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Jüdische Wochenschau · 1965-10-22 · 2139 (22.10.1965) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2139 (22.10.1965)
Date
1965-10-22
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Viernes, 22 de Octubre de 1965 EMANA ISRAELITA Año XXVI. — N" 2139 — 7 Gemeinden und Vereine (Fortsetzung der Vereinsnachrichten von Seite 6) Pestalozzi-Schule das Simjath-Thora - Kinderfest des KKL statt. Unsere Jugendlichen treten mit einer Mädchen-Mannschaft Golpe Gol und einer Mannschaft Baby Fussball an. EINHEITSKAMPAGNE: Wir bitten alle unsere Mitglieder, noch ausstahende Beiträge für die Einheitskampagne baldmöglichst zu zahlen, da dieselbe bald abgeschlossen werden soll. Die Einheitskampagne teilt mit: EIN OFFENES WORT wollen wir heute an die jungen Akademiker unseres Sek tors richten, an die Rechtsanwälte, Aerzte und anderen freien Berufe und bitten Sie,, liebe Leser, diese Zeilen an die Betreffenden weiterzugeben. Wir müssen feststellen, dass ein grosser Teil dieser Herren, die alle ein grosses Einkommen haben, nicht nach ihren Möglichkeiten für die Einheitskampa gr.e beisteuern. Gerade die jüngeren Akademiker unseres Kreises sollten doch die grossen Aufgaben verstehen, die der Keren Hajessod zu erfüllen hat und müssten ein Beispiel für unsere gesamte Kollektivität sein! Deshalb sagen wir ihnen: Gebt mit Herz und Verstand! ERGEBNISS«; DER 7. RUNDE — MEISTERSCHAFT 1965 Division A: Bar Kochba — C.A.S.A. 2:1 Mlacabi — Bet Ana/Lanüs .. 4:0 S.I.J.A. — D. Wolffsohn .. 4:1 Division B: Bet Israel — J. Bialik . 1:0 J. Weizmann — Caja Populär . w.o. In Division A. führen Maccabi und S.I.J.A. mit je 13 Punkten, vor B.A.M.I. (11), Bar Kochba und C.A.S.A., (je 10), so dass noch interessante Spiele zu erwarten sind. In Division B. haben sich Bet Israel und J. Weizmann für den Aufstieg klassifiziert und der End-Tabellenstand ist wie folgt; gew. veri. unent. Punkte Tore 1. Bet Israel 15 — _ 30 36:9 2. J. Weizmann 10 4 1 21 31:11 3. J. N. Bialik 9 4 2 20 23:20 4. Macabi Hazair 8 6 1 17 29:28 5. Lamrot Hbkol 5 7 3 13 21:22 6. Ga ja Populär 5 9 1 11 17:30 7. Aciba 3 8 4 10 13:22 8. A.I.A. 2 11 2 6 15:30 Am Sonntag, den 24. Oktober, finden folgende Spiele der Division A auf dem Sportplatz All Boys statt: 13 Uhr: S.I.J.A. — Bet Am/Lamis 14.30 Uhr: Maccabi — D. Wolffsohn 15.45 Uhr: Bar Kochba — B.A.M.I. , K£A£lt KÄy£m£T| C.£tSRA££ pp IjlWvJ . COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 48-3695, 48-5683 EL FESTIVAL INFANTIL DEL KKL Como ya lo anunciáramos se realizará este año EL FESTIVAL DE SIMCHAT TORA el domingo 31 de octubre pxmo. en el Colegio Pestalozzi, Freire 1824 con una justa Deportiva! PROGRAMA : Para varones de 7—13 años: TORNEO DE BABY- FOOTBALL por la COPA DEL KKL, donado por “LA SE¬ MANA ISRAELITA“. Para niñas de 7—13 años: TORNEO DE GOLPE- GOOL por la COPA DEL KKL donado por ‘‘LA SEMANA ISRAELITA“. Comienzo de los torneos: 13.30 hs. en punto! Para los más pequeños comiendo: 15 horas con programa muy variado y entretenido! TITELERS! (Lamroth Hakol) — PAJAROS LO¬ OOS! (ACIBA) — DUO PARA CANTAR! (NCI) — FOLK¬ LORE E ISRAELI! (Colegio “Wolffsohn“) — BAILES Y CORO! (CIB) — RIFA! — PELICULAS! — Entrega de banderines a los colaboradores de la Acción Tishri! — Refrescos y masas para todos! AUS UNSERER ARBEIT BESTE BUECHSEN IM MONAT JULI: (Wegen Raummangel können wir es erst jetzt veröffentlichen) Esteban Blauhom, Segismundo Deutsch, Casa „Everton’’, Roberto Frank, Rodolfo Frank, Enrique Fuchs, Federico Grünwald, Antonietta