Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2132 (3.9.1965)
- Date
- 1965-09-03
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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2 — Viernes* 3 «e Septiembre de 196& LA SEMANA ISRAELITA AJ» XXVI. — N* 213* Die Verhandlungen in Moskau (Schluss von Seite 1) Bis dahin solle eine Uebergangsregierung die Geschicke des Yemen leiten, die von einer aus 50 Delegierten bestehenden Konferenz aller politischen Kräfte des Yemen gewählt werden solle. Nach dem Zustandekommen dieses Abkommens umarmten sich Feisal und Nasser. .. Wer in dieser Schaustellung einen Erfolg Nassers erblicken will, mag das tun. Zunächst dürfte auffallen, dtuss hier sich zwei Mächte über das Schicksal eines dritten Landes verständigten, dös ihnen nicht gehört. Die Rechnung wurde offensichtlich ohne den Yemen gemacht. Man hat die yemenitischen Parteien nicht befragt, ob sie mit der Regelung einverstanden sind, die in Djidda getroffen wurde. Die wenigen Klauseln des Vertrages sind so ungenau formuliert, dass alle Möglichkeiten einer beliebigen Interpretation offen blieben. Der Abzug der ägyptischen Truppen innerhalb einer Jahresfrist soll ganz offensichtlich deren eilige Rückkehr oder Flucht nach aussen hin decken. Jedenfalls haben die yemenitischen Monarchisten keineswegs ihre Bereitwilligkeit erklärt, noch ein Jahr mit der weiteren Dezimierung dieses Expeditionsheeres zu warten. Inzwischen haben auch die Syrer mitgeteilt, dass sie mit dieser Regelung nicht einverstanden sind. Auch das beschlossene Plebiszit kann wohl ohne das Einverständnis der beiden, sich im Yemen befehdenden Parteien kaum durchgefühlt werden, selbst wenn man für einen Augenblick untere te.en wollte, dass die äusseren Bedingungen hierfür erfüllt werden könnten. Die von Nasser gestützte Yemen-Regierung, die erst kürzlich Dr. FREY ABOGADO PÜEYRREDON .TW 1* ix«. saetam. U—19 Uhr Ttlefom 80-6930 wieder umgebildet werden musste, wird möglicherweise bereit sein, auf dem Umweg über eine Volksabstimmung wenigstens einige Positionen au retten, wozu allerdings nach ihrer bisherigen Haltung weder der Imam noch seine Gefolgsleute gewillt sein dürften. Dieses magere Uebereinkommen ist bereits entsprechend, d. h. mit grosser Skepsis, von einigen Sachkundigen interpretiert worden. Alle Beobachter stimmen darin überein, dass diese Besprechungen nur einen höchst relativen Wert gehabt haben, da es nicht gelungen ist, die Beteiligten selbst zu einer Verständigung miteinander zu bringen. Noch nicht einmal der Versuch hierzu ist gemacht worden. Man ist sich im übrigen darüber im kla-! ren, dass Feisal am Rückzug i der ägyptischen Truppen in-; teressiert ist, jedoch genau I weiss, dass sich diese in einer j schwierigen militärischen Da-; ge befinden und deswegen I keinen anderen Weg hahen, ' als in ihre ägyptischen Garnisonen zurückzukehren. Feisal habe aus diesem Grunde den ganzen Fragenkomplex dilatorisch behandelt. Mit diesem mageren Ergebnis in der Tasche fuhr Nasser anschliessend nach Moskau. Vorher schlug er allerdings seine Propagandatrommel rührig, zumal während seiner Abwesenheit von Kairo Ding« vorgefallen waren, die durch die Lautstärke der Beifall spendenden Clique und Claque übertönt werden mussten. In der Zeit, wo sich Nasser in Djidda aufhielt, starb in Kairo Mastafa Nahas, einst Aegyptens Ministerpräsident, Chef der i alten Wafd-Partei, die bis zur nasser istis eben Revolui tion an der Macht war. Mehr j als 10.000 Anhänger des tot geglaubten Wafd demonstrierten für ihren ehemaligen Chef, der achtmal ägyptischer Ministerpräsident gewesen ist, und feierten Nahas als „Führer der Nation“. Starke Polizeiaufgebote mussten unter Einsatz eil ihrer Möglichkeiten grössere Unruheri unterdrücken. Nasser selbst hat in Moskau zugegeben, dass ein Komplott gegen ihn geschmiedet worden sei. Diese Vorgänge sind offensichtlich ernster gewesen, als man ursprünglich angenommen hat. — „Nahas, Führer der Nation“, das ist eine Parole, die schrill in den Ohren des REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Speziakjeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PR0PIEDADES FRANKENBERG 8. R. L. >erät Sie kostenlos und inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN BAEUSERN VIRREV DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 AMA DE LLAVES SE NECESITA. Casa, comida, buen eneldo. T. E. 27—0452 JUDITH SCHENK 0LEWSKI KTTLTUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Taiiiebeutel Käppchen Mai zot-Taschen Hand- und Maschkienstickerel von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 JUEMSCHE KINDER IN RUSSLAND New York: — Di« zionîder Sowjetunion 7", so fragt .Führers1 Nasser klingen muss. Das war eine hässliche Begleitmusik, die seinen angeblichen diplomatischen Triumph in der Wüste störte. Einmal mehr und nach aussen sichtbar trat die Unzufriedenheit nicht unbedeutender Kreise mit dem Nasser-Regime in