Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2138 (15.10.1965)
- Date
- 1965-10-15
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, IS de (Web« de 1965 SEMANA ISRAELITA Am XXVI. — N° *1» — 3 Das Schicksal der russischen Juden (Schluss) Am Schluss seiner Ausführungen bezog sich Roosevelt auf den kürzlich ln der „Frawda“ erschienenen Leitartikel, in dem das Vorhandensein des Antisemitismus zugegeben wird. Br nannte dies einen Beweis, dass die öffentlichen Proteste Erfolg hatten, und fuhr fort: „Ehes muss uns ermutigen, weiter und in beschleunigtem Tempo unsere Stimmen zu erheben. Wir dürfen nicht schweigen, solange in dieser Sache keine Gerechtigkeit geübt worden ist.“ SOWJETISCHE ANTWORT Washington. — ln dem offensichtlichen Bemühen, die „Wacht der ewigen Flamme“ ihrer Bedeutung zu berauben, richtete die Sowjet-Botschaft ein Schreiben an die Jüdische Telegraphen-Agenfcur, in dem erklärt wird, dass die Kundgebung in Washington unnötig und sinnlos war und nur dazu dienten könne, die Beziehungen zwischen Sowjetrussland und den Vereinigten Staaten zu verschlechtern. Die ITA wird gebeten, dien Inhalt des Briefes der „New York Times“ zu übermitteln. Das Schreiben ist als eine Entgegnung an Rabbi Israel Miller, den Präsidenten des Rabbinischen Rates von Nordamerika, abgefasst, der an der Spitze einer Delegation orthodoxer Rabbiner vor kurzem Moskau besuchte, und enthält folgende Behauptungen; „Lange vor Rosch Haschana, schon im Monat August, haben die Juden religiöse Kalender bekommen, die in der moskauer Staatsdruckerei hergestellt wurden. E>ie Vorbereitungen für den Druck von Gebetbüchern sind beendet, und um die Herausgabe zu erleichtern, hat der Staat hochwertiges Papier zur Verfügung gestellt. Wir treffen Anstalten, eine grössere Zahl von Anmeldungen in den Seminaren zu ermöglichen. Mazzot werden in allen jüdischen Gemeinden und nicht nur in Moskau gebacken, wie Rabbi Miller behauptet hat. Daher ist alles, was er den nordamerikanischen Journalisten über unsere Angelegenheiten erzählt hat. völlig gegenstandslos, und wir protestieren ganz entschieden gegen diese sinnlose Demonstration, die r.ur dazu beitragen kann, die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Nordamerika zu trüben.“ RABBI MILLER ANTWORTET New York. — Zu diesem von der Sowjebbotschaft in Washington der ITA übermittelten offenen Brief über das Schicksal der russischen Judenheit erklärte Rabbi Miller folgendes: „Die Reaktion der ehrwürdigen russischen Rabbiner, die in dem an mich gerichteten Brief zum Ausdruck kommt, hat mich überrascht. Aus dem Inhalt der Entgegnung glaube ich entnehmen zu können, dass sie nicht Gelegenheit hatten, meine Erklärung vollständig zu lesen, deren Text ich ihnen gern schicken werde. Dde Tatsache, dass nicht alles für die russischen Juden gut ist, wurde von der Zeitung der Kommunistischen Partei „Prawda“ in einem vor ungefähr zwei Wochen erschienenen und weit verbreiteten Leitartikel zugegeben. Die Prawda bringt keine Leitartikel über Probleme, die nicht existieren. „Ich freute mich zu hören, dass die Vorbereitungen für den Druck von Gebetbüchern beendet sind, dass weitere Anmeldungen für die Jeschiwot angenommen werden und alle jüdischen Gemeinden Mazzot haben sollen. Ich wiederhole meine Worte, dass diese Konzessionen nur den Beginn eines Wandels darstellen, der zur Normalisierung des Lebens der gesamten russischen Judenheit führen wird. Ich bete, dass dem so sein möge. „Als ich in Russland war, veraltend ich, dass die Grosse Synagoge von Moskau als einzige die Erlaubnis erhielt, für das Backen von Mazzot zum kommenden Pessachfesl, Vorsorge zu treffen. Ich bin hocherfreut zu erfahren, dass alle jüdischen Gemeinden im ganzen Land die gleichen Erleichterungen geniessen werden. Wir in den Vereinigten Staaten beten für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und unserem Lard, damit Frieden und Wohlstand im Neuen Jahr uns vergönnt sein mögen.