Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2147 (17.12.1965)
- Date
- 1965-12-17
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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r A 8 — Viem«*, 17 de Diciembre de »965 SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* 21« Macht des Glaubens (Schluss von Seite 1> nicht, den politischen S tat'.’s Judäas zu ändern. S e wandten sich nicht gegen die Fremden, um sie zum Abzug aus ihrem Land zu zwingen, sondern kämpften gegen die Abtrünnigen in den eigenen, j den jüdischen Reihen, gegen | die Priester, die sich frem-! den Göttern beugten, gegen j diejenigen Juden, welche dem Hellenismus frönten und j die fremde Kultur an die j Stelle der eigenen, die Lern- : den Ideen an die Stelle der i jüdischen setzen wollten. j Wenn man es so ausdriik- : ken will, war der Kampf der 1 Makkabäer in seinen Anfäni gen ein Bruderkrieg, der in seinen Motiven und Absichj ten nicht gegen die äussere Macht gerichtet war. Die I Makkabäer wollten keine i Ausemandersetzung mit dem I Hellenismus herbeifiihren. i sondern nur die hellenisier- I ten Juden von der Führung der eigenen Gemeinschaft j ausschalten. Die Juden zurzeit des Pontius Pilatus beabsichtigten nicht, den romanisierten Hellenismus zu eliminieren, sondern strebten danach, nach ihren eigenen religiösen, kulturellen und nationalen Gesetzen auch unter der Fremdherrschaft leben zu können. Der Kampf zwischen dem Judentum und dem Hellenismus war auch keine Auseinandersetzung zwischen einem Nationalgedanken, wie er etwa im Judentum lebte, und dem internationalen, iibervolklichen Geist des Hellenismus. Dies kann schon deswegen nicht der Fall sein, -weil das Judentum selbst einen Universalen Charakter trägt und niemals aufgehört hat die Verallgemeinerung seiner sittlichen Gesetze und Vorstellungen für die ganze Menschheit zu fordern. Schliesslich waren es doch jüdische Apostel, die auszogen. um die halbe Welt mir den universellen Gedanken des Judentums zu erfüllen, wenn auch durch Christentum und Islam durch An. Wendung unjüdischer Methoden und Mittel im Laufe der Jahrhunderte ein unjüdisches Ergebnis herbeigeftihr: worden ist. Das Judentum vor seinem geistigen Tod durch Angleichung an die strahlenile griechische Kultur zu bewahren, das war die Absicht des greisen Matitjahu und se;ner Söhne. Aus Ihrem Kampf um die geistige Existenz wurde ein erbittertes Ringen um das physische Leben Sie mussten erkennen, als sie sich zum Widerstand erschlossen hatten, dass erst der Träger des Geistes, das Volk, gerettet werden musste, bevor das Weiterleben des jüdischen Gedankengutes gesichert war. Die Feinde unseres Volkes haben vielleicht noch schneller und gründlicher verstan. i den, dass der jüdische Geist | unbesiegbarer ist als wir selbst- Deswegen haben sie sich stets schnell dafür entdie physische Existenz,’ das Bestehen des jungen jüdischen Staates gesichert werden muss, bevor man sich den grossen und grösseren Aufgaben zuwenden kann. Die Makkabäer mussten sich zunächst einmal verteidigen, um ihr Leben zu schützen, bevor sie an die Wiederherstellung der ureigenen jüdischen Ideenwelt schreiten konnten. Gewiss lässt sich im Leben des Alltags keine säuberliche Zweiteilung der Aufgabengeb ete vornehmen. Der Aufbau des jüdischen Staa -;es musste vom ersten Tage an nach den Prinzipien vorgenommen werden, um deretwillen Juden Generation um Generation gelebt und gelitten hatten. Der Prozess der Wiedergeburt eines Volkes auf seinem Boden, von dem es lange vertrieben war ist ein schwieriger und ein langsamer. Musste doch auch die Sprache des Volkes zu neuem Leben erweckt werden, die Sprache, das intimste Ausdrueksmitiel, das dem Menschen gegeben ist. Musste schieden, die Juden zu verdoch aus Juden der verschie. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON *U9« l9 izq. naehm. IS—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezi algeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 nichten. Deswegen hat man s:ch überall im Zeichen des Kreuzes bereit gefunden, ganze Gemeinden auszu rotten oder Judenheiten zu ver. treiben und dem Tod auszuliefern. Deswegen wurde im Zeichen des Hakenkreuzes die ..Endlösung der Judenfrage‘‘ beschlossen, die Ermordung aller Juden, die in den Machtbereich des braunen Unrechtsstaates gefallen waren. Wenn das Judentum, die jüdische Kultur, der jüdische Ge st, die jüdische Ethik weiter bestehen sollen, muss zunächst die Existenz der Juden als der Träger dieser unschätzbaren Werte gesichert sein. Die jüdische Renaissance kann ohne die Wiedergeburt des jüdischen Volkes nicht bestehen. Die Wechselwirkung zwischen diesen beiden Kräften und deren Zusammenführung hat die Wiedergeburt Israels vollbracht. Als aus dem .assimilierten* Juden Theodor Herzl der .nationale* Jude und Volkstribun geworden war verstand sein Genius sofort, dass sich vor der Rückkehr ins Judenland die Rückkehr ins Judentum vollziehen müsse. Die absolute Einheit zwischen dem Volk und seinem Ethos musste nach innen und nach aussen wiederhergestellt werden. Es gibt Zeiten, in denen die Sorge um die physische und materielle Existenz des Volkes im Vordergrund steht. Die äusserst praktischen und lebenserfahrenen Römer haben diesen Grundsatz in die einfachen Worte gefasst primum vivere, deinde philosophari — erst leben, dann philosophieren. Wir befinden uns in dem Stadium unserer Entwicklung, wo erst einmal Senator Ribicoff besucht Israel Jerusalem. — Senator Abraham Ribicoff, Demokrat für Connecticut, traf am vergangenen Wochenende m Begleitung seiner Gattin zu einem lOtiigigen Besuch in Israel ein. Er erklärte, dass der offizielle Teil seines Besuches im Zusammenhang mit einer Prüfung der Hil. fe steht, welche Israel von Nordamerika empfängt, und mit dem den in Entwicklung befindlichen Ländern gewährten Beistand. Der Senator wurde von Premierminister Levi Eshkol empfangen, dem er versicherte, dass ,,es Dinge gibt, die die USA von Israel lernen können, das durch seine den afrikanischen Ländern geleistete Hilfe den Weg zu den Herzen dieser Staaten gefunden hat**. Bei seiner Ankunft im Flughafen begriissten Ver. treter des israelischen Aussenministeriums und USA- Botschafter Walworth Barbour den Gast, der hervorhob, dass er an den Problemen der Erziehung und Wohlfahrt in Israel besonderes Interesse hege. Der Senator frühstückte mit Vize-Premierminister Abba Eban in Rechowot und besuchte das Tote Meer und den Negew. Er besichtigte auch die Hebräische Universität und das Hadassa-Krankenhaus. Eine Zusammenkunft mit Aussenminister Golda Meir wurde angekündigt. Ribicoff wird einen Wald auf den Na. men des ermordeten Präsidenten Kennedy pflanzen, das Technion in Haifa besuchen, eine Fahrt durch Galiläa machen und einen Tag als Gast des Generalstabschefs der Israel-Armee verbringen. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jährl. densten Herkunftsländer Kulturen, ja Zivilisationen allmählich ein neues Staatsvoik gebildet werden, eine Aufgabe, die noch längst nicht abgeschlossen ist. Musste doch ein Staatsapparat aus dem Nichts und dem Chaos, das andere uns zurückliessen, geformt werden mit Menschen, die bisher niemals als Minister, Heerführer, Funktionäre eines eigenen Staates tätig gewesen sind. Heroismus und Begeisterung waren erforderlich, um das alles zu schaffen, worauf wir heute als Selbstverständlichkeiten blicken. Es war ein neues Geschlecht der Makkabäer erforderlich, dessen Auferstehung Pinsker und Hera vorausgesagt hatten. Aber Begeisterung und Heroismus können nicht in de~ gleichen Intensität über Jahr, zehnte dauern. Irgendwann setzt der Normalisierungsprozess ein. Das ist eine natürliche und auch notwendige Erscheinung. Wie einfältig klingt es, wenn Touristen mitunter bedauernd feststellen, dass die Menschen in Israel bequem leben wollen, als ob den Israelis diejenigen menschlichen Regungen fern sein sollten, die man sonstwo als selbstverständlich hinrummt. Welche Opfer ein Israeli auch heute noch bringen muss, um die Existenz sei tes Sfaates