Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2142 (12.11.1965)
- Date
- 1965-11-12
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/9616703-9614788-9615246--4125-9615248- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— Viemea 12 de Noviembre de 1965 SEMANA ISRAELITA Aá>0 XXVI. — N* 2142 1 Einheit in der Vielfalt (Schluss von Seite X) teidigt, und was noch wichtiger ist — durchgesetzt werden. Die Mehrheit dee israelischen Volkes ist den Parteien gefolgt, die auch schon bisher die Regierungskoalition gebildet haben. Diese Parteien stellen heterogene Kräfte dar. Hieran kann man kaum zweifeln. Aber dass trotz/lern eine Koalition formiert werden konnte, die nun schon Jahre hindurch regiert, zeigt nicht nur den starken Willen, auf einer breiten Grundlage zu regieren, sondern die hohe moralische Kraft Israels, Parteibelange zurückzustellen, die Zusammenarbeit im Interesse de* Gesamtwohls zu stärken und das geistige Leben in seiner Vielfarbigkeit aufrechtzuerhalten. Selbst wenn man einen tiefen Unterschied zwischen der neuen Ben Gurion-Partei und der Mapai konstruieren möchte und nicht zu der Meinung neigt, dass sich d*e streitenden Brüder eines Tages wieder im Schosse der Familie treffen und verständigen -werden, wurde die Kontinuität durch das vorliegende Wahlergebnis gewahrt. wobei man nicht allein an die Fortsetzung der bisherigen Politik und Administration denken sollte. Sind es doch die gleichen geistigen und materiellen Kräfte, die uns die Balfour-Deklaration vor bald 50 Jahren gebracht und die zur Gründung des Staates geführt haben, sind es doch die gleichen Kräfte, die von Trägern der Hoffnung eines verzweifelten Volkes zu den Verwirkliehern einer besseren Gegenwart geworden sind. Selbstverständlich haben bei diesem Prozess der Realisierung des zionistischen Programms alle Parteien rnitgewirkt. alle ihren Anteil, alle ihre historischen Verdienste; aber die führende Rolle lag unstreitig in dem Aufbau willen der Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON *180 l? im. nachm. 16—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. ierät Sie kostenlos und «(verbindlich beim Kauf oder Verkauf von 3ESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN VIRREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 Chaluzim, bei jenen Gruppierungen und Parteien, die bisher die Verantwortung für die Regierung getragen haben. Mit diesen Bemerkungen wird keine Parteipolitik getrieben, sondern der Versuch der Analyse aller gestaltenden Kräfte im Leben unseres Volkes gemacht, die letztlich durch ihre gemeinsame — zionistische — Anstrengung die neue jüdische und vor allem die israelische Wirklichkeit geschaffen halben. — III. Sieben Verwundete France Presse meldete Zwischenfälle bei den Wahlen in Israel. Es habe sieben Verwundete gegeben. Auf den ersten Blick wirkt eine solche Meldung alarmierend. Irgendwie gefällt dies uns nicht; das passt nicht in das Konzept, das wir vom jüdisch-politischen Leben haben. Aber man übersieht, dass auch die Israelis Menschen mit ihren Leidenschaften. mit garten und weniger guten Eigenschaften sind Schon Herzl hat doch erklärt, dass wir Juden im Rahmen des notwendigen Normalisierungs - Prozesses unseres Lebens auch das Recht hätten, Missetäter zu haben und Gefängnisse zu unterhalten. Warum ist es deshalb störend, wenn bei Wahlkämpfen Schlägereien Vorkommen? Aber es waren gar keine Juden, die sich bei den Wahlen in „die Haare“ gerieten, sondern Beduinen. In der Nähe von Beer Scheba, der Stadt, die in wenigen Jahren aus dem Wüstensand erstand, hatten arabische Israelbürger ihrer Wahlpflicht zu genügen. Dort stiessen die Mitglieder zweier Stämme aufeinander - die verschiedenen politischen Gruppierungen angehören, und trugen ihre Meinungsverschiedenheiten auf ihre eigene Weise aus. Insgesamt 125.000 in Israel lebende Araber waren wahlberechtigt. Eine merkwiiidige Erscheinung muss man darin erblicken dass auffallend viele Araber den Kommunisten ihre Stimme geben, die bekanntlich in Israel keine Bedeutung haben. Die israelischen Kommunisten sind zu einem erheblichen Prozentsatz gar keine