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Jüdische Wochenschau · 1965-10-29 · 2140 (29.10.1965) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2140 (29.10.1965)
Date
1965-10-29
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 28 de OetiAre de 1966 SEMANA ISRAELITA Añe XXVI- — N* 214« Wer spricht nach fiaren Wer ein zeitgeschichtliches Buch schreibt, etwa sich anschickt, über die letzte Entwicklung im Orient, in Femostasien oder in Afrika zu berichten, muss damit rechnen, dass sich bereits manche, sogar grundlegende Aenderungen vollzogen haben, bevor das Buch das Licht der Oeffentlichkeit erblickt und im Buchhandel erschienen ist. Gute, auch zeitgeschichtliche, selbst in manchen Einzelheiten, überholte Bücher behalten aber ihren Wert, der nicht in der Vermittlung eines flüchtigen Eindrucks oder vorübergehenden Einblicks in die Verhältnisse liegt, sondern in der Erkenntnis und im Verständnis einer Entwicklung. Eis mag im Jahre 1937 oder 1933 gewesen sein, so wird in einem dieser schnell vergessenen und doch sehr instruktiven Berichtsbücher über den Mittleren Osten erzählt, als ei nein militärischen Brauch folgend der damals jugendliche und populäre König Faruk eine Truppenparade abnahm. Faruk ist im Exil vor kurzer Zeit gestorben. Der ägyptischen Sitte gemäss wurde ihm dabei von den Offizieren, vom Leutnant hinauf bis zum General, die Hand geküsst. Nur einer, ein jüngerer Major, tat das nicht. Er reichte dem König zwar die Hand und lächelte ihn an, aber den üblichen Handkuss gab er nicht. Natürlich war das damals nicht Nasser, was die meisten heute vermuten würden, sondern Mohammed Naguib, der Vorgänger Nassers, der väterliche Freund und Wegbereiter des heutigen Diktators über Aegypten. Naguib war ein Mann, der immer gewöhnt war, eigene Wege zu gehen. Der König mochte ihn nicht. Nur zögernd wurde er befördert. Als der König ihn zum Vizemarschall ernennen von B. B. SAMUEL wollte, lehnte Naguib ab. Am nächsten Tag musste Faruk sein Amt, seine Königswürde niederlegen. Naguib hatte den König gestürzt. Naguib stand an der Spitze einer Militärjunta, deren zweiter Mann Nasser war. Gamal Nasser hatte ihm das Volk zujubelte, folgte es einem Stärkeren, als dieser seine Stunde für gekommen hielt. Wenn man dieses Berichtsbuch nur durchblättert, fällt die Tatsache aui, dass nur sehr wenige der damals einflussreichen Israel kritisiert Moskau Tel Aviv. — Ministerpräsident Levi Eshkol und Vize-Premierminister Abba Eban kritisierten die sowjetische Regierung mit Bitterkeit, weil sie ihrer Delegation vor den UN Anweisung erteilte, einen Zusatz zu einer Resolution gegen rassische Diskriminierung vorzuschlagen, in dem der Zionismus mit dem Nazismus in einem, Atem genannt wurde. Elshkol, der sieh von diesem Versuch erschreckt und betrübt erklärte, fragte in einer Rede vor dem Klub der Industriellen und Kaufleute in Tel Aviv, wie es möglich sei, dass die Sowjetunion ,.unsere Freiheitsbewegung mit den finstersten Kräften, die je in der Geschichte an die Oberfläche gelangten, auf die gleiche Stufe stellen konnte". Er nannte dies einer grossen Nation unwürdig, die die menschlichen Werte zu verteidigen vorgibt. Eban bezeichnet« auf der 31. Jahrestagung des United Jewish Appeal das Vorgehen Sowjetrusslands als „eine Politik, die mehr Wert auf Stimmen als auf Prinzipien legt". Er erinnere sich, so äusserte er. dass er im Jahre 1948, als er Israel in den Vereinten Nationen