Heynemann, Otto Ernst Hinsohler, Rodolfo Jablonka, Otto Jacoby, Jorge Jordan, Max Juda, Roberto Juda, Walter Juda, Eva Kacprowski, Bertoldo Kahn, Pablo Kiesel, Juan Krieger, Gustavo Leers, Otto Lehmann, Enrique Leske, Erna Liquornik, Carlos Mausbach, Maltón Michel (Autobüohse), Martin Münster, Isidoro Pereil, Siegbert Ramsfelder, Francisco Richter, Celina Rosenfeld, Luis Salomon, Walter Seheurenberg, Alfredo Schlesinger, Toni Schmandt, Erwin Schülein, Máximo Speyer, Hilde Spitz, Ludovico Stern, Alfredo Stemberg, Rosenstock, Etta Streit, Ida Solinger, Dr. Hardi Swarrensky, Colegio „Tarbut“, Julio Weil, Ida Wetzler. Wir danken aMen unseren Freunden. Musik in Buenos Aires!Zum achtzigsten Geburtstag DER FLIEGENDE HOLLAENDER IM COLON Roberto Kinsky ist das, was auf Spanisch „homoreorquesta“ heisst. Als guter Geist waltet er seit 30 Jahren in unserem Oprenhaus, fast unbeachtet als Einstudierungsdirektor, auf dessen Schultern alles, aber auch alles lastet; er ist das Zentralnervensystem des Teatro Colón, und dass alles schliesslich doch immer noch glimpflich abläuft, trotz unzähliger dem Aussenstehenden kaum wahrnehmbarer Schwierigkeiten, ist dem bescheidenen Musiker zu danken. Vor über 20 Jahren erkrankte plötzlich der unvergessene Fritz Busch; Kinsky, Freund und Schüler noch aus Dresden, dirigierte damals 3 „Tristan“- und 5 „Götterdämmerung“ ' - Vorstellungen mit bemerkenswerter Autorität und Verve. Durch die bereits gemeldete Absage von Cluytens wurde Kinsky (der bereits alle Vorproben geleitet hatte) dazu ausersehen, das jugendfrische romantische Opernwerk Richard Wagners zu dirigieren; er erledigte sich seiner Aufgabe wie selbstverständlich mit grösster Verantwortung und jugendlichem Elan. Alles klappte, es gab keinen einzigen Schmiss und das Orchester klang frisch und rein. Lobenswert ebenfalls der ausgezeichnet vorbereitete Colón-Chor unter Tullio Boni und die stilvolle, von grossem kunstgeschichtlichem und bühnen technischem Können erzählende Ausstattung eines der positiven jungen Colón-Werte: Roberto Oswald. In der Titelrolle quälte sich schlecht und recht Ed mond Hurshell ab; der hier ansässige Angel Mattiello, der den „Holländer“ 1952 glanzvoll lebte und erlebte, wäre ungleich, vorteilhafter am Platz gewesen. Der iunge japanische Bass-Bariton Kunikazu Ohashi gab einen ausgezeichneten „Daland“; seine Tochter „Senta“ wurde von Gladys Kuchta — sie war als letzte „Turandot“ probenlos und perfekt eingesprungem — prachtvoll gesungen und gespielt; ihre Amme „Mary“ war eine Kabinettsleistung von Grace Hoffmann. Dimiter Usurov vermochte dem „Erik“ in bescheidenem Masse gerecht zu werden. Vielversprechendes argentinisches Element als episodischer „Steuermann“: Horacio Mastrango. Fazit: „Industria Argentina hat triumphiert. WERNER WAGNERS KLAVIERE ONZERT URAUFGEFUEHRT Trotz Raummangels greifen wir gerade diese Uraufführung heraus weil der junge Komponist, der in erster Reihe der argentinischen Tonschöpfer steht, aus unseren Kreisten stammt. Der Schüler von Jacobo Fischer komponiert atonal, ohne sich in den Netzen einer speziellen Schreibweise zu verfangen; seine Faktur ist flüssig und zeugt von eigenwilligem, solidein Können. Unter Juan Carlos Zorzi spielte das Dankbarkeit Amsterdam. — Ein Deutscher, der im Kriege vielen Juden und Polen in Deutschland das Leben rettete und hierbei sein eigenes Leben aufs Spiel setzte, erhielt von den Hörern der holländischen sozialistischen Radiostation VARA 19.600 Dollar geschenkt. Die für den heute in Essen wohnenden Ernst Bruno Motzko