Erscheinung. Natürlich sind «He diese Vorgänge auch den Russen nicht verborgen geblieben. Schon Nasser-Freund Krutschew hatte plötöich und unvermittelt mit der ihn charakterisierenden Grobheit dem Regime einige Wahrheiten gesagt, die damals Nasser garnicht gefielen. Die zur Schau getragene Herzlichkeit und der Aufwand an Kreml- Grössen auf dem Flugfeld konnten über die russische Zurückhaltung schlecht hinwegtäuschen. Vollkommen ausgeschlossen ist es nicht, dass Nasser die Reise in die Wüste auf Einflüsterung russischer Diplomaten unternommen hatte, denn Moskau ist durchaus nicht an einer Verlängerung des yemenitischen Konfliktes interessiert, der den Amerikanern gewisse Möglichkeiten bieten könnte, mit Geld und Leuten einzugreifen. In erster Linie dürfte aber Nasser nach Moskau gefahren sein, um die Russen um einige praktische Hilfsmassnahmen, wie die Verlängerung fällig werdender Kredite und neue Beihilfen zu bitten, vor allem Waffen. Dass ein Einvernehmen zwischen den verhandelnden Staatsmännern aus Moskau gemeldet wird, dürfte bei dieser Art von Gesprächen nicht überraschen. Die heutige Regierung Russlands werde gegenüber Aegypten die gleiche Linie verfolgen, heisst es, wie sie das gestürzte Krutschew-Regime beachtet habe. Möglicherweise wird sich Nasser auch bereit erklären, die ostdeutsche Regierung voll anzuerkennen und diplomatische Beziehungen mit diesem kommunistischen Regime aufzunehmen. Wenn es auch noch nicht zu einem Botschafter-Austausch zwischen Ostdeutschland und Aegypten gekommen ist, bestehen de facto bereits seit langem diese Beziehungen, die bisher nur nicht formell hergestellt wurden, weil Nasser nicht die für ihn wichtige Hilfe der Bundesrepublik vollends verlieren wollte. Inzwischen haben aber die Westdeutschen ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel hergestellt, was Nasser mit allen Mitteln zu vereiteln versucht hat, was ihm aber nicht gelang. Man könnte annehmen, dass sich Nasser jetzt nicht mehr gebunden fühlen würde. In Wahrheit gehen die Bestrebungen zur Wiederherstellung diplomati, scher Beziehungen zwischen Westdeutschland und den JACOB LAPIDUS dipt. Mohel NEUE ADRESSE VIAMÜNTE 2037 4* R. 46-1716 and 48-2124 MOHEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E. 76-6784 a. 76-2312 stische Frauenorganisation Nordamerikas Hadassa, appellierte an die Frauen in Sowjetrussland, ihren Einfluss geltend zu machen, um den jüdischen Kindern eine jüdische Erziehung und die Teilnahme am jüdischen Kulturleben zu sichern. Diese Aufforderung richtete die Präsidentin der Hadassa Frau M. Jacobson, an Frau M. D. Owsyannikowa, die Herausgeberin von “Die sowjetische Frau“, der bedeutendsten in Moskau in russischer, englischer, chinesischer, spanischer, litauischer, deutscher und französischer Sprache erscheinenden Frauenzeitschrift. In ihrem Schreiben weist Frau Jacobson auf den Umstand hin, dass die jüdischen Kinder in der Sowjetunion wohl wüssten, dass sie Juden sind, aber nirgends etwas über Juden oder Judentum lernen könnten. Sie kennen keine hebräischen Buchstaben und erfahren nichts über ihre Religion und ihre eigene Kultur und Sprache. “Steht dies nicht im Widerspruch zur sowjetischen Verfassung und den öffentlichen Erklärungen über die Grundrechte des sowjetischen Kindes in arabischen Ländern von beiden Seiten aus. Diese im Gang befindlichen Verhandlungen, die nicht offiziell geführt werden, würden jedoch durch die Aufnahme von Beziehungen zu Ostdeutschland jäh unterbrochen werden. Die Russen wollen Nasser nicht als Bundesgenossen verlieren, selbst dann nicht, wenn sie seine Kräfte nicht hoch einschätzen. Solange dieser geschickte und aktive Politiker an der Macht ist, wird er im Konzert der arabischen und der afro-asiatischen Völker immer eine erste Geige spielen. Die zweite afro-asiatische Konferenz, die in Algerien stattfinden sollte, wegen der Beseitigung Ben Bellas aber abgesagt werden musste, wird demnächst zusammentreten. Die roten Chinesen, immer stärkere Gegenspieler Moskaus, versuchen, die Sowjet-Union zu einer nicht-asiatischen Macht zu stempeln und von der Teilnahme an der Konferenz euszuschalten. Die Stimme der arabischen Völker die trotz allem Nasser noch weiterhin folgen, wird deswegen von grösstem Gewicht sein. Das wissen die Russen, das weiss Nasser. Er ist wieder einmal der begünstigte Nutzniesser einer Situation, die sich ohne sein eigenes Zutun ergeben hat. Und er hat bereits oftmals be *T>- sen, dass er es sehr gut versteht, diese Art Vorteile at szukosten. Welche Rückwirkung diese neueste Entwicklung der politischen Verhältnisse im Mittleren Orient auf die Position Israels haben wird, bleibt abzuwerten. die Absenderin. Säe hebt hervor, dass die Fortschritte der verschiedenen nationalen Kulturen in Russland in der Welt bekannt sind, die seit dem Ende der Zarenherrschaft erzielt wurden, weil diesen Minoritäten alle Erleichterungen zur Entwicklung ihres kulturