Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2151 (14.1.1966)
- Date
- 1966-01-14
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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S — Vieri»»,, 14 a< Enero tir 1J#*ï SEMANA ISRAELITA Año XXVII. — N® 2151 Das brillante Chaos «Schluss von Seit« 1) Chinesen seien eben geschicktere Unterhändler als die anderen, ist zu simpel, um zutreffend zu sein. Hier geht es doch nicht allein um Geschicklichkeit. Es handelt sich auch nicht um ein Problem. das auf einige .unterentwickelte' afrikanische Länder begrenzt wäre, denn auch in Lateinamerika kann mau das erfolgreiche Vordringen aotchinesischer Handelsbe- «trebungen beobachten, wobei z. B. in Brasilien eine gewaltsame Unterbrechung dieser Entwicklung ein treten musste, um dieser bedenklichen Erscheinung ein Ende ku machen. Sicherlich haben westliche Kräfte gewisse Gegenwirkun. gen gegen die rotchinesische Handelspolitik ausgelöst, wobei dem Westen die russischdhinesische Rivalität ausserordentlich nützlich gewesen ist. In dieser sich verschärfenden Frontstellung, die durchaus nicht mehr nach geographischen Gesichtspunkten orientiert ist, — der russische Arm leicht nach Kuba, der chinesische nach Albanien und Afrika, der westliche überall dorthin, wo man ihn nicht fesselt, — schien es den Amerikanern zweckmässig, den gross angelegten Versuch einer Friedensoffensive zu machen. In Washington hat man begriffen, dass der Vietnam-Feld- Kug ein unpopulärer Krieg ist. der die psychologischen Bedingungen der internationalen amerikanischen Position täglich weiter erschüttert. Wahrscheinlich war die amerikanische Bevölkerung immer gegen dieses kriegerische Abenteuer, wobei sich ■die Gegnerschaft gegen diesen Kampf im Fernen Osten mit der Dauer der Sohiachten und den an wachsen den Verlusten verschärft hat. Präsident Johnson hat seine Friedensbotschafter in die Dr. FREY ABOCADO PUEYRREDON 2190 1® izq. VERREIST vom 1.—20. Januar Welt hinausgeschickt, deren Reisen mit „grossem Erfolg' beendet wurden. Aber von echten Perspektiven auf einen dauerhaften Frieden kann nicht gesprochen werden, jedenfalls im Augenblick noch nicht. Die Amerikaner wären wohl schon mit dem Ergebnis zufrieden, dass die UN die weiteren Bemühungen. zu einer einigermassen tragbaren Verständigung in Vietnam zu gelangen, nunmehr übernehmen. Uebrigens hat die amerikanische Initiative. Friedensj Verhandlungen einzuleiten. die Russen veranlasst, einen | ähnlichen Schritt zu unter. ' nehmen und als Friedensstif-! ter zwischen zwei sich streij tenden Völkern, zwischen In- I dien und Pakistan, aufzutre- ■ ten. | Nach den letzten Meldun-! gen haben die Russen Erfolg gehabt. Die Lage ist durch ■ den plötzlichen Tod des indischen Ministerpräsidenten . nicht klar. Man kann hoffen, dass die Abmachungen zu ei-; nem Frieden führen, weil die! Gefahr einer Ausbreitung der indischen Grenz - Konflikte sonst grösser wird und | damit auch die Möglich- | keit eines, gewaltige Volksi massen erfassenden Krieges j in Asien, dessen Lokalisie- . rung kaum noch erreichbar j sein würde. Das chinesische : Stimmungsbarometer ist erihebbeh gefallen, nachdem die j Russen sich in eine Frage ' einmischten, die von den I Chinesen als ihr .Aufgaben-! gebiet' betrachtet wird. Jedenfalls werden neue Grenz- I Überschreitungen und blutige I Kämpfe aus Laos gemeldet, | das zu einem, chinesischen i Experimentierfeld wurde, ohne dass irgendeine Macht j auch nur nooh den Fänger rührt, um die unglückliche Bevölkerung dieses Landes vor den schrecklichen Kriegsfolgen zu bewahren. Nicht ohne Verwunderung wird man davon Kenntnis genommen haben, dass Johnson seinen Botschafter Harriman auch nach Kairo ge-! schickt hat, wo er Nasser! darum gebeten haben soll, die! amerikanischen Friedensbe- | miihungen zu unterstützen, i Wieder einmal hielt es das | Weisse Haus für richtig, dem sinkenden Stern Nassers da- I durch zu neuem Glanz zu | verhelfen, dass man ihm internationales Prestige verleiht. Nasser hat als ein gewiegier Politiker die sich ihm bietende Chanse erkannt, j jegliche Hilfe versprochen REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E 49-5850 Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUSE T. E. 76 5842 und seine Fühler ausgestreckt, wobei für ihn selbstverständlich die langsame Rückgewinnung verlorener diplomatischer Einflüsse das erste Ziel ist, was man verstehen muss. Dieser Schritt des Weissen Hauses ist umso erstaunlicher, weil kurz zuvor Nasser selbst von seiner Absicht einer erneuten Intervention im Yemen gesprochen hat, also mit Vorankündigung die ganze Welt davon in Kenntnis setzte, dass er vor einem neuen Angriff steht. Ist die amerikanische Aufforderung an Nasser eine gewollte politische Hilfsstellung für dessen Vorgehen auf der arabischen Halbinsel? Neben den Amerikanern und Russen bemüht sich, wüe bekannt, seit Wochen der Vatikan darum, den Weg zu einem Frieden in Vietnam zu ebnen. Zu wiederholten Malen und bei verschiedenen Gelegenheiten hat Papst Paul VT. Friedensbotschaften an die Welt und an die neteilig, ten Mächte am Vietnam- Konflikt. an Amerikaner Russen, Chinesen sowie die Nord- und Südvietnamesen erlassen. In diesen Tagen erfolgte eine erste erstaunliche Reaktion auf die päpstlichen Bemühungen. Wie so häufig in Fragen der chinesischwestlichen Auseinandersetzungen wählten die Propagandisten Pekings das kleine Albanien zur Basis ihrer antipäpstlichen Angriffe. Die Worte des Papstes wurden als ein in Honig eingehülltes Gift bezeichnet. Gleichzeitig werden Amerikaner und Russen attackiert, weil sie oen Schritt des Papstes unterstützen. Soweit übersehen werden kann, ist dies die erste offene Stellungnahme gegen die Frie densbemühungen des Papstes Bisher hat niemand die Absichten des Papstes in Zweifel gezogen, die dem Frieden und nicht irgendwelchen anderen politischen Absichten dienen würden. Dass derartige Schritte des Vatikans die internationale Position der Kirche stärken und das politische Prestige des Heiligen Stuhls festigen, ist sicherlich eine gewollte Nebenerscheinung. Immerhin war I Rotehina das erste Land, welches sich gegen den Papst und seine Friedensbestrebun. gen gewandt hat. um auf diese Weise den Einfluss und da« politische Gewicht dieser Aktionen zu schwächen. Noch in einer anderen Hinsicht haben sich die Beziehungen des Vatikans zu kommunistischen Ländern verschlechtert. Jahre hindurch war die Kirche darum bemüht, fiir eine grössere Bewegungsfreiheit ihrer Repräi seDtanten in den kommunistischen Ländern zu kämpfen, vor allem in Ungarn und Polen. Jetzt wurde mitgeteilt. PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. >erät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von jJESUHAEFTEN WOHNUNGEN BAEUSERN VIRREY DEI PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SGHENKQLEWSK! KTTLTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken TaUiebeuteJ Käppchen Maz zot-TascheD Hand- und MaschiejenstickereJ von Bett- und Tischwäsche Dt. P. I. RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E 73 **155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JACOB LAPIDUS dipt. Mfthei NEUE ADRESSE FIAMONTE 2037 4» B. 46-1716 and 48-2124 MGHEL N. PL AK SIN Superi 2719 T. E. 76-6784 a. 76-2312 Freundschaft mit Frankreich New York. — Der französkbe General Pierre Koenig erklärte hier auf dem Empfang. den die Zionistische Organisation Nordamerikas ihm zu Ehren veranstaltete, dass Frankreich seine Politik j der Freundschaft mit Israel fortzusetzen gewillt sei. Der General betonte, dass die Worte, die Präsident de Gaulle einmal zu David Ben Gurion in Paris sagte, heute noch gelten. De Gaulle hatte versichert, dass Israel nicht nur Frankreichs Freund sondern auch sein Verbündeter sei. HTA) dass der Kardinal Wiczynsky wieder einmal nicht die Erlaubnis zu einer Romreise erhalten kann. Ob hierbei ein konkreter Anlass obwaltet, ob Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kadrinal und der polnischen Regierung bestehen, oder ob die Kommunisten versuonen. den wachsenden politischen Einfluss der Kirche auf diesem Wege einzudämmen, muss dahingestellt bleiben. Inzwischen hat General Charles de Gaulle seine zweite Präsidentschaft angetreten. Ein Mann grosser politischer Ambitionen, durch den Mut, neue Wege