Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2135 (24.9.1965)
- Date
- 1965-09-24
- Page
- [Seite 17] (sequence 17)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9616703-9614788-9615167--4061-9615184- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vieran, 24 de gegtie»bte de 1965 SEMANA ISRAELITA Ereignisse der Woche Erfreuliche Entwicklung Im Laufe des letzten und der vergangenen Jahre haben wir an dieser Stelle bedauerlicher Weise häufig über Entwicklungen und Begebenheiten berichten müssen, die sich in Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern gezeigt haben und in deren Mittelpunkt Angriffe, mitunter sogar Attentate gegen Juden, jüdische Institutionen und Bewegungen festgestellt werden mussten. Ohne Zweifel ist seit dem Ende des letzten Krieges, bedingt durch äussere Einflüsse, der Antisemitismus in Südamerika fühlbarer geworden, als er vorher war. Hierbei hat sowohl eine Anzahl ins Land gekommener aktiver früherer oder heutiger Nazis einen entscheidenden Anteil wie die Tätigkeit der Agenten, die von der Arabischen Liga nach Südamerika geschickt worden sind. Der Charakter der antisemitischen Betätigungen war nicht immer einheitlich. Während die früheren Nazis die alten Parolen des Dritten Reiches verbreiteten, haben die antijüdischen Polemiken der Arabischen Liga einen politischen Anstrich. Dabei waren wir uns immer darüber im klaren, dass diese Aktionen der Arabischen Liga gefährlicher sdnd, weil sie sich darum bemühten, einen Keil zwischen Juden und Juden zu treiben, in dem sie von den Juden sprachen, gegen die nichts einzu wenden wäre, und gegen die Zionisten, die sie bekämpfen würden. Die Regierung hat immer — einmal mehr und einmal weniger deutlich — Umtriebe dieser Art verurteilt, allerdings geschah wenig — mitunter gariüchts — um etwas gegen die Hasspropaganda oder gegen die verleumderische Tätigkeit zu unternehmen. Es ist unzweifelhaft, dass Worte — und seien sie noch so gut gemeint — allein nijrbf genügen, um vor den mit den antisemitischen Aktionen verbundenen Gefahren zu warnen. Von jüdischer Seite wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass nach den Lebenserfahrungen, die andere Völker mit Rassenhass und die wir selbst mit dem Antisemitismus gemacht haben, diese uns Juden zwar direkt treffen sollen, alle anderen aber in Mitleidenschaft und ins Ung’ück mitreissen. Denn wenn Hass und Feindschaft zwischen Bevölkerungsgruppen gesät wird, dann gibt es keine Begrenzung. Im Aussenministerium Wir konnten bereits darüber berichten, dass eine Reihe von Persönlichkeiten des jüdischen Lebens, gemeinsam mit dem Repräsentanten des Staates Israel, Gäste des argentinischen Aussenministers Dr Zabala Ortiz gewesen sind. Diese Zusammenkunft dar f man als eine Kundgebung des guten Willens betrachten, zumal kein äusserer Anlass einer Einladung oder Aussprache gegeben war. Ls handelte sich nicht allein daxum, dass erstmals im argentinischen Aussenmini- Zeitschrift für die Geschichte der Juden, herausgegebon von Dr. Hugo Gold, Varlag Olamenu Tel Aviv. — Die erst vor einem Jahr gegründete Zeitschrift ist in der Lage, nunmehr die Nummern 1—2 ihres Jahrganges 1965 vorzulegen, was allein schon eine verlegerische Leistung ist, die volle Anerkennung und Unterstützung der verantwortlichen Kreise beanspruchen darf. Die Zeitschrift ist inhaltsreich und vielseitig, wie alle vorausgegangenen Nummern. Nur einige der Aufsätze seien, ohne dass hierin eine besondere Wertung liegt, erwähnt. Zunächst einmal finden wir