich verstärkt. Die An- Î nähme liegt nahe, dass eis sich um einen Selbstmord unter Druck der Klan-Lei-; tnng handelt, die einen j Mann nicht mehr in ihren Reihen zu dulden vermach-; te, der sich als Jude bekannt hatte. Welche Gründe Burj ros letztlich bewogen, siel) ’ dieser Organisation von Winkelmännern anzuschlies-! sen, ob es wieder einmal ein eklatanter Fall von jü-1 dischem Selbsthass war, oder ‘ ob Burros geistesgestört war da. wird jetzt wohl nur noch , schwer zu klären sein. j Nordamerika, und die Welt j hatten .jedenfalls ihre Sen- ■ sation, als sich Burros. der Hauptorganisator des Klans, : vor dem Untersuchungs-1 Ausschuss des amerikani-; sehen Parlaments als Jude| deklarierte. Bfbehauptete j in seiner Aussage, sieben i Wochen vor seiner Veniehi mung auf diesen Posten berufen worden zu sein, offensichtlich wegen seiner bei anderen rechtsradikalen Organisationen bewiesenen Fii higkeiten. Er war sogar eine Zeitlang Generalsekretär der amerikanischen Nazi-Partei! Aus den unter seinem Nimen veröffentlichten Pamphleten geben folgende Blütenlesen Aufschluss über die Geisteshaltung dieses unseres ..Glaubensgenossen“: „Israel ist eines der Ghetti, von denen aus der Aolyp des internationalen Judentums seine gefährlichen Greifarme ausstreckt. Israel muss untergehen“. In seiner Zeitschrift „Free American“ befürwortet« Burros ganz offen Völkermord als das geeignetste Mittel um mit den Neger- und Judenproblemen fertig zu werden: „Wir müssen die Welt sicher machen für blondhaarige, blauäugige Kinder und sie vor jeder Befleckung durch niehtweisses Blut bewahren.“ Blick in die Welt von HARQLt SCHWftRCZ SALAH BITAR, einer der Gründer der arabisch-sozialistischen Baabh-Partei, übernahm die Ministerpräsident- 1 schaft Syriens. — I ALEXEI KOSYGIN, der russische Premierminister,! führte den Vorsitz auf der Friedenskonferenz in Taschkent, j an der Shastri und Ayub Khan, die Ministerpräsidenten Indiens und Pakistans teiluahmen. — PRAESIDENT SUKAR.NO rief erstmalig nach dem ge. scheiterten Staatsstreich in Indonesien sein Kabinett zusammen. — PAPST PAUL VI. forderte die Welt wiederholte Male bei Jahresbeginn auf, für den Frieden zu beten. — IM AFRIKANISCHEN Staat Obervolta wurde der Präsident Maurice Yameogo gewaltsam abgesetzt, weil er das Land angeblich dem Roten China ausliefern wollte. — PRESIDENT JOHNSON hielt es für richtig, auch Nasser durch seinen Sonderbotschafter Harriman besuchen zu lassen. — Dr. KONRAD ADENAUER, der erste deutsche Bundeskanzler wurde in der vergangenen Woche 90 Jahre alt. 30 MILITAERCHEFS sollen nach einer Zeitungsmeldung aus der Dominikanischen Republik deportiert worden sein; wieviel sind noch dort geblieben? DER DURCH BOYKOTT bedrohten afrikanischen Republik Zantbia eilen die Amerikaner durch eine „Luftbrükken-Aktion“ zu Hilfe. — GENERAL RENEE BARRIENT06 trat zurück, um als Kandidat für die Präsidentschaft aufgestellt werden zu können. — ALEXANDER SHELEPIN führte die sowjetische De. legation nach Hanoi, der Hauptstadt Nordvietnams, an. — UNDURCHSICHTIGE Zustände herrschen wieder einmal in Santo Domingo, wo es zu schweren Zusammenstössen gekommen sein soll. — ABDUL SALEM AREF, der Präsident des Irak, erklär - te, sein Land sei pazifistisch, werde aber bis zum letzten Bluttstropfen gegen jedweden Angreifer kämpfen. — OEERST JEAN BEDEL Bokassa, der Führer der Militärrevolte in der Zentralafrikanischen Republik, erklärte den Abbruch der Beziehungen seines Landes zu Rotchina. — MICHEL DEBRE, früherer französischer Ministerpräsident, wurde zum Mitglied des neuen Kabinetts