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Jüdische Wochenschau · 1965-09-17 · 2134 (17.9.1965) · p. [Seite 2]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2134 (17.9.1965)
Date
1965-09-17
Page
[Seite 2] (sequence 2)
Language
German, Spanish
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B — Viernes, 17 de Septiembre de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* 2134 Die vierte Sitzungsperiode ^us ^srae^s Innenpolitik ■ : TVIir WtHlJÍV _: _ ._, _ j (Schluss von Seite l) i den wegen des von der Kir-! ohe Jahrhunderte hindurch \ behaupteten Gottesmordes. In dem Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels war der Text der neuen Erklärung noch nicht den Konzilsteilnehmem zugeleitet worden. Jedenfalls wurde hierüber nichts verlautbart. | Zu welchem Ergebnis das. Konzil schliesslich gelangen! wird, bleibt nach wie vor im Ungewissen. Die Präge der: umstrittenen “Juden-Erkla-1 rung” ist zweifellos von! grosser Bedeutung, vor allem; für die Kirche, aber auch | für uns Juden. Denn die grosse Mehrheit aller gegen 1 die Juden gerichteten An-| griffe, durohe welche jüdi-1 sehe Generationen Jahrj hunderte hindurch die schwersten Verfolgungen: und Leiden haben ertragen i müssen, sind auf diese Bej hauptung des "Gottesmor-' des” zurückzuführen, woran niemand zu zweifeln braucht.1 Sicher ist, dass sich der-. artige Vorurteile, die erj staunlich tief verwurzelt: Sind, nicht von einem zum i anderen Tag überwinden lassen. Dies würde im übrigen eine völlige Aenderung der kirchlichen Erziehung verlangen, die bis heute jedenfalls an dieser Irrlehre der jüdischen Blutschuld am Tode Christi festhält. Eine Fülle von Prägen Stürzen über uns herein. Wer könnte annehmen, dass die kirchlichen Würdenträger die in ihrer überwiegende i Mehrheit Menschen von einem umfassenden und überragenden Wissen sind, erst jetzt zu der Erkenntnis gekommen wären, dass die gegen das jüdische Volk gerichtete Anklage zu Unrecht besteht, — Warum hat man Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON .2190 1» tafl. naetam. IS—19 Uhr Telefon: 80-6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaefi CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 bisher nicht darauf verzichtet. diese Anklage gegen die Juden zu erheben, eine Anklage, die sich nicht nur gegen die Juden zur Zeit Christi, sondern gegen jede jüdische Generation gerichtet hat! — Welche Motive sind dafür massgebend, dass sich immer neue Widerstände gegen die vom Kardinal Bea vorgeschlagene Entschliessung der Kirche erheben, selbst dann noch, wenn diese im Prinzip angenommen worden ist? Sicherlich ist ein Zeitungsartikel nicht die geeignete Form, um in eine Diskussion über theologische Fragen dieses Ausmasses einzutreten. Aber wenn man nur die Berichte des von den Christen akzeptierten Neuen Testamentes zugrunde legt, muss jeder nüehten\e und objektive Beobachter zu der Auffassung gelangen, dass es nicht "die” Juden gewesen sind, die etwa die Schuld am Tode des Christus tragen. Selbst nicht judenfreundliche. christliche Gelehrte wie Eduard Meyer und viele an. dere machen in ihren wissenschaftlichen Betrachtungen ausserordentliche Vorbehalte über das Auftreten des Christus, dessen "religiöses Weltbild ganz das der Pharisäer” gewesen ist. (So Eduard Meyer, Ursprung und Anfänge des Christentums, Band 2. Seite 425). Wir können hier nicht auf die Worte eingehen, die dem jüdischen Prediger in den Mund gelegt werden, z. B. im Matthäi Evangelium Kapitel 5, in der berühmten Bergpredigt, die zu Juden gesprochen wurde und auf jüdischem Gedankengut _ unbestritten - ruht. Das gegen ihn später eingeleitete Ver- , fahren, das mit der Kreuzigung endete, wird aufgrund der christlichen und. tolmudischen Stellen ausführlich von Heinrich Graetz (vgl. Band 3 der grossen Ausgabe, Seite 301 ff) geschildert. Wer sich über dieses Thema genauer unterrichten will, der studiere das klassische, moderne Werk über "Jesus von Na zareth”, eine Glanzleistung des verstorbenen Professors der Hebräischen Universität t zu Jerusalem, Dr. Joseph Klausner, vor allem das 