Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2138 (15.10.1965)
- Date
- 1965-10-15
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vienne«, 15 de Octubre de 1965 SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — No. ¿138 In Laubhütten wohnen I (Schluss von Seite 1) staltende Kr;ift erkannten, konnten sie auch nicht ahnen oder voraussehen, dass für ihre Söhne und Töchter, gewiss aber für ihre Enkel und Urenkel jenes Laubhüttenfest mit seinen sonderbaren Vorschriften und Gebräuchen einmal wieder einen realen und keinesfalls nur symbolischen Wert haben würde. Ja, es war für jene Geheimen Räte und königlichen Kaufleute, denen wir immer ein pietätvolles Andenken bewahren werden, weil es doch unsere Väter und Grossväter waren, einfach unvorstellbar, dass ihre Nachfahren selbst einmal wieder die Ernte im Heiligen Land einbringen wer den, nachdem sie den Weg durch die tiefen Abgründe und durch dae geistige Trümmerfeld Europas haben antreten müssen ... Welch’ ein Wandel hat sich hier in den Gedanken, in denen Vorstellungen, in den Gefühlen, in den Hoffnungen und lm Erleben vollzogen. Welch’ ein Grund zur stolzen Freude, “seman simcbatenu”! Die Juden sind — wenigstens in ihrem Lande — wieder ein Volk mit einer normalisierten Berufsstruktur geworden. Sie sind zu ihrem Boden und zur Landwirtschaft zurückgekehrt. Sie haben wieder die Bindung zur Nahrung spendenden Erde gefunden. Sie ernten wieder, was sie säen. Sie können wieder die Erntefeste feiern, wie in alter Zeit, wie alle Bauemvölker. In alter Zeit zogen die Bauern nach eingebraohter Ernte nach Jerusalem, um Gott zu preisen und Opfer d&rz-ubringen. Diese Form der Opfer kennen wir nicht mehr Aber der Israeli entrichtet seine Opfer aus Dankbarkeit und einem tiefem Pflichtbewusstsein in seiner eigenen Weise, sein Dr. FREY ABOCADO PDETRSKDON lUM t» to«. aaofcm. M—» Ulu T*W«n: 80-6930 REAL PEN FüllhaHsr REP ABA TUBEN Spezterfgeechaeft CORSXEHTES S69 T. E. 49-5850 Cpfer an Kraft und Arbeit, sein Opfer am Aufbau eines neuen Staates und Landes, sein Opfer für die Wieder gebürt seines Volkes. Das neue Israel, der Stolz aller Juden in der Welt, ihre Hoffnung und ihre Zukunft, ist durch Opfer entstanden, durch Opfer an Einsatz und an leben, durch ideelle und durch materielle Opfer, die vom jüdischen Volk geleistet worden sind. Es war ein schwerer, ein dornenreicher Weg, der Fortschritt und Rückschläge brachte. Aber der Glauben an die Sendung unseres Volkes überwand alle Hindernisse, die sich entgegentürmten. Die lebendige Erinnerung an die Hütten und an den Auszug, an die Knechtschaft und an die Befreiung verlieh die erforderlichen geistigen und physischen Kräfte, um Wiedererstehen zu lassen, wovon unser Volk Jahrtausende hindurch nur zu träumen wagte. Das Volk in seiner Gesamtheit hat die Bewegung zur Renaissance und die Schaffung des Staates ermöglicht. Das Volk hat sein Opfer gebracht, sein physisches oder sein materielles. Mit den Spargroschen der kleinen jüdischen Schneider und Händler, der Armen und der Leidenden wurde durch unseren Nationalfonds der Boden zurück erworben, in den ewigen Besitz unseres Volkes. Die Reichen und die Satten kamen erst viel spater, nicht alle natürlich, aber in ihrer Mehrheit; das war immer so, und das ist auch heute noch der Fall. Dies aber verleiht unserem Volk gerade seine hohe moralische Kraft. Dies gab ihm auch die Gewissheit des Erfolges, der nicht ausblieb, als die Stunde herangereiit war. Kein Zufall, dass die ersten, die zurückkehrten, wieder in Zelten und Hütten lebten, bis an deren Stelle das feste Haus trat. Iti den Wüsten und Sümpfen eines Jahrhunderte hindurch vernachlässigten Landes lebten die Chaluzim, die Wegbereiter, die Idealisten, die modernen Späher, ohne Sicherheit, ohne ausreichende Mittel, ohne feste Behausung. Ihr Mut, ihre Ausdauer, ihre Opferbereitschatt im Dienste einer besseren Zukunft ihres leidenden und verfolgten Volkes bahnten den Weg Die Generation der Wüstenwanderung errichtete jenes Fundament, auf dem andere dann weiterbauen, Weiterarbeiten, weiterschaffen konnten. Hunderttausende sind