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Jüdische Wochenschau · 1966-01-14 · 2151 (14.1.1966) · p. [Seite 3]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2151 (14.1.1966)
Date
1966-01-14
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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VI«rM8, H de Enero de 1MA SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — Nv ZVU — S Das grosse Halleluja auf Massada Vor kurzem erklang auf de» Höhen des alten Festungsberges Massada das grosse Halleluja, der 150. Psalm aus den Kehlen der begeisterten Archäologen und Arbeiter, die unter der Leitung von Prof. Jigal Jadin den Schauplatz der Tragödie des Jüdischen Krieges gegen die Römer freilegen. Ein Mädchen hatte bei Auräuinungsarbeiten ein kleines Zettelchen 8x12 cm gross gefunden und zunächst gedacht, es handle sich um ein Stückchen "Zeitungspapier..., so klar und unverdorben war die hebräische Quadratschrift. Erst bei näherem Hinsehen wurde es der Finderin klar, dass es sich hie/ wohl doch um einen Fund handeln könnte, der dem Professor vorzulegen sei. Und in der Tat: es war der bisher wichtigste Fund der um fangreichen Ausgrabungsarbeiten, enthielt der Pergamentstreifen (darum handelte es sich) doch den un Versehrten Text des 150. Psalms, des grossen Halleluja, mit dem der biblische Psalter „Sepher Thehillim“ sohliesst. Und siehe da: aus dem Streifen ging klar hervor, dass der Psalm auch in den Tagen von Massada (70 bis 72) offenbar den Schluss der Psalmensammlung bildete, denn ein freier Raum nach dem letzten Halleluja zeigt den Abschluss an. Das ist insofern bedeutungsvoll, da uns aus den Funden von Qumran der hebärische Text des 151. Psalms überliefert ist, den man bis zum Jahre 1962 nur in der griechischen Fassung der Septuaginta kannte, denn der massoretisehe hebräische Text hat ihn nicht bewahrt. Prof. Jadin schloss aus dem Funde von Massada, dass die dort ausharrenden Zeloten offenbar ihrer religiösen Richtung nach zu den Pharisäern gehört haben, die nur 150 Psalmen kanonisierten, während die Sekte von Qumran eben noch den 151. Psalm kannte, einen Psalm, den David gesungen haben soll, nachdem er den Goliath bekriegt hatte. Wunderbar klar und einfach zu lesen ist dieser Fund von Massada, der wiederum unter Beweis stellt, wie genau unser hebräischer Bibel, text bewahrt worden ist, denn nichts unterscheidet dieses uralte Fragment von den Texten, wie sie noch heute in jeder hebräischen Bibel, — und in jedem hebräischen Gebetbuch, könnte man hinzufügen —, erhalten von SCHALOM BEN CHORIN geblieben sind. Jeder Buchstabe wurde treulich bewahrt und wir können heute mit noch grösserer Sicherheit als früher davon überzeugt sein, dass unsere Biblia Hebraica den unverfälschten Urtext erhalten hat. Dass dies für die Thora die Fünf Bücher Mosis zutrifft, wussten wir freilich schon immer, aber dass dies offenbar auch für der Festliturgie des Tempelgottesdienstes zu tun haoen, das der Sammler mit Absicht als Schlusstein seiner Sammlung eingefügt hat, um so vom Ende her noch einmal Licht fallen zu lassen auf das Ganze der Psalmensammlung: In Gottes Lob erfüllt sich der Sinn der Welt; den Reichtum seiner Macht zu preisen ist das, was die ver- Golda Meir verabschiedet sich Jerusalem. — Das interimistische Kabinett Israels hielt seine letzte Sitzung ab. auf der sich Aussenminisfcer Golda Meir verabschiedete. Sie hatte