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Jüdische Wochenschau · 1965-09-24 · 2135 (24.9.1965) · p. [Seite 13]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2135 (24.9.1965)
Date
1965-09-24
Page
[Seite 13] (sequence 13)
Language
German, Spanish
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Haschana in der portugiesischen Synagoge zu Amsterdam (Nach einem Kupferstich aus dem 18. Jahrhundert) 5Aschanah 1 ' l’rr V 'i.APifif' “r H'-rrSHv \ mm * 5SSÜ * ': - 5fe< -»m '$$$$$ mSrnrnmü ■ ■ L iÄü es klar, dass auch »de hier, im modcrlleichnisspiel Neliy iemais von den Bil- :r Bedrohung, der er Flucht loskommt, eigenes Üben gerat umgestaJtet ha. nähart sich dieser »“ sicher der Art be- 1 moderner Dramatik ärksten unter allen U in der objekiven ung der ohne jede 'ung gestalteten dreien Charaktere, die einem leiden, „an dieiartärpfahl der Leben , in der Anwendung modernistischer Mitm Aufklingen uwder- ■nzrhyihmen, der Bnmg von Stimmen aus uschauerhaus - und renn nach der mainprägsamen Kulisse limus.Szene der nori Fischauktion, nach iblikumsstimmen vom m Rang des Theaterer verwandelte moderisoji, der Schuldiger sich vernehmen lässt: /an hat gesagt, _. ¡men von Neliy Sachs *• $ uni jenseits aller te~ nmliehen ''-"»-««c je perir.e:te Kühnheit in neu *- fl stellen. Man dsf ®- hinaus leststeiim, k® dramatische &&' deutsch-;:::-'*1 ichterin, das der fff# uhrkamp durch sras^' eband vor Jahren ■ —f» ¡St, jer eses i erk der ur u‘“— «a kUi W#6 U alte, vor vor schier unlösbare Probleme stellt. Dann zu lösen werden diese Probleme nur sein aus einer besonderen, der Sprache und dem unvergleichlichen Sprachgefühl dieser abseitigen Dichterin gerecht werdenden Werteeinstellung, aus einer Kenntnis alles dessen, was mit den Worten Mimus, Tanz und Musik sich für eine moderne Bühnen - Einstellung verbindet, schliesslich aus einer vorbehaltlosen, liebevollen Versen, kung in den Wortsinn und die Wortpoesie dieses dramatischen Gesamtwerkes von Neliy Sachs. Vom kleinen Dramolett („Verzauberung", „Viermal Galaswinte“, „Die Stuuime und die Möve“, „Eine Scheidelinie wird weiter hinausgezogen“) über die szenische Studie (der Versuch eines Ausbruchs für zwei Menschen und zwei Marionetten: „Der magische Tänzer“, das Delirium aus Einsamke it: „V ersteckspiel mit Emanuel“, das Spiel von der Freiheit: „Vergebens an einem Scheiterhaufen“, das Spiel: „Was ist ein Opfer?“ mit den Leitversen „Ein jeder muss jedermanns Henker sein“ und „Immer noch buchstabieren die Kinder rücklings in den Tod“, die Szenen aus der Leidensgeschichte der Erde: „Beryll sieht in der Nacht oder Das verlorene und wieder gerettete Alphabet“) bis hin zum ausgebauten Drama („Eli“, „Abram“, „Nachtwache“, „Simson“) gibt es immer wieder — über alle poetische Schönheit der einzelnen Szenen und Worte hinweg — das Grundthema dieser Dichterin, die sich nur „um ihre Wahrheit kümmert und sonst nichts“. Ein anderes, besonderes noch bleibt zu beachten; Die völlig in deutschen Vorstellungen, in deutscher Bildung, Musikpflege und Romantikerverehrung aufgewachsene Neliy Sachs ist in reifen Jahren dem ostjüdischen, dem chassidischen Sagen, und Legendengut begegnet. Der Chassidismus, seine stille, abseitige legendenhafte Erzählungskunst ist in Deutschland ja vor allem durch die Interpretation Martin Bubers bekannt geworden. Für Neliy Sach* wer die Begegnung mit dem gut dem Legendenreich ei- Iss’ Teiles des durch Hitler der Ausrottung überantworteten