zu sichern und wie viel höher seine Einsatzbereitschaft und seine Lasten gegenüber denen der Galu-->- juden sind, davon schweigt man. Dass zwei Millionen im täglichen Kampf gegen feindliehe Nachbarn ausser ihren steuerlichen Abgaben höhere Beträge als die saturierten lateinamerikanischen Juden PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. >erat Sie sostenías and inverbmdlicb neim Kaul Oder Verkauf von 3ESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEOSERN VIRREY DE1 PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTU SSTICKE R EI EN Schabbosdecker TaUiebeutel KäpDChen Maz zot-Taschen Band und Maschkienstickerei von Bett- und RscDwäsctte Dr. P. L RIVERA 258i (fr Bebedero» T. E 73*»155 JACOB LAPIDUS dipt. ¡Vtohel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2«37 4* ß. 46-1716 und 48-2124 aufbringen, das weiss men nicht oder will es nicht zur Kenntnis nehmen. Warum freut man sich nur an den Leistungen der anderen, die uns mit Stolz erfüllen, warum wird hier so wenig getan? Der Aufstand der Makkabäer begann in dem kleinen Städtchen Modein. Dort stürzte Matitjahu, der Vater des Heldengeschlechtes der Makkabäer, den fremden Altar um. Dies war das Zeichen einer Rebellion, die zu einer der tiefst wirkenden Revolutionen unserer Geschichte geführt hat. Der Name Modein hat sich über Jahrhunderte erhalten. Modein liegt heute auf israelischem Boden, an der Grenze mit Transjordanien. Diese Stadt oder dieses Städtchen wieder aufzubauen, dieses Gebiet der jüdischen Kolonisation zu erschlossen, ist nicht nur aus sentimentalen, relisen oder nationalen Gründen begriissenswert, sondern zur Sicherung der langen Grenzen Israels absolut erforderlich. Der Jüdische Naj tionalfonds (Keren Kajemeth! Leisrael) hat diese Aufgabe : übernommen und zur Mitarbeit bei der Realisierung dieses Projektes die argentinischen Juden aufgerufen. Modein — Makkabäer — Matitjahu, Jehuda Hamakkabi — nationale Forderung — religiöse Erfüllung: alles grossartige erhebende Parolen und doch nur leere Schlagwörter, wenn hinter ihnen nicht die Bereitschaft zur Tat und der Willen zur Mitarbeit steht. Wo bleibt dieser Willen zur Verwirklichung bei den argentinischen Juden? — Noch in einer Hinsicht kann man einen Vergleich zu der Bewegung der Makkabäer und der modernen Renaissance unseres Volkes ziehen: in beiden Fällen waren es die Wenigen, die den Kampf um das Erbe des Volkes und sein Ueberleben aufnahmen. In beiden Fällen mussten sie heftige — bei den Makkabäern sogar blutige — Auseinandersetzungen in den eigenen Reihen austragen. In beiden Fällen war der entschiedenste Gegner die Assimilation an Fremde. Und in beiden Fällen war der Triumph der jüdischen Sache von einem unerschütterlichen Glauben an die eigenen Werte, an die eigene Gedankenwelt, an die eigene Kraft getragen. Ein nichtjüdischer Gelehrter hat einmal das jüdische Volk mit jenem „Wunder des Oelkrügleins“ verglichen, das im Tempel aufgefunden wurde und trotz seines geringfügigen Inhalts für alle Farbige Studenten Haifa. — 150 Studenten aus afro-asiatischen Ländeni haben sich für das neue Studienjahr im Haifaer Technion eingeschrieben acht Tag« ausreichte; er meinte, das kleine Volk, das Jahrtausende hindurch die Wahrheit seiner Religion getragen und verbreitet hat, sei selbst das wunderbare Oelkrüglein in der Welt, dessen Kraft niemals versiegen würde. Vielleicht könnte man noch treffender sagen, dass der Glauben dieses Volkes ihm die Kraft verliehen hat, für seine Ideen, für seine Aufgabe. für seine Sendung in der Welt zu leben und zu kämpfen, wie es die Makkabäer damals und heute vor den Augen einer erstaunten Menschheit getan haben. — ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Pro#, de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41 2331 y 41-2240 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 MOHEL N. PLAKSIN Superí 2719 T E 76-6784 n. 76-2312 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Dr. B. 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