Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2145 (3.12.1965)
- Date
- 1965-12-03
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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HhtoNes. 3 toe D*rÑ>H*tT de ItX® SlNIHi ISRAELITA Año XXvT. — m «WS — * Krise am Roten Meer £&ie Verhandlungen mit der arabischen Delegation «Hs dem Stadt-vStaat Aden «m der Siidwestepdtae der ¡fnabischen Halbinsel endeten mit einer persönlichen giragödie liir den britischen K»loma 1 minister Anthony Greenwood. Mit Greenwood föufcte die Labour-Begierung «iaaen Mann zum Kolonial- «¿nister gemacht, der äu- Mnrst liberale und an Beendigung des britischen Kolonial- »egimes in Aden und in Südnrabien interessiert ist. Greenwood hatte schon Reisen nach Aden und der südarabischen Föderation tmternomrnen, um an Ort Und Stelle die Grundlage für die Ueberleitung der Herrschaft und die Sicherung der Unabhängigkeit Bu schaffen. r«r britische Verteidigungsminister Denis Healey hatte sieh in aller Stille nach südaratñen begeben, um dort zu prüfen, inwieweit Grossbritannien seine Verteidigungsanlagen atobauen und den Ansprüchen der arabischen Nationalisten Aachkommen kann. Aber die Führer der Arbeiterpartei könnten den Wünschen der einheimischen Nationalisten nicht statt geben, da diese praktisch bedingungslosen Afraug aus Südarabien verlangen, während die Ekiglän- •der die Gewährung der Unabhängigkeit mit gewissen Sicherungen für die strategifwteen Positionen Grossbritanniens verbunden sehen «rollen. Aden und der Eingang «utm Roten Meer sind sehr empfindliche Stellen im Weltverkehr. Die Engländer empfinden sich dort nicht Material gegen Kriegmitreclier Mailand. — In Cuneo, ei. »er Stadt in Norditalien, bildete sich ein Comité zur Sammlung von Aussagen gegen den SS-Offizier Peiper, der in Stuttgart vor Gericht steht. Im September; IA43 kam eine Gruppe von 2#9 jüdischen Flüchtlingen ¡ Ans Frankreich nach Cueno, wo sie glaubten, ein Asyl zu finden. Als Peiper dies hörte,, drohte er jedem, der Juden Schutz gewähre, die Brschie. »Hing an. Um das Leben ihrer Beschützer zu schonen, ergab sich die Gruppe. Sie ' wurde nach Auschwitz transportiert und niemand von ih-; Den kam zurück. , nur als Kolonialherren, sondern auch als Vertreter westlicher Intraessen, und sie wollen eine so wichtige Position nicht einfach „au&liefem“. Denn auch nach der Meinung der Labour-Führer würde bedingungslose Räumung Adens und des südarabischen Gebietes Auslieferung dieser Territorien an Nasser, an Moskau und vielleicht sogar an China bedeuten. Hier geht es heut* um erstrangige weltpolitische von Aden unter Führung des örtlichen Ministerpräsidenten Macawee ab. sie verlangten, dass die Resolution des ..Ausschusses der UN gegen den Kolonialismus'“, die sofortige Unabhängigkeit für Aden und Südarabien verlangt, Basis der Verhandlungen sein sollte. Greenwood gab sch grosse Mühe und erreichte ein Kompromiss, demgemäss die erwähnte ÜN-Rcsolution auf der Tagesordnung der londoner Be¬ Nazi - Umtriebe in Brasilien Rio de Janeiro. — Führer der im Jahre 1944 von der brasilianischen Regierung aufgelösten faschistischen Partei haben öffentlich ihr Vorhaben angekiindigt, ihre Partei unter dem alten Namen „Acao Integralista“ wieder aufleben zu lassen. Die Partei wurde seinerzeit verboten, als bewiesen werden könnt*, dass ihre Führer mit den Nazis kollaborierten. Die Zeitung „Jornal do Brasil“ berichtete über die Pläne der PAschisten, die alte Partei neu zu gründen, und sprach von einer .Provokation“ der faschistischen Elemente. <ITA) Interessen, und daher sind auch die Labour-Führer vorsichtig und wollen die Gewährung der Unabhängigkeit schrittweise in Kraft setzen. Die britische Regierung will Aden und den benachbarten Fürstentümern bis 1958 die Unabhängigkeit gewähren und aus Aden und den Gebieten der Föderation einen Staat schaffen. Die arabischen Nationalisten von Aden, glühende Bewunderer Nassers und der republikanischen Form der Militärdiktatur, wollten von dem Zusammengehen mit den Fürstentümern nichts wissen, weil sie in den dort regierenden Scheichs Beauftragte der Engländer erblikken. Inzwischen sehen sie jedoch, dass sich auch bei diesen Fürsten nationalistische Strömungen aus breiten, und daher zeigten die Nationalisten von Aden gewisse Bereitschaft zur Zusammenarbeit. sie hatten früher den Anschluss Adens an den republikanischen Jemen gefordert, jetzt möchten sie die Führer des geplanten südarabischen Staates werden. Als daher Kolonialminister Greenwood nach Südarabien kam und die Nationalisten von Aden zur Beteiligung an einer Konferenz einlud, die über „Gewährung der Unabhängigkeit 1ms 1968“ beraten •ollte, lehnten die Vertreter ALFREDO STERN MALERARBEITEN UNVERBINDLICHE KOSTKNVORANSCHLAEGE EUER JEDE ARBEIT VORHER 24 JAHRE V. 