den Abdruck einer alten Arbeit des unseren Lesern aus zahlreichen Aufsätzen bekannten Rabbiners Dr. S. Neufeld, der eine kurze Einführung in die Geschichte der Gemeinde Elbing gibt, an der er bis zu seiner Alija gewirkt hat. Die Arbeit, die auch als Sonderdruck erschienen ist, schildert übersichtlich und mit vielen Einzelheiten die allmähliche Entstehung und Entwicklung dieser Gemeinde Elbing, wobei der Autor auf historische Exaktheit durch Anführung aller Quellen grössten Wert legt. — Neben interessanten Arbeiten des Univ.-Prof. Harry Zohn, Dr. Ball-Kaduri, Lvdwig Bato, Meyer Ebner u.a. finden wir eine höchst wertvolle Arbeit des bekannten Herzl-Forschers Alex Bein über Herzls Begegnung mit Wilhelm II, — Des Heft wird mit Buch - Besprechungen, Hinweisen und allgemeinen fachwissenschaftlichen Informationen abgeschlossen. — La Revue du Centre de Do- MUMBtetbn Jnhe Ctontem- Zeitschriften poraine, Le monde Juif, Paris, Mai 1965. — Das Heft beschäftigt sich in einer Reihe wichtiger Beiträge mit dem Widerstand gegen die Nazis. Nicht nur im Hinblick auf aktuelle Auseinandersetzungen gewinnt dieses Heft an Bedeutung Die Beiträge sind auf hohem Niveau und von bleibendem Wert. — —:o:— Irvin Eppstein: Aus Schriften und Vorträgen, Eine Gedenkschrift. Herausgegeben von der Bialik-Loge der Bne Brith und dem Präsidium des Herzl Bundes, Tel Aviv. — Eine interessante Schrift, weil, wie Martin Bielski in seinem Vorwort schreibt, Eppstein eine wahre Persönlichkeit und dennoch ein Mensch war. Aus den Reden, Vorträgen und Gedanken Eppsteins formt sich der suchende Mensch, der beim Aufbau eines neuen Lebens und Landes seinen Anteil beizutragen bemüht ist, und dessen Wirken — wie seine Freunde meinen — tiefe Spuren zurücklassen wird, wie das Hoffen und die Arbeit des gesamten zentraleuropäischen Kreises. — Bulletin des Leo Baeck-Instituts 7. Jahrgang 1964, Heft 27, 1964, Tel Aviv. — Dieses Heft, dessen sonstiger Inhalt nicht überzeugend wirkt, was bei dem Niveau früherer Hefte auffällt, wird von einem Aufsatz des bekannten Schriftstellers und Soziologen S. Adler-Rudel über dem Baron Moritz von Hirsch ausgefüllt. Für die Juden in Argentinien sind diese Ausführungen besonders bemerkenswert, sodass wir in einem anderen Zusammenhang hierauf nochmals ausführlich eingehen werden. — - sterium koscheres Essen verabreicht wurde, wenn auch das zweifellos eine Geste ist, die auf einen hohen Grad von Kultur und grosses Taktgefühl schliessen lässt. Der Aussenminister Argentiniens wollte damit zum Ausdruck bringen, dass das Land Argentinien und sein Volk keine Unterschiede zwischen irgend welchen Bevölkerungsgruppen, Glaubensbekenntnissen oder Rassen zu machen wünscht. Der Chronist, der getreulich alle Symptome des Lebens — seien sie positiver oder negativer Art — auffängt und der Oeffentlichkeit übergibt und der während langer Zeit über manche negativen Erscheinungen schreiben musste, benutzt gern <üese Gelegenheit, um dieses erfreuliene Ereignis an dieser Stelle zu illustrieren und zu würdigen. Shazar wurde eingeladen Auf der gleichen Linie freundschaftlicher Beziehungen muss die Einladung anges hen werden, die der argentinische Präsident Dr Arturo Illia an den Präsidenten Israels, Salman Shazar, gerichtet hat. Vom ersten Augenblick der Gründung des Staates Israel an haben die argentinischen Regierungen diesen jungen Staat mit Sympathie betrachtet. In der entscheidenden UN-Sitzu lg hat sich Argentinien zwar der Stimme enthalten, aber immerhin doch sehr bald den Staat als solchen