bestimmte Summe wurde durch einen von dieser Rundfunkstation verbreiteten Appell aufgebracht Motzko lebt heute von einer sich auf 43 Dollar beziffernden Invalidenpension, Philharmonische Orchester in diesem einsätzigen Konzert — es war von der „Asociación de Jóvenes Compositores“ organisiert — tonschön und sehr willig; Solistin war die auswendig interpretierende Sylvia Kersenbaum, deren pianistische Laufbahn wir mit Interesse verfolgen. Mit sicherem El<3n führte sie Wagners Konzert zum Triumph. Es gab sehr grossen Applaus, ebenso wie bei den übrigen an dem Abend gebotenen ¡Werken von Eduardo Tejeda, Hipólito Felipe Gutiérrez, Horacio López de la Rosa und vom Dirigenten selbst. * „DIE FRAU OHNE SCHAT¬ TEN“ IM TEATRO COLON Die unter Ferdinand Lettner erfolgte Neueinstudierung der Richard Strauss- Oper, deren Librettist Hugo vor Hofmannsthal den Komponisten hier fast überflügelt, bedeutete einen neuen Glanzpunkt dieser an Aussergawöhnlichem so reichen „temporada musical“. Der Dirigent vermochte das ausgezeichnet spielende Colón- Orchester zu einem Klangrausch zu verleiten' dein wir höchst selten zu erleben gewöhnt sind; in unglaublich knapp bemessener Probenzeit zauberte Leitner in dieser Oper, die eine zweite Zauberflöte werden sollte, nicht alltägliche Finessen und sublimste Subtilität zutage, unterstützt vom Regisseur Dino Yannopoulos, der den schwer zu lösenden dauernden Wandel zwischen Realität und Unwirklichkeit glaubhaft zu machen vermochte. Er hatte in dem Bühnenbildner Roberto Oswald einen ausserordentlich kongenialen, tief mit Partitur und Regiebueh vertrauten Helfer, dein ein grosser Teil des spontanen und durch die Pausenden währenden Applauses gebührt. Die dänonisehe „Amme“, mephistophelische Zentralfigur dieser Op st, in der Strauss sich sehr oft „an sich selbst inspirierte“ (um das Wort Autoplagiat zu vermeiden), wurde meisterlich von der jedesmal aufs Neue triumphierenden Altistin Grace Hoffman verkörpert Die „Kaiserin“ (debütierende Ingrid Bjoner) verfügte über reizvolle Erscheinung und Sopran. Auf gleicher qualitativer Höhe bewegte sich Gladys Kuchta („Weib des Barak“) und „Barak“ selbst, der hier zum ersten Mal wirkende nordamerikanische, in Aegypten geborene Bassist Mino Yahia“ (im „Nebenberuf“ Nervenarzt). Als „Kaiser“ sang der Tenor Sebastian Feiersinger recht vorteilhaft, Hans Günther Nökker war ein furchterregender „Geisterbote“, und durchweg gut und das Niveau der Glanz-Aufführung haltend alle hiesigen Mitwirkenden Bin spezielles Lob Tullio Bonis Colónchor! Curt B. M. Weisssäei ñ Gern werden die aufmerksamen Leser dieser Zeitung einem treuen Mitarbeiter zum 80. Geburtstag ihre Wünsche aussprechen, aber sie werden, zweifelnd und kopfschüttelnd fragen, ob es denn wirklich wahr sei, dass dieser geistig regsame, nie ermüdende, immer frisch und jugendlich schreibende Dr. Siegfried Braun im Kibbuz Mayan Zwi bei Sichron Jakob schon 80 Jahre wird. Nun, es ist wahr, denn er ist anfangs November 1885 in Brauneberg im Moseltal geboren, und diese Herkunft aus dem fröhlichen Bändchen dürfte ihn wohl auch in seinem Temperament beschwingt und in seiner Jugendlichkeit erhalten haben. Er ist in gewisser Hinsicht ein self-made-man, denn er besuchte zunächst die jüdische Volksschule in Saarwellingen, dann das jüdische Lehrerseminar in Münster, aber er strebte weiter, machte auch Direktor-Prüfung und studierte, als er schon Lehrer in Münster und in Köln war, an den Universitäten in Münster, Bonn und Köln. 1923 promovierte er mit Auszeichnung. In Bosen (Fürstentum