vertrat, verschiedentlich mit Gromyko dem sowjetischen Aussenminister, konferiert habe, der damals sowjetischer Repräsentant vor den UN war „ich sprach mit ihm“, sagte Eban, „als Zionist, und unsere Unterhaltungen bezogen sich einzig und allein auf das Ziel des Zionismus, nämlich auf die Errichtung eines jüdischen Staates“. (ITA) also nach Naguib das wichtigste Amt als Vizeministerpräsident inne. Naguib war ausserordentlich populär. Als er von Nasser gestürzt wurde, war er nach kurzen Jahren in der Vergessenheit versunken. Als dem ägyptischen Hauptmann Yusef Naguib im Jahre 1901 in Khartum ein Sohn geboren wurde, den er M>rhamed nannte, ahnte er nicht, dass einige Jahrzehnte später tausende Aegypter ihre Kinder Mohamed nach diesem Sohn nennen würden. Aber ebenso schnell wie ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEÜFER — ALLE NEÜAUS. GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550, L B — Bs. Aires, Rep. Argentina ALFREDO STERN MALERARBEITEN UNVERBINDLICHE KOSTKNVORANSCHLAEGE FUER JEDE ARBEIT VORHER 24 JAHRE V. DEL PINO 2639 Neue Adresse: VIDAL 1575 fast Ecke PINO Tel: 76—9088 Depesit«: V. DE LA PLAZA 1779 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgekniipften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für jedes gemütliche Heim. 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Solange in gewissen arabischen S aaten innrer noch nach dem Prinzip Kanonen statt Butter regiert wird, mag zwar der äussere Eindruck des Wohlstandes durch schöne Bauten, moderne Hotels und breite Strassen hervorgerufen werden, ANZUEGE VON SCHNITT UND SCHLIFF aussen und innen das Beste (Stabilofonn M. B.) wie sie der Verbraucher wünscht mit langjaehriger Garantie ★ Das ist „Die Bewaehrte CARLTON Kleidung* Feinste Massarfceit Fertigkleidung die ganze Linie Lohnanfertigung Ständige Passformkontrolle aber die breiten Massen verharren in Not. Aufregende Meldungen aus Damaskus berichten über die Gefangennahme wichtiger, will sagen: bis gestern wichtiger Politiker in Syrien, deren Verdienste und vaterländische Leistungen in den Vorjahren gefeiert wurden, Heute bezeichnet man sie als Verräter. Das ist ein bekanntes Spiel, das sich alle Völker gefallen lassen. Das ist jene rauhe Parole des alten Landsknechts] ied 's “Wer übrig bleibt hat Recht 'tnd wer entflieht ist schlecht.” Bisher ist immer einer übrig geblieben. Ob das in Anbetracht der modernen Waffen noch lange so sein wird, bleibe dahingestellt. Damaskus gab auch in letzter Zeit eine weitere Meldung durch, dass dortige führende Priester gegen den Konzilsbeschluss protestiert haben, durch welchen * die These von der Blutschuld des jüdischen Volkes erheblich eingeschränkt werden würde. Man könne nur sagen, so erklärte ein Bischof, von dieser Anklage seien nur diejenigen Juden ausgenommen, die Jesum gefolgt seien. Der kluge Herr vergase, dass die Jünger Jesu niemals unter der “Blut-Anklage” gestanden haben. Hierauf wird nur deswegen hingewiesen, um zu zeigen, zu welchen aowegigen Bemerkungen selbst gebildete Menschen sich hinreissen lassen, wenn sie ihren Instinkten folgen. Od'-r hat der Priester Angst, das Volk werde ihn verdammen, wenn er sich nicht gegen die Juden tadelnd äussert? Bekanntlich haben die Geistlichen in den arabischen Ländern sofort als wilige Werkzeuge ihrer weltlichen Herren ihren Widerspruch gegen eine Abänderung der Doktrin von der Schuld des jüdischen Volkes am Tode Christi angemeldet. Man sagt, dieser