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Jüdische Wochenschau · 1965-12-03 · 2145 (3.12.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2145 (3.12.1965)
Date
1965-12-03
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Vier««*, 1 d« Diciembre de 1965 EMANA ISMAELITA Añ* XXVL — ui; Die Jugend ist besser ( (Schluss vom Seite U nüt den Schülern beweist, falsch, den Schluss au ziehen _ diese jungen Menschen,, «tie allesamt Jahre nach dem Dritten Reich geboren sind:, ftiätten aus sich Elemente tfascJüstiseher Ideologie entwickelt, Das trifft nicht fcu.“ — Die Ursachen und Quellen dieser von den Schülern vorgetragenen Auffassungen treten aus anderen Aigumenten deutlicher hervor, die ebenfalls häufig gebraucht wurden — und von [Vielen anderen vor ihnen benutzt werden and. Hierzu fjehOrt der Einwand, die Zahl der Opfer wird au hoch angegeben, oder wie ein Schüler es ausdrückte der von „jenen sagenhaften « Millionen Juden" sprach. Dassdieser , Ein wand" abwegig ist, da. es am Sachverhalt nichts ändern würde wenn les nicht Millionen Tote Wären, wie die offizielle deutsche Statistik dies xugibt, sondern weniger, dürfte keine weitere Begründung erforderlich machen. Aber liier tritt garaa deutlich die Propaganda der interessierten Kreis«, die von verschiedenen Zeitungen und Politiker» lanxiert wirdin Erschein ung.. Sie hat ihre Wirkung auf die Jungen nicht verfehlt. Sie wollen nicht Glauben, dass wirklich sechs ¡MüHieneß Juden ermordet wurden. Sie lehnen sich an die Thesen der Belasteten an, die ohne jeden. Beweis den Umfang der Mordtaten in Abred» stellen. Auf der gleichen Linie liegen die vorgetragenen Zweifel an der Echtheit der im Auschwitz-Prozess vorgelegren Dokumente, die einfach darauf begründet wird, dass ihre Mehrheit aus der Deutschen Demokratischen Republik stammte. Hier wirkte sich die allgemeine Foftdik der Verächtlichmachung der DDR, kurz alar nun steht zu befürchten, ’ dass unsere Argumente gaua anderer Art als du« de« jungem Deutschen «sin werden. Schliesslich. weröeu auch ailae meine politisch« Gesichtspunkte vor getragen, die gegen die Dtiroi:: ibiir-jM* derartiger Praassse ueah der Ansicht einiger aeiiüier sprechen. Deutsehlands Ansehen leide darumier dsn-n atändig wird die Wett damif aufmerksam gemaefec, welche Scheusalichkeice«! von Deutschen bedangen werden sind. „Die Menschen jb anderen Ländernrientose. dass alte Den eschen .«o schlecht waren und «h noch immer sind. Mit diesen Proaasneu seh-vir: man in aller Walt den Deutschenhass*'. Die Bonner ßr. FREY A108 ADO miRHEDOx im P kq, eaetim. N—I» Whr 8Ö-6936 REAL PER FSttMsKaK REPARA Tüll Ei# Speeiabjaoekaaft CORRIENTES 568 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FR A iK ERBER 6 8.K.L je rät Kg »estenios «ad iDvertoindlteir oeém Kaut ad» Verkaul ve* GESCtoAEFTEN WOMNCNtiPN »11611.11 VIBRE! »Kl PINO *2«? 