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Greenwood, selbst ein Antikolonialist und Antimilitarist, musste ihnen antworten, dass die Zukunft der Militärbasen Gegenstand von Verhandlungen mit der künftigen unabhängigen Regierung nach 1968 sein würde. — mehr könne er nicht zusichern. Damit waren die Vorberatungen mit den Nationalisten von Aden gescheitert, und es bestehen wenig Chancen für die eigentliche Verfassungskonferenz, die die Grundlagen für die Unabhängigkeit legen soll. Die Angriffe gegen britische Anlagen in Aden setzten wieder ein, und um ein Haar wäre den Nationalisten die Sprengung der Oel-Leitung gelungen, die zu den Raffi- ANZUEGE VON SCHNITT UND SCHLIFF aussen und innen das Beste (Stabiloform M. 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Jetzt haben die Aegypter offen zugegeben, dass sie gegen die Stämme des Imam el Badr nicht aufkommen können, und sie haben an verschiedenen Stellen mit Vertretern des Imam Rückzugsabkommen geschlossen. Die Aegypter beschränken sich auf Kontrolle wichtiger Teile des Jemen, während sie noch vot Monaten erklärt hatten, der „Endsieg sei zum Greifen nahe.“ In Kairo hatten die Militärs die Meinung vertreten dass Nasser den Krieg im Jemen nur durch eine militärische Aktion gegen Saudi Arabien gewinnen könne, das. den Imam und die Monar-: chisten dauernd unterstützt Aegyptische Zeitungen sprachen auch schon von Krieg gegen Saudi Arabien aber, dann schalteten sich dis Vereinigten Staaten (die in Saudi Arabien grosse Oel-: Interessen haben) zugunsten des saudischen Königs Feisal nachdrücklich ein, und Kairo musste alle Angrifsabsichten gegen Saudi Arabien dementieren, und Nasser verhandelte persönlich mit Feisal. Damit ist natürlich das Prestige Nassers auf der arabischen Halbinsel zurückgegangen, und dies dürfte sich auch als Entlastung für die, Engländer in Aden und Sau-; di Arabien auswirken. Aber; die Krise hat damit nicht ihr Ende gefunden, und die Wirren im Gebiet zwischen; Kairo und dem Ausgangspunkt am Roten Meer werden sicher noch lange andauern. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE P-. Aire* - PUEYRREDON 2190, f* izq. - T.E. «3-2««* 3. Dezember 1965 9. Kisiew 5726 Gegen arabischen Boykott Paris. — General König und Raymond Schmittiein, zwei führende Mitglieder der Alliance France-Israel, wurden im Aussenministerium vorstellig, weil das halboffi- Eielle „Oentre du Commerce" den französischen Firmen bisher Auskunft gegeben hat, wie sie dem arabischen Bolkott dadurch entgehen könnten, indem sie die Verbindungen zu Israel aufgeben. Vom Büro des Präsidenten und vom Aussenministerium wurde nun veranlasst, dass dieser beratenden Tätigkeit zur Unterstüzung des Boykotts gegen Israel ein Ende gesetzt wird. Beruf: Kriegsverbrecher Nürnberg. — Auch als „Kriegsverbrecher“ lässt, es Sich noch gut von Spenden wohlmeinender Gönner leben. Mit dieser Erkenntnis trug der 40jährige Franz Hagen, den die Polizei als Betrüger festnahm, zu seinem Lebensunterhalt bei. Wochenlang hatte er — geschmückt mit einer Ordensspange des Eichenlaubs zum Ritterkreuz und einer Nahkampfspange — in der Bundesrepublik die Treffen ehemaliger W&ffen-SS-Angehöriger besucht. Mit Hilfe einer selbstgefertigten Akte machte er den ehemaligen SS- Leuteu weiss, er sei bis vor kurzem als Kriegsverbrecher inhaftiert gewesen und drohe jetzt zu verhungern. Daraufhin Dessen Geldgeschenke und Ferieneimladungen nicht lange auf sich warten. —' (AWZ) Zum Tode verurteilt Paris. — Der Gerichtshof für Staatssicherheit hat den ehemaligen französischer» Mitarbeiter der Gestapo -in Grenoble, den jetzt 45 Jahre alten Jean Barbier, zum Tade verurteilt. Br wurde der Zusammenarbeit mit der deutschen Besatzung für schuldig befunden. Das Gericht erkannte ihm keirerlei mildernde Umstande zu. Die Anklage hatte ihm vorgeworfen, während der deutschen Besatzung Widerstandskämpfer verhaftet, gefoltert sowie mehrere Juden umgebracht zu haben. Barbier war bereits 1945 in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden, konnte sich jedoch bis 1962 unter falschem N&mee verbergen Das Urteil von damals wurde jetzt bestätigt. (AWZ) M0EBELHAUS WATERMANN Das Haus der * Geschät te mit der grösstes Asswahl. SARMtEMTO 1147 T. 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