Juden, sondern Araber. Nur nebenbei bemerkt sei, dass auch durch diese Tatsache eine der übelsten Lügen der antisemitischen Propaganda widerlegt wird, dass „die“ Juden Kommunisten seien. Obwohl Kommunismus in Israel nicht politisch verfolgt oder benachteiligt wird, ist er vollkommen einflusslos, und dies im Gegensatz gerade zu den Ländern, die den Juden immer eine kommunistieetoe Neigung vorwerfen, in Wirklichkeit aber selbst diMem Tendenzen aufgeschlossen sind. JUDITH SCHENK 0LEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdeckec TaUisbentel Käppchen Mar zot-Taschen Hand- und Maschkienstickere) von Bett- und Tischwäsche De. P. L RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E 73-9155 Vielleicht sollte man einmal die Frage aufwerfen, wie dieses Phänomen zu erklären ist, dass der organisierte politische Kommunismus in Israel keine oder sehr wenige Anhänger hat. IV. Konstruktive Arbeit Für das jüdische Volk ist der Gedanke der Freiheit keine politische Phrase, kein philosophisches Axiom und kein allgemein-sittliches Postulat, sondern ein Wesenszug seines geistigen und materiellen Seins. Durch alle Hoffnungen und Gebete, durch alle Gefühle und Gedanken leuchtet die Zuversicht, dass Volk und Mensch frei sein werden. Sklaverei, auch geistige Versklavung, widerspricht der jüdischen Existenz. Damit entfällt die Möglichkeit, Systeme innerhalb des jüdischen Volkes, seiner Gemeinschaften oder gesellschaftlichen Ausdrucksformen zu popularisieren, in denen die Freiheit des Individuums nicht garantiert, sondern im Gegenteil unterdrückt wird. Der Kommunismus ist dem jüdischen Denken wesensfremd. Manche meinen, weil viele jüdische Studenten in dem Ueberschwang jugendlicher Gefühle und im Wortschwall gutgemeinter Programme zur Weltverbrüderung in der Galut den Kommunisten nachlaufen, dass „die“ Juden solchen Tendenzen huldigen. In dem Augenblick, wo diese Jugendlichen wieder zum Judentum zurückfinden, ist die „kommunistische“ Liebelei vorbei. Im übrigen muss man mit tiefer Besorgnis beobachten, dass gerade in lateinamerikanischen Ländern die Radikalisierung der (studentischen) Jugend zur Spaltung in zwei extreme Lager führt: chauvinistisch - nationalistische Kräfte stehen den Kommunisten gegenüber, mit denen sie sich vielfach in eigenartigen Kombinationen berühren. Da der jüdischen Jugend die nationalistische Front mit ihren meist — wenn auch nicht immer — antisemitischen Tendenzen verschlosseii bleibt, werden sie — unbewusst — ins kommunistische Lager abgedrängt. Dass in der Knesset mit ihren 120 Abgeordneten nur ganz wenige Kommunisten sitzen, beweist den Willen Israels zur konstruktiven Arbeit, beweist eine politische Reife, die man bei vielen anderen, älteren Staatsvölkern vermisst. Auch hier liegt ein Positivum, auf das Israel und mit ihm das jüdische Volk stolz sein darf. V. Die Atombombe Herr Dr. Hasnin Heikal, seines Zeichens Berater des ägyptischen Präsidenten, Ge- JAD0B LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE V1AMONTE 2037 4» B. 46-1716 und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 a. 76-2312 Massenmord an jüdischen Frauen München. — Die Staatsanwaltschaft Hof will beim dortigen Schwurgericht Anklage gegen den ehemaligen Kommandanten des oberfränkischen Konzentrationslagers Helmbrechts, Alois Dörr, sowie gegen drei ehemalige Aufseher und eine Aufseherin erheben. Den 1.200 Häftlingen von Helmbrechts nach Wallern io der Tschechoslowakei Im April 1945. Bei diesem Marsch sollen mindestens 300 Frauen, darunter zahlreiche jüdische Gefangene, erschossen worden oder an Entkräftung gestorben sein. Die Staatsanwaltschaft will etwa 100 Zeugen benennen. (AWZ) neral Gamal A Nasser, veröffentlichte einen Artikel in einer der führenden kairoer Zeitungen, dass Israel innerhalb weniger Jahre zwei oder drei, wie er meinte, imstande »ei, eigene Atombomben herzustellen. Dr. Heikal beteuert, dies aus sicheren londoner Quellen zu wissen; er habe triftige Gründe für die Annahme, dass diese Information richtig sei. Niemand wird die Möglichkeit außschliessen, dass Israel über Menschen und Mittel zur Herstellung der Atombombe