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Jüdische Wochenschau · 1965-12-10 · 2146 (10.12.1965) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2146 (10.12.1965)
Date
1965-12-10
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes. 1® de Diciembre de 1965 ir dÁÜ¡> LJ* ErS?**. Jn^ude *nt«X* ’ H- ISrí^ 'Je einer im '* *«■ ScÄ ítei- *«£>• "*«C »» ^WOes d*r, egte *8 erstem ï. den **<!« kptra Wen, ». WL r> Sil EBl|{ SAOZ *854 ■J059 — 78-27*5 neu mit Genugtu. . dass unser „As*- ianfield ein vftiler '. Die WiirsKhea isge«ichnet, das dich und wir hof. alle Anwesenden unterhalten haste Zufriedenheit iber die Gewinne ia, besonders über halte, der eine im n m "PiriauaUs, andere im Hotel rano, Paisanita. Stelle wollen wir Mitarbeitern, <Se i Gelingen des eingetragen hären herzlichen rechen, ÜGEND l: ie in BaafleM: len Monat sind ille Platze belegt nuar nur noch «- t verfügbar, ln Bariloche: fen, dass inzwii unser „Boletin )“ gelesen haben, ugendlichen. die lehmen, arbeiten t grossem Bier 1ER mb»®* # i SM-' i: * » .. »/• Erbo®- ae w'"" „„ der *• r&. Rosten 70 SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N«. SI46 — 7 Bernard Lazare Zum Kreis der Männer, welche Ende des vorigen Jahrhunderts die zionistische Idee konzipierten und ihre Verwirklichung anstrebten, gehört Bernard Lazare, der am 14. Juni 1865 in Nimes als Sohn eines sefardischen Schneiders geboren wurde umd in einer Atmosphäre aufwuchs, in welcher nur noch schwache Reminiszenzen aus der jüdisch-religiösen Tradition vorhanden waren. So blieb dem heranwachsenden Jungen bis ln sein Mannesalter hinein die Welt des Judentums fremd. Nach Abschluss seiner Studien in Paris wandte sich der hochbegabte Freigeist der Politik zu und wurde zum einflussreichen Publizisten und Anarchisten. Im Rahmen seiner politischen Auffassungen spielte dennoch auch die Judenfrage eine Rolle,, indes nicht unter dem Aspekt religiöser, sondern soziologischer Ueber- Jegungen. Lazare suchte nach einer Erklärung für das Bestehen des Antisemitismus. Seine Tteberzeugungen in dieser Hinsicht erinnern sehr an gewisse Ansichten, die uns aus Deutschland vertraut sind, nur mit dem Unterschied, dass bei der von Lazare vorgenommenen ideologischen Zweiteilung der Jüdischen Gemeinschaft in "Israeliten” und “Juden” letztere schlecht wegkamen. Lazare betrachtete sie als die üheln Elemente innerhalb der Schicksalsgenossen, als “Ostjuden” minderen Wertes, während die "Israeliten” zu den guten ••französischen Staatsbürgern jüdischen Glaubens” gezählt wurden. Das moralische Verhalten der “Juden” sei darauf gerichtet, durch Betrug und List rasch zu Reichtum zu gelangen. Sie müssten durch eine zweckentsprechende Erziehung zu völliger Assimilation an die Zum 100. Geburtstag Wirtsvölker gebracht werden. dann werde das Ende des Antisemitismus kommen, meinte Lazare, Es kam das Jahr 1894 und mit ihm die Dreyfus- Affäre. Gleich Theodor Her”! fielen Lazare die Schuppen von den Augen. Er trat auf die Bühne des Kampfes gegegen die Judenfeinde zugleich aber auch sich der präge zuwendend, was von jüdischer Seite zu geschehen habe, um aus der Wirrnis der Situation herauszukommen. Seine spitzesten Pfeile richtete Lazare gegen den bösartigsten aller Antisemiten in Frankreich, gegen Edouard Drumont und seine Schriften “La France juive” und “La libre Parole”. Neben Emile Zola, Anatole France, Aristide Briand, Georges Clemenceau und Oberst Picquart hat Lazare dazu beigetragen, dass die Wahrheit in diesem Drama schliesslich zum Durchbruch kam. Neben die abwehrende Kampfstellung trat dann die aufs Positive gerichtete Durchdenkung des Problems der Assimilation. Hatte Lazare sie ursprünglich als geeignetes Mittel zur