Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2145 (3.12.1965)
- Date
- 1965-12-03
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9614788-9615273--4155-9615278- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Año XXVI. sellai iiirlicA/L ir Jüdisch». hn; aft b* VeS¡ 35fï s*íX" krçang 5 ,»«*£? , Inst'tut hat ««a*; 5*tÿ en Griff, f )»r VZPf üänii Äfefer Anhand den ■ men für ein v nicht nnj ¡( hesitan sollte che St reft ist dem Thea, tismus heute“ 0«. tos drei r°ffentlicht werden ®- AntI*ffiiti®us ldei\ Fred H. Rj. Antisemitismus ¡5 md, Kurt Wed): An. in Oesterreich, s bringen einiges s man als inffrrechen kann, Im sind — jeden, uden _ die vorge- Gedanken und kannt. Sicherlich '"üriieh, dass in eine solche Aufcheint. Wie weit chen Wert oder Wirkung hat, muss werden Als Beigeschichte sind zu begrüssen, uns mit jeder men Meinung möchten. — Die ■age in diesem deren Themen durften ebennes Interesse sich auf ihre auf dessen er von der lass auch das den umfassen leiben will und e dass er den ke die unge. den und die .arstellen solle,;e sich für die für die Gleichs und Trau 18 19 KisleW gislef I ffcnes. 3 de Diciembre de 1965 SEMANA ISRAELITA _ N? 2145 — 5 Ereignisse der Woche Trauer um eine Freundin Israels Brüssel. - ALs der Tod der Königin E«sa-€th **: kannt gegeben wurde, eilten Botschafter Nachar und der israelische Handels, und Industnemin ster Cham Zadok, der sich gerade in Brüssel Befand, in der nigspalast, um steh in die Liste der Trauernden einzutragen Der Tod der Königinmutter, die wahrend ihres ganzen Lebens eine treue und tat ge Freund n Israels gewesen ist, wird von den jüdischen Gemeinden zutiefst bedauert. Im Namen des jüdischen Konsistoriums richtete sein Präsident Paul Philippson ein Kondolenztelegramm an die königl che Familie In einer Rundfunksendung sprach der belgische Oberrabbmer Robert Dreyfns und versicherte in bewegten Worten, das, wenn dies möglich wäre, die belgische Judenheit noch erschütterter von dem Ableben der Königin sei als ihre Mitbürger weil die Verstorbene den Juden mit dem ganzen Einsatz ihrer Persönlichkeit in ihrem Unglück beigestanden habe. (ITA) lie Chefredaktion der „C.V.- Seitung“. In Sao Paulo wurde unser Fubilar heimisch. Synagoge, üehrhaus, jüdische Zeitung ..Irl ArKf.it für Israel füllten in dieser Stadt begangenen | Raubüberfälle führen diirf- 1 te. ' Ein Gast aus Israel Amerikanischer j Kongress Eine Delegation des Amerikanischen Jüdischen Kongresses (Sitz: New York) unternimmt eine von der DAIA Beit längerer Zeit angeregte Besuchsreise. Die Delegation wurde in den hiesigen Arbeitsräumen der bonaerenser Repräsentanz des Jüdischen Weltkongresses empfangen. Bei dieser Gelegenheit so.achen Dr. M. Goldman, Mark Turkow und der Leiter der nordamerikanischen Delegation, deren Besuch in lateinamerikanischen Ländern für die Kongressarbeit nützlich sein wird. Der israelische Botschafter veranstaltete am letzten Sonntag einen Empfang zu Ehren der nordamerikanisehen Kongress - Delegation in den Räumen der Botschaft. — Warnung! Mahnung! Seit längerer Zeit kann man in deutschen und jiddischen Zeitungen Anzeigen verschiedener Wiedergutmachungsbiiros, Wiedergutmacöiungsexperten und Wiedergutmachungskünstler mit merkwürdigen Schlagzeilen und einem noch merkwürdigeren Inhalt lesen, deren marktschreierische Art eigentlich das sein sollte was als Motto und Ueberschrift gewählt wurde, eine Mahnung, diesen unseriösen Angaben nicht zu folgen, und eine Warnung, nicht auf diese Propaganda hereinzufallen. Lebensmittelgeschäfte oder Spielwarenhandlungen können nach solchen Methoden werben, wenn sie es für geschmackvoll und richtig halten sollten. Mit dem Unglück anderer Menschen diese Form von Propaganda zu machen, dürfte allgemein als unwürdig betrachtet werden. Der Leiter eines dieser Büros, der im jüdischen Leben eine Rolle spielt, versteht kein Wort Deutsch und weiss gewiss nicht, welches Zeug dort unter seinem Namen produziert wird. Das Mitgeteilte enthält im wesentlichen halbe Wahrheiten. Da aber halbe Wahrheiten ganze Lügen sind, wäre es besser, wenn die jüdische Oeffentlichkeit einen Weg finden würde, einen derartigen Unfug in Zukunft auszuschalten, zumal hierdurch ganz ohne Zweifel diejenigen geschädigt werden, die echte Ansprüche geltend machen können. Besuch in La Plata Israel-Botschafter Mosche Alon besuchte in der vorigen Woche die Stadt La Plata. Als erstes begriisste er den Bürgermeister, Dr. Miguel B. Szelagowski. Hierauf suchte er den Gouverneur der Provinz, Dr Anselmo Marini auf, um die von seinem Vorgänger ausgesprochene Einladung zu einem Besuch Israels vor Ablauf der Amtszeit Dr. Marinis zu erneuern. Der Botschafter nahm später an einem Bankett teil, das die Filiale der Asociación Mutualista israelita im Hotel Provincial ihm zu Ehren veranstaltete und zu dem der Gouverneur und Vizegouverneur, die Minister für Erziehung und Volkswohlfahrt, die Präsidenten der Deputiertenkammer und des Obersten Gerichtshofes, der Bürgermeister und andere hohe Beamte und Abgeordnete, sowie zahlreiche Mitglieder der jüdischen Einwohnerschaft von La Plata erschienen. Botschafter Alon überreichte bei dieser Gelegenheit Herrn Dr. Marini eine Nachbildung der Toten-Meer-Rollen als Geschenk: Dr. Abraham Mibashan-Preis Am 7. Dezember wird um 19 Uhr im Saal der Sociedad Científica Argentina der Dr. Abraham Mibashan - Preis 1965 an Dr. Ramón Enrique Gavióla übergeben werden, dem diese Auszeichnung in Anerkennung seiner Arbeiten auf dem Gebiet der Astrophysik von der Jury zugesprochen worden ist. Los Polvorines Unter ungewöhnlich starker Beteiligung von Gemeindemitgliedern und Gästen erfolgte am 14 November die Eröffnung des für diesen Sommer von ,,Bet Israel“ gemieteten Weekendplatzes ln Los Polvorines, einem der schönsten Ausflugsziele in der Nähe von Buenos Aires. Ein ganz populär gehaltener asado“ vereinigte fast 450 Personen, die trotz des nicht gerade freundlichen Wetters die beste Stimmung mitgebracht hatten und sich ausgezeichnet unterhielten. Die Jugend, die freilich diesmal noch nicht von der Schwimmpileta Gebrauch machen konnte, widmete sich den verschiedensten Sport- und Spielarten. Diejenigen, die zum ersten Male das Gelände sahen, waren begeistert von den vielen schattenspendenden Bäumen, dem satten Grün und den behaglichen Unterkunftsräumen, die auch über das Wochenende von Fall zu Fall vermietet wer. den. Die freundschaftliche Abmachung mit der „Asociación Filantrópica Israelita“ ermöglicht auch Kindern der Gemeindemitglieder, gemeinsam mit denen, die der „Hilfsverein“ betreut, unter Leitung des bewährten Kantors und Lehrers Sigfrido de Levie in den Monaten Dezember und Januar an allen Werktagen in Los Polvorines zu sein und dort Erholung und Freude zu finden; es ist ein ideales Sommerparadies Die Gemeinde „Bet Israel“ verdankt diese glückliche Lösung einem kleineren Kreise meist jüngerer Ehepaare, die unermüdlich an der Verwirklichung dieses Zieles gearbeitet und alle materiellen Schwierigkeiten überwunden haben. Man darf erwarten, dass dieser „Círculo de Recreo“ sich günstig auf die weitere kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung der Gemeinde auswirken wird. (C. W.) Jubilaeum eines bedeutenden Journalisten C. W.: — Am 15. Dezember sind volle 25 Jahre vergangen, seit Dr. Alfred Hirschberg die Leitung der Wochenzeitschrift „Crónica