1- Bk Í3-J883 Pankow bezeichnet auf die Jugendlichen aus. sie akzeptieren kriflkles die geächteten ..Ostdeutschen'“ denen man auch hier keinen Glaube« schenken kann, um die furchtbare Anklage von sich abmiwälzen. das das Dritte Reich, also dass Deutschland, eine solche Blutschuld auf sfch geladen habe. Unter den weiteren von: den jugendlichem Aiifsafctschreibern gebrauchten Argumenten: sei erwähnt, dass man sieh einfach, damit verteidigt, es habe a® allen Zeiten Völkermord, gegeben. Etn Gymnasiast schreibt: ..Man versucht, in Frankfurt über Verbrechen au isr- Seilen, die im Verlauf des-' Zweites Weltkriegs betas I Versuch, di« Juden ausxu-j rotten, begangen wurden. Ich glaube jedoch, dase awn. über diesen Versuch gar nicht urteilen kann da cs im Verlauf der Weltgeschichte immer wieder mehr oder weniger grausame Versache. ein Volk ausaurotten, gegeben bat." Weil' andere Völker au früherer Zeit nCgesühnt Verbrechen begangen haben, wird jetzt das Recht reklamiert. Verbrechen ungesöhnt begehen m dürfen, ein* für einen Jugendlichen äuseerst bedenkliche Auffassung. Auf der gleichen Linie liegt der Hinweis dass die Juden auch zu früheren Zeiten von anderen Völkern grausam verfolgt wurde*, dass man aber diese Völker nicht zur Rechenschaft gezogen habe. „Sind die Deutschen denn das einzige Volk das Juden verfolgte?“ ...Der Jung» antwortet selbst auf seine Frage: ..Nein, nehmen wir nur einmal di« Aegypter, auch sie verfolgten Juden. Doch we* bestrafte sie? Oder die Römer »ur Zeit der Christen Verfolgungen. Waren sie nicht auch Massenmörder? ja, si* waren, es. Dach, haben sich ihre «gene® Landsleute dsutm zu Richtern: über siö erkoren;?1 lisia; Regierung würde sieh irret», wenn sie glaubt das deutsche Ansehen in der Wert zu heben* in Wirklichkeit fördert si« die antideutsche Propaganda, heisst es. — Diese Proben sollen genügen, um das Ergebnis einer kleinen Rundfrage unter Jugendlich*» wiederzugeben. Kann. man. hieraus allgemeine oder verallgemeinernde Rückschlüsse ziehen, wenn man andere, frühere Erfahrungen und Eindrücke zugrundelegt? Wir wollen unterstellen, dass diese Jugend nicht besser und nicht schlechter ist als die Jugenden anderer Völker. Dann dürfte es auch nicht zu «rwart.ee sein dass sieh dies« Jugend den matürlinfiien Einflüssen ihrer Umgebung entzieht. Elternhaus. Schule, Öffentlichkeit wirken an der Formung jedes Menschen mit. Beinahe aus jedem, der vor ge trag nen Argument» tritt deutlich di« Wurzel dieser Beeinflussung hervor. Besonders prägnant ist der Hinweis auf die Zweifelhaftigkmt der vergetegien Dokument«, weil sie aus der DDR stammen. Hierbei zeigt sich einwandfrei di* Wirkung der den Jugendlichen einigeprägten. These vonden ostdeutschen Antideutschen, um eine neutral« Formulierung zu wählen. Warum gMubt Nazis randalieren in Washington Washington. — Die nordamerikanisehe Naeipartei unternahm im Verein mit dem Ku Kta Klan den Versuch, die kürzlich« Demonstratio« für den Frieden ha Vietnam zu Antisemitisch«« Zwecken su missbeauehen. In einer Kundgebung in der Nah* de« Kapitols war ein Riesenp!akat *u sehe«, auf a«n au lesen stand; „Helft unseren Jungen« in Vietewar-. Daneben wehte ein* grosse Nazifahne. Die Redner, von denen einig» vorgaben, ehemalige Soldaten au sein, hielt«! antisemitische An. sprachen. Ein friilierer .JM*tawee‘‘ schimpfte auf die „krummnasigeu jüdisch«» Zionisten", Bßnige Redner lenkten die Aufmerksamkeit darauf, das unter den Teilnehmern an, der EMncnstrtM'ion gegen den Krieg auch mehrere Juden wäre». So wurde betont, das» Sanford Gottlieh, ein Jude, den Marsch leitete usnd auch Rabbiner daran teil nahmen. Die Nazis forderte»! die Friedensfreund* traf, sieh ruhig weiter „lebendig zu verbrennen“, und erboten sich, Benzin und StreichhoJaer zu liefern. Eb kam xu Sohliigereien; zwischen Demonstranten und Publikum. Der „Führer“ George Liracein. Rockwell wurde zusammen. mit einig»«, seiner Anhänger wegen öffentlicher Ruhestörung festgenomrnan,. 