Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2147 (17.12.1965)
- Date
- 1965-12-17
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Werwes, 17 ée Diciembre «le 1965 S E M AN 4 ISRAELITA Año XXVI. — No 2141 — 5 Ereignisse der Woche Das Jahr „ Chaj“ der C. U. Eüe Vereinigte Kampagne Keren Hajessod tritt in das 18. Jahr ihres Bestehens ein. Noch ist nicht die Zeit gekommen, um eine Geschichte dieser Kampagne zu schreiben, die wie kaum ein anderer Ausdruck des Lebenswillens des argentinischen Judentums den Beweis für das gesunde Kriterium einer Judenheit in der Einstellung zu den wirklichen Werten der jüdischen Arbeit erbracht hat. Zunächst einmal können wir mit der grössten Genugtuung feststellen, dass in allen Sektoren — und keinesfalls nur in dem unsrigen — eine erfreuliche Zusammenarbeit aller, sonst so stark divergierenden Parteien, Meinungen, Ein- Stellungen und .Weltanschauungen* stattfindet. Campana ITnida ist nicht nur in ihrem Ziel und ihren Aufgaben einheitlich, sie vereinigt auch alle Teile und Kreise des argentinischen Judentums. Auch in unserem zentraleuropäischen Sektor gibt es manche Unterschiede auf den verschiedensten Lebensgebieten, Religion, Politik. Kultur usw. Aber in der Frage der Vereinigten Kampagne haben bisher und vom ersten Tag ab alle sich zu einer gemeinsamen Arbeit zusammengefunden. Und das ist das erste grosse Positivum der C. U. — Jetzt, geht die C. U. in das 18. Jahr ihrer Existenz. Der Zahlenwert 18 bedeutet im Hebräischen: Chaj. Und Chaj bedeutet Leben! Welch’ schöneres, welch’ besseres, welch’ höheres Symbol aber kann es für eine Kampagne geben als Leben 5-u schaffen? Und dient die Arbeit der C. U. nicht der Schaffung neuen Lebens? Dient sie nicht der Erwe'te- ' rung der Lebensgrundiage und Lebänsmöglichkeiten unseres Volkes, das endlich nach so vielen Jahren der Erniedrigung und Entttäu. schung die Möglichkeit erhalten hat, im wahrsten Wortsinne zu leben. Leben zu schaffen, Leben zu sichern, das ist eine grosse Aufgabe, das ist ein erhabenes Ziel! Hieran mitzuwirken, sind alle aufgerufen. Die Kampagne des Janres Chaj wird vorbereitet. Inzwischen ist die alte abzuschliessen, wozu diejenigen von der Leitung der C. U., wie wir informiert werden, in zwischen eingeladen sind die bisher noch nicht ihre Beisteuerung eingeschickt haben. Ehrung Gutkins Don Emilio Gutkin, Präsident der Zionistischen Vereinigung Argentiniens, beging in diesen Tagen seinen 70. Geburtstag. Zu Ehren dieses verdienstvollen Mannes, eines bedingungslos der zionistischen Sache ergebenen Menschen, wurde eine Empfangsfeierlichkeit von der ZOA und seinen Freunden durchgeführt, die von einem ausserordentlich zahlreichen Publikum besucht war. Hier konnte man sehen und empfinden, welche Sympathien dieser Mann überall geniesst, der — ein gebürtiger Argen, tinier — durch sein Leben und Wirken die absurde Theorie der doppelten Loyalität widerlegt. Zu einem früheren Zeitpunkt haben wir bereits die Tätigkeit Gutkins im Dienste des argentinischen Judentums gewürdigt. — Aktion Modein Der Jüdische Nationalfonds führt zur Zeit die Aktion Modein durch, die der Grenzsicherung in einem wichtigen Abschnitt der israelisch-syrischen Grenze gewidmet ist. Im schönen Hause der Familie Ernesto Neuman fand ein gut besuchter Informationsabend statt, der vom jugendliehen Herrn Rath mit israelischer Musik umrahmt würfe. Im Namen des Ehepaares Neumann begriisste der Präsident des europäischer! KKL-Comités, Curt Wilk, die Anwesenden, vor denen dann der Delegierte des KKL, Herr Moshe Gourary das Wort ergriff, der über die Bedeutung des Anteils der jüdischen Frau beim Aufbau Israels in ergreifenden Worten gesprochen hat. — Abschliessend forderte der letzte Redner zur aktiven Teilnahme an der Modein-Aktion auf, da im Kampf der Realitäten nur Taten von Bedeutung seien, eine Be. merkung, die von den Anwesenden gut verstanden worden