östlichen Judentums ein wesentliches Eirlebnis der jämigrationsjahre, und aus dieser Begegnung wird auch Sinn und Handlung ihres vielleicht wichtigsten und sicherlich wirkungsstarksten dramatischen Werkes verständlich: „Eü“. ienef gendenspiels vom Leidenl*- raels“ das von den Wege Michaels, eines der «S*®“®* unddreissig Gottesknechte1 der chassidischen Legende berichtet. Aus Erzählungen der Frauen am Brunnen, der nach der Qual der Zerstörung nun den Ueber leben den m der neu entstehenden Stadt wieder Wasser geben soll, wird das Geschehen klar: Eli, em achtjähriger Hirtenknabe m einer zerstörten jüdischen Stadt. Polens, sieht, wie deutsche Soldaten seine Eltern aus den Betten holen, um sie zum Tode zu schleppen. Hoch empört hebt er seine Hirtenflöte, um mit ihr Gott um Hilfe anzurufen. Ein junger Hitlersoldat fürchtet, dies sei ein verabredetes Signal erschlägt Eli mit seinem Gewehrkolben. Beim Anblick dieses Entsetzlichen verliert Grossvatex Samuel seine Sprache, und der Schuster Michael kommt zur Rettung zu spät, er hat im zertrümmerten’ Hause seiner von deutschen Soldaten um gebrachten Braut zu lange verweilt. . Michael' nun ist einer jener sechsunddreissig Gerechten, der Auserwählten, um deretwillen nach ehassidischer Ueberlieferung Gott die Welt erhält. Er geht als Bote Gottes durch die Dichtung. Erkennt mit seinem Falschem - Blick, der ihn Menschliches und Göttliches, Materie und Geist zu umfassen erlaubt, im Hemd des toten Eli das Gesicht des Mörders. Er macht sich auf die Wanderschaft, findet den Mörder in einen Dorf nahe der polnischen Grenze, wird Zeuge, wie der Henker Elis von seinen eigenen Gewissensbissen innerlich zerfressen, tot zusammenbricht. Damit ist Michaels Sendung erfüllt, wird das Werkzeug — nach chassidischem Glauben Du sollst das Leb von Rabb. Dr. F. I. L0EWEMSTE1N (Santiago de Chile) An der Schwelle des Jahres 5726 schreibe ich diesen Neujahrsgruss in den Stunden, in denen wir uns die wichtigsten Ereignisse des zu Ende gehenden Jahres ins Gedächtnis zurückrufen. Das Ereignis, das meiner Ansicht nach die grösste Wrkung auf das zukünftige Schicksal der Menschen hat, ist, dass der Mensch zum ersten Mal sich in den Raum vorwagte, ohne schützende Kapsel, im Vertrauen auf sein eigenes Wissen. Noch hat der Mensch nicht gelernt, sich auf der Erde zu bewegen, und schon unternimmt er die Reise in das Unendliche; noch hat er den Weg zu einer Welt des Friedens und der Gerechtigkeit nicht gefunden, als er sich schon zur Eroberung des Raumes aufgemacht hat. Betrachten wir das Bemühhen des Erdenkindes, das dem Unbekannten entgegenschreitet, so verstehen wir besser als je die unvergängliche Wahrheit des Bibelwortes, das wir in diesen Tagen gelesen haben: “Ich nehme heute, gegen Euch zu Zeugen Himmel und Erde; das leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch. Du sollst das Leben erwählen, auf dass du lebest und deine Nachkommen “ Unsere Welt unterscheidet sich zutiefst von der Welt von Gestern. Ein neues E;ement ist in die menschliche Geschichte getreten, ein so gewaltiges, so revolutionäres, so verhängnisvolles Element, dass all unser Denken, unsere Problemstellungen, unsere Bücher, unsere Hoffnungen und unsere Aenzsce von früher überholt scheinen Seit zwanzig Jahren steht die Menschheit an einem wahren Kreuzweg, denn die Tatsache der Zertrümmerung des Atoms, der Materie als solcher hat uns vor die Entscheidung gestellt, zwischen Segen oder