verfügt. Unter den vielen hervorragenden Wissenschaftlern und Physikern, die auf dem Gebiet der Atombeherrschung und der Fabrikation der Atombombe an vorderster Stelle gearbeitet haben und noch tätig sind, gibt es zwar keinen einzagen Araber, wohl aber sehr viele und weltbekannte jüdische Gelehrte. Dass auch in Israel Forschungen und Experimente auf dem Gebiet der Atomphysik gemacht v’erden, ist kein Geheimnis. Aber diese Arbeit steht im Zeichen der Parole: „Atome für den Frieden“. Ganz im Gegensatz hierzu ist bekannt, dass die Aegypter Raketengeschosse und andere Todeswaffen in ihrem Lande produzieren, wofür sie aus Mangel an eigenen Wissenschaftlern deutsche Nazis verpflichtet haben, was ebenfalls kein Geheimnis ist... VI. Die Levante Nassers Berater Dr. Heikal meint, dass sich in Israel ein gewaltiger Prozess demograpbisoher Veränderungen abspiele. Bereits für 1980 sagt er voraus, werden 80 Prozent der israelischen Bevölkerung von levantjnischen Juden gebildet werden. Diese Entwicklung wdirde — so sagt Heikal — die israelische Regierung und die hinter ihr stehenden Kräfte beunruhigen, weil diese alle europäischen Ursprungs seien. Aus Angst vor dieser Entwicklung wollen sich diese Kreise durch Atombomben ihre weitere Existenz und ihren Führungsanspruch sichern. Es dürfte schwer sein, diesen verworrenen Gedanken- Dr. B. Schwartz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52.8214 RAYOS X PARADENTOSE TEI .EF VORA NMELDUNG gängen zu folgen. Will Heikal behaupten, die israelische Regierung wolle die Atombombe gegen die eigenen Bürger einsetzen? Sicherlich kennt Dr. Heikal doch die Wirkungen einer Atombombe. Aber keine antijüdische oder anti-israelische Behaup- | tung ist töricht genug, um nicht doch gebraucht zu wer- Es hat nicht dieser Ausführungen des Dr. Heikal bedurft, um die arabische Feindschaft gegen Israel in die Erinnerung zu rufen. Die Israelis haben daran gedacht, als sie zu den Wahlurnen schritten. Denn es muss eine Politik der starken Hand geführt werden, ohne sich von den vielen Provokateuren und Provokationen zu einem unüberlegten Schritt hinreissen zu lassen. In der letzten Zeit haben die Araber ihre Taktik erneut geändert, indem sie nicht mehr so feine Unterscheidungen zwischen Israel und dem jüdischen Volk oder zwischen den Zionisten und den von ihnen so bezeichneten „anständigen" Juden machen. Nun sind sie zur primitivsten Form des Antisemitismus — oder, da sie doch selbst Semiten sind, des Antijudaismus — übergegangen. Sie beschreiten die abgetretenen Pfade der nazistischen Hetzpolitik. Fast alle arabischen Botschaften vertreiben antisemitische Propaganda, finanzieren die antise- U SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Arnoldo W. B. Swareensky Pueyrredón 2190, izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: Ç 500.— pro Jahr Ausl. f 800.— jährL mitischen Bewegungen, schüren Hassgefühle, suchen Verbindungen mit antijüdischen Gruppen und wühlen unter dem Schutz ihrer Immunität gegen die jüdischen Gemeinschaften. Israel hat bewiesen, dass es die erforderliche politische Reife besitzt und eine beachtenswerte demokratische Kraft dürsteilt. Wir Juden der Galut wissen, dass wir uns täglich in dem Kampf gegen unsere Gegner zu bewähren haben. Die Stärke Israels und des jüdischen Volkes liegt ln der Einheit der Aktion trotz der Vielfältigkeit der Meinungen. Nicht der Druck von aussen, die Gehässigkeit unserer jeweiligen Feinde oder ein äusserer Zwang schliessen Israel und schliessen das jüdische Volk zusammen, sondern der tiefe, uns allen gemeinsame Glauben an unser Recht auf Leben und Zukunft. Confitería NIZA Servicios de lunch de categorie SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 7R.n3ftft 73-1049 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1916 T. E. 58-4052 ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Prof. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47-5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518, T.E. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 den... VII. Hauptpunkt der Anklage bil-! Sicherung der Zukunft det der Todesmarsch von