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Jüdische Wochenschau · 1965-09-03 · 2132 (3.9.1965) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2132 (3.9.1965)
Date
1965-09-03
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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VkriM», t «• OupÉiiwKhre de IW» 1t 4 (IMANA ISMAELITA Año XXVL — N* 213* — 3 Das war vor 20 Jahren ln diesen Tagen, in dei Den stell die Befreiung der , ^che'erit Hapletab“, der Ue- I ber lebenden der Nazi-Kon zentratiooslager am zwanzigsten Maie j&hrt, steigen verschiedene Erinnerungen { an diese grossen und schreck- , hohen Tage auf, an den Schock der ersten Begegnung; mit den „aus dar neuerei brumt geretteten Scheiten" : an den Kampf der lAgerin- | sassen gegen eine gewaltige Ueberwacht, an ihre bitteren Enttäuschungen und an die grossen Hoffnungen, die letzten Endes erfüllt wurden. Ich durfte 40 Monate unter der „Sehe’erit Hapletah“ leben, als Haupt der ersten offiziel- 1 len Mission, welche aus Erez Israel in die „Displaced Perrons Camps“ entsandt wurde, von den Tagen des politii sehen Ringens und der geheimen Wanderung nach Erez > Israel auf allen Wegen und mit allen Mitteln, bis zur Masseneinwanderung in den Unabhängigen Staat Israel. Bereits im Juni 1945, weniger als vier Wochen nach Kriegsende, wurde der Beschluss gefasst, diese Mission nach Europa zu senden. General Eisenhower, der Oberkoihmandierende der siegreichen Alliierten, erteilte bereits im August die für die Entstehung der Abordnung nach Deutschland erforderliche Bewilligung, aber es mussten noch einige Monate verstreichen, bis die uns vom feindlichen Mandatsregime gemachten Schwierigkeiten überwunden werden konnten, sodass wir erst im Dezember 1945 den Kontakt mit den Ueberlebenden der Camps in Deutschland aufzunehmen imstande waren. &st Anfang April 1945 Wurde den Nazis die totale Niederlage bereitet, welche ungefähr 40.000 Juden die Befreiung aus den KZ auf dem Boden Deutschlands und Oesterreichs brachte. Viele der Geretteten ergriffen die Gelegenheit der „Repatriierungstransporte“, um in ihre Herkunftsländer zurückzu - von Dr. CHAIM JACHIL kehren und Nachforschungen ' fce. Dort wurde feierlich die nach vermissten Verwandten anzustellen; andere wieder strebten mit Höfe der Jüdischen Brigade und jüdischer Soldaten in den alliierten Armeen der Küste zu, von der sie dann ihre Reise nach ( Erez Inart fortausatzen boffi ten.! Nach einer kurzen Zeit setzte eine Bewegung in der umgekehrten Richtung ein: die Flüchtlinge, die nicht ihre Verwandten, sondern nur zerstörte und verlassene Gej rikanischen meinden vorgefunden hatten, I kommission . kehrten in die DCP-Oamps nach Deutschland zurück und ihnen schlossen sich tausende Juden an, welche sich in den Wäldern versteckt oder 1 den Krieg mit Hilfe von gefälschten .Arischen“ Papieren überlebt hatten, sodass Ende Sommer 1945 die Zahl der jüdischen Flüchtlinge in , Deutschland wieder 40.000 eri reicht hatte. Sie bedurften erster Hilfe, ärztlicher Behandlung, Nahrung und Kleidung. Vor allem aber waren sie in einem Kampf um ihre Anerkennung als besondere, nationale Einheit begriffen und strebten die Separierung ihrer Lager von denen der anderen Nationalität»! an. Forderung nach Errichtung eines jüdischen Staates in Erez Israel zum Ausdruck gebracht. Im September 1945 wurde die Zionistische Einheits - Organisation von Deutschland und die gemeinsame Organisation der chaluzischen Jugend (Nacham) in Landsberg gegründet. Die erste Bewährungsprobe der „Sche’erit Hapletah“ in ihrem politischen Kampfe kam 1946, als die Angio-ame- Un ters uchungsdie Lager besuchen