Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2142 (12.11.1965)
- Date
- 1965-11-12
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Der Amur trennt es von der Volksrepublik China. Der jüdische Charakter des Autonomen Gebietes allerdings ist im Schwinden begriffet Sehr ausgeprägt ist er freilich nie gewesen, denn die Juden in der Sowjetunion zeigten von jeher wenig Interesse, Pioniere in dieser rauhen Landschaft zu werden, die Won den bei ihnen beliebteren Städten des europäischen Russlands runde 6.000 Kilometer entfernt ist. Die wirtschaftliche Entwicklung geht mehr und mähr in die Hände der zuvon HENRY BRADSNER (Birobidschan) gewanderten n ichtj iidischen Bevölkerung über. Eine Fahrt durch dieses Gebiet und Gespräche mit seinen Menschen führen zu diesem Schluss. Es zu betreten, gestattet die Sowjetregieruc g Ausländern nur höchst selten. Es ist schon schwierig, die Durchfahrterlaubnis zu erhalten. Das war aber nicht immer so. 1934 wurde dieses „Awtonomnaja Oblast“ mit viel Propaganda eis eine Heimstätte für die Juden geschaffen, es kamen ihrer jedoch nur etwa 50,000, und von diesen 50.000 Juden bekannten sich viele nicht zum jüdischen Glauben, sondern waren überzeugte Kommunisten und somit Atheisten. Einige zogen lieber wieder fort, anstatt sich den Bedingungen eines Grerzla-ndes und dem harten sibirischen Winter auszusetzen. Heute verweist die Sowjetunion, wenn sie sich vom Ausland her dem Vorwurf des Antise- . ti£A£tt «tfty£m£T C.£tSftJ»££ PP!írb**?« COMITE CENTROEUROFEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 UNSER S1MCHAT THORA KINDERFEST Trotz schönsten Wetters war unser am vorletzten Sonntag durchge f ührtes Sitnohat-Tbora - Kinderfest nur von der Hälfte der Teilnehmer des Vorjahres besucht. Die Reichhaltigkeit des Programms, welches ausser den Sportwettspielen noch israelische Folklore, Filme etc. vorsah, die Tombola, die viele gut Gewinne enthielt, das ganze , ambiente“ von Jüdischfaeit und Frühlings- Stimmung, dies alles gefiel den Kleinen und Grösseren, und doch muss der Keren Kajemet unzufrieden «ein; es fehlte der grosse moralische Erfolg, den die wochenlangen Vorbereitungen und die Spendefreudigkeit der Geschäftsleute für die Tombola, verlangt hätten. Die Mitglieder unserer dem KKL angeschlossenen Organisationen nahmen wenig Notiz von dieser sinnvollen Veranstaltung; die Kinder erschienen zumeist ohne die Begleitung der Eltern, und mehrere Organisationen hatten für diesen Sonntag - Nachmittag ähnliche Feste angesetzt, ohne an die notwendige Koordinierung zu denken. Die erzieherische Arbeit des Keren Kajemeth, in Verbindung mit den traditionellen national - religiösen Feiertagen, wird leider nur von einem kleineren Teil unserer Menschen in ihrer ganzen Bedeutung verstanden. Die Einzelergebnisse der Sportkämpfe geben wir nächste Woche bekannt Auf jeden Fall sei all denen schon heute herzäicfeet gedankt, die in irgendeiner Form zur Ausgestaltung des Festes beitrugen. Aus unserer Arbeit: BEETE BtJECHSEN IM MONAT AUGUST: (Wegen Raummangel können wir das Ergebnis erst jetet veröffentlichen) : Dr. Walter Bendix, Maxime Cahmann, Hilde Hahn- Cohen, Maxime Einstass, Manfred« Ingens, Jacobs Gitter, Adolfe Hess, Ana Jacobson, Gusta Kalb, Juan Kariel, Arturo Karpeles, Juli© Keilmann, Norberte Korn, Pablo Kramer, Isi Littmann’ Enrique Mainzer, Juan Oppenheimer, Herman Robak, Lothar Roth, ßally Schuster Dr. Hqgo Strauss, Pablo Thormann, United Restitution Office, David