8. Buch, Kapitel VIII, “Was bedeutet Jesus für die Juden?” (Ausgabe Berlin 1934, Seite 572 ff). — Das sind nur einige Quellen, die jedem Interessierten gestatten, sich ein eigenes Urteil in einer Auseinandersetzung zu bilden, die heute weiteste Kreise erfasst hat. Ohne Zweifel stehen wir vor einer Gefahr, die in unserer Geschichte auch nichts Neues darstellt: dass nämlich gut gemeinte An- PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. >er&t Sie kostenlos und mverbindlicb beim Kauf oder Verkauf von 3ESCHAEFTEN WOHNUNGEN BAEOSEKN VIRREY DEL PINO 2242 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - TaJJiebeutel Käppchen Mar zot-Ta sehen Hand und Maschkienstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T.E. 13-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON 0E FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 78-1049 näherungsversuche wie die des Kardinals Bea, die auf höchster Ebene durchgeführt und von uns mit Genugtuung beobachtet werden, in das Gegenteil ihrer Absichten ausschlagen. Die gewollte Annäherung kann in eine neue, schärfere Distanzierung Umschlägen. Denn bisher haben diese Bemühungen nur zu einer Rektifizierung kirchlicher Dogmen oder Auffassungen über uns Juden hinüberleiten sollen. Die Auseinandersetzungen zwischen den Meinungen über bestimmte historische Prozesse und Erscheinungen oder gar über Glaubensfragen hat überhaupt noch nicht begonnen. Dabei sind wir uns dessen bewusst, dass selbst dann, wenn die Juden bereit wären, zu einer positiveren Beurteilung des Wirkens des Jesus Christus zu gelangen, sie ihn niemals als den Erlöser. den Messias oder den Sohn Gottes anerkennen könnten, .. ohne sich als Juden aufzugeben. Woran wri arbeiten können, ist eine menschliche Aufgabe, trotz unüberbrückbarer Verschiedenheiten im Denken, Fühlen und Glauben zu einer Verständigung unter den Völkern zu kommen. Dieses humanistische Ziel aber verfolgen Juden seit allen Zeiten, nicht erst seit dem Tage, als der Humanist Bea den Mut aufbrachte, die Revision des kirchlichen Standpunktes gegenüber den Juden zu fordern. Die Problematik des gesamten Fragenkomplexes verlangt eine tiefe und sehr ernste Auseinandersetzung, die in früheren Zeiten vielleicht einmal geführt word<-n ist, in unseren Tagen aber noch nicht begonnen hat Nur wird es nicht möglich sein, diese Diskussion 5n feuilletonistischer Form abzuhalten, wie dies in letzter Zeitwiederholt geschehen ist. Wir Juden haben zu der Debatte über den gegen uns behaupteten Gottesmord sear schwerwiegende Argumente anzuführen, die sich aus den religiösen Schriften und aus vielen wissenschaftlichen Quellen ergeben, die man kennen muss. Diese Aussprache sollte in jedem Fall vor sich gehen, zu welcher. Ergebnissen das Konzil auch gelangen mag. Denn die begonnene Auseinandersetzung muss zumindestens auch den jüdischen Standpunkt erkennen lassen, der bisher kaum dargelegt wurde. Dies hätte längst gesohe ben sollen, obwohl man auch die Zurückhaltung verstehen und rechtfertigen kann, die bis heute geübt wurde, um das Konzil als erstes sprechen zu lassen. JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE YIAMONTE 2037 4* B, «e-1716 and 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 o. 76-2312 DIE WAHLEN Tel Aviv. — Die Wahlbehörden teilten mit, dass 22 Parteien ihre Kandidaten bei dein November-Wahlen für die Knesset präsentieren werden. Die neue Nationale Arbeiterliste, „Rafi“, mit Ex-Premierminister David Ben Gurion an der Spitze, erwartet, 7 Sitze zu gewinnen. Als erste Partei legte die Mapam ihre Liste mit 9 Namen vor. Chaim Bentow und Israeli Barzslai, beide frühere Minister, figurieren an tieferer Stelle. Die beiden ersten Namen sind Meir Jaari und Jaakow Chazan; Victor Schemtow ist der dritte. Neue Kandidaten sind Schlo. mo Rosen, Sekretär des Kibbuz Artzi, der politische Sekretär der Partei Re üben Arzi, der Vizebürgermeister von Nazaret Abdul Aziz Zuabi und Nathan Peled. EHRENGERICHT DER MAPAI Tel Aviv. — Das Ehrengericht der Mapai beschloss die Streichung der Mitgliedschaft des früheren Premierministers David Ben Gurion