Lösung der Judenfrage empfohlen, so wies er nunmehr auf die Fragwürdigkeit ihres Werte» hin. Hier begegnet er sieb mit Persönlichkeiten wie Pinsker und Hess, indem er nachweist, dass es nur einen erfolgversprechenden Weg gibt, nämlich Erweckung und Stärkung des jüdischen Nationalgefühls mit allen Erscheinungen, die damit verknüpft sind. Der Antisemitismus sei eine kapitalistisch-bourgeoise Erscheinung, der nur im allgemeinpolitischen Kampf — durch den Anarchismus — beizukommen sei. In einem Buch, welches erst nach La- . ti£A£tl KAy£tn£T ££tSKJS££ í COMITE CENTROEUROPEO Garrientes 2294 — VI. Stack — T. E. 48-3695, 48-5683 SE ULTIMAN PREPARATIVOS PARA JATZEVA j A cosa de cuatro kilómetros : al sur del oasis de Ein Jut- 1 zúv, en el centro del valle de la Aravá (Estepa), se ha \ encentrado un rico pozo de i agua potable. Consecuente- ■ mente, se ha destinado ese lugar para fundar Jatzevá, un nuevo puesto fronterizo del Nájal (el brazo agricultor del Ejército israelí). El Reren Kayemet ya ha iniciado obras de habilitación de tierra en el lugar, habiendo mejorado hasta el presente una extnesión de 400 dúnames de suelo en el lecho del arroyo seco Rájash, al este de la nueva carretera Sodoma-Eilat, sobre la frontera misma con Jordania. Es probable que la nueva población se levante durante el presente invierno. AUS UNSER g Da« Ehepaar Dr. Har di und | Eva Swarsensky spendete I $ 10.000.— anlässlich der! glücklichen Geburt ihrer En- | keltochter, IRIT KABIRI \ für die Eintragung des Kin- | des im „Sefer Hajeled“. ■ Anlässlich der Vermählung Herrn Claude Naccache und FH. Sara Zito führten die Herren: Israel stokei und Marcos Filarinth eine Sammlung zu Gunsten des tctct, durch, welche die Summe von $ 10.500,— ergab; das junge Paar wird in das „Goldene Buch” des KKL eingetragen. Anlässlich der Hochzeit ven Herrn Gerald Radogowsi Ms Stern wurden 5 3.500,— gesammelt, wofür Baume auf den Namen des jungen Paares gepflanzt wer- «ie Flie. Lothar dete 5 5.000— an! Vermählung . ihr( ER ARBEIT Federico Salvador; aus diesem Anlass werden Bäume zum Andenken an die Grosseltern: Sally und Auguste Roth, sowie Ahron und Lina Kahn s. A., gepflanzt. Anlässlich der Vermählung von Herrn Ricardo Rose und Frl. Hilda I. Wolff wurden $ 4.300.— gesammelt, wofür Bäume auf den Namen der Neuvermählten gepflanzt werden. Anlässlich der Barmizwah von Edgardo José Koltun wurde durch die Mitarbeit von Frl. Ana Délia Hirsch und Herrn Ricardo Brecher der Betrag von $ 8.600.— gesammelt; Edgardo José wird im „Sefer Barmizwah“ eingetragen und ausserdem werden Bäume auf den Namen seiner Eltern, Herrn Harry Koltun und Frau, gepflanzt. Wir danken aHen unseren Freunden und Mitarbeitern. zares Tode veröffentlicht wurde und das den Titel trägt: “Le iumier de Job, stellt der Autor eingehend das Gedankengut dar, das um die drei wesentlichen Themen kreist: Antisemitismus, Assimilation und jüdische Renaissance. Es konnte nicht ausbleiben, dass Bernard Lazare Theodor Herzl begegnete und die zionistische Bewegung kennenlernte. Herzl lud Lazare, dessen Art er schätzte, ein, zum ersten Kongress zu kommen; Lazare lehnte wegen anderer Verpflichtungen ab. Dagegen besuchte er 1898 den zweiten Kongress. Auf Antrag Alexander Marmoreks wählte man ihn ins Akt ions-Comité. Obgleich Lazare sich eifrig zionistischer Arbeit widmete, kam es bald zu ernsten Verstimmungen und Enttäuschungen. Lazare missfiel die nach seiner Meinung allzu autoharatische Führung Herzls. ES dürfe nicht einfach über die Kopie der Gesinnungsgenossen hinweg regiert werden. Namentlich war Lazare gegen die Pläne zur Gründung des “Jewish Colonial Trust”. Auch die Weigerung Herzls, die Wahlbestimmungen zum Kongress zu ändern, erregte