ist. — Tato Bores in Israel Der bekannte argentinische Komiker Tato Bores und sein nicht weniger baknnter Librettist Carlos Warnes (César Bruto) kamen nach Israel, um dort Szenen für ein Programm in Argentinien zu filmen, das „Tato in Israel“ heissen wird. Die argentinische Botschaft in Tel Aviv veranstaltete einen glänzenden Empfang für die beiden Besucher, an dem auch zahlreiche in Israel lebende Argentinier teilnahmen. Ausklang der Kulturarbeit C. W.: — Gemeinden und Organisationen hatten zu einem Abschlussabend der diesjährigen Kulturarbeit eingeladen, und es ist bedauerlich, dass nur Wenige dieser Aufforderung Folge leisteten. Anstelle des verhinderten Rabb. Dr. Edery sprach Rabino Marshall T. Meyer über ,,Panorama de la cultura judía“. Davon ausgehend, dass alle jüdische Kultur von der ältesten Stammesgeschichte (Abraham) bis zur Neuzeit (Französische Revolution) ei. ne religiöse Basis gehabt habe, gab der Referent in ganz grossen Umrissen einen Ueberblick über die Entwicklung: Die Bibel sei kein „Buch“, sondern eine „Bibliothek“, an der Hunderte von Autoren und Tausende von Redakteuren mitgearbeitet hätten. Unser gesamtes heiliges Schrifttum ist religiöse Lehre auf nationaler Basis und zugleich nationale Literatur auf religiöser Grundlage. Heute, darauf wies Rabb. Meyer besonders hin, lese man die Bibel vielfach unter l literarischen, ökonomischen, Neuerscheinungen 1965 PETER BUSSEMEYER: ARGENTINIEN Diese historische Uebersicht ist in Argentinien geschrieben, gedruckt und verlegt Ein willkommenes Geschenk eine bleibende Erinnerung für Ihre Angehörigen und Freunde in aller Welt. 200 Seiten mit 10 Porträts. Kartoniert $ 380.—, eeounden $ 550—. In Buch, handlungen und direkt: Verlag Cosmopolita Tucumán 413 Corrientes 424 Sucre 2390 (Belgrano) J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. 01. 550 T.E.: 30-1474 (ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 COSMOPOLITA VERLAG - BUENOS AIRES - 1810 BIS ZUR GEBENWART - GEBURT UND WERDEN EINES STAATES ARGENTINIEN staatsrechtlichen u. *. Gesichtspunkten, ohne die religiöse Herkunft zu beachten. Doch der Staat Israel, die Verwirklichung des zionistisehen Ideales, füge den überlieferten neue wesentliche Aspekte hinzu. Jede heutige neue Interpretation mu&s ihren Ausgang nehmen vom Kern aller jüdischen Religiosität, der in dem Schriftworte (3. Buch Mose, Kap. 19) enthalten ist: „Heilig sollt ihr sein, denn heilig bin Ich. der Ewige, Euer Gott.“ Diesem „Rückblick“ einen „Ausblick“ gegenüber.stellend, besprach der zweite Referent, Rabb. Hanns Harf. zunächst ein neues aktuelles Buch , .Al diablo con la cultura“, dessen Autor das Verr sagen unserer Kultur ausschliesslich auf das kapitalistische Wirtschaftssystem zurückführt. Demgegenüber stellte er das Werk von Hans Kohn über „Jüdische Kultur“, das in dieser die „religiöse Zusammenfassung der jüdischen Lebenformen“ erblickt. Alle jüdische Kultur sei sittlich, sozial-ethisch und religiös orientiert, doch sie könne nicht im luftleeren Raume existieren, sich nicht ganz unabhängig von Strömungen von draussen machen. Der Redner zitierte Achad Haam, der von der „Problematik der jüdischen Kultur, in die Zeit einzudringen“, gesprochen hatte. Abschliessend unterstrich Rabb. Harf die Ausführungen seines Vorredners und verlangte, dass wir uns unserer weltumspannenden hohen Kultur würdig erweisen. Tag der Menschenrechte Wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Menschheit noch unter dem Eindruck der Hitlergreuel stand, beschlossen die Vereinten Nationen die Deklaration der Menschenrechte, um die Wiederholung der Verbrechen zu verhüten, welche die Nazis unter Missachtung der Menschenwürde und menschlichen Lebens begangen hatten. Alle zivilisierten Länder erachteten es als ihre Pflicht, die Menschen, rechte schriftlich zu verkünden und die Forderung aufzustellen, dass jedem Menschen das Recht auf