Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2135 (24.9.1965)
- Date
- 1965-09-24
- Page
- [Seite 18] (sequence 18)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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18 — Viernes, 24 de Septiembre de 1965 SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* nn Ereignisse der Woche Zualle Insassen des Heims und dessen Freunde. Die Ehrung (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 17) nommen, den Aufbau des neuen Jischuw zu finanzieren, doch ist das Problem bisher gescheitert, da die notwendigen Gelder nicht im entferntesten aufgebracht wurden. . Der Schaliach, Herr Moshe Gurrari, erörterte auf einer dringenden Pressekonferenz dieses Finanzproblem und wendet sich an alle lokalen Institutionen, die übernommenen Verpflichtungen seitens ihrer Mitglieder zu erfüllen. Die Arbeit des Keren Kajemet erstreckt sich auf die Erlösung des Boden und Erschliessung noch nicht besiedelter Landesteile, die in bereits urbar gemachtem Zustand den neuen Siedlern übergeben werden, die dort auch schon fertige Häuser vorfinden und sofort mit der Arbeit beginnen können. Der Keren Kajemet gründet jährlich neue Siedlungen an vorgeschobenen _prenzpunkten. Alle ameri- ’ kanischen Judenheiten haben die Schaffung einer solchen neuen Siedlung übernommen und ihre Verpflichtungen erfüllt, während die Juden in Argentinien die einzigen sind, die dies bisher nicht getan haben. Die Modein-Aktion zieht sich schon seit Jahren hin. Herr Gurrari wendet sich speziell an die zentraleuropäischen Juden und ihre Organisationen, ihm in seiner Arbeit zu helfen und mit ihm zusammenzuarbeiten. Zum Abschluss der Konferenz verlas er eine Botschaft des Staatspräsidenten lalman Sh 3 zar an die Juden Argentiniens und , an alle Mitarbeiter und j Freunde des Keren Kaje- | met. | Mit dem Innenminister Das „monatliche Essen“ der DAIA ist diesmal den Hohen jüdischen Feiertagen, Rosch Haschanah und Jom ' Kippur gewidmet Die sammenkunft gew'unt besonderes Interesse, weil der InnenminisU-r Argentiniens, Herr Dr. Juan S Palmero sein Erscheinen zugesagt hat und das Wort ergreif m wird. Ausserdem wird der Präsident der DAIA, Dr. Jizchak Goldc-nberg. sprechen. Da bei Drucklegung die Veranstaltung noch nicht beendet war, werden wir in unserer nächsten Ausgabe hierüber ausführlicher berichten. Leo Neufeld 70 Jahre Am 26. September vollendet Herr Leo Neufeld, Vizepräsident der ACIBA, das 70. Lebensjahr. Herr Neufeld gehört seit vielen Jahren dem Vorstand der “Jüdischen Kulturgemeinschaft” an, in welcher er die Ideale verwirklient sah, die ihn seit frühester Jugend, vom Elternhause in Danzig her, begleiteten. Die Liebe, mit welcher er insbesondere alle Angelegenheiten des Hauses, des Heimes der ACIBA, betreut, kommt aus einem vollen jüdischen Herzen und gewann ihm von Anfang an die Sympathien der zahlreichen Mitglieder dieser Organisation, die ihm unbegrenztes Vertrauen entgegenbringen. Möge er seine Tätigkeit noch viele Jahre bei bester Gesundheit ausüben. 25 Jahre im ehrenamtlichen Dienst Am 25. September sind 25 Jahre vergangen, '.eit Herr Siegfried Wolf in San Miguel das Amt des Vorbeters und Predigers im Elternheim von San Miguel antrat. Diese Tätigkeit ist ihm so ans Herz gewachsen, dass er im Städtchen San Miguel wohnen blieb, auch als ihr, dort keine beruflichen Rücksichten mehr festhielten. Die “Asociación Filantrópica Israelita” betrachtet den Tag des Jubiläums des beliebten Leiters der Gottesdienste als einen Festtag für von Herrn Wolff und seiner Gattin gewinnt besondere Bedeutung dadurch, dass Herr Rabb. Dr. Meir Rosenberg den Sehabbos vor Rausch haschono