Fluch, zwischen Leben oder Tod zu wählen. In unseren Händen liegt die Entscheidung über das Schicksal des Menschen und der Erde. Das technologische Vordringen hat sich mit grösster Schnelligkeit vollzogen, und nun stehen wir vor der Alternative, die viele fürchten: sollen wir das Leben oder den Tod wählen, sollen wir uns für den Segen oder den Fluch entscheiden? Wird es irgend einen Ausweg aus diesem Dilemma geben, irgendeine Hoffnung für eine bekümmerte und verängstigte Menschheit? Zu Beginn dieser Zeilen zitierten wir einen Bibelvers. Vielleicht liegt in ihm die Hoffnung auf unsere Erlösung. Ein berühmter Rabbi lässt uns sehen, dass es zwei “Heute” gibt, nämlich das “Heute“ des Segens und das “Heute’’ des Fluches. Das des Segens ist jenes, das sagt: “Heute muss ich die guten Werke verrichten und den Willen des Herrn üben. Wenn nicht heute, wann dann?’* Das “Heute” des Fluches ist jenes, das sagt: “Heute muss ich leben, essen, trinken und gemessen, denn morgen werde ich sterben“. Es gibt ein “Heute“ der Verantwortung und der moralischen Pflicht und eines der Fahrlässigkeit, der Sorglosigkeit und der Ausschweifungen. Wir Juden haben im Laufe unserer Geschichte »mmer gewusst, das “Heute des Segens“ zu wählen. Darum haben wir überlebt. Aber es handelt sich schon nicht nur um unser U-sber- ¡eben. Die ganze Menschheit ist betroffen das menschliche Geschlecht, dessen unlöslicher Teil wir sind. Und schon ist die Stunde gekommen, in der wir unseren Brüdern dienen können, indem wir sie die echte Bedeutung dieses “Heute” lehren, von dem die Bibel spricht, und sie erkennen lassen, dass die technische Vollkommenheit allein uns zum Fluche führt, und dass es notwendig ist, mit der gleichen Kraft die moralische Vollkommenheit zu suchen. Wir müssen die mo~ rabsche Vollkommenheit suchen, ebenso wie wir in die Geheimnisse des Mikro- und des Makrokosmos eindrin - gen. Wir müssen die tausjährigen Grundgesetz der sozialen Gerechtigkeit, des gegenseitigen Verständnisses, des Friedens und der Brüderlichkeit unter den Menschen leben und verwirklichen. Mit dem gleichen Eifer, mit dem wir uns der Eroberung des Weltraums widmen, müssen wir jetzt das moralische Vermögen des — he imger ufem zu seinem Meister und Gott. Dieses Mysterienspiel ist — nach den Worten der Dichterin — entstanden nach einem furchtbaren Erlebnis der Hitlerzeit rauchend noch in Flammen, niedergeschrieben in einigen Nächten nach der Flucht in Schweden. In dem Gesprächen des Stückes wird, wie Prof. Bereite sohn in seinem Kommentar sagt, das Schicksal des jüdischen Volkes unter der Schreckensherrschaft Hitlers über den Kontinent Europa völlig gegenwärtig, „repräsentativ gestaltet in einer Reihe von locker aufgereihten Szenen. In ihnen wird aber auch die unbeugsame zähe Widerstandskraft und der unerschütterliche religiöse Glaube offenbar, die dieses Volk durch Jahrtausende erhalten ' haben und sich in unserer Zeit von neuem bewähren im jungen Staate Israel.