Birkenfeld), Werl, Münster und schliesslich von 1910— 1938 in Köln, war er als Lehrer tätig. Aus Werl, diesem idyllisch gelegenen Städtchen zwischen Una und Soest stammte die Familie Mond, aus der kein geringerer hervorgegangen ist als Sir Alfred Mond, der spätere Lord Melchett. Aus dieser Familie in Werl heiratete Braun Else Mond, die in allen guten und in allen schweren Tagen als treue Helferin ihm zur Seite stand und steht. In Tel Aviv und jetzt erst recht auf den Höhen des Karmel in Mayan Zwi hat er Müsse, nachzudenke* , Schriften, sehr entlegene Schriften zu suchen und zu wälzen, und aus seinen Forschungen entstehen dann volkstümliche Aufsätze über die Vorgeschichte des Zionismus, über manchen fast vergessenen! Vorläufer, über die und jene wenig bekannte Einrichtung; aber in der gleichen Weise ist er auch in der Vergangenheit der Juden in Deutschland, insbesondere im Rheinland und Westfalen, zu Hause und erzählt uns fast unbekannte Einzelheiten über wertvolle jüdische Menschen und jüdische Institutionen vor fünfzig und vor hundert Jahren. Was er schreibt, zeichnet sich besonders durch die wissenschaftliche Genauigkeit aus, die bis in die kleinsten Einzelheiten geht. Seine Jahre hindern ihm nicht an ausgedehnten Reisen. Noch kürzlich kehrte er mit seiner Frau von einer Fahrt nach England und der Schweiz zurück, und vor zwei Jahren gehörte er selbstverständlich zu den geladenen Gästen bei der Eröffnung der „Germania Judaica“ in Köln. Möge ihm, möge seiner Gattin die geistige Vitalität erhalten bleiben damit sie in Frieden und Schönheit die Fortschritte Israels und ihres Kibbuz weiter beobachten, an deren ihr Son Walter einen nicht geringen Abteil hat. Rabbiner Dr. Neufeld Literarische Notizen Peers aui Lebenszeit Zwei Juden wurden kürzlich zu Peers auf Lebenszeit ernannt, Dennis Lloyd, Anwalt und Professor an der Universität London, und Lewis Coleman Cohen, früher Bürgermeister von Brigthon. T odesnachricht In Passaic, New Jersey, starb, 59 Jahre alt, der Pathologe Dr. Max Wachstein, Professor für Pathologie am Medical College in New York. Er war lange in Dachau und Buchenwald interniert. Der Verstorbene stammte aus Wien. Gastprofessor Die Columbia Universität hat unlängst Dr. Curt Worman, Direktor der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek, als Gastprofessor an ihre Schule für Bibliothekare berufen. Zum ersten Mal hat ein Nichtamerika ner diesen Lehrstuhl erhalten. Tod eines Gelehrten Im hohen Alter von 92 Jahren starb vor kurzem Dr. Albert Frank, führender nordamerikanischer Biochemiker und Begründer der modernen Düngemittelteohniken. Er stammte aus einer Chemikerfamilie in Stassfurth und ging als junger Absolvent der Technischen Hochschule in Charlottenburg nach Amerika. „Mutter des Jahres"* 1 Zur Mutter des Jahres wurde die israelische Politikerin Beba Idelson ernannt als eine Ehrung des amerikanischen Comités der Mütter, das mehr als eine Million Mitglieder hat und jedes Jahr in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern diesen Titel verleiht. Neue Schule Das Maimonides-Institut in Far Rockaway bei New York konnte seine neuen Schulgebäude für zurückgebliebene Kinder eröffnen. Hauptschulpsychologe ist der 1931 in Wien geborene Dr. George Gabriel Keans der viele Jahre “Untergrund” lebte und seine Schulbildung erst nach 1947 in Amerika aufnehmen konnte. Vergesst nicht: Einheitskampagne . COMITE CENTROEUROPEO DE LA CAMPAÑA UNIDA (Keren Hajessoth Sarmiento 2376» III. — T. E. 47-3820

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