Weinstoek, Dora Wohlmuth. IM SEPTEMBER: Siegfried Block, Ruth Boehm, Kurt Braun, Maxime Callmann, Gustavo Qavidsohn, Rodolfo Ebel, Fiie. Van Esso, Geller Hnos.', Helmuth Gräte, Wolf Haendler, José Hasdeu, Heriberte Hecht, Enrique Heinemann, Walter Heymann, Celina Hönisch, Eva Kacprowski, Bertoldo Kahn, Enrique Kantorowkss, Egon Koliman, Francisco Kolodzmski, Hilde Königsbuch, Sigfrid© Kranz, Friede! Lachmann, Ernesto Neumann, Salo Perl, Klaus Pförtner, Nioo las Rosenberg, Juli© Rosenthal, Rodolfo Rubin, Irma Schlesinger, Margarita Schuster, Horst" Spangen thal, Sei ma Spangenthal, Juan Stern, Fred Strauas, Ltta Streit, Binem Tugendreich, United Restitution Office, Siegfried Weinstein, Ricardo Weiss; Bernai: German Bam berger, Ricardo Nirnstein, José Wall hei mer. Wir danken allen maseren fkeunden. Eine Mitteilung: Wir benachrichtigsn unsere Freunde, dass ab Monat November die Namen der Büchseninhaber mit einem Mlindestinhait von $ 1.000.— veröffentlicht werden. JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1 148 BLANCO ENCALADA 1646 ' mi.tismus ausgesetzt sieht, nicht auf diesen Distrikt. Von der Transsibirischen Eisenbahn aus sieht man Weideland mit frisch umgepflügtem Baden abwechseln, dessen hellbraune Farbe vor allem an den Flüssen Bira und Bidsehan auf eine für diesen Teil Asiens gute Fruchtbarkeit hinweist. Auch viele neue Bauten sind zu sehen, Fabriken und Wohnhäuser in Landstädten. Vor den Fabriken der Hauptstadt Birobidschan stehen Mähdrescher. Die Bahnstationen am Wege sind russisch und jiddisch beschriftet, einige wenige Stationen auch englteeh. Aber in Birobidschan, w»o der Zug zwölf Minuten lang hält, erblickt man in den Strassen, die man vom Zug her sieht, nicht eine einzige jiddische Aufschrift. Di« Bahnbeamtin weiss nicht« über die Einwohnerschaft. Gibt es viele Juden hier? ,Ja, und Russen und Ukrainer und Angehörige anderer Nationalitäten“. Gibt es auch Synagogen? „Das weiss ich nicht.“ Später in Chabarowsk, au- Gemeinden und Vereine nach richten von Seite 6) (Fortsetzung der Vereinstragen und triumphierten Aeiha und NCT. Heute findet der letzte Cabalat Shabat der Justa statt und unter den verschiedenen Organisationen wird ebenfalls unsere Aciba mit wirken. KOLONIE: Die Einschreibungen werden bereits vorgenommen. Der Turnus im Dezember beginnt am ersten Montag nach Beendigung des Schul, jahres. Dadurch kann der Preis für diesen Turnus ein* kleine Aenderung erfahren. FERIENLAGER: Wir möchten Alle daran erinnern, dass die Einschreibung noch offen ist, bis alle Plätze für das Ferienlager in Bariloche belegt sind. Deshalb ist es ratsam, sich schon heute einen Platz *u sichern. Ol AgC^ AMENABAR 2972 — CapRa) Meisterschaft 1965 Ergebnisse der 9. Runde: D. Wolffsdb« — Bor Kochba 3:6 BAMI — Maccabi 1:0 8IJA — CASA , 4:1 Maccabi ist durch seine Niederlage auf den 3. Plate zurückgefallen, hat aber ein Spiel weniger (15 Punkte), während SIJA (17 Punkte) jetzt vor BAMI (16 Punkte) führt. Die letzte Runde wird wohl erst die diesjährige Meisterschaft entscheiden. Am Sonntag, den 14. November, spielen auf dem Sportplatz All Boys: 13 Uhr; CASA — Bet Am Lands 14.30 Uhr: D. Wolffsohn — , BAMI 16 Uhr: Maccabi — Bar Kochba. sserhalb des autonomen Gebietes, gibt Zeitungsredakteur Fjodor Gulikows Auskunft: 37 Prozent der 46000 Einwohner von Birobidschan seien Juden, und die Stadt habe eine Synagoge. Der Prozentsatz dei Juden an den insgesamt 163000 Einwohnern des autonomen Gebietes sei