sollte. Vierzehn Tage der Ankunft der Kom- Bereifes kn Juni 1945 kamen die Vertreter der Lager in München und Umgebung zusammen und bildeten einen gemeinsamen Ausschuss. Sie erklärten, dass es für ihr Problem und das des jüdischen Volkes im allgemeinen eine Lösung gibt: Erez Israel. Ende Juli wurde «Me erste Tagung der Vertreter der jüdischen DPs aus ganz Bayern im Spital des Klosters St. Ottilien, etwa 70 Km westlich von München, abgehalten. Nach ihrem Abschluss wurde eine Delegation nach München entsandt, welche die zionistische Flagge in «Jem berüchtigsten BieVkeller hisste, in dem Hitler die Nazipartei gegründet hat- ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS. GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550,1, B — Be. Aires, Rep. Argentóla vor mission trat der Kongress der jüdischen Flüchtlinge in der amerikanischen Zone Deutschlands in München zusammen. Er wurde von Dutzenden Korrespondenten der Weltpresse besucht, die sich gerade damals in Deutschland im Zusammenhang mit den Nürnberger Prozessen auf hielten. Der Kongress wurde mit einer glänzenden programmatischen Ansprache des Vorsitzenden des Zentral comites der „Sche'erith Hapletah“, Dr. Salman Gruenberg, eröffnet, der freie Einwanderung nach Erez Israel und die Errichtung eines jüdischen Staates forderte. Bei der ersten Sitzung hielt David Ben Gurion, damals Vorsitzender der Zionistischen Exekutive, eine einilrucksvolle politische Rede, in welcher er der „Sche’erith Hapletah“ die uneingeschränkte Unterstützung des Jischuws und der Zionistischen Bewegung in ihrem Kampfe zusicherte. Als dann die Angio - Amerikanische Kommission in Deutschland erschien, war sie von der stolzen und energischen Forderung der Flüchtlinge nach sofortiger Alijah tief beeindruckt. In einer geheimen Abstimmung, die in den Lagern gehalten wurde, erklärten nicht weniger als 96 Prozent Insassen, dass sie nach Ekez Israel gehen wollten. Dieser politische Kampf wurde durch eine grossangelegte zionistische Informa- ALFREDO STERN MALERARBEITEN DEPARTAMENTOS — BUEROS — HAEUSER UnverbtedHehe Koatenvoranechläge für jede Arbeit NEUE ADRESSE: VIDAL 1575 fast Ecke PINO TeL: 76-7281 y 76-9088 Depósito: V. DEL PINO 2639 und V. DE LA PLAZA 1779 Teppichhaus - M. Hochberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualität«! für jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grossen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN¬ TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2993 4 Quader von Station Urquiza ANZUEGE VON SCHNITT UND SCHLIFF aussen und innen Hmy Beste (Stabiloform M. 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Februar 1946 fand die erste Konferenz des „Nacham“, der ohaluziseben Jugend, statt. Es war ein tief bewegendes und erschütterndes ikeignis. Tagungsort war ein Bauernhof in der Nähe Nürnbergs, der einst Julius Streicher gehörte, einem der ärgsten Naziverbrecher, welcher die ekelhafteste und giftigste aller Nazi-Publikationen, den,.Stürmer“ herausgegeben hatte. Die Eröffnung der Konferenz war dem Jubiläum des „Judenstaates“ gewicknet und es wurde mir die Ehre zuteil, die Hauptrede über die Bedeutung der genialen Schöpfung Herzls und ihre aktuelle Botschaft zu halten. Es war mir nicht klar, ob jeder der Zuhörer selbst Herzls Buch gelesen hatte aber es konnte auf der ganzen Welt kein Publikum geben, dessen Gedanken und Handlungen von Herzls Lehre in einem so hohen Masse beeinflusst und motiviert waren, wie diese Zuhörerschaft. Es vergingen wieder einige Monate. Die Angio-Amerikanische Kommission hatte einstimmig empfohlen, sofort 100.000 Einwan de rungs-Zertifikate «Jer „Sche’erith Hapletah“ zu erteilen, aber die britische Regierung brach ihr Versprechen, jede Empfehlung der Kommission zu befolgen und die Ueberlebenden der jüdischen Katastrophe mussten weiter in den DP- Camps bleiben. Im Sommer 1946 wurde Polen von einer Welle antisemitischer Ausschreitungen LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE BS. Aires — PUEYREDON 2190, 1» izq. — T. E. 88-2613 3. September 1906 6. Elul 5725 JeintHilfe New York. — Rund 430 000 bedürftige Juden aus 30 Ländern empfingen während des Jahres 1964 in irgendeiner Form Joint-Hilfe, wie aus dem Jahresbericht dieser Organisation hervorgeht. Die für diese Zwecke verausgabte Summe übersteigt erheblich die 1963 geleisteten Unterstützungen und wurde 93.000 Israelis, 8Ô 000 europäisch»! Juden und jüdischen Armen in mohammed-ani - sehen Ländern gewährt, — (ITA) überschwemmt und nach dem Ptogrom von Kielce stieg der Zustrom von Flüchtlingen aus Polen nach Deutschland. Zur selben Zeit wufde der politische Kampf in Erez Israel gesteigert und die führenden Persönlichkeiten ties Jischuws und der Zionistischen Bewegung wurden verhaftet. Das Ringen hielt lange an. Ein weiteres Jahr verging, und der Kampf erreichte seinen Höhepunkt in der Episode des „Exodus 1947“. Das tragische Geschick dieses Schiffes, der Heldenmut und die Leiden seiner „illegalen Einw>an<ierer“ sind allgemein bekannt. Bevor die Leiden der DPs ein Ende nahmen, musste noch ein weiteres Jahr verstreichen. Selbst nach Errichtung des Staates Israel und seiner Anerkennung durch die Vereinigten Staaten versuchte die Internationale Flüchtlings - Organisation (IRO) unter britischem Einfluss die Alija der Camp-Insassen zu sabotieren. Erst nach langwierigen Verhandlungen gelang es uns, alle Hindernisse aus dem Wege zu räumen und die offizielle Anerkennung unserer Einwanderungs-Visa zu erreichen, sodass wir in allen die Alija betreffenden Angelegenheiten der IRO gleichgestellt wurden. Am 13. Juli 1948 verliess München ein Sonderzug mit Juden, welche von mir Unterzeichnete Visen erhalten hatten. Wanderung Jerusalem. — Ministerpriä* sident Levi Eshkol erklärte in der Knesset, dass 13.000 israelische Staatsbürger gegenwärtig bei den nordamerika- I nisehen Konsulaten eingetra- : gen sind und die Erlaubnis : zur Einwanderung in USA erwarten. Der Leiter der Einwar.deu ■ rungs-Abteihmg der Jevrish ‘ Agency S. Z. Shrakai te'lte mit, dass in «ten nächsten. '■ fünf Jahren ca. 220.000 Immigranten in Israel anki.mj men würden und das Land [ in den letzten fünf Jahren; 250.000 Einwanderer aufgenommen hat. (ITA) Jüdische Kultur in Japan Tokio. — Die erste Kulturtat des kürzlich gegründeten japanisch-jüdischen Kultur- Instituts, wird die Herausgabe verschiedener ins japanische übersetzter Bücher vori Scholem Alechem sein. Der Uebersatzer, Abraham Sanaaki, ist ein vor 5 Jahren zum Judentum übergetreten»- Japaner, «ier inzwischen Hebräisch und Jiddisch gelernt hat. Das vorgenannte Inst'tut will das japanische Volk mit i den jüdischen Kulturgütern, bekannt machen (ITA) MOEBELHAUS WATERMANN Das Haas der 3 Geschat te mit drr grossten Auswahl. SARMIENTO 1147 T. E. 35 T833 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommen«ie fachmännische Bedienung. Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHÄEDIGUNGSFRAGEN Wiedergutmachung Lastenausgleich Rückerstattung BUEROSTUNDENi DIENSTAG, MITTWOCH und FREITAG von 16—18 Uhr T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaítssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen I. E. 80 - 6930 PUEYRREDOH 2190 »sq. Av. US HERAS '

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