anerkannt, und zu ihm diplomatische Beziehungen aufgenomir.en. Die argentinische Regierung wusste, dass die Juden ihres Landes immer treue Bürger gewesen sind, die sich in ihrer Hingabe und bei ihren Pflichten gegenüber Argentinien nicht von anderen Bevölkerungsgruppen unterscheiden. Sie wussten aber auch, dass die Juden Argentiniens als Juden eine tiefe Verbundenheit mit dem Staat Israel empfanden, und haben hierauf stets Rücksicht genommen. Aus besonderen Gründen, die mit der tragischen Vergangenheit des jüdischen Volkes Zusammenhängen, kam es zu einem diplomatischen Konflikt zwischen Argentinien und Israel, der aber schnell überwunden werden konnte, da von beiden Seiten ein echtes Verständnis für die gegenseiti ge Haltung aufgebracht worden ist. Die vorübergehend unterbrochenen diplomatischen Beziehungen wurden wieder aufgenommen und dar Zwischenfall in einer Weise beigelegt, wie es zwischen Kulturstaaten sein muss und immer sein sollte Wenn heute Präsident Dr. Illia eine Einladung an den israelischen Präsidenten richtet, so wird man deren Wert und Bedeutung erst dann besonders schätzen, wenn man die Vorgänge im Gedächtnis hat, die sich vor w nigen Jahren abgespielt) haben. Auch hierin dürften wir wohl mit Recht eine erfreuliche Entwicklung betrachten. Wir wollen die nient unbegründete Hoffnung zu Beginn des neuen jüdischen Jahres aussprechen, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in ihren Hoffnungen und Idealen, die sie gemeinsam haben, in Zukunft weiter vertiefen mögen. Vielleicht wird auch diese Haltung des argentinischen Präsidenten ihre Rück wir¬ Dr. Perette grüsst Knesset Der Vizepräsident der Republik Argentinien, Dr. Carlos H. Perette, hat durch Vermittlung des Botschafters Dr. Silvano Santander, welcher gegenwärtig auf Einladung der israelischen Regierung in Israel weilt, an den Präsidenten der Knesset, Kadisch Luz, eine Botschaft gerichtet in der er u. a. folgendes sagte: „Ich habe das Vegnügen ,an Sie ,Herr Präsident, in meiner Eigenschaft als Präsident des Senats der Republik Argentinien durch Vermittlung unseres Botschafters Don Silvano Santander meine herzlichsten Grüsse gelangen zu lassen. Ich möchte Ihnen hiermit auch die Grüsse des Hauses übermitteln, dem ich angehöre, welches zusammen mit der Deputiertenkammer das argentinische Parlament bildet. In diesem Jahre 1965, in dem sich 700 Jahre seit der Geburt des englischen Parlamentes vollenden, in dem die Anfänge der modernen parlamentarischen Demokratie liegen, weleHe in allen Ländern der Erde Verbreitung gefunden hat, gewinnt die Brüderlichkeit unter den Kollegen der verschiedenen Länder eine besondere Bedeutung. „Der Weg der Knesset in den 17 Jahren der Existenz des jungen Staates Israel zeigt d;e entschiedene und hervorragende Rolle, welche die Abgeordneten, die ihr in den darauffolgenden Perioden angehörten, ausgofüllt haben. Die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Landes ist nicht zu begreifen, ohne die Knesset zu erwähnen, denn sie hat es verstanden, eine fortschrittliche und moderne Gesetzgebung zu schmieden, die von hohem Wert und ein Beispiel für das Recht in der modernen Welt ist. Die Gesetzgebung Israels hat auf allen Gebieten, mit denen sie sich zu bschäftigen hatte, an erster Stalle die der Bibel entspringende Lehre und Moral, das Gedankengut der grossen Propheten und Führer Ihres Volkes in Betracht gezogen. So ist dieses grossartige Parlament die Basis der grossen israelischen sozialen Demokratie gewesen, ein Beispei der Achtung