in San Miguel verbringen und zugleich auch im Namen des Vorstands dem Jubilar die Glückwünsche übermitteln, wird. Bei dieser Gelegenheit wird sich Herr Dr. Rosenberg vom Elternheim in San Miguel verabschieden, das er während langer Jahre mitbetreut hat Neuer Vorstand der ACIBA Auf der letzten Generalversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Herr Manfred Anspach hat die Präsidentschaft übernommen. Seit vielen Jahren mit der Arbeit der ACIBA aufs engste verbunden und mit allen Problemen vertraut, wird Herr Anspach mit der ihm eigenen Sicherheit in Zukunft die Geschicke dieser grossen Organisation unseres Sprachkreises leiten. Der Vorstand setzt sich wie folgt sammen: Präs dmt: Manfredo Anspach.—; Vizepräsidenten: Leo Neufold und José Brecher. — Sekretär: Federico Goldschmidt. — Schatzmeister: Günter Joseph. — Besitzer: Dr. Günther Ballin, José Buttenwieser, Juan Hammerschlag, Norberto Herz, Egon Kollmann, Carlos Max, Ernesto Nathan, Dr. Bernardo Schwarcz, Ludwig Silbermann, Ignacio Tannenbautfi, José Wurmann. — Ersatz- Beisitzer: Federico Leitner, Sami Mejer, José Starkand, Curt Wilk. — Kassen-Revisoren: Carlos Hecht und Rodolfo Maier, Cont. Pübl. — Kassen - Revisoren (Ersatzmänner) : Carlos Diener und Alfredo Lewkowitz Konventionen der DAIA Am vergangenen Wochenende führte die DAIA zwei regionale Konventionen durch, die eine in Tucumän mit Repräsentanten der lokalen DAIA - Organisationen aus Santiago del Estero, Tucumän, Salta und Jujuy, die andere in La Plata. Dort näheren Vertreter aus Lanüs, Castolar, Ramos Mejia, Lomas de Zamora, Avellaneda, Morön, Adrogué, Monte Grande, Carlos Casares, Quilmes, Zärate, Tandil, Villa Ballesier, La Plata und Mar del Plata teil. In Tucuman sprach der Vizepräsident der DAIA, Ing. Gregorio Faigön, in La Plata erschien eine Delegation aus Buenos Aires unter Führung des Sekretärs der DAIA, Don Herzl Gesang. — Gemeinsame Kulturveranstaltung Im überfüllten Saal des Bet Israel iand in der vergangenen Woohe eine gemeinsame Kulturveranstaltung der Gemeinden Bet Israel, Lamroth Hakol und NCI mit der ACIBA statt. Nach längeren Begrüssungs- Strafen für Nazis Haifa. — Folk Henreis, ein 23jähriger westdeutscher Matrose, der „Heil Hitler“ geschrieen und in den Strassen Haifas einen Nazimarsch gesungen hatte, wurde zu 2.000 IL Geldstrafe verurteilt. Er gab die Unruhestiftung zu. Weitere drei deutsche Matrosen, die das Lied mitsangen aber nicht in den Ruf „Heil Hitler“ dinge stimmt hatten, erhielten jeder eine Strafe von 200 IL. (ITA) ZUM AUFBEWAHREN1 WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE IM JAHRE 5726? Erew Rosch Haschana 1. T'g Rosch Haschana 2. Tag Roscha Haschana Zorn Gedaljia Kol Nidre Jom Hakipurim Erew Sukot 1. Tag Sukot 2. Tag Sukot Hoschana Rauba Scheminl Azeret Simchat Tora Schabbat Bereschit Sonntag, den 26 September Montag, den 27 September Dienstag, den 28. September Mittwoch, den 29. septembe. Dienstag, den 5. Oktober Mittwoch, den 6. Oktober Sonntag, den 10. Oktober Montag, den 11. Oktober Dienstag, den 12. Oktober Sonntag, den 17. Oktober Montag, den 18. Oktober Dienstag, den 19. Oktober Sonnabend, den 23. Oktober Zerstörung der Synagogen 16. Marcheschwan 5899 — in Deutschland Ererw Chanuka 1. Tag Chanuka 2. Tag Chanuka 7. Tag Chanuka 8. Tag Chanuka Fastan Assara beTewet Chamischa Assar biSchwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schauschan Purim Schabbat Hagtdol Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8 Tag Pessaoh Gedenken an den Aufstand im Warschauer Ghetto (27. Nissan) Yom Haatzma’ut Lag Be’Omer Erew Sohawuot 1. Tag Schawuot Fastan Schiva assar be’Tamus Erew Tischa beAw