“ Chassidische Legende, jüdisches Schicksal der Verfolgung, des Martyriums, der Flucht, ein deutsches Sprachgefühl ohnegleichen, bewundernswert in einer Zeit sprachlicher Verflachung und Leichtfertigkeit, das sind die drei Grundpfeiler des gesamten, vor allem aber des dramatischen Werkes von Neliy Sachs. Um aber die Dichterin in ihrer Weltanschauung, in ihrer dramatischen Bemühung und ihrem menschlichen streben ganz zu verstehen, mögen h er ihre eigenen Worte für sie zeugen. Sie schrieb am 9. Februar 1962, zur Zeit, da der Verfasser dieses Artikels die Uraufführung des „Eli“ vorbereitete: „Lieber, verehrter Herr Jacob! „Innige Grüsse und innigen Dank für alles, was Sie für „Eli“ tun. Darum bitte ich Sie, lassen Sie das Beigelegte auf dem Theaterzettel drucken, geben Sie es Ihren Schauspielern in die Hand. Man hat den Eli anscheinend missverstanden — ihn als Rächer aufgefasst. Aber er ist die stille, ganz undramatische Legendengestalt, die durch d eses Mysterienspiel alles durchleidend gleitet und keinesfalls ein aktiver Held, der handelt. „Ich habe unendlich viel gelitten' in den letzten Jahren und nun wieder, und all das Schöne, was ich durch die Veröffentlichung meiner Gedichte erfahren durfte, ist mit dem letzten Blutstropfen mit Leiden bezahlt. So möchte ich wenigstens das eine noch, dass mein Werk als ein Glied der Versöhnung der Menschen aufgefasst wird und nicht durch jenen dunklen Willen, dar nicht nur mich, sondern auch das, was ich schrieb, in die Zone des Hasses zu ziehen versucht, missdeutet wird. „Alles Gute wünsche ich Ihnen und allen Ihren Mitarbeitern und tiefen Dank für die Liebe und Güte, die Sie dem Leiden der Menschheit widmen! Ihre Neliy Sachs“. Keiner ausser Neliy Sachs selbst könnte ihr Wollen und Streben besser in Worte fassen, als es in diesem Brief geschah. Ihr Werk bleibt eine Aufgabe für das Theater in dieser Zeit. Denn es ist Drama, auch im Sinne der klassischen Definition: Nicht objektiv - distanzierter epischer Bericht noch subjektiv - hingegebene lyrische Dichtung — so sehr beide Elemente auch in die Gesamtdarstellung miteingeflossen scheinen —, Neliy Sechs’ Dramen sind Theaterwerke, szenische Spiele, Dramen mit vollendet gebauten, ausgewogenen, in sich ruhenden Einzelszenan, Werke, die in ihrer Sprachmeisterscha.ft, ihrer abseitigen und doch souveränen Beherrschung aller mimischen, tänzerischen und klanglichen Elemente, die als „Traumspiele vom härtesten, vom wirklichsten Stoff“ immer wieder die grössten Forderungen an das Theater, das Theater der Gesinnung wie das der Poesie, der höchsten, kompromisslosesten Sprachkunst stellen werden. Hat die neue deutsche Dramatik, die die unbewältigte jüngste Vergangenheit zum Thema hat, nicht nur ihre Berechtigung, sind ihre Autoren vielmehr ob ihres persönlichen Bekenner-Mutes zu bewundern, in einer Zeit neuer Gleichgültigkeit nicht hoch genug einzuschäteen, so wird gerade ihnen gegenüber das Werk von Neliy Sachs, das Schaffon der nach Versöhnung rufenden, um Versöhnung flehenden und kämpfenden, leiderfahrenen jüdisch-deutschen Dichterin seinen Wert in jedem Sinne behalten. Scheint es fiaglich, ob das dramatische Werk der Neliy Sachs auf Grund seiner einzigartigen Verbundenheit mit dem Wesen deutscher Sprache in andere Idiome überhaupt zu übertragen ist, so bleibt doch der Wunsch, dass einem Sprachkünstier besonderer Art die zureichende Ueber Setzung ins Hebräische gelingen möge. Denn neben aller anderen wesentlichen Dramatik dieser Zeit wünschte man sich das Werk dieser „davongekommenen“ deutschen Jüdin auf den Bühnen Israels heimisch zu wissen. Wenn die Kraft und der moralische Wert jüdischer Geistigkeit, jüdischer Existenz überhaupt aus diesem besonderen Werk wieder und wieder aufleuchtet, so möchte man ihm in seiner Originalsprache in Deutschland, in hebräischer Uebertragung in Israel wohl auf der Bühne begegnen. Die Dramatikerin Neliy Sachs, ihr bisher nur mit „Eli“ in Erscheinung