15 Juden und Nichtjuden, di« die Nazis verprügelten, wurde» ebenfalls von der Poliaei verhaftet, doch spät« gegen Kaution auf freien Fuse gesetzt. tTlfA) nicht einmal fremde Völker: majl deren Dokumenten. haben das getan.“ Der junge Mann dessen- Ausführungen gewiss interessant. dessen GeaankengÄJige aber bruchstüefchakft sind, sieht in de® Taten der Nazis Verbrechen, er benutzt sogar für die Römer das Wort „Massenmörder“. Nur wenn man sonst ihnen nicht und in nicht« glauben darf? fragt der Jugendlich«, der sich, was wir auch als einen natürlichen Pvoaess verstehe». innerlich dagegen, wehrt eite Erbe solcher Belastungen ztt sein, wie es die nazistische» Verbrechen waren. empört er sich dagegen dass j man die Verbrechen absjr- Der Berichterstatter meint teilt; er vergisst dabei,, dass! d** Auffassung welche di« Wiederherstellung des ~’“w 10 Rechts ein staatlicher Zwang; ist. der umht mit dem Hinweis aiaBesehaitet werden kann, dass andere die Verbrechen unges ühat gelassen haben. Oh es zweckrrrässigist. die Nazisr dürch die „eigenen Landsleute"“ »bauurteilen. ist eine- Frage, über die man. debattieren kann; .msmi S6HEMK8 LEWSKI KULFLSSTICKF R EVEN Schabbosdeckfi»' TaJbebeutel Klpochen Mac zot-TascUe* Haadr tand Maschjoenstickerei ves Bett und- Fisea.waseh« Dr. Pi L RtVEBA 25*i (fr Beheöeroi t e ra-«*» Confitería NIZA Servidas ée htneh de categoría SALO» OE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, CONHE 76 028# 78-I04S sieh um eine Baga-bellisierung der Verbrechen bemüht. die Brtahrung würde lehren., da«* diese Art von Aeuaserungen die Urteile widerspiegeln, di« im Btterah»us voraetaracht und. vertreten werden. Di* eigen« kritische Prüfung habe noch nicht eingesetzt. „Es erhebt JACO» LA PIDOS tfipL Mohel NEUE ADRESSE Vl AV»O VrE itlTJ I* B. (K-rm and «-2T24 MOREL K. PLAKSiN Snpert 2719 r. E. 76-VÍS4 a. 7823» sieh (he schwierige Frage welche Aussicht gegen so fatale Präjudizierung durch das elterliche und Verwandtschaft liehe Milieu che po- Ktische Erziehung in. der Schul« hat“. Hierbei wird offenaiefctüeh unterstellt, dass die. politische Brziehung in der Seötai* gegen diejenigen. Tendenzen gerichtet ist. welch« na den; hier wiedergegeto*n«n Argumenten der Schüler aufgeCreten sind. Ohne zu beaweifiekn; das es solche Lehrer geben mag, sie sind gewiss nicht in der Mehrheit, denn niemand kann letztlich über seinen Schatten springen und mit seiner eigenen Vergangenheit brechen. Das steht fest wenn man, die deutschen Autoren liest, die sich zu dem Problem der nicht überwundenen Vergangenheit äussern. Kehren wir zuden Ausführungen des Anfangs zurück und versuchen wir, die Probleme unserer TTkg* mit der erforderlichen Nüchtern heit zu analysiere». Jede Jugend gehorcht ihren Gesetzen. Jede Jugend ist den gegebenen Einflüsse» ausgesetzt.. Keine Jugend ist besser, auch, die deutsche niefet, deren Väter auf dem Hohen