“ Vom arabischen Boykott Washington. — Das amerikanische Handelsministerium kündigte neue Anweisungen an die Exporteure an, die gebeten werden, den Bemühungen der arabischen Staaten um die Verhängung des Boykotts über den Handel Israels keine Unterstützung zu leisten, wobei hervorgehoben wird, dass es sich nicht um ein gesetzliches Verbot handelt. Nach den neuen Bestimmungen des Handelsministeriums, sind die Exporteure verpflichtet, in einem Zeitraum von vierzehn Tagen das Ministerium zu informieren, sobald sie von irgendeiner ausländischen Regierung aufgefordert werden, Boykottmassnahmen oder andere kommerzielle Einschränkungen im Handel mit Israel oder einem anderen fremden Land in Anwendung zu bringen. Handelsminister John T. Connor gab den Exporteuren die neuen Bestimmungen mût einer eigenen Erklärung über die offiziellen Anweisungen bekannt. Er betonte, dass es der Politik der Vereinigten Staaten entspricht, sich einschränkenden oder Boykofctmassnahmen zu widersetzen, die von fremden Ländern gegen andere, den USA freundschaftlich gesinnte Länder gefördert oder aufgezwungen werden. Alle amerikanischen Exporteure werden gebeten, aber nicht gezwungen, den Boykott abzulehnen oder Auskünfte zu erteilen, die dazu bestimmt sind, derartigen Einschränkungen des internationalen Handels zu dienen. Gleichzeitig werden alle diejenigen Personen oder Firmen, welche Aufforderungen dieser Art erhalten, „ermutigt und gebeten“, diese zu verweigern. Die Benachrichtigung der Exporteure geschah im Einklang mit dem kürzlich vom Parlament gebilligten Zusatz zum Gesetz der Ausfuhrkontrolfe. Das inzwischen veröffentlichte Bulletin Nr. 920 besagt, dass die amerikanischen Bemühungen dem Wunsch gehorchen, den Aussenhandel, der als ,Mittel zur Sicherung des Friedens und der Wohlfahrt betrachtet wird, von Hindernissen zu befreien. (ITA) ALFREDO STERN MALERARBEITEN UNVERBINDLICHE KOSTENVORANSCHLAEGE FUER JEDE ARBEIT Neue Adrtsse: VIDAL 1575 fast Ecke PINO Tel.: 76-7281 Deposit«: V. DE LA PLAZA 1779 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für Jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN- TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM (ALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.» 52-2993 4 Quader von Station Urquiza SCHUTZ FUER ISRAELS GRENZEN Kiamesha Lake: — Die hier zu ihrer 70. Jahreskonvention versammelten r ordamerikanisehen Kriegsveteranen gaben eine Erklärung ab, ln der es heisst, dass der Streit zwischen China und Indien um Kaschmir und viele andere Konflikte den Beweis für den entscheidenden Einfluss der politischen Verpflichtungen der USA zum Schutz bestehender Grenzen liefern. Die Erklärung hatte folgenden Wortlaut: “Die nicht festgelegten Grenzen in der Welt sind von den Agressoren immer wieder dann ausgenutzt worden, wo Nordamerika und die Vereinten Nationen nur vage Versprecher, gemacht haben. Amerikanisches Blut ist geflossen, um die Anreifer in Korea und in Vietnam aufzuhalten, deren temporäre Grenzen die Agressoren in Versuchung führten. Die feste und unzweideutige Haltung unserer Regierung in der Frage der Rechte des Zugangs zu Berlin verhinderte einen gefährlichen Konflikt, doch das Scheitern der UN, die an anderen Stellen wie z. B, in Kaschmir das Grenzproblem