Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2141 (5.11.1965)
- Date
- 1965-11-05
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 5 de Noviembre de 1965 SEMANA IS »TA ELIXA Año XXVI. N* 2141 — 7 Gemeinden und Vereine »achrichten von Seite 6) (Fortsetzung der Vereins- Frauen, Fussball und Basqnet für MSnner auegetragen. Und »na Sonnabend, den 2*. ]d»vemb*rr ab 31 Uhr 30 findet in unserem Heim der grosse Ball dw 3. „Jasta Ju- Tunr statt. Kommt mit Kuren Freunden, Dir werdet zufrieden sein. K6LOM1E IN BANFIELD tjVie wir beseite mehrmals erwähnt haben, findet die Kolonie dieses Jahr während dm Mfenat* Bwembw und Januar statt. Der fetzte E3neehieibetermin und Anzahlung ist der 15. November. Zu Ihrer Erleichterung haben mit am Eingang in Bonfieid. «men Tisch aufgestellt, w« Smeehreibungen vor genommen werden können. Zwecks Xnfo« mationan bitten wir, «eh an die Jugendteemmisaaon, Instruktere oder täglich an du Sekretariat zu wende«. FUlUHNLAGWl: Wir weisen erneut darauf Ihm, da« diese« Jahr da« Fearten-tager in Zelten in Bariloehe aan See Perif© Moreno, während des Monats Februar und zwar vom 6. bis efneehliesslicfa 27. stattfindet. Dasselbe für Jungen und Mädchen. Frei«, alle« einge- «ehleseen wie Fahrt, Aufenthalt, Ausflüge et«. $ 15.560.— jp*» Fersen, Wir verfügen nur «her 39 Plätae, von denen bereits verschiedene belegt sind, die restlichen werden in genauer Reihenfolge vorgenenunen. EINHEITS-KAMPAGNE: Wir bitten unsere Mitglieder wiederholt, der Einheits- Kampagne gegenüber nachaufcommen. . ■ Forum Sionista BARKOJBA ten Wanderpokal des KKL gewinnen. Wir gratulieren unseren jugendlichen Spielern zu ihrem Sieg. FRAU E. GELLER S. A. Wir geben unseren Mitgliedern die traurig« Nachricht bekannt, dass unser langjähriges Mitglied Frau E. Goller vergangene Woche gestorben ist. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. EINHEITSKAMPAGNE: Wir erinnern alle unsere Mitglieder, dass di« Kampagne 1965 abgeschlossen wird und. bitten noch ausstehende Zahlungen baldmöglichst zu feisten. AMENABAR 2972 — Capital Meister schalt f 9645 Ergebnisse der 8. Runde (Rückspiele): Bar Koehba — BAMI 0:0 Macabi — D. Wolffsohn 3:0 SIJA Bet Am, Lands 3:2 In Division A sind Maccabi und SIJA weiter punktgleich (15) und führen vor BAMI (14), CASA (12) und Bar Koehba (11), so dass die Meisterschaft noch ziemlich offen ist. Am Sonntag, den 7. November, spielen auf dem Sportplatz All Boys; 13 Uhr: Bar Koehba — D. Wolffson 14.30 Uhr: BAMI — Maccabi 16 Uhr: SIJA — CASA «rorrtti 3991 _ I. E. 87-7556 QUINTA Kommenden Sonntag wird unsere Quinta offiziell für diese Saison eröffnet. Der Wirtschaf tsbetrieb ist in fachmännischen Händen. Wir erwarten am Sonntag alle unsere Mitglieder und Freunde. TÖRNEO 12 DE OCTUBRE Das erste Spiel in Fotball de Sftlön im Torneo 12 de Octubre, welches von der Hebraica organisiert worden ist, Sonnte unsere Mannschaft gegen Bia Hk 6:1 gewinnen. baby-fotball Am vergangenen Sonntag konnte unsere Mannschaft (Jugendliche bis 13 Jahre) im Blitztournier den von der „Semana Israel ita#p gestifte- Petr »chemische findnstrie Lenden: — Der jerusaitmm Korreep© ndent der ,.Financial Times“ berichtet, daos über 20 Millionen Pfand Sterling in den nächsten sechs Jahren laut Mitteilungen des Generaldirektors des Ministeriums für Handel und Industrie, Michael Tseur, in Petroleum verarbeitenden und chemieefcen Industrien in Israel investiert werden sollen. Beehs israelische Untemeh- - wen in Israel, und zwar die Raffinerien von Haifa Und dl« Petrochemtachen Werke von Akfto und Haifa und die Chemischen Fabrike» in Arad und Aschdod werden von dieser Kapitalwrfuhr begünstigt. (ITA) Nur 100 Juden in Lemberg ■Wien. — In Lemberg leben