Israelita“ in Sao Paulo, des offiziellen Organs der „Congregacao Israelita Paulista“ übernommen hatte. In dieser Zeit sind die Gemeinde und alle ihre Institutionen enorm gewachsen, und jeder, der die Freude hatte, die Einrichtungen dieser Gemeinde kennenzulernen, darf die Menschen beglückwünschen, die hieran Anteil genommen haben. Unter diesen steht Dr. Alfred Hirschberg mit an erster Stelle. Seine Erfahrungen, sein umfassendes jüdisches und allgemeines Wissen und sein Eifer und Enthusiasmus für alles, was der jüdischen Sache dient, sind weit über den Kreis der Gemeinden Brasiliens bekannt. Dr. Hirsch berg, der im 65. Lebensjahre steht, kam in Gnesen, einer Gemeinde mit echten jüdischen Traditio, nen, zur Welt. Er hatte in Berlin und Leipzig studiert und im Jahre 1927 den juristischen Doktorgrad erwortaen. Fast zwanzig Jahre lang stand er mit in der vordersten Reihe der Persönlichkeiten, die den „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ leiteten. Im Schicksalsjahr 1933, als der „C.V.” seine jüdische Arbeit entscheidend umgestalten musste, wurde Dr. Hirsch, berg sein Syndikus, und im gleichen Jahre übernahm er hundert aus. Fünfzehn Jahre hindurch hat Dr. Hirschberg für den Keren Hajessod gearbeitet und damit die Liebe zu Volk und Land erneut unter Beweis gestellt. Vielseitig sind seine Interessen. Hintergründe Die Verhaftung eines jugendlichen Missetäters, der sich an einem der zahlreichen Ueberfälle in Bahia Bianca beteiligt hatte, warf neues Licht auf die heimlichen und verbrecherischen Umtriebe der Mitglieder einer extremistischen Organisation. die auch in einen Ueberfall verwickelt waren, bei dem sie mit der Waffe in der Hand den Geschäftsführer einer Handelsfirma überfielen und anderthalb Millionen Pesos rauben konnten. Der jetzt verhaftete 18jährige Eduardo A. Cejas gestand bei seinem Verhör, Diebstähle in zwei Privatwohnungen verübt zu haben, wo er nach Aufbrechen der Schlösser von Eingangstüren und Möbeln 11.000 Pesos erbeutet hatte. In seinen Taschen fand man einen an den Chef eines der Kommandos der Tacuara gerichteten Brief, in dem er Einzelheiten für einen neuen Ueberfail vorschlägt, der 300.000 Pesos einbringen sollte. Der Bursche gab alles zu, leugnete jedoch, mit Kreisen der Tacuara in Bahia Bianca in Verbindung zu stehen. Man nimmt an, dass die jetzt entdeckte Spur zur Aufklärung verschiedener, in letzter Zeit Zusammenarbeit mit der 0EA Jerusalem. — Ein Seminar für Zusammenarbeit mit der OEA wurde in Anwesenheit von 20 Repräsentanten lateinamerikanischer Länder eröffnet, die von Arbeitsminister At'lon begrüsst wurden. (ITA) Konferenz in Jerusalem Jerusalem. — In Jerusalem hielt die asiatische Presseorganisation ihre zweite Konferenz ab. Die Organisation wurde 1962 in Manila gegründet. Gäste kamen aus Ceylon, Hongkong, Japan, Laos, Malaysia Nationalchina, Nepal, den Philippinen, Südkorea, Südvietnam, Thailand. Die Türkei sandte einen Beobachter, Studentan aus Lateinamerika Jerusalem. — Laut jetzt veröffentlichten Ziffern haben 1.000 Studenten aus Lateinamerika technische Ausbildung in Israel genossen. Damit figuriert Israel gleich nach Nordamerika in der Reibe der Länder, in (jenen Studenten aus Lateinamerika technisch geschult werden, — (ITA) Jubilaeum Tel Aviv. — Die Stadt Afule feierte den 40. Jahrestag ihrer Gründung. Der ehemalige israelische Transportminister und jeizige Delegierte seines I/an des vor den Vereinten Nationen, Herr Jizehak Aaron, der im politischen Leben Israels eine hervoragende Rolle spielt, befindet sich zu einem kurzen Besuch in Buenos Aires. Jizehak Aaron, auf dessen Initiative die Gründung des „Maarach“, die kiirzliche Assoziierung verschiedener