schon vor zwei Wochen ihren Rücktritt angekündigt, der, wie man glaubt, aus Gesundheitsrücksichten erfolgt. In ihren Abschiedsworten wies Frau Meir darauf hin, dass sie dem Kabinett zuerst vor 17 Jahren als Arbeitsminister beigetreten war. Im Namen seiner Kollegen dankte Innenminister Mosche Shapiro, der einer der zwei Minister ist, welche auf eine noch längere Amtszeit als Golda Meir im Kabinett zurückblicken können, der Aussenministerin für ihre dem jüdischen Staat geleisteten Dienste. Er rühmte ihre Hingabe an das Staatswohl, das ihr .wie einer echten jüdischen Mutter stets am Herzen gelegen hat.‘‘ Die Sitzung präsidierte Vize-Ministerpräsident Abba Eban, der Golda Meir in ihrem Amt folgen wird. (ITA) den Psalter gilt, wird uns erst jetzt so deutlich vor Augen geführt. Der 1-50. Psalm, den wir nun in diesem alben Manuskript besitzen, stellt nicht nur den Abschluss des Psalters dar, sondern zugleich auch ehe Krönung der „Halleluja - Psalmen“, also der Psalmen 105, 106, 111—113 (diese sind ein Teil des Hallel-Zyklus, der die Psalmen 113—118 umfasst und die Liturgie der Freudenfeste bildet), sodann haben wir (aus diesem Zyklus) noch Ps. 115 anzuführen: es folgen Ps. 135, 146—49 und schliesslich unser 150. Psalm: das grosse Halleluja. Im Zweiten Teil seines Psalmenkommentars (1959) vermerkt Artur Weiser: , .Sind die letzten Lieder des Psalters alle auf Lobgesang gestimmt, so schwillt nun an seinem Ende das grosse Halleluja ( „lobet den Herrn!“) zu einem mächtigen Schlussakkord an. Der letzte Psalm ist ein einziger Aufruf zum Lob Gottes, zu dem sich alle Stimmen auf Erden und im Himmel vereinigen unter dem brausenden Klang des vollen Orchesters der Tempelmusik. Die Aufzählung der einzelnen Instrumente lässt erkennen, dass wir es mit einem Stück schiedensten Stimmen im Himmel und auf Erden zu einem gewaltigen symphonischen Hymnus zusammenbindet. Ihm fügt sich das Lob der Gemeinde ein, der es in besonderer Weise gegeben ist, von Gottes Machttaten zu zeugen, in denen die Verwirklichung des Heils beschlossen liegt; ihres Heils, das zugleich das Heil der Welt bedeutet. Dem entspricht es, dass zum Schluss „alles, was Odem hat“ aufgefordert wird, mit einzustimmen in den Lobgesang Gottes, der sich als Herr der Welt in seiner Macht geoffenbart hat.“ Lassen wir sechs Verse Psalm selbst nun den nur umfassenden zu uns spre- 1966 ALFREDO STERN MALERARBEITEN IMITACIONES DE MADERAS MANDONGO PATINADO Y HELADERAS Neue Adresse: VIDAL 1575 fast Ecke PINO Tel: 76—9088 Depósito: V. DE LA PLAZA 1779 Teppichhaus - M. Höchberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN. TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquixa 30 Jahre CARLTON- Kleiduitg In diesem Jahre feiert CARL- Ton dieses besondere Jubiläum. 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Preiset ihn in seinen Gewalten, preiset ihn nach der Fülle seiner Grösse! Preiset ihn mit Posaunenstoss, preiset ihn mit Laute und Leier, preiset ihn mit Pauke und Reigen, preiset ihn mit Saitenklang und Schalmei, preiset ihn mit Zimbelschall, preiset ihn mit Zimbelgeschmetter! Aller Atem preise oh Ihn! Preiset oh Ihn! Es hat etwas Ergreifendes, dass gerade dieser gewaltige Lobgesang an der Stätte der unaussprechlichen Leiden der letzten Kämpfer für die Freiheit Judas gefunden wurde: „Ueber das Leid siege das Lied“ möchte man hier mit dem Dichter sagen. Die Instrumente, die hier