heute noch etwa hundert Juden, Die Stadt hatte kurz vor der deutschen Besetzung im Juli 1941 etwa 170.000 Juden, und nach der Eroberung durch die Russen im Jahre 1944 lieseen sich 2.080 Juden als solche registrieren. Die Synagoge wurde in ein Sportinstitut verwandelt. Jüdisches Gemeindeleben gibt es kaum mehr, und nur der Friedhof ist intakt. Carl Misch gestorben Berlin. — Carl Misch, einer der leitenden politischen Redakteure der früheren „Vossischen Zeitung“ in Berlin von 1921 bis 1933, ist in Danville in den Vereinigten Staaten gestorben. Misch emigrierte 1933 zunächst nach Paris und im Jahr» 1940 in die Vereinigten Staaten, wo er zuletzt Profess«» für Geschichte am Center College in Danville (Kentukky) war. 1962 wurde sein Buch ,.Deutsche Geschichte im Zeitalter der Massen“ in Deutschland veröffentlicht. Entsalzungs-Anlage Tel Aviv. — Den Plänen der UBA-Regierung gemäss, hat die gemeinsameamerikanisch-israelische Kommission zur Errichtung von Werken zur Meerwasserentsalzung in Is-ael beschlossen, bis Ende dieses Jahres eine kleine Probe-Installation fertigzustellen und dann mit Entsalzung des Meerwassers zu beginnen. MJUON LELIMUDEI HAIHAADUT (INTEGRAL) Busca persona« aptas para Henar las vacantes reetor y profesores de bachillerato adscripto a la enseñanza oficial. Escribir a la Aracdim del Moján, Tucumán 3177, acompañando earrieotami vita«. Se asegura absoluta reserva. der Musikveranstaltungen ist nunmehr von über 50 auf , .nur" 30 ausammengeaeh malze n, untrügliches Anzeichen für das bevorstehende Ende unserer „temperada mu*ical“. „Last not least“ fällt sie mit einem, transzendentalen Ereignis nicht nur für das Jahr 1965, sondern der fetzten Opernspielzeiten überhaupt zusammen: der südamerika- , machen Erstüufführungder zweiten Alban Berg - Oper „Lulu“ (die erst« war sein „Wozzeck“) und gleichzeitig der zweiten dedekaphonisehen Oper schlechthin; die erste ist „Moses und Aron" seines Freundes und Meisters Arnold Schönberg, welchem , „Lulu“ zum 60. Geburtetag gewidmet ist. Da« Teabro Colön hat mit der Mensterreaüsation der von Frank Wedekind aus seinen „fin de secle“-Bürgerschreck-Tragödien „Erdgeist“ und „Büchse der Pandora" zu „Lulu“ kontrakfierten und von Berg abermals dramaturgisph gestrafftem Opus hohe Ehre eingelegt. Es ist gleichzeitig eine Alban Berg- „hommage“ zu seinem 30. Todes- und 80. Geburtstag, 28 Jahre nach der in Zürich (als Torso) erfolgten Uraufführung. (In Deutschland und seiner österreichischen Heimat war sein Werk als : „entartete Kunst“ verpönt). Während, „Wozzeck“ atonal konzipiert ist, wandte der Komponist hier im Sinne; Schönbergs eine ganz streng* Zwölf t©n-3chreibweise an; sein Orchester ist kleiner als das des Büchner-Dramas Aehnlich. wie dort wird der Text auf sechs Arten interpretiert: Als anbegleiteter Dialog; als freie Prosa (begleitet); rhythmisch festgelegt;. als Spreehstimme in allen Lagen; halb gesungen und: Ganz gesungen. Die Formelemente sind jedoch andere. Ensemble, Rezitativ, Melodrama und gesprochener Dialog alternieren miteinander. Die Rolle des Dr. Schön int mit der Bonatenform verbunden, die dessen Sohnes Aiwa mit dem Rondo, die der Gräfin Geschwitz mit exotisch-penta tonischer Leiter usw. Die zentrale musikalische Aussage des Opus bildet das Lied der Lulu im 2. Akt. Berg hat sieh in den doktrinären Netzen der Dodekaphonik zu sehr verfangen, als dass es ihm gelungen wäre, ihre Fesseln zu sprengen. und die differenzierte Expression des „Wozzeck“ nochmals zu erreichen. Daher ist bei allem Respekt für die abgründige Wedelrind- Vertonung jene Büchners ata mächtiger, unmittelbarer zu werten. Die Oper ist Fragment geblieben. Die Partitur von zwei Akten wurde restlos