seinen Widerspruch. Dagegen sehen wir, wie Lazare mit politisch ihm nahestehenden Zionisten danach strebte, der jüdischen Arbeiterschaft ihren Platz im Gefüge der Bewegung zu sichern. Hiervon zeugen Anträge an den ersten Kongress, in denen es u. a. heisst; "Der Kongress begrüsst du» Entstehung zionistischer Arbeitervereine und fordert das Aktions - Comité auf, dieselben auf das tatkräftigste zu unterstützen. Die organisierte zionistische Arbei. terschaft aller Länder hat das Recht, in das A. C. ihren Vertreter zu wählen, um auf diese Weise bei den Beschlüssen betreffs der Kolonisation ihre wirtschaftlichen Interessen zu wahren.” Der Kongress beantwortete diese Resolution scheinbar positiv mit den gleichen Worten und damit hatte es sein Bewenden. 1899 teilte Lazare Herzl mit, dass er aus dem A. C. ausscheide. Herzl bedauerte diesen Schritt sehr. 1900 bat er seinen Mitstreiter, an dem Kongress in London teilzunehmen. Eine Erkrankung seiner Gattin hinderte ihn hieran. Sein Interesse und auch seine weitere Mitarbeit blieben jedoch auch weiterhin bis zu seinem frühzeitigen Tod bestehen. ETst 38 Jahre alt starb Lazare nach einer schweren Krankheit. In der allgemeinen und ln der jüdischen Öffentlichkeit nahm man kaum Notiz von seinem Heimgang. Wer den Gedankengängen Lazares folgt, wird finden, dass er zu keiner klaren Linie gelangt ist. Er war zu sehr dem anarchistischen Kampf verhaftet, als dass er Zeit gefunden hätte, bis zu Ende zu denken, d. h. die Rückkehr der Juden aus der Diaspora ins Land der Vätei als letztes erstrebenswertes Ziel jüdischer Politik anzusehen. Eis finden sich Andeutungen hierüber in seinen Schriften; seinem wachen Geiste blieb es nicht verborgen, den Weg zu sehen, der die nationale Wiedergeburt bringen werde. Eine ausführliche Biographie Lazares existiert noch nicht. Eine ausgezeichnete Arbeit hat Prof. Edmund Silberner (Jerusalem) in dem “Jahrbuch zur Erforschung des Zionismus und der Erneuerung des Staates Israel” (Zionistische Bibliothek 1951/52) unter dem Titel Titel “Bernard Lazare und der Zionismus” veröffentlicht. S. BRAUN Blick in die Welt von HAROLD SCHWARGZ DIE UNION AFRIKANISCHER Staaten die in Adis Abeba tagte, verlangte von England die Niederschlagung der rhodesischen Rebellion, sonst würden die angeschlossenen Länder die diplomatischen Beziehungen zu England abbrechen. — UNTER AUSSCHLUSS BONNS wollen die Russen ein Abkommen über Atomwaffen mit den Westmächten schlossen. — KEINE RACHE soll wegen politischer Gesinnung in der Vergangenheit geübt werden, sagte der neue Bundesvertrieben en minister im Westberliner Rundfunk zu den Ostdeutschen... — GROSSE DIFFERENZEN zwischen den Konzilsteilnehmern traten bei der Erörterung der letzten Resolutionen zutage. — IN BRUESSEL wurde die verstorbene Königin Elisa« bebh unter grossen Ehren beigesetzt. — NEUE ANKLAGEN wurden in Brasilien gegen den ehemaligen Präsidenten Juscelino Kubitschek erhoben. — BLUTIGE SCHLACHTEN werden in Südvietnam geschlagen, wobei beide Parteien ihre Siege melden. — NEUE ZWISCHENFAEOLLE werden von der indischchinesischen Grenze gemeldet. — GENERAL-PRAESIDENT Joseph Mobutu l’ess di« von ihm eingesetzte Regierung durch das Kongo-Parlament bestätigen. — IN SPANIEN kam es zu Demonstrationen gegen Italien, nachdem in Mailand antifrankistische Kundgebungen stattgefunden hatten. — JOSEPH BROZ, bekannt unter dem Namen Tito, leitete die Feierlichkeiten anlässlich des 20. Jahrestages seines kommunistischen Regimes in Jugoslawien. — INDIEN wird wegen der dort herrschenden Trockenheit von einer neuen Hungersnot bedroht. — Dr. NICOLAS REPETTO, der Veteran der argentinischen Sozialisten, verstarb, vom ganzen Volk tief betrauert, im