ihnen gefolgt. Aus allen Enden der Erde sind Juden in ihr Land zu ruckgekehrt und wieder freie Menschen geworden. Sie hatten das Elend Aegyptens nicht vergessen, weil sir selbst noch PRQJMEDADES FRANKENBERB i ft. L »erfit Sie kostenlos und in verbindlich beim Kauf oder Verkauf von 3ESCHAEFTEN WOHNUNGEN eABOSEKN VIRREV OEL PINO 22«? T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI RULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken rallie* beutel Käppchen Mai zot-Tascben Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76 0286 73-1049 in der Knechtschaft gelebt haben. Noch befinden sich Tausende in Not. Noch warten Tausende auf den Tag ihrer Befreiung. Noch hoffen Tausende, dass auch sie die Möglichkeit finden werden, im Lande der Väter als freie Männer und Frauen an einer besseren und glücklicheren Zukunft ihrer Kinder bauen zu können, sie alle sind gewilt, ihr Opfer darzubringen. Sind die Juden ausserhalb Israels von der Gnade aus geschlossen, an diesem grossen Werk religiöser und nationaler Erneuerung lebendigen Anteil zu nehmen? Bleiben jene Gebete und Hoffnungen für sie nur Theorien, die in den Tagen der Erinnerung an die Wüstenwanderung in alter Zeit zum Ausdruck gelangen? Ist die Epoche in der Entwicklung unseres Volkes abgeschlossen, wo die Galut aktiv am Aufbau Anteil nehmen konnte und genommen hat? Das Werk, das unser Volk in Israel vollbringt, ist aus manchen Gründen ausserordentlich schwer. Die äusseren politischen Gegebenheiten zwingen uns zu einem Kampf, den wir nicht wollen. Es wächst auf Erden Brot genug für alle Menschenkinder, für Christen und für Moslems, für Araber und für Juden. Eine irregeleitete Welt wendet sich gegen unser Werk der Kultur, des Fortschritts und des Friedens. Inmitten unserer auf gewühlten Zeit, inmitten dar Kämpfe und der Kriege der Spamrungen und der Auseinandersetzungen erklingen die Frieden spendenden Töne unserer Festtage. Den vielen Worten und Appellen anderer 2mm Frieden sind bisher keine sichtbaren, keine wirksamen Taten gefolgt. Den Drohungen einer uns feindlichen Welt wird allerorts und immer wieder nachgegeben. Sogar das Konzil sucht einen Weg, zu einer nicht verbindlichen Erklärung unter dem Eindruck arabischer Angriffe zu gelangen. Eine solche Situation macht es notwendig, dass sich das ganze Volk geschlossen hinter Israel stellt, dass die Juden in der Welt den Sinn der Auseinandersetzungen nicht vergessen, die um die weitere Zukunft unseres Landes und seiner Aufgaben geführt wird. In diesen Tagen des Erntedankes und der darzubringenden Opfer sollten die Juden in der Galut verstehen, dass auch sie zu einem, wenn auch nur materiellen Opfer bereit sein müssen, um die Existenz des Staates, des Volkes und seines Landes zu sichern. Das begonnene Werk muss fortgesetzt werden. Wir sollen erkennen, dass JACOB LAPIOUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE E1AMONTE 2«37 I* B. 42-171« und 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 7C-6784 a. 7«-2312 Ausweisung aus Liberia London. — Etwa 50 arabische Flüchtlinge aus Palästina, die vor einigen Jahren in Liberia eingewandert sind, wurden von den Landesbehörden ausgewiesen, weil sie „anti'sraelische Verschwörungen anzettelten und falsche Gerüchte verbreiteten“, wie hier in Erfahrung gebracht wurde. Verschiedene afrikanische Regierungen planen, gegen die arabischen Flüchtlinge in ihren Ländern aus den gleichen Gründen ähnliche Massnahmen zu verfügen. (ITA) Judentum und Judesein keine abstrakten Begriffe sind, sondern unsere lebendige unsere eigen« Gegenwart. Wenn die Juden in Argentinien, um nur ein Beispiel zu nennen, jetzt aufgerufen werden, sich an der Besiedlung und Befestigung der Grenzgebiete von Modiin zu beteiligen, so beruht das auf jenem alten Gebot der Darbringung des Opfers, auf jenem Gebot der Befreiung und Erlösung des Bodens auf jener Forderung der Festigung unserer Zukunft Hier geht es nicht um gekünstelte Theorien oder ura abstrakte Ziele. Hier geht ea um die praktische Realisie rung der uns hier und heute gebotenen pflichten. Unser Glauben ist immei auf die Ewigkeit