komplettiert, vom dritten hegen Teilörehestrierungen vor, der Rest in Klavierskizzen. Die bereit» 1934 aus fünf Szenen zusammengestellte „Lulu-Suite“ dient der hier dar gestell ten vollständigen Fassung. Orchester und Dirigent: Regie: Sänger: Bühnenbild (und Kostüme): die 4 Komponenten einer Opernauffüthrung sind nur höchst selten auf einen Nenner zu bringen. Bald ist die eine wuchtiger, bald eine andere schwächer. Mit dieser „Lulu“-Etnstudierung jedoch hat es im Colön eine fast einmalige Bewandtnis: Seit undenklich langer Zeit haben sich hierbei diese vier Faktoren zu einem einheitlichen Ganzen ungeahnter Perfektion verschmolzen. Der stuttgaarter Generalmusikdirektor Ferdinand Leitner, welcher unserem , Printer coliaeo" seinen fünften Besuch abstattet, hat mit dieser Sisyphusarbeit wohi da« Beste geboten (von dem vielen Gaten), wss wir unter seinem Taktetoek gehört haben. Die ausserordentlich (und oft unnötig!) komplizierte Partitur dem unter seinen wissenden Händen wie Wachs arbeitenden Colön - Orchester nahezubringen, aus ihrer weiten Klangskala noeh ungeahnte Transparenzen schillern zu lassen — ganz zu schweigen von subtilsten Abstufungen in allen denkbaren Facetten — und den Sängern in jeder Sekunde hilfreich beizustehen, kann man als vereinzelt dastehende Tat vermerken. Zu vergleichen ist ihre beschwörende Prägnanz mit der de« Regisseurs Ernst Poettgen, der ebenfalls den Gipfel seiner zahlreichen nicht geringen Erfolge in Buenos Aires erklommen hat. Dies seine eigenen, im Programmheft wiedergegebenen Worte: „Die Idee von der „Welt als Zirkus“, wie sie Wedekind im Prolog aasspricht, fordert geradezu eine szenische Konzeption zur Realisierung in diesem Sinne heraus. Im selben Augenblick, wo aber die gesamt« Handlung in der Arena eines Zirkus abläuft, wird sie auch zum Gleichnis, zur Parabel erhoben. Und das muss der letzte Sinn der Geschichte vom „wahren Tier“ sein. „Lulu“ gesehen mit expressionistischer Uetoersehärfe der Optik, vermittelt — vielleicht — Erkenntnis.“ Poettgen lässt den Vorhang über einer leeren Arena aufgehen, in welcher der Tierbändiger mit seinem „Hineinspaziert in die Menagerie“ das „wilde, schöne Tier“, die Schlange (sie nimmt im Drama den Namen „Evo“ an) vorstellt und dabei bereits die Quintessenz der Tragödie aussprieht. So gleitet das ganze Schaudergeschehen am Spektator auf diesem (in 6 Bildern jeweils mit dem Notwendigsten bestückten) Zirkuspodium als Symbol für die Welt vorüber. Bei der Lösung der „Ostinato"-Musik ist Poettgen von der ursprünglich benützten Filmlösung abgekommen, da sich während eines Mensclienalters unser Verhältnis zur Leinwand zu grundsätzlich geändert hat, sodass der von Berg gesuchte Verfremdungseffekt 1965 derart nicht mehr erreicht werden kann. Das als „Filmmusik“ gedachte „Ostdnato“ — es verbindet das 4. mit dem 5. Bild — (Verhaftung, Prozess Verurteilung, Kerkerhaft, Cholerainfektion und sensationelle Befreiung durch die Geschwitz), wurde durch Plakate tragende „SendWachmänner“ visuell verständlich gemacht. Logische Durchdenkung jener einzelnen Partie, Bewegung der Akteure, Ausleuchtung: vollendet. Leni Bauer Ecsy schuf das geeignete Bildklima in kongenialer Erfühlung an Maler- und Bürger-Ambiente“, und ganz besonders in den Kostümierungen der Protagonisten und die Dekors ihrer schäbig-billigen Schmieren« arderoöe mit sehewsslichen, einander absteasenden Farben. Der gesamte „Vokalteam" war für uns neu. Evelyn Lear ist dank ihrer Erscheinung eine superbe „Lulu“. Nicht oft hat die Natur einer grossartig ausgebildeten und mühelee die Schwierigkeiten ihres Ports bewältigenden Sängerin so verschwenderische physische Reize mitgegeben wie ihr, die sich zum Synonym des „fatalen