für alle Rassen und Religionen, die auf Ihrem heiligen Boden leben. „In unserem Lande, in dem eine echte Achtung für die demokratischen Prinzipien herrscht, die in unserer Verfassung vom Jahre 1853 niedergelegt sind, und indem sowohl das Volksempfinden wie die Gesetze jedwede Diskriminierung wegen der Rasse, Anschauung, Haut, Religion oder Farbe ablehnen, hegen wir eine grosse Bewunderung für die ökonomische und soziale Entwicklung Ihres Landes, wo die landwirtschaftlichen Kooperativen, die gewerkschaftliche Organisation, die wunderbaren Anstalten für Unterricht und Forschung und die neuen Städte und Dörfer Ausdruck einer bewundernswerten Kraft sind, wenn man die ungewöhnlichen Umstände in Betracht zieht, unter denen Israel seine Existenz in der internationalen Gemeinschaft begann. „Wir sprechen den Wunsch aus, dass dieser Fortschritt sich in alle Zukunft weiter verwirklichen möge, nicht nur zum Wohle Ihres aufopfernden und tapferen Volkes sondern zur Ehre des Friedens und der Brüderlichkeit unter allen Völkern und Rassen der ganzen Welt. Indem ich Sie bitte, diese bescheidenen Worte den Abgordneten der Knesset zu übermitteln, deren Patriotismus und Einigkeit über ihre Parteizugehörigkeit hinaus wir beifällig anerkennen, begrüsse ich Sie, Herr Präsident, mit dem Ausdruck mener höchsten Wertschätzung, gez. Carlos Perette.“ kung auf gewisse negative Erscheinungen im täglichen Leben, die durch judenfeindliche Elemente hervorgerufen werden, nicht verfehlen. Beim Presidenten Gestern überreichte der neue Israel-Botschafter, Dr. Mosche Alon, dem Präsidenden Argentiniens, Dr. Arturo Illia, in einer feierlichen Zeremonie seine Beglaubigungsschreiben. Regional-Konventionen der DA1A Am 4. und 5. September fand in Corrientes eine Regional - Konvention statt, an der Delegationen aus dieser Stadt, aus Resistencia und anderen Orten der Provinz Chaco, sowie aus Posadas teilnahmen. An der Spitze der Delegation der DAIA-Zentrale stand der Generalsekretär der DAIA, Herzl Gesang, Er hielt ein ausführliches Referat über die Lage der Judenheit in Argentinien und die Aufgaben, die die DAIA zur Stärkung der jüdischen Position im Lande zu erfüllen hat. Seinen Ausführungen folgte eine interessante Debatte, bei der verschiedene Delegierte konstruktive Vorschläge machten. Mit grossem Beifall wurden die Worte des Präsidenten der Zweigstelle von Corrientes, Ing. Jakobo Levitzky, aufgenommen, der die von der Tagung in Mar de) Plata gefassten Beschlüsse begrüsste und betonte, dass die Filialen der DAIA die auf der Zentrale lastende schwere Verantwortung zu teilen bereit sein müssten. Der Präsident der Filiale Resistencia, Dr. Julio Kesselman, unterstrich, dass der /. ntisemitismus nicht nur ein Problem der Juden, sondern ganz Argentiniens »st. Ihm antwortete Herzl Gesang, der über die einzelnen Phasen des von der DAIA- Zentrale geführten Kampfes gegen den Antisemitismus im Lande ausführlich berichtete und die ungeheure Wichtigkeit der Ergreifung präventiver Massnahmen beredt hervorhob. Zu den weiteren Rednern, die -tu diesem Problem Stellung nahmen, gehörten die Herren Julio Mazo und Dr. G. Macovsky aus Resistencia, D. Mayo aus Posadas, Dr. Horacio Gutnisky aus Corrientes, Mauricio Lustgarten von der DAIA-Zentrale, u. v. a. Im Namen der Jugend sprach Jacobo Luterstein aus Buenos Aires, welcher einwandte, dass das Spiel der politischen Parteien einen starken Einfluss auf junge Menschen ausübt, was man bei Heranziehung Jugendlicher zur jüdischen Arbeit nicht ausser acht