einzuschlagen, ausgezeichnet, drängt de Gaulle auf eine Verständigung im Fernen Osten, nicht zuletzt auch deswegen, weil er nicht ruhig zusehen kann, wie die Amerikaner ein Gebiet unter ihren Einfluss gestellt haben, das von den Franzosen geräumt werden musste De Gaulle ist eigenwillig. Ohne es offen auszuspre. chen, paktiert er lieber mit den Russen, als den Deutschen die Möglichkeit einzuräumen, eine Atommacht zu werden. Die Verbindungen zwischen den verschiedenen Grossmächten sind doch viel komplizierter, als sie durch ideologische Betrachtungen sich allgemein zu präsentieren scheinen. Die letzten Diskussionen über die deutsche Ostgrenze behagen dem General wenig. Das Anwachsen des deutschen militärischen Potentials macht Paris unruhig. In welchem Umfang die militärische Erstarkung der Bundesrepublik mit der lauteren Geltendmachung politischer Forderungen im Zusammenhangsteht, ist schwer zu beurteilen. Die zeitliche Koinzidenz fällt auf. Kurz nach der zweiten Amtsübernahme De Gaulles wurde ein zwischen Frankreich und Israel getroffenes Abkommen bekannt, aufgrund dessen Israel bei der Entwicklung von sogen. Mittelstreckenraketen von der französischen Regierung unterstützt werden soll. Der Umfang und die Bedeutung dieses Abkommens werden sicherlich später erläutert werden. Zunächst ist die Tatsache bemerkenswert, dass eine der ersten Amtshandlungen während der zweiten de Gaulle - Präsidentschaft der Abschluss einer Konvention mit Israel ist, womit die Touristen in Israel Haifa. — Im vergangenen Oktober kamen 21.500 Touristen nach Israel. Da es im September 25 400 waren, so verringerte sich ihre Zahl um 15 Prozent. Aber der Durchschnitt der vorhergegangenen Monate des Jahres 1965 belief sich auf 27.000. Freundschaft zwischen diesen beiden Ländern unterstrichen wird. Dass diesem Vertrag für die internationale Stellung besondere Bedeutung zukommt, ist klar, besonders in einem Augenblick, in welchem die Amerikaner ihrem ägyptischen Schützling immer wieder neue Hilfsleistungen zukommen lassen. Dass ein Raketenabkommen zwischen Frankreich una Israel noch nicht die Lösung der vorderorientalischen Probleme darstellt, auch wenn es sich um Raketen fiir den Frieden handelt, dürfte nicht zweifelhaft sein. Das Fehlen einer einheitlichen, konstruktiven Friedensregelung in diesem wichtigen Teil der Welt erhöht nur das allgemeine Durcheinander in welches die verschiedenen Grossmächte nach ihren eigenen Konzepten Ordnung hineinzubringen bemüht sind. Ein Chaos aber bleibt auch dann ein Chaos, «enn es durch die schönsten Parolen und durch Friedensberatungen einen gewissen Glanz erhält. LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1" izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 700 - pro Jahr Ausl. $ 1.000— jährl. Tagung des Keren Hajessed Jerusalem. — öer Weltrat des Keren Hajessod begann seine Tagung in Jerusalem, an der ausser der nordamerikanischen Delegation 19 Delegierte aus den wichtigsten Gebieten teilnahmen. Die Sitzung wurde von Dr. Israel Goldstein eröffnet. Nachdem er Mosche Sharetts gedacht hatte, berichtete er, dass die Einnahmen von April bis November 1965 insgesamt 9.636.000 Dollar im Vergleich mit 9.137.000 Dollar in der gleichen Periode des Vorjah- I res betragen haben. Die j hauptsächlichsten Beisteuerer! sind Europa und die Länder j des Commonwealth, während I die Arbeit anderer Comités! durch objektive Sehv.ierig-! keiten, wie z. B. die Entwer. I tung der Währungen, behindert ist. (ITA) ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Proi. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41 2240 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF VORANMELDUNG Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-4782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulaterio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. L 58-4052 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden. Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERN ANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Medico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. 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