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Jüdische Wochenschau · 1965-09-03 · 2132 (3.9.1965) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2132 (3.9.1965)
Date
1965-09-03
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Viernes, 3 de Se ptiembre de J 965 b- LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* 2132 Ereignisse der Woche 40 Jahre Hebraeische Universitaet Ueber das Thema "Israel, ein neuer Staat und ein altes Volk. Die juristische organisation. Die Universität’’ sprach in der vergangenen Woche im ‘‘Colegio de Abogados” Dr. Luis Maria Boffi Boggero, Mitglied des Obersten Gerichtshofes Argentiniens. Die Konferenz fand unter den Auspizien der Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität von Jerusalem anlässlich des 40jährigen Bestehens dieser Hochschule statt. Nach einführenden Worten des Präsidenten des Exkutivcomités der veranstaltenden Vereinigung, Dr. José Grinstein, berichtete der Referent zunächst, dass er an der Spitze der argentinischen Delegation zur Internationalen J uristischen Konvention im Jahre 1958 nach Israel gereist sei. Er erinnerte daran, dass Israel mit der von 37 den Nationalrat bildenden Personen, am 14. Mai 1948 in Tel Aviv abgegebenen Deklaration zur Unabhängigkeit erwachte, I und stellte fest, dass sich der I junge Staat auf drei Ge-1 ■walten gründet: die richter- 1 liehe, die legislative und die exekutive Gewalt. Dr Redner analysierte in anschaulicher Weise die Rechtsprechung in Israel, die sich ausser auf das ottomanische hauptsächlich auf das englische Recht stützt, deren Grundlagen er ausein- ' andersetzte. Er betonte das ernste Streben der israelischen Juristen nach einer j Kodifizierung des Rechts, wobei ihnen ausländische Kollegen, wie z. B. der Italiener Tedeschi, uneigennützig mit ihrem Rat beistehen. Hier unterliess es Dr- Boffi Roggero auch nicht, der ungewöhnlichen Persönlichkeit des grossen jüdischen Rechtsgelehrten und Richters des Obersten Ge-. richtshofes der Vereinigten Staaten, Luis D- Brandeis, zu gedenken. Aelter jedoch als der Staat Israel, so schloss der Referent seine interessanten Ausführungen, ist die Hebräische Universität, die am 1 April 1925 offiziell eingeweiht wurde und innerhalb dieses Rechtsstaates "in der Umgebung einer Stadt zur Blüte gelangt ist, deren mystische Atmosphäre einen Hauch von ergreifender Schönheit und Harmonie vermittelt.” Mann der zweiten Alija stina dort zu bleiben, baten Männer wie Berl Katznelson, Sprinzak ua. den Verewigten, in Warschau eine Tageszeitung herauszugeben. So ging er nach Polen, wo er länger bleiben musste und woher er nicht nach Palästina zurückkehren konnte. Allein kam er nach Südamerika, wo er sich selbst Freunde, Mitarbeiter und Gegner suchte, mit ^.enen er das südamerikanische Judentum zum Leben und zum Anschluss an das Leben der jüdischen Welt draussen brachte. Auch Gegner brauchte Hellmann, von deren Ansichten er lernte, an deren Kritik er sich orientierte, an deren Meinungen er die Richtigkeit der eigenen Uebeitzeugung erprobte. Die eindrucksvolle Feierstunde wurde durch eine Vorlesung aus ausgesuchten Werken Hellmanns abgeschlossen. Synagogen-Konzert DIE DIESJAEHRIGE ROSCH HASCHANA AUSGABE der Jüdischen Wochenschau erscheintcon Freitag, den 24. September Bestellen Sie Ihre GLUECKWUNSCH ANZEIGE auch telefonisch: 83 2613 Bei der Feier für Dr. Jakob Heilmann, auf der die Herren Mark Turkow, Dr Tobias Kamenschein und Yehuda Hellmann, der Sohn des früheren Delegierten des Jüdischen Weltkongresses für Lateinamerika, gesprochen haben (und über die wir bereits in einer vorhergehenden Ausgabe kurz berichteten), wurde die