Leben, auf Freiheit und Sicherheit gebührt, ohne Unterschiede der Rasse, Farbe, Religion Sprache, Herkunft u. ä. Die Deklaration der Menschenrechte besitzt nicht Gesetzeskraft, aber sie wird allgemein in der zivilisierten Welt respektiert, und trotz gelegentlicher Verletzungen ihrer Bestimmungen darf man sagen, dass diese stillschweigendes internationales Gesetz sind und als Leitfaden bei der Lösung der internationalen Probleme die. nen, um innerhalb der bestehenden Schwierigkeiten den Frieden und die Freiheit des Individuums und seine menschliche Würde zu sichern. Zur Erinnerung an die Deklaration der Menschenrech. te gab die DAIA als Vertretung der Judenheit Argenti- Gefähren für den Frieden Tel Aviv. — Premierminister Levi Eshkol warnte, dass die Geneigtheit einiger Länder, Nassers Angebote zur Verbesserung der Beziehungen anzunehmen, den Frieden im Mittelosten gefährden ’ könnten. Dies stellte er in einer Ansprache fest, die er bei Abschluss der grossen Manöver an die regulären und Reserve-Einheiten der Israel- Armee richtete. Er bezog sich hierbei auf die Gespräche. d;e eine ägyptische Delegat-ion unlängst mit hohen i Staatsbeamten Frankreichs geführt hat, und die Ankündigung eines Sprechers des nordamerikanischen State Department in Washington, dass Präsident Johnson vorläufig die Wiederaufnahme der Lieferungen von Lebensmitteln an Aegypten autorisiert hat, bis die Verhandlungen über die nordamerikanische Hilfe*für Kairo abgeschlossen sein würden. Diese neue Konstellation, so setzte der Ministerpräsident den Truppen auseinander, bedeutet, dass Israels Streitmacht äusserste Anstrengungen machen müsse, um das Land zu verteidigen und einen Wall gegen die Aggression zu bilden. „Wenn aber einmal die Marschorder gegeben wird“, fügte er hinzu, „dann werden wir den Krieg ausserhalb unserer Grenzen führen“. Er bezeichnete Israels Lage als einzig dastehende in der ganzen Welt. „Wir leben in einem dauernden Belagerungszustand, umzingelt von einer überwältigenden Mehrzahl niens eine Erklärung ab, in der sie betont, dass der in i der ganzen Welt eingeführte „Tag der Menschenrechte“ am feierlichsten auf die Art begangen werden sollte, indem man dafür wirkt, ein Bewusstsein dieser Rechte zu schaffen, das unerlässlich ist, um für die Gleichheit aller Menschen, welche schon die Propheten der Bibel forderten, den Kampf zu führen. von Menschen und Waffen“, sagte er. „Unsere Soldaten | s.'nd wenige gegen viele und | müssen das w drige Risiko I der Quantität in Kauf neh-! men und es durch Qualität! ersetzen.“ Eshkol betonte, dass Nassers unversöhnliche Feindschaft gegen Israel durch die Armut seines Volkes und seines Landes nicht erschüttert worden ist, und nur die Hoffnung bestehe, dass „die Araber eines Tages erkennen werden, dass Israel unzerstörbar ist und nicht durch lokale Krieg« vernichtet werden kann.“ Generalmajor Jizchak Rabin, der Chef des Generalstabs, eröffnete den Militärberichterstattern. dass ähnliche Manöver jährlich stattfinden werden und über 10.000 Mann und 2 000 Armeefehrzeuge aller Gattungen an den diesjährigen Manövern teilgenommen haben. Die letzte Uebung bestand in dem Scheindurchbruch einer massiven Front durch israelische Tankeinheiten, der von ihnen folgenden Infanterieregimenrern gesichert wurde. (ITA) Zu einem I aktuellen Thema: Soeben erschienen im Editorial Candelabro DAGOBERT RUNES: EL JUDIO y LA CRUZ Erhältlich in allen guten Buchhandlungen HOTEL LAGO -T3 RIO CEBALLOS — SIERRAS DE CORDOBA CASILLÄ CORREO 34 Das einzige koschere Hotel in den Bergen. Auskunft in Buenos Airse von 8— 10 Uhr: 76.2009 1^3 Hotel-Restaurant M. FLAMM CHASC0MUS — T. E. 29(0 — Cordoba 38 unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer Reiten — Schwimmen — Ausflüge auf den See Telef. Auskünfte in Bs. Aires: 76-2312 u. 70-5805 ¿uiWimuiHiHmnimiiuiniimiiuiHiimiiiiiiHHiitimiiHnininiHtHiinHiinimiimiiiMiimi»“ LA FORESTA