nicht lösten, hat am ANZUEGE VON SCHNITT UND SCHLIFF aussen und innen das Beste (Stabiloform M. B.) wie sie der Verbraucher wünscht mit langjaehriger Garantie ★ Das ist „Die Bewaehrte CARLTON Kleidung“ Feinste Massarbeit Fertigkleidung die ganze Linie Lohnanfertigung Ständige Passformkontrolle CpüC&w ERNST KOPPEL Maipu 982, TE 31 7845 50 Meter von Plaza San Martin, mit vielen Verbindungs und Parkmögliohkelten. Ende zu bewaffneten Feinseligkeiten geführt. Unverantwortliche Völker und besonders Rotchina nutzen gern solche Situationen aus, sei es an seinen eigenen Grenzen wie in Tibet und Sikkim oder auch an ferneren Grenzen. “Mao TSe Tutig hat vor kurzem die Truppen der sogen. Arabischen Befreiungsarmee aufgefordert, die Grenzen Israels zu missachten und einen Guerillakrieg gegen den jüdischen Staat zu beginnen. Rotchina hofft, dass dies einen Mittelostkrieg anfachen könnte, der die Aufmerksamkeit der USA von der Aggression in Vietnam ablenken und die nordamerikanischen militärischen Reserven im Mittelmeer und in Europa festhalten würden. China sieht dies auch als ein Mittel an, seinen Einfluss auf die arabischen Massen zu stärken und die Positionen Russlands kn Mittleren Osten und Nordafrika zu beziehen.” (ITA) LA SEMANA ISRAELITA i SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aire* - PUEYRREDON 2190, rt izq. - T.E. 83-2613 15. Oktober 1965 19. Tisch ri 5726 AUCH IN HOLLAND Auch in den Niederlanden werden gelegentlich Kirchentüren mit dem Hakenkreuz beschmiert (letzter Fall: Leeuwarden) und israelische Friedhöfe geschändet (letzter Fall: Winterswi.ik). Und soeben ist in Amsterdam ein neues Buch mit deutscher Helden - Lyrik erschienen (“Straaljager Me-109”), doch der politischen Staatspolizei B.V.D. in Den Haag sind nur zweihundert Neonaais namentlich bekannt. Die Unbelehrbaren betätigen sich in oft den Namen wechselnden Miniaturorganisationen und unterhalten kameradschaftliche Beziehungein zu braunen Gesinnungsbrüdern in England, Schweden, Deutschland und Belgien. In Holland erscheint die in Schottland verbotene Zeitschrift “The Nordländer”, die sich dem Glorienschein blonder Häupter verschrieben hat. Redaktionssekretär ist der Amsterdamer F. A. Frans; er wagt nicht einmal seine Telefonnummer anzugeben. Oeffentlichkeitsscheu ist ein allgemeines Kennzeichen der politischen Pangerman.en der Niederlande. Die belgischen Neonazis um Thiriart unternehmen (zuletzt in Utrecht) vergebliche Ermunterungsversuche . Der Name mancher Organisation klingt in seiner Abkürzung an die alte N.S.B. (National Socialistische Bewegung) des Anton Adriaan Mussert an. Zu den braunen Tarnorgqnisationen gehört in erster Linie die von dem früheren SS-Mann Jan Hartman aus Amsterdam geleitete “Landelije Organisafcie Invalide«! Töohten” (L.O.I.T.), die Wochenendfahrten zu den ehemaligen Wei bestätigen der Partei auf der Veluwer Heide bei Arnheim veranstaltet und Freundschaftstreffen mit den Mannen tum Sepp Dietrich in Malente. Wehmut über die verlorene germanische Glückseligkeit schwingt in Reden, Artikeln und Gesprächen mit. Nur wenn man mit den alten deutschen Kameraden beim Eintopf sitzt und sich das trauernde Auge auf ein symbolisches Grab “im Schosse unseres nordischen Bodens” senkt, spürt der enttäuschte holländische Nationalsozialist noch einmal den Rausch des “grossen Kampfes nordeuropäisoher Menschen.” M0EBELHAUS WATERMANN Das Hans der 3 Geschät te mit der grössten Auswahl. SARkLENTÖ 1147 T. E. 3S <833 CABILD0 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvlrato Eigene Werkstätten. 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