ausgerichtet, aber er ist von dieser Welt. In unserem jetzigen menschlichen Dasein und nicht in der künftigen, immaginären Welt haben wir unsere Pflichten als Juden wie als Menschen zu erfüllen. Denn jedem von uns ist es gegeben, die Tat zu vollbringen, die man von ihm als Jude heute und nicht morgen erwartet. So wie das Volk als Gesamtheit die Stimme des Bodens, die Stimme der Vergangenheit und des Augenblicks erhört hat, so soll auch der einzeln« Jude tun, Konkretes und Abstraktes, Geistiges und Körperliches, Ideelles und Materielles verbindend. So soll jeder sich dessen bewusst sein, dass es nur eine Welt gibt, eine einheitliche Welt, in welcher Ziel und Hoffnung, Idee und Tat nur gemeinsam und in unlösbarer Verbindung miteinander existieren. Es genügt eben nicht für uns, nur die Erinnerung an das Gebot des ,,Ihr sollt in Laubhütten wohnen” zu pflegen und im Gebet wachzuhalten. Ein Gebet, das nicht von der entsprechenden Tat begleitet wird, verliert seinen Sinn und seinen Inhalt. Gebet, Erinnerung, Erkenntnis und Bewusstsein bedeuten für uns die grosse jüdische Berufung. die menschliche Verpflichtung, im Geiste dieser Gedanken und Vorschriften zu leben und von Gefühlen und Ueberzeugungen zur Realisierung zu schreiten. Dr. B. Schwartz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52-8214 RAYOS X PARADENT OSE TELEF VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ansführang saemtlicher MALERARBEITEN HEL9UERA 1915 T. E. 58-4052 TT ISRAEL APPELLIERT AN DIE UN Vereinte Nationen. — Die Politische Sonderkommission der Vereinten Nationen beschloss die Eröffnung der Debatte über das Problem der arabischen Flüchtlinge. Der israelische Botschafter Michael Comay wird der erste Redner sein und zum ersten Mal seit zehn Jahren wird Israels Aussenminister Golda Meir nicht an dieser Debatte teil nehmen. Botschafter Comay behandelte diese Situation mit dem Stellvertretenden UN- Sekretär für politische Sonderfragen, Dr. Ralph Bunehe. Diese Unterhaltung bildete eine Fortsetzung seines in der vergangenen Woche mit UN-Generalsekretär U Thant und Dr. Bunche geführten Gesprächs. Comay wies erneut darauf hin, dass seine Regierung die Sabotageakte dieser Terrororganisation für äusserst ernst ansieht und Transjordanien verantwortlich machen muss, weil dieses Land die Infiltranten beherbergt. Comay gab die Tatsache zu, dass König Hussein von Transjordanien in der vergangenen Woche sich von der Umtrieben der El Fatach-Leute distanziert hat, fügte jedoch hinzu, seine Regierung sehe sich gehalten, die Erklärung Husseins nach dem Verhalten der transjordanischen Behörden gegen die El Fatach-Terroristen zu beurteilen. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparece los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T.E. 83-2613 Abono-Preise Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. I 800.— jährl. Jüdischer Oberst in Indiens Armee Bombay. — Das Andenken des Obersten Joseph Ephraim Jhirad, der kürzlich bei den militärischen Operationen gegen Pakistan fiel, wurde vom Jüdischen Zentralrat in Bombay geehrt. Der Präsident dieser Organisation nannte Jhirad einen „treuen Sohn des jüdischen Volkes in Indien, der seinem Vaterland unerschrocken gedient und die Freiheit Indiens mit der Waffe verteidigt hat.” Der Jüdische Zentralrat versicherte den indischen Premierminister Shastri der vollsten Unterstützung der indischen Juden gegen jedwede Aggression. Besondere Gebete wurden an den hohen jüdischen Feiertagen in allen Synagogen des Landes für die Sicherheit und den Frieden Indiens gesprochen. ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Proft. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a ]. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 ». 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Samient« 3116 T. L 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden. Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERN ANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 KLEIN Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u- Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 ■à