indessen niedriger. Gulikows Zahlen sind allerdings nicht die neuesten. Der industrielle Aufschwung hat viele Arbeiter und Bauern neu in das Gebiet geführt. Die landwirtschaftliche Kapazität mag ein Grund dafür sein, dass die Regierung jeden, der in Frage kommt, zur Entwicklungshilfe in das autonome Gebiet der Juden schickt ,Jäs ist das tragende landwirtschaftliche Gebiet des Gaues Chabarowsk“, sagt Gulikow. Ein anderer Grund könnte allerdings auch sein, dass die Regierung die Bevölkerungszahl erhöhen möchte, um dem Expansionsdrang des bevölkerungsreichen Chinas, das auf Grund verschwommener historischer Bindungen Anspruch auch auf dieses Gebiet erhebt, ebnen Riegel vorzuschieben. Nach sow jetischem Recht kann jede nationale Minderheit ihre eigenen Schulen unterhalten. In anderen Teilen des Landes beschweren sich die Juden, das« es keine Schulen gibt, in denen in jiddischer Sprache unterrichtet wird. Gibt es solche Schulen ta Autonomen Gebiet der Juden? Gulikow sagt, am Anfang habe es solche gegeben, aber dann hätten die Juden keine mehr gewünscht, immerhin gebe es aber eine dreimal wöchentlich erscheinende jiddische Zeitung, jiddische Rundfunk-Programme und ein Laien-Theater in jiddischer Sprache. Trotzdem, im Kulturzentrum des Ortes bemerkt man nichts von jüdischer Kultur,- erklärte man von jüdischer Seite. Nach sowjetischem Recht können Durchsagen auf den Bahnhöfen autonomer Gebiete ebenfalls in den nationalen Sprachen erfolgen. Im autonomen Gebiet der Juden war aber keine Durchsage in Jiddisch zu hören. Gulikow erklärte, das sei nicht notwendig, weil alle Juden russisch sprächen. Die Abschriften auf den Bahnhöfen hätten hauptsächlich symbolische Bedeutung und seien, wie Wiiristsehak ergänzte, auch für durchreisende Ausländer bestimmt. In verschiedenen Dörfern, wo nicht alle Juden so gut Russisch beherrschten, gebe es auch andere Aufschriften in Jiddisch. (Aus der ..Frankfurter Rundschau“) Jubilaeum einer Gemeinde La Paz. — Die jüdische Gemeinde Boliviens feierte ihr 30jähriges Bestehen mit einer grossen öffentlichen Veranstaltung und einem Galabantoett. Bei diesen Feiern führten die Kopräsidenten der Gemeinde und der israelische Ehrenkonsul Er- Desto Herzberg den Vorsitz. Das Hauptreferat hielt der auf besondere Einladung anwesende Vertreter des Jüdischen Weltkongresses, Herr Marc Turkow. Den Festlichkeiten wohnten der 4sraehs che Geschäftsträger Blieaer Armem und Mitglieder der israelischen Militärmission in Bolivien sowie der Repräsentant der Jewish Agency bei. (ITA) Heim Synagogen Tel Aviv. — Die Histadrut beteiligte «ich mit 200.006 XL an einem Fonds für die Errichtung von Synagogen in Einwanderer- und Entwieklungsgegenden. Aussenhandd Jerusalem. — Zwischen Ecuador und Israel wurde ein Abkommen über die Gründung einer gemeinsamen Reederei unterzeichnet, die eine Flotte von Frucbttransportschiffen betreiben soll; hierfür wurden in Italien vier Kühlschiffe — mit zusammen 90.000 t — bestellt. gfgBBbW Organización Sionista Femenina Argentina Invita a su tradicional Feria de la Jalutza En la Sociedad Hebraica Argentina INAUGURACION SACADO 13 DE NOVIEMBRE A US 18 HORAS CONTINUARA DOMINGO 14 DE NOVIEMBRE A PARTIR DE LAS II HORAS Habrá almuerzos y cenas para «1 público asistente SARMIENTO 2233 Entrada General S 50.^ WORAUF WARTEN ' SIE? _ ZAHLEN SIE JETZT Einheitskampagne COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPABA UNIDA (Keren Haiessod) Sarmiento 2376, Hl. — T. E. 47-3820