Alter von 94 Jahren. — DAS MTLITAER erhob sich in Dahemey (ehern, französische Kolonie mit ca. 2 Millionen Einwohnern) gegen den Präsidenten Sourou Migah Apithy, der sich weigeite zurückzutreten. — NIKOLAI FEDERENKO, sowjetischer Hauptdelegierter vor den UN, klagte die UN und USA wegen der Aggressionen in Südvietnam an und versprach Nordvietnam die russische Hilfe. — SCHUSSWECHSEL Tel Aviv — Zwischen syrischen und israelischen Truppen kam es zwanzig Minuten lang zu einem Schusswechsel in der Nähe des Dorfes Dafna im Nordosten Israels, wie ein militärischer Sprecher mitteilte. Israelische Verluste waren bei diesem Zwischenfall nicht zu beklagen, der damit begann, dass syrische Stellungen auf israelische Soldaten schossen, die einen auf den Feldern des Dor. fes arbeitenden Traktor schützten. (ITA) Shazar wird Chile besuchen Jerusalem. — Präsident Sal man Shazar wurde eingeladen. Chile einen Staatsbesuch abzustatten. Die Einladung wurde von dem chilenischen Botschafter in Israel, Manuel Sánchez, im Namen von Präsident Eduardo Frei ausgesprochen. (ITA) Medaille für Marlene Dietrich Los Angeles. — Die in Deutschland geborene Schauspielerin Marlene Dietrich erhielt die Tapferkeitsmedaille des Staates Israel auf einem Bankett, das als „Ein Gruss an Israel“ st&ttfand und vom „Jüdischen Klub 1933“ als Anerkennung der Verkäufe von Israel-Bonds veranstaltet wurde. Marlene Dietrich erhielt diesen Preis als erste Frau für ihr „mutiges Einstehen für ihre lange Freundschaft mit dem jüdischen Volk“. Zu den früheren Empf ä ngem dieser Auszeichnung gehören Carl Sandburg, Van Cliburn, Robert Saint John und Isaac Stern. Gast aus Sowjetrussland Tel Aviv. — Der bekannte sowjetische Schriftsteller Konstantin Semjonow hat eine Einladung nach Israel angenommen, die der israelische Verband der Schriftsteller an ihn gerichtet hat. Die Zusage steht im Einklang mit einem merklichen Wandel in der Haltung Moskaus zu den kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Früher wurden Einladungen aus Israel von Moskau nicht beantwortet, doch in den letzten Monaten nahmen vornehmlich sowjetische. Musiker derartige Einladungen an. (ITA) „Parlament der NS-Verbrecher“ Den Haag. — Ehemalige Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes aus ganz Europa werden in diesem Herbst in Wien Zusammentreffen und ein „Parlament der NS-Verfolgten“ gründen. Wie der Leiter des jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, Simon Wiesenthal, in Den Haag mitteilte, soll das Parlament mindestens einmal im Jahr zusammen treten, um über die politische Entwicklung ta Europa und die künftigen Aufgaben der Verfolgten zu beraten In seinem demnächst erscheinenden Buch über 20 Jahre seiner Arbeit werde er auch genau die Flucht Martin Bormanrs aus Deutschland nach Lateinamerika beschreiben und wer ihm dabei geholfen habe. Dias Buch Ehrung hoIIaendischer * Rabbiner Amsterdam. — In Amsterdam wurden zwei Brücken nach früheren Rabbinern benannt, nach dem früheren Oberrabbiner von Amsterdam, Dr. J. H. Dünner, und nach Dr. M. de Hond. Arbeiterrabbiner. Die Benennung erfolgte anlässlich des 150jährigen Bestehens der asch. kenasisehen Gemeinde. Gleichzeitig wurde Dr. T. Dasberg, Präsident der Gemeinde, zum Offizier des Ordens Orange-Nassau ernannt. weide vieles bisher Verschwiegenes enthalten. Der Kongress gründete zum Abschluss seiner Tagung einen Wiesen thal-Fcc ds, der die Arbeit des Wiener Dokumentationszentrums finanziell unterstützen soll. (AWZ) In den EHRENUSTEN der EINHEITSKAMPAGNE darf kein Jude fehlen ZAHLT SOFORT ■ COMITE CENTROEUROPEO DE U CAMPAÑA UNIDA (Keren Ha«ess*d Sarmiento 2378, (II. — t. E. 47-3820

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