aufgeführt werden, sind natürlich nicht mit letzter Sicherheit zu identifizieren, und die Ansichten der Gelehrten gehen naturgemäss auseinander. Im hebräischen Text, den wir jetzt so authentisch besitzen, werden aufgezählt: Schophar, fdie Posaune oder das Widderhorn), Nevel (die Harfe) und Kinor (das Saitenspiel), Thoph (die Pauke), Minim (unklare Arten von Instrument), Ugav (vermutlich eine Art Windorgel), Zilzelej- Schama ein (Glockenspiel) und Zilzelej Thema (wohl eine Art. Posaunenchor). Aber, wie gesagt, alle diese Definitionen bleiben hypothetisch, da wir keine allzugenaue Kenntnis der antiken Musikgeräte haben. Krebsforschung Jerusalem. — Die Hebräische Universität erhielt eine Spende aus New York in Höhe von 200.000 Dollar. Die Zinsen sollen alljährlich zur Hälfte für Krebsforschung, zur anderen Hälfte an Preise für Studenten, die sich auszeichnen, übergeben werden. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1* izq. - T.E. 83-2613 *8. Tewet 5726 14. Januar 1966 Neue arckaeologiscke Funde Die Enthüllung, dass archäologische Funde im Negew die moderne Besiedlung dieser trockenen Landschaft fördern, machte unlängst auf einer Pressekonferenz im Israel-Museum in Jerusalem, Dr. A. Biran, Leiter der Antiquitäten- und Museumsabteilung im Erziehungsmini, sterium. Dr. Biran ist auch Vorsitzender des ad hoc-Ausschusses, dem die systematische Suche nach archäologischen Fundstätten in Israel und deren Erhaltung anvertraut wurde. Etwa vor einem Jahr begannen zwei Forscherteams bei Athlit, im Norden und in der Nähe von Sde Boker im Süden, das Terrain nach archäologischen Fundstätten abzusuchen. Dabei konnten zusätzlich zu 70 bekannten Fundstellen weitere 200 unbekannte entdeckt werden. In der Nähe der Kreuzritterfestung Athlit entdeckten Taucher, die erstmalig zu diesem Zweck eingesetzt wurden, einen alten römischen Hafen in unmittelbarer Nähe Studenten au« der Diaspora Jerusalem. — Seit Staatsgründung haben nach Mitteilung der Jewish Agency 30.000 junge Juden aus der Diaspora an Israels Hochschulen studiert oder an Sonderkursen teilgenommen. Ihr durchschnittlicher Aufenthalt im Lande betrug sieben Wochen. Im letzten Sommer betrug ihre Zahl 3.470. Hiervon kamen tausend aus USA. 900 aus Frankreich und 240 aus England. (ITA) ' des Kibbuz Hachotrim unweit des Kreuzritterhafens Sie fanden dort auch einen bleiernen Schiffsanker aus der Römerzeit auf dem Meeresgrund. Bei Sde Boker konnte eine israelitische Festung aus dem 10- Jahrhundert v.d.g.Z ausgegraben werden. Diese Festung, in deren Nähe sich weitere vier kleinere Festungen befinden, ist von einer 40 bis 50 Meter langen Mauer umgeben. Interessante Funde kamen auch auf dem Karmel ans Licht, wo sich Ueberresbe einer prähistorischen Siedlung fanden. Dr. Biran warnte vor der Gefahr einer unbeabsichtigten Zerstörung der Ueberreste der jüdischen Vergangenheit durch die rapide Entwicklung im Küstengebiet. M0EBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Gesch' te mit der grösstes Auswahl. SARMiENTO 1147 T. E. 35 1033 CABILUO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS¬ GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMQNTE 550, I, B — Bs. Aires, Rep. Argentina ERNST KOPPEL Maipii 982, TE 317845 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL -Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. 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