Fasten Tischa beAw 9. November 1938 Sonnabend, den 18 Dezember Sonntag, den 19 Dezember Montag, den 20. Dezember Sonnabend, den 25 Dezember Sonntag, den 26. Dezember Sonntag, den 2. Januar 1966 Sonnabend, den 5. Februar Donnerstag, den 3. März Sonntag, den 6. März Montag, den 7. März Sonnabend, den 2. April Montag, den 4. April Dienstag, den 5. April Mittwoch, den 6. April Montag, den 11. April Dienstag, den 12. April Sonntag, den 17. April Montag, den 25. April Sonntag, den 8. Mai Dienstag, den 24. Mai Mittwoch, den 25. Mai Dienstag, den 5 Juli Montag, den 25 Juli Dienstag, den 26. Juli Erew Rosch Haschana 5727Mittwoch, 14. September 1966 Rosch-Haschana-Botschaft des KH Worten des neuen Präsidenten der Aciba, Herrn Manfred Anspach, sprach der jetzige Präsident des Bet Israel, Herr Curt Wilk, der als Einführung in das Programm des Abends den Einfluss jüdischer Dichter und Schriftsteller in dehtscher Sprache auf die Literatur des Vorkriegsdeutschlands schilderte, um hierauf im besonderen über Leben und Schaffen von Stefan Zweig und Schalom Asch zu berichten, aus deren werken das Künstlerehepaar Martha John und Karl Ewald rezitierten. Tiefen Eindruck aut die Zuhörer hinterliess vor allem eine Kurzgeschichte von Schalom Asch, die Martha John mit schlichter Eindringlichkeit vorlas. Ein dankbares Publikum spendete der Künstlern langen und ehrlichen Beifall und bewies durch sein zahlreiches Erscheinen das an derartigen Veranstaltungen herrschende Interesse. Dr. Israel Goldstein, der Präsident des Keren Hajessod in Jerusalem, gibt in seiner Neujahrsbotschaft der Hoffnung Ausdruck, dass ’ie im verflossenen Jahr vergeblich unternommenen Bemühungen der Grossmächte zur Ausschaltung der den Weltfrieden bedrohenden Gefahren, im neuen Jahr zu einem vollen Erfolg führen mögen. Er fordert die Juden Israels auf, nach einem Jahr in dein die in der Diaspora lebenden Juden überall düstere Anzeichen des Antisemitismus beobachten konnten, ihr Streben und Hoffen auf eme tiefere Erleuchtung de» Menschen auf dieser Erde richten müssen. Nach einem Jahr des kulturellen, geistigen und wirtschaftlichen Fortschritts des Staates Israel, der sich trotz seiner politischen, sozialen und ökonomischen Probleme vollzogen hat, vertraut Israel darauf, mit der Hilfe der jüdischen Gemeinden in der ganzen Welt im Jahre 5726 seinem in früheren Jahren vollbrachten Aufbau neue und grössere Errungenschaften hinzuzufügen, indem e3 weiter die Einwanderung fördert, die Eingliederung vollzieht, Wohnungen baut und für den Fortschritt von Industrie und Ackerbau, das Schulwesen und die Volksgesundheit Sorge trägt. Dr. Goldstein entbietet allen jüdischen Gemeinden in der Welt den Rosch-Haschana-Gruss des KH mit dem Dank für die im vergangenen Jahre geleistete Unterstützung und in der Hoffnung, dass die Juden in der Zerstreuung im jetzt beginnenden Jahr ihr Hilfswerk fortsetzen und erweitern werden. Leo Baeck - Institut DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN -BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT ★ PUBLIKATIONEN DES LEO BAECK INSTITUTES Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen de. Leo Baeck-Institutes J. C. R. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen JAHRRVEERER in englischer und deutscher Sprache mit hervorragenden Beitraegen bedeutender Gelehrter und Schriftsteller ★ Bulletin des L.B.I. Vierteljahresschrift mit interessanten Anfsaetzen aus der deutsch-jüdischen Vergangenheit ★ WERDE AUCH DU MMTGL1ED des Leo Baeck - Intituts Anmeldungen bei Herrn CURT WILK, Moreno 2256, und im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU, Pueyrredon 2190. 1, izq. (83*2613)