Meissner standen und von einer ganz anderen, besseren Welt träumten die dan« den gleichen Forderungen unterlagen, die an sie vonder Tradition, der Treue und dem. Gehorsam gestellt wurden. Wer von der neuen deutschen Jugend erwartet, dass ERhricrIrhnt£sARfe ävreh Isratl Tel Aviv.. — Israel hat bis jetzt 7-2. ländern. £n drei Kontinenten, dabei vorwiegend in Afrika, Entwicklungsftilte geleistet. Allein 1.500 landwirtscha ftliche Experten gingen aus Israel ins Ausländ, denen eine etwa sechsfache Zahl von Studenten und Kursteilnehmern in Israel gegenüber steht. Dffa B. Schwartz ZAHNARZT EBTOMBA 2283 52.8211 RAYOS- X PARADENTOSE TELBF VORANMELDUNG BERNARDO STER» Attsführug satntfichei MALERARBEITEN REUNIERA fSI5 Ts E. 5H05? he sieh aueh nur innerlich gegenihre Väter erhebt, irrt sieh. Sie haben ee selbst gesagt, dass sie sich dagegen wehren ihr eigenes Nest zu bese-hamtzen. De« neue deutsche Jugend wird vielleicht mietet au den gleich*», Verbrechen. bereit Senat, aber sie wird, auch nicht gegen ihre Vorfahren zeuge». Aas dieser» Konflikt gibt es keine» Aus wag, wenn, man ehrlich ist. Dies, mag der einzelne bedauern oder nietet, an daan Tatsachen wird hierdurch nichts geändert. U SEMAtM I9MELITA Semanario — apare« ios Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director; Arnoldo W. B. Swarsensky Fueyrredón 2190, IV iz^. T-E. 83-2613 Atoono-Preiag Argentinien: 8 560.— pro Jahr Ausl. 8 800.— jährk Batst* a«8 Paraguay Tel Aviv. — Der paraguayische Vizeminister fiw Aeusseres. Pedro Godinet Be— vilalre, und seine Gattift weilten au eineia »tägige» Besuch in Israel. Aussenssin««t«r Ge Ida Meir empfing die Gäste in, ihrem Ministerium. (ITA) Jerusaeütt. — Am Todestag de« ersten Präsidenten. Israels, Chodm Weiamann. wur< de swif dem Zionaberg eine eindrucksvolle Gedenkfeier abgehaltert. (ITA)- VaiHial mit Japan Jerusalem. — Eine stark* Steigerung der Handelsbeziehungen mit Japan ist fes tausteilen. Der Israel-Export noch Japan war im Jähe* IM* etwa doppelt so gre**- w» im. vc»hergebenden, Jair- ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLBMENFELD Proí. de la Famftd, Jete dd Servicie de Ortopedia. V Tiv—ntiilegia det Keepital Israelita. Traslerdó su consaltorio a ). E URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41*331 y 41-2243 Dr. BERNARDO GOLDSTBM MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CtRBOLATORIO Mctfco del Hempitai Fernande* 008A 2141 — T. E. TB-0182 w. T3-B&LT Consultan; wockestags won 15—12 Uhr Pointrrtnq keine Speechstemdc SoMsabcndt 14—16 Ob Enfermedades Cardiovasealares Aparato Cireetateríe Dr. SABI BMAKSKY S»rn»Miit« 2IIB T* L ÍT-I3B2 Dr. BENJAMIN F. IPNIZKY ZAHNARZT B O E VrGE NSTVAHLKN - ZAHN ZIEMEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETA EUBUNG - REGü- LIE1MJN6 DE» ZAIfNSTELLUNG Sprechstunden. Dienstag — Donnerstag—Setutsbentf naüii vorheriger Venrin bartmg. FOSE. HERNANDEZ 2518. TX 78-8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Médico MageniulmI Darmkraukheiteu Rt>e»Cgen-Unter»«iekiiBgem SPHECHSTUNUENr Montag-, Dienstag, MRfwoch uv. Freitag woe. 15—1® Uhe Es wird gebeten5 sich vorher tetefimisete aurzumaidiB» SANTA FE 1331 T. £ 4A-M93 *. 44-15«

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