Druck habe bewirkt, dass manche Konzilsväter auf eine Abschwäehurg des Textes drängten, die dann auch erfolgte. Die christlichen Kirchen und Minderheiten hatten um ihre eigene Position innerhalb der mo- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aire* - PUEYRREDON 2190, 1? «q. - T.E. 83-2613 29. Oktober 1965 3. Marohesdhwan 5726 Golda Meir zur Reise Amers Jerusalem. — Der offiz'elle Empfang des ägyptischen Vizepräsidenten Amer in Frankreich ist keine Frage, die Israel angeht. Das gleiche trifft auf die französischen Bemühungen zu, die B ’Ziehungen mit Aegypten enger zu gestalten. Dias erklärte Aussenminister Golda Meir in der letzten Kabinetssitzung, Frau Meir informierte das Kabinett über die Lage in den Vereinten Nationen und ihre Gespräche in New York mit Diplomaten verschiedener Länder, unter anderem mit Staatssekretär Dean Rusk, mit dem sie über die gegenseitigen Beziehungen zwischen Israel und den USA konferierte. Zur Reise Amers nach Frankreich äusserte Frau Meir, Israel sähe nichts Schiachtes darin, dass ein befreundetes Land mit einem anderen Lande des Mi'rtelostans freundschaftliche Beziehungen henstelle und unterhalte. (ITA) hammedanischen Umwelt Angst, weiter nichts als die Angst, ihre Stellung, ihre Existenzen, ihre Anhängerschaften könnten verlor an gehen, wenn sie nicht stramm die antijüdische Linie halten würden. Niemand wird übersehen, dass zwischen der christli chen und der muselmanischen Gegnerschaft gegen die Juden ein sehr erheblicher, entscheidender Unterschied vorhanden ist. Der Kampf Nassers, der Arabischen Liga und aller ihrer Gefolgsleute gegen die Juden ist weit davon entfernt, einen ‘religiösen’ Charakter zu tragen. Es dürfte sogar unzutreffend sein, diese Gegnerschaft mit der Bemerkung ‘Antisemitismus’ abzutun. Es mag auch dort antisemitische — oder besser gesagt: antijüdische Motive oder Züge dieser Feindseligkeit geben, aber mit dem christlichen Ant 'semitismus hat diese Bewegung nichts gemein. Der orthodoxe nicht römisch-katholische Patriarch von Antiochia, Theodosius VI., wehrte sich auch gegen einen allgemeinen Freispruch, den nur diejenigen verdienen würden, die an Christus glaubten. Alle anderen Juden aber dürften “nicht von der Beschuldigung der Christenheit gegen die Juden aller Zeiten befreit” werden Warum nicht? Weil dies zu tun aus politischen Gründen unklug wäre und von den Arabern als eine Unfreundlichkeit angesehen werden könne? Die politischen Grössen von Gestern, die das politische Leben im Mittleren Osten mitbestimmten, sind verschwunden. Naguib, einmal Idol seines Volkes, wurde vergessen. Das Rad dreht sich weiter, ohne Unterlass. MOEBELHAUS WATERMANN Das Hans der t Gesehäi te mit d*r grössten Ans wähl. SARMIENTO 1147 T. E 35 '«133 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirate I Eigene Werkstätten 1 Za hiungserteichrerun een < Zuvorkommende fad» I minnlscbe Bedienung ERNST KOPPEL Maipu 982, TE 31 7845 50 Meter von Plaza San Mar tin, mit vielen Verbindungs¬ und Parkmögiichkeiten. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Cr. Hardi Swarsensfcy ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung 8UER0STUNDEN: DIENSTAG, MITTWOCH uni FREITAG vm IG— li Uhr T. L: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltur gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen T. E. 80 - (930 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERÄS

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