Weibes“ verwandelt, welches alle ihr sich nähernden männlichen Lebewesen vernichten muss Hane Günther Nicker als „Dr. Schön“, ihr wichtigster Partner, ist für seine Rolle durch Erscheinung und gepflegten Bariton prädestiniert. Die kurze, aber wichtige Rolle der lesbischen „Gräfin Geschwitz“ fand in. der ausgezeichneten Altistin Gisela Litis ihre Erfüllung. „Aiwa“ wurde von Kart Ruesehe groasartig gelebt und gesungen. unglaublich sicher in allen Situationen Der „Maler“, zweite* Opfer der ,„feiame fa- Neue Nachal-Siedlung Tel Aviv. — Ein Gebiet von 700 Dunam wurde vom Keren Kayemeth im Palama Bezirk gegenüber der transjordanischen Stadt Tulkarm als Basis für eine neue Nachalsiediung bereitgestellt, die Ende dieses Jahres errichtet werden und den Namen Zur Nathan tragen wird, tale", fand in Ratko Delorko eine« vollendeten Interpreten. Fritz Linke verkörperte den skurrilen „Schigolch“, tragikomische Figur im düsteren Schicksalslauf auch stimmlich mit ins bis aufs Dátete durchdachtem Agieren. Ralph Telasko in seinen beiden Rolfen „Tierbändig«-“ und „Athlet Rodrigo“ gleich überzeugend. Perfekt gestalteter „Gymnasiast": Noemi gouza. Ein Gesamtlob allen übrigen, dem Coidn-EHsemble zugehörigen Künstlern in ihren Nebenrollen, Das zahlreiche PremierenpuMikum wie auch die späteren Auditorien standen zunächst der Zwölftonoper völlig ratlos gegen übar und fühlten sich sichtbar von der aufreizenden Musik „angesprungen“. Dann aber warteten sie mit einem Applaus auf, der zumindest ein Erahnen der grossen musikalischen Tat hörbar werden lies«. Curt B. M. Weisestem -Die Eiftbeitskampagne teilt nrrh- Was ist der Keren Hajessod! Immer noch kennen viele Menschen nicht die grossen Aufgaben, die der Keren Hajessod nach der Staatsgründung zu erfüllen hat. Schon in Deutschland vor Jahrzehnten war der nationale Aufbaufonds das Finanzinstrument der Jewish Agency, für den Zionisten und Nichtzionisten gemeinsam arbeiteten. Auch beute, 17 Jahre nach der Proklamierung des Staates Israel, wird die Binheitskampagne von allen bewussten jüdischen Kreisen in der ganzen freien Welt durchgeführt! Etahertskampagne bedeutet heute — wie einst — Einheit des ganzen jüdischen Volkes bei der Aufbringung der finanziellen Mittel, die der Jewish Agency für ihre gewaltigen Aufgaben dienen. In wenigen Tagen wird die ausserordentliche Landeskonferenz der Einheitskampagne Argentiniens zusammehtretsn, die nicht nur eine neue Struktur für die künftige Arbeit beraten wird, sondern auch Mittel und Wege suchen muss, wirklich alle Juden zu „Beisteuerern“ zu machen. Auch die argentinischen Juden, die heute die zweitgxöaate Kollektivität ausserhalb Israels darstellen, müssen endlich verstehen, dass die Binheitskampagne keine „Sammlung“ neben anderen — bestimmt immer wichtigen — ist, sondern die freiwillige finanzielle Mobilisierung des ganzen jüdischen Volkes bedeutet. Da» zentraleuroptische Ceaaite kann mit Befriedigung mitteilen, dass es in diesen Tagen für die Aktion 1965 bereits den Gesamtbetrag der im März abgeschlossenen Aktion 1964 aufgebracht hat, trotzdem noch einige hundert Beiateuerer fehlen und viele andere Hunderte überhaupt noch nicht in den Listen des Keren Hajessod enthalten sind. Und so appellieren wir auch heute wieder an die noch Abseitsstshenden* an die Jugend, an die Menschen der „zweiten Generation* und an die Aelteren: Zahlt für die Einheittskampogne. GEBT MIT HERZ UND VERSTAND! WORAUF WARTEN SIE V 9 ZAHLEN SIE JETZT Einheitskampagne C0MITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAiA UNIDA (Keren Hajessod) Sarmmtte 2376, Hl. — T. L 47-4820 Musik in Buenos Aires SÜDAMERIKA PREMIERE: ..LULU“ VON ALBAN BERG IM TEATRO COLON Die wöchentliche Anzahl