Dualität des jüdischen Lebens, die damals anders als heute hervortrat, besonders unterstrichen Der verewigte Dr. Hellmann sei hierfür ein Beispiel gewesen. Er war einer der hervorragenden Repräsentanten jener Generation, die man unter dem Begriff der “zweiten Alijah’’ zusammenzufassen pflegt, jener Idealisten, die Israel gebaut und geschaffen haben. Zu einem in seiner Art vielleicht ungewöhnlichen Erfolg wurde das Synagogen-Konzert, das unter der Leitung des Oberkantors Walter Bluhm der Nueva Comunidad Israelita in der Synagoge dieser Gemeinde stattgefunden hat. Unter dem Motto: "Unsere Liturgie vom Jahre 1600 bis in unsere Tage’’ wurden durch Chor und Solisten religiöse und moderne Gesänge vorgetragen, die den ungeteilten Beifall eines interessierten Publikums gefunden haben. Verfolgten-Verhand Aus persönlichen Gründen konnte Dr. Jakob Hellmann seinerzeit nicht den ihm vorgeschriebenen Weg nach Israel gehen, sondern j musste in der Galut bleiben, wo er an jeder Stelle, j an welcher er stand, Her- * vorragendes geleistet hot. \ Ueber seine dynamische Arbeit in Lettland, wo er einer der bekanntesten Abgeordneten des lettischen Sejm gewesen ist, erzählte der Sohn vor allem seine Erinnerungen. Als sich die Familie entschloss, während eines Aufenthaltes in Palä- Wichtig für Tempel und Synagogen Alle Tempel und Synagogen in der Bundeshauptstadt und Gross-Buenos Aires werden daran erinnert, dass sie bis zum 15. September bei der DAIA (Pasteur 633, 5’) schriftlich die einzelnen Daten der Gottesdienste anmelden müssen, die an den Feiertagen von Rosch Haschana und Jom Kippur abgehalten werden. Diese Mitteilung dient bekanntlich dazu, dass die DAIA die erforderlichen Schritte bei den Polizeibehörden unternimmt, um die Ueberwachung und Sicherheit der religiösen Veranstaltungen zu gewährleisten. Auch die in der Provinz Buenos Aires gelegenen Tempel und Synagogen werden aufgefordert, sich im gleichen Sinne an die Zentrale der DAIA zu wenden. die von den Verfolgten Hitlers zu vertreten sind. Alle Opfer der Nazi-Verfolgungen, auch die Juden aus Deutschland, sind eingeladen, sich als’ Mitglieder dieses Verbandes einzutragen (Registrierung jeden Montag in Cangallo 1760 Von 20 bis 21 Uhr). Besucher aus Israel Unter den vielen Besuchern, die aus Israel im Laufe der letzten Wochen hier her gekommen sind, und über die wir leider aus technischen Gründen nicht immer und nicht immer ausführlich berichten können, befand sich auch Dr. Bernard cherrick, Vizepräsident der Hebräischen Universität zu Jerusalem. Zweck seines Besuches war es, die Beziehungen zu argentinischen Universitäten enger zu gestalten und an den Feiern zum 40-jährigen Bestehen der Universität Jerusalem teilzunehmen. Haus des jüdischen Studenten Kindler-T aschenbücher m DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — NW 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Hechtsfäile Nr. 57/58/59: GERALD REITÜNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr. 61: DIE SIEBEN TODSUENDEN — Vierzehn Essays Nr. 63: ELIA KAZAN: Amerika — Amerika, Roman Nr 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr. 66 GEORGES BERNANOS: Ein böser Traum Nr. 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Män nerquartett. Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München Unter dem spanischen Namen "Federación Argentina de las Victimas de Persecuciones Nazis” hat sich in Buenos Aires ein Comité gegründet, dessen Aufgabe und Ziel die Schaffung eines Verfolgten - Verbandes der Hitler - Opfer ist, wie es solche Verbände seit vielen Jahren in anderen Ländern gibt. In wachsender Anzahl treffen sich die Verbandsmitglieder zu regelmässigen Besprechungen über die Ziele und künftige Tätigkeit des Verbandes in den Räumen Cangallo 1760. Mitglieder des Verbandes sollen alle Verfolgten und Opfer des Nazismus werden, unabhängig welche Staatsangehörigkeit diese Nazi- Opfer haben, aus welchen Ländern sie kommen oder welche Form der Verfolgung sie überlebt haben. Eine politische Richtung hat der Verband nicht. Innerhalb der jüdischen Orientierung steht der Verband deutlich und entschieden auf dem Boden der heutigen jüdischen Wirklichkeit (israelozentrisch) und lehnt alle politischen Tendenzen, seien sie auf dem allgemeinen Gebiet der Weltpolitik oder der innerjüdischen Politik gelegen, grundsätzlich ab. Damit hat sich der Verband sachlich - gesellschaftliche Ziele gestellt, um die Stimme der einst Verfolgten auch im Jüdischen Leben Argentiniens erklingen zu lassen und die besonderen Interessen wahrzunehmen, Kürzlich berichtete der Präsident der AMIA, der Kehilla von Buenos Aires, Herr Gtregorio Feingebscn, über den Ankauf eines Grundstückes, auf dem das "Haus des jüdischen Studenten*' eingerichtet sein wird. In diesem Haus sollen sich alle kulturellen und gesellscha f Wichen Aktivitäten der jüdischen Studenten abwickeln. Es handelt sich um ein fünfstöckiges Gebäude in der grossen bonaerenser Avenida Cordoba Nr. 2524/2526, in welchem sich ein vollkommen eingerieftstetes Restaurant und 46 Wohnräume mit Telefonen und allen sanitären und sonstigen Einrichtungen befinden. Denn in diesem Gebäude war bisher ein Hotel installiert. Die Kaufbedingungen, Preis und Zahlungstermine, sind günstig, sodass die AMIA diese Verhandlungen mit Erfolg beenden und auf die Bedingungen eingehen konnte. Die AMIA und vor allem ihr Präsident wurden zu diesem Schritt von allen Seiten der Kollektivität beglückwünscht, denn das Haus des jüdischen Studenten wird wesentlich dazu beitragen, unsere heranwachsende akademische Jugend für jüdische Interessen und Aufgaben zu gewinnen. Inzwischen hat die AMIA bereits Besitz von diesem Grundstück ergriffen. des bisherigen Direktors des EL-AL-Büros für Lateinamerika, David Oberländer, diesen Posten antritt Herr Oberländer wurde nach Israel zurückberufen um im Hauptsitz der EIL AL wichtige Funktionen zu übernehmen. Der in Haifa geborene Herr Davidi ist einer der ersten Angestellten der EL AL, bei der er seit 15 Jahren in Dienst steht. In den letzten Jahren war er Direktor der EL-AL-Büros in Südafrika und Rhodesien. Die Ernennung Davidis zum Direktor der EL-AL- Vertretung in Lateinamerika erfolgt in einem Augenblick, in dem die Gesellschaft die Ausdehnung ihrer Flüge nach unserem Kontinent in Erwägung zieht. Davidi war im Palmach an leitender Stelle aktiv und gehört zu den Organisatoren der "Operation Fliegender Teppich”. oder ob sie Christen und Antimarxisten seien. Zu diesen Vorfällen teilt die Zeitung „La Prensa" mit, dass sie den Sekretär der Redaktion der Zeitschrift “Cruzada” befragt habe, welche Veranlassung zu diesem Vorgehen Vorlage Man habe sich zu dieser Aktion entschlossen, war die Antwort, weil ein Strukturwandel bei der CGT zu beobachten sei, und weil bei Veröffentlichungen der CGT grosse Anknüpfungspunkte mit den Marxisten und Gegensätze zur christlichen Soziallehre festgesteilt worden sind. Auf verschiedene Veröffentlichungen über diese Punkte habe die CGT unklar geantwortet. Aufklaerung verlangt Wie die bonaerenser Tagespresse meldete, verlangte eine Gruppe von Studenten und katholischen jungen jungen Akademikern in der letzten Woche durch eine öffentliche Demonstration in einer der belebtesten und bekanntesten Geschäftsstrassen von Buenos Aires, in der