de® Präsidenten de Gaulle ernannt. — PADRE CAMILO TORRES Restrepo, im vorigen Jahr seines Amtes als katholischer Priester wegen revolutionärer Umtriebe enthoben, schloss ach den kolumbianischen Lanks-Terroristen an und wird vom Intellisence-Service des Heeres gesucht. — Burros Eltern sind jüdisch ■ gttraut worden: er selbst: wird als Vorzugsschüler der! Queen’s Synagoge bezeich-! net in der er Barmizwa wurde. Als ein Reporter der , .New York Times“ ihn inj terviewte zeigte er sich zu-; nächst ganz umgänglich, bis! er mit der Tatsache koni frontiert wurde, fass seine! E'tern nach jüdisth-relij giösem Ritus getraut sind. I wie sich aus einer Heirats-1 urkunde beim Obergericht j in Bronx ergibt. Da exploj dierte Burros und drohte, I den Reporter zu ermorden, i wenn diese Tatsache publiziert werde: „Wenn das veröffentlicht wird, bringe ich Sie um, und es ist mir gleicn, was dann passiert Ich werde dann zugrunde gehen, aber das ist es mir wert“ Auf die Frage, warum er denn so sehr darauf bedacht se die Juden auszurotten, erwiderte Burros: „Vielleicht ist e~ eine Verirrung, aber damit stehe ich ja nicht allein da“, und er nannte verschiedene Juden, die ebenfalls Faschisten waren. Daniels Vater. George Burros ein jetzt in Pension gegangener Maschinist von 71 Jahren, weigerte sich, über seine oder seines Sohnes religiöse Anschauungen Auskunft zu geben. Nur so viel war über Daniel Burros in Erfahrung zu bringen,, iS dass er in der Schule für ausserordentlich intelligent galt und zur Spitzenklasse gehörte. Sein jüdisches Wissen wurde ihm in der Schule der Talmud-Thora-Congregation von Richmond Hill (Queen’s. New York), vermittelt. Aber schon als Halbwüchsiger begann er mit einigen rechtsradikalen Gruppen in Deutschland in Korrespondenz zu treten erhielt dann von den Nazis Propaganda-Material und erlernte auch die deutsche Sprache. Bei der Aufnahme-Prüfung für die Militärakademie in Westpoint fiel er durch. Nach seinem Eintritt ins Heer wurde er Fallschirmjäger und ist 17 Mal aibgesprungen. Er schloss sich dann der amerikanischen Nazi-Partei und einer Gruppe an die für „nordisches Herrenmenschentum“ eintritt, lebte eine Zeitlang im amerikanischen Nazi- Hauptr.uartier in Arlington (Virginia) und tat sieh in dieser Zeit durch Anschmieren von Hakenkreuzen am Bne Brith-Logehhaus in in den EHRENLISTEN der EINHEITSKAMPAGNE darf kein Jude fehlen ZAHLT SOFORT COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessod Sarmiento 2376. itl. — T. E. 47-3820 Hl GENERAL CHARLES DE GAULLE, zum zweiten M.l Prä. siele nt Frankreich«, aohlm« mit Israel als c;ner der i-tm .Amtshandlungen einer neuen PräsidentschMt ein Ai.-- mmen über den Bau von ,.Raketen für den Frieden-. Washington hervor. wofür! er eine Geldstrafe von 10 Dollar erhielt. ■Wieder i.aoh. New York zuriiekg. kehrt, schloss sich Burros einer anderen rechtsextremistischen Organisation, der Renaissance-Partei an, einer faschistischen Gruppe in Yorkville unter Führung von James Madole. Im Juli 1964 wurden Burros und Madole zu je 2 Jahren Gefängnis wegen Landfriedensbruch. sowie Besitz von Hetzschriften und Feuerwaffen verurteilt. Im August 3964 wurde er für die .Dauer des Berufu’ gsverfahrens auf freien Fuss gesetzt doch begann er sofort wieder mit der Herausgabe eines rabiatfaschistischen Organs „Der Schlachtruf“. Burros wird möglicherweise in die Geschichte eingehen als ein typisches Beispiel von jüdischem Selbsthass, der auch vor der äussersten Konsequenz nicht zurücJtsohreckt Ein grossartige« Thema für zukünftige Romancierfc und Dramatiker!