getretenes Gesamtwerk bleibt für alle, die am deutschen und am israelischen Theater arbeiten, eine Verpflichtung, es sollte, wie mir scheint, darüber hinaus alle die interessieren, die für das Theater, das wesentliche und vorwärtsweisende Theater in dieser Zeit Sorge und Verantwortu’'1" Individuums entwä -kein. Nur auf diese Weise werden wir fo: ’au : rn. Es gibt eine Geschichte, die d e Rolle erläutert, die uns, d'm jüdischen Volk, in der jetz'gen Stunde zufä'lt. In Is ael wurden drei afrikanische Studenten verabschiedet. die nach Ablauf ihrer Studien an der Hebräischen Universität in ihr Vaterland zurückkehrten. Man fragte sie, welches die oeste Lehre sei, die de in dem wiedergeborenen Lande Israel empfargen hätten. Der erste hob den Fortschritt der Landwirtsshaft hervor; der zweite rühmte die Erforschung der Elektronik, über die er sidb ein Urteil bilden konnte; der dritte erachtete als höchsten Gewinn seines Aufenthaltes. dass er “a bisseie Jüdischkeit“ lernen konnte. Ich weiss nicht, welche Deutung der vorerwähnte Student dem Wort “Jüdisehkeit” gegeben haben mag. Doch deswegen können wir nicht den ‘ eien Sinn, der darin liegt, übergehen. Wir können und wir müssen zum Fortschritt der Menschheit auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der Elektronik beitragen. Aber gleichzeitig ist es notwendig, dass wir verstehen, dass der beste Beitrag, den w;r zum kulturellen und moralischen Leben der Menschheit leisten können, dieser Begriff des “Heute des Segens“ ist. Lasst uns diejenigen, die uns umgeben aufklären, dass der Weg des Seelenheils nicht mit dem technischen Fortschritt gewährleistet ist. Gewiss können wir bequemer leben; wir können schneller reisen; wir gelangen bis an Grenzen, von denen es uns nie geträumt hätte. Doch dies befreit uns nicht von der Gefahr der Selbstzerstörung. Uns ist die Fähigkeit der freien Wahl gegeben. Wir können wählen zwischen Gut und Böse. Und obzwar der Ewige uns mit den Worten unserer heiligen Tora den Weg des Guten gezeigt bat. so ist es uns deswegen n;"ht verwehrt, die falsche Strasse zu betreten, den Weg des Bösen, denjenigen der Versuchung der Anbetung falscher Götter, der Götzen der Natur, der Technik, der Gesellschaft, des Ichs, des Menschen se’bst. Auf jenem Wege lauert die Verdammnis und der Tod denn das Idol wird zum Teufel, der am Ende den, der ihn anbetet, vernichtet. Die Stunde, in der wir leben, legt uns die Pf Echt auf, ernsthaft nachzuderken üver die alte Lehre, dass dem Menschen, welcher auf den Wegen Gottes schreitet und die in seinem Ebenbild geschaffenen Kreaturen achtet, Frieden und Segen zuteil wird. Dies ist die hehre Botschaft des Judentums, der Schatz, den wir für alle Völker hüten, und unsere Pflicht ’st es, sie daran tedhaben zu lassen, damit ihnen, gleich jenem afrikanischen Studenten, von dem wir sprachen, das Leben gegeben wird. Am Vorabend des neuen jüdischen Jahres haben wir nur einen Wunsch: Mögen die kommenden Tage die Jamim Noraim uns über unsere Verantwortlichkeit als Juden gegenüber unseren Nächsten nachdenken lassen. Lasset uns bemüht sein, dieses “bisseie Jüdischkeit“ zu erlernen von der unser Freund sprach, damit wir sie unseren Nächsten weitergeben können. So wird das Jahr 5726 der Beginn einer Zeit sein, in dem das “Heute des Segens“ sich bewahrheitet für das ganze 'üdische 'alk in allen T.andern der Zerstreuung und für Medinat Israel.

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