israelischer politischer Parteien zurückgeführt wird, hat bei den letzten Wahlen einen entschiedenen Erfolg buchen können. In einer Pressekonferenz unterrichtete er seine Zuhörer über Zweck und Ziele dieser Partnerschaft, I die seiner Auffassung nach zum geistigen, sozialen und kulturellen Fortschritt Israeis beitragen dürfte, da durch den Maarach sterile und oft künstlich geschaffene Unterschiede überbrückt wurden. Der isi aelische Gast sprach auch über die Eindrücke die er hier in Argentinien gewinnen konnte und lobte ¡m besonderen die Organ isa on der jüdischen Kollektivität im Lande, die. wie er hervorhob, den engen Zusammenhang mit den argentinischen Werten und Tradi ionen pflegt. Er unterstrich ferner, dass die Probleme der Entwicklung in Israel und Argentinien sich sehr ähneln, so dass der Austausch von Erfahrungen höchst nützlich sei. Hierzu üussene Herr Mario H. Sechatovich von der Israel-Botschaft, dass seit vielen Jahren in Israel Kurse für Kooperativ wesen und Agrarplanung abgebal en werden, an denen viele argentinische Techniker te 1nehmen, und dass gegenwärtig in Argentinien, in Catamarca, drei israelische Techniker weilen, um sich mit den Problemen der Trockenheit in diesem Gebiet verhaut zu machen. Auch über Israels aussenpolitische Position berichtete Herr Jizchek Aaron und verwies im besonderen auf das israelische Bemühen, auch mit seinen arabischen Nachbarn zu freundschaftlichen Beziehungen zu gelangen, so wie sie mit den afrikanischen Völkern hergestellt werden konnten. COSMOPOLITA ^VERLAS . BUENOS AIRES' BIS ZUR QEßERWÄRJgeburÛiînc)'.Werden eines säates Neuerscheinungen 1965 PETER BUSSEMEYER: ARGENTINIEN Diese historische Uebersicht ist in Argentinien geschrieben, gedruckt und verlegt Ein willkommenes Geschenk eine bleibende Erinnerung für Ihre Angehörigen und Freunde in aller Welt. 200 Seiten mit 10 Porträts. Kartoniert $ 380.—, gebunden $ 550.—. In Buchhandlungen und direkt: Verlag Cosmopolita Tucumán 413 Corrientes 424 Sucre 2390 (Belgrano) JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73 1148 BLANCO ENCALADA 1646 DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — JEL AVIV — P.O.B. 4444 HOTEL LAGO "1BO BIO CEBALL0S — SIERRAS DE CORDOBA CASILLA CORREO 34 Das einzige koschere Hotel in den Bergen. Auskunft in Buenos Airse von 8— 10 Uhr: 76-2009 1 v 2 Hotel-Restaurant M. FLAMM CHASCOMUS — T. E. 2910 — Cordoba 38 unter Aufsicht s. Ehrw., Rabb. Dr. J. Oppenheimer Reiten — Schwimmen — Ausflüge auf den See Telef. Auskünfte in Bs. Aires: 76-2312 u. 70-5805 Neuerscheinungen des Verlages „OLAMENU“ in TEL AVIV. POB 3002. ISRAEL Dr. E. J. GOERLICH (Wien); RUTH. — Geschichte eines jüdischen Mädchens. Ein Wiener Roman aus der Nazizeit. — Kart. $ 5.—. Prof. Dr. HARRY ZOHN (Waltham): Wiener Juden in der deutschen Literatur. Reich illustriert. Halbleinen $ 3.50. ZEITSCHRIFT EUER DIE GESCHICHTE DER JUDEN Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD Abonnement nur ganzjährig $ 8.50. DEMNAECHST ERSCHEINT: HUGO GOLD; GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Das Standardwerk der jüdischen Geschichte Wiens. Hunderte Illustrationen. Ermässigter Subskriptionspreis vor Erscheinen $ 20.—, nach Erscheinen $ 35.— IN VORBEREITUNG; „HISTORY OF THE JEWS IN AUSTRIA“ Ein Jahrbuch in deutscher und englischer Sprache. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. GEDENKBUCH DER UNTERGEGANGENEN JUDEN¬ GEMEINDEN DER TSCHECHOSLOWAKEI. Herausgegeben und redigiert von HUGO GOLD. Er. scheint in zwei Bänden. I. Band Böhmen, Mähren und Schlesien. — II. Band Slowakei und Karpatorus. Alle diese Publikationen erscheinen im Rahmen des im Entstehen begriffenen CHAJES-INSTITUTS