und von drei weiteren Personen, weil sie für die Wahlen vom 3. November eine unabhängige Liste aufgestellt haben. Die ursprünglich erhobene Klage richtete sich gegen 7 Mapai-Mitglieder, von denen jedoch drei inzwischen ihren Austritt erklärten. Der jetzige Beschluss erging gegen Ben Gurion, den vormaligen Stellvertretenden Verteidigungs-Minister Schimon Peres, den Exminister für Wohnungsbau Josef Almogi und Frau Chana Landau. Die drei zurückgetretenen Mitglieder sind Amos Degani, Guideon Ben Ifrid und Jizhar Smilansky. In der Urteilsverkündung gebrauchte der Gerichtspräsident nicht das Wort „Ausschluss“. Das Urteil besagt, dass die vier Mapaiführer „freiwillig ihre Zugehörigkeit zur Mapai aufgaben und die Partei verliessen, weshalb ihre Namen aus der Mitgliederliste gestrichen werden." Das Gericht erachtete als bewiesen, dass die Rafi „eine getrennte politische Partei“ ist und ihre Gründer nicht mehr als Mitglieder der Mapai gelten, weil niemand zwei Parteien gleichzeitig angehören kann-, DEBATTE IN DER KNESSET Jerusalem. — Die Anträge zur Abänderung des viel kritisierten neuen Gesetzes gegen üble Nachrede wurden in einer Sondersitzung der Knesset mit 54:51 Stimmen abgelehnt. Die Abstimmung geschah nach Parteien, wobei sich-alle Mitglieder der Koalition zugunsten des zur Debatte stehenden Vorschlags von Levi Eshkol aussprache.i. Die Mitglieder der neuer: Partei, Rafi, des Bx-Premier ministers Ben Gurion und B. Schwartz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52.8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEP VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN zwei Mitglieder der Agudat Israel enthielten sich der Stimme. Die Sondersitzung fand auf Ersuchen der Oppositions-Parteien statt. Ministerpräsident Eshkol kündigte an, dass die Regierung die Ernennung einer Kommission plane, um die Beschwerden der israelischen Presse und Richter zu untersuchen, die gegen verschiedene Paragraphen des neuen Gesetzes Protest erhoben habne. Er betonte, dass diese Debatte nicht unter dem Druck der bevorstehenden Novemberwahlen möglich sei. Unter den beanstandeten Paragraphen ist derjenige, der sagt, dass die Wahrheit keine ausreichende Verte dlgung gegen eine verleumderische Erklärung ist und das öffentliche Interesse ebenfalls bewiesen werden muss. Eine andere viel kritisierte Klausel bestimmt, dass dem Herausgeber ausser den Chefredakteuren, Bericht«-, stattern und selbst anderen Redaktionsmitgliedern die Beweispflicht auferlegt wird. Weit« wird eine Klausel kritisiert, die Klage wegen übler Nachrede ermöglicht, wenn ein die Knesset und gerichtliche Verfahren betreffender Dringlichkeitsantrag vor Ablauf einer gewissen Frist nach dem Vorfall bekannt gegeben wird. (ITA) U SEMANA ISRAELITA Semanario — apareo» los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190 1« i*q. X. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800.— jähri Gedenktafel Mannheim; — Für die 1938 zerstörte Synagoge in Mannheim - Freudenheim wurde eine Gedenktafel angebracht. Bei dies« Zeremonie sprach der Oberbürgermeister; et skizzierte die Geschichte dieser Gemeinde, die durch den Nazismus ihr Ende nahm. Ein Gang durch die beiden jüdischen Friedhöfe, unter Führung des Stadtsyndikus, und Gebete mit Landesrabbiner Dr. Levin son beende» ten die Fei«. Expltsion Tel Aviv; — Fünf Personen fanden den Tod, als in den Ehaz - Weinkellereiet» durch einen Funken aus einem Schweissapparat ein Alkoholbehälter explodierte. Acht Arbeiter erlitten schwere Verbrennungen. (ITA) ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Or. BLÜMENFELD Prof. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a ]. E. UR1BURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 n. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT. ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. Ti. 76-8673 u. 73-0500 Dr. L KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u- Freitag von 15—19 Öhr Es wird gebeten' sich vorher telefonisch anzumeloea. SANTA FE 1391 T. E. 44-9483 u. 44-1542 r-r-M

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