lassen dürfe. Luterstein berichtete auch in der Sitzung des folgenden Tages über die Geisteshaltung der Jugend, aus der die kommenden Führer der jüdischen Gemeinschaft hervorgehen werden, und ihre Erfassung im Rahmen der DAIA. Er fügte hinzu, dass heute an den Universitäten keine antisemitische Aktivität fühlbar ist, doch die ‘ Waffenruhe’’ nur solange dauern wird, bis die judenfeindlichen Elemente wieder ihre Kräfte gesammelt haben werden. Es entspann sich eine rege Debatte unter den jugendlichen Delegierten, denen Herzl Gesang die Versicherung abgab, dass Jie DAIA bereit sei, der Jugend Rechte und ihren Teil an l r' ' 1? :-*ü 1. ö Año XXVI. — N? 2135 — 17 Kirchenglocken als Protest Jerusalem. — Die Glekken mehrerer Kirchen in der Altstadt von Jerusalem läuteten zum Zeichen der „schweren Besorgnis“ wegen der Erklärung des Vatikanischen Konzils über die Juden, durch die das jüdische Volk von der alten Beschuldigung, die Schuld an der Kreuzigung Christi zu tragen, freigesprochen werden soll. Der Bürgermeister der Altstadt erklärte den Journalisten, der Entschluss sei von christliichen Führern gefasst worden, auf deren Veranlassung er auch einen Protest an den Papst gerichtet hat. (ITA) der Verantwortung an den jüdischen Problemen einzuräumen. Am 5. September abends fand in Resistencia (Chaco) eine ebenso interessante Aussprache statt. Es wurden Standpunkte geklärt und einstimmig festgestellt, das über allen möglichen Meinungsverschiedenheiten, die nur Zeichen für eine Demokratie sind, die gemeinsamen Ziele rtehen, denen alle Sektoren geeint zustreben. Die Regional-Konvention für den argentinischen Nordosten gab ihrer Solidarität mit dem Staat Israel Ausdruck. In Paraná In Paraná eröffnete am 4. September der Sekretär der DAIA-Filiale Paraná. H*rr E. Rosenzwaig, eine weitere Regional-Konvention, der Delegierte aus dieser Stadt, sowie aus Santa Fé, Rosario, Concordia, Villaguay, Diamante, Domínguez, Concepción del Uruguay, Colonia Avigdor, Gualeguaychú und vielen anderen Orten beiwohnten. Der Vizepräsident der zentralen DAIA, Ing. Gregorio Fainguersch, berichtete über das von der DAIA geleistete Werk und umriss ih- »en künftigen Arbeitsplan im Rahmen der gegebenen Umstände. Seine Ausführungen fanden das lebhafte Interesse der ca. 50 anwesenden Delegierten. Eine angeregte Debatte, an der sich zahlreiche Redner beteiligten schloss diese Sitzung. Am darauffolgenden Tage wurden die Beratungen fortgesetzt. In einem ausführlichen Referat verwies der bonaerenser Delegierte Dr. N. Davidovich auf die Wichtigkeit der Erfassung der Jugend, die zur Mitarbeit an den der DAIA gestellten Aufgaben herangezogen werden müsse. Seiner Forderung stimmten alle Delegierten ohne Ausnahme zu, und so viele Redner meldeten sich zum Wort, dass die Diskussion sich viele Stunden lang hinzog und andere wichtige Themen nicht mit der notwendigen Ausführlichkeit zur Sprache gelangen konnten. Es wurde beschlossen, die “Regional del Litoral’’, ^sowie zwei Föderationen, nämlich in Entre Ríos und in Santa Fé, zu gründen. Der Regional-Konvention sollen je drei Delegierte aus diesen Föderationen angehören. Das Modiin-Problem In Buenos Aires traf ein Schaliach vom Hauptbüro des Keren Kajemet Lejisrael aus Jerusalem ein, um die Durchführung des Modeinplanes zu beschleunigen. Modein soll eine neue Grenzsiedlung werden, um die Sicherheit des jüdischen Staates zu gewährleisten Das argentinische Judentum hatte die Verpflichtung über- (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 18)