Strasse Florida, Aufklärung über die poditisene Stellung der Leiter des heutigen Peronismus und der Confederación General de! Trabajo (CGT), der peronisrischen Gewerkschaftsorganisation. Zu diesem Zweck wurden Exemplare der katholischen Zeitschrift "Cruzada” verteilt, die mit der Genehmigung der kirchlichen Autoritäten gedruckt wird. Ausserdem wurden auch Flugblätter zur Verteilung gebracht, in welchen die peronisrischen Politiker und Gewerkschaftsführer aufgefordert werden, sich darüber zu erklären, ob sie marxistisch und antichristlich sind Wie weiter in Erfahrung gebracht wurde, wird diese Aktion fortgesetzt, bei der das Publikum durch Leistung von Unterschriften zur Mitarbeit auf gefordert wird. Mit Recht werden wir aus dem Leserkreis darauf aufmerksam gemacht, dass das Vorgehen der katholischen Jugend den Eindruck erwecken müsse, als wären nur katholische Kreise gegen den Marxismus. In Wahrheit aber stehen alle religiösen Auffassungen zur marxistischen Lehre im Gegensatz . Die Unterlassung eines solchen Hinweises in den Publikationen der genannten Gruppe muss als bedauerlich angesehen werden, zumal die öfentlichen kirchlichen stellen offensichtlich mit diesem Vorgehen und mit diesen Argumenten einverstanden sind. Harfen-Wettbewerb in Tel Aviv Der bekannte argentinische Harfenist Herr August Sebastieni wurde namens der Re_ gierung von Israel durch Herrn A. Z. Propes, den Begründer und Direktor des in diesem Monat in Tel Aviv stattfindenden Harfen-Wettbewerbs, eingeladen, als Mitglied der Jury zu wirken. Die Jury setzte sich aus den berühmtesten Harfenspielern aus aller Welt zusammen. RegionalKonventionen der DAIA Unter Teilnahme von Vertretern der Provinzen Córdoba, La Rioja und Catamarca fand am vergangenen Wochende in der Stadt Córdoba die erste regionale Konvention statt, die in diesen Wochen auf Beschluss der letzten Territorial - Konvention der DAIA in Mar del Plata Neuer EL AL-Direktor Amos Davidi heisst neue Repräsentant der der israelischen Fiuggesellschatt EL AL, der als Nachfolger Nach kurzer Krankheit verschied im 84. Lebensjahr unser geliebter Vater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Salli Sthnook Tm Namen der trauernden Hinterbliebenen RECHA KARLSBERG geb. SCHNOOK Am 29. August 1965 Die Beerdigung hat bereits siattgelunden., ( Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) Für die Glückwünsche und überaus zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten anlaesslich der VERMAEHLUNG meiner Kinder 1 SILVIA und OSCAR WASSERMANN danke ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten aufs herzlichste. Elsa Por des de Goldschmidt davalía 2090 LUACH — (KALENOER) Freitag, den 3. September 6. Elul Sonnabend, den 4. September 7. Elul Parschat SOHOFTIM 5. B. M. XVI 18 — XXI 9 Haftara Yeschayahu U 12 — LII 12 Sonntag, den 5. September 8. Elul Montag, den 6. September 9- 01,1 Dienstag, den 7. Saptember M. Elul Mittwoch, den 8. September 11. Elul Donnerstag, den 9. September 12. Elul Freitag, den 10. September 13. Elul Sonnabend, den 11. September 14- ®*ul Parschat KI-TETZE 5. B. M. XXI 10 — XXV 19 Haftara Yeschayahu LIV 1—10 Sonntag, den 12. September Montag, den 13. September 18- ®}ui Dienstag, den 14. September 17- Mittwoch, den 15. September 18' Elm Donnerstag, den 16. September Freitag, den 17, September 19. Bul 80. Bui Von GO0 te die sude <.Se 0nm¡i¡r i« aus 29 1er aus * ner den, te1 der den, »e‘ von erüsst wri r.u aass hob, das® le das B« und der Welt knüj Zwei n torde wur Bien aufge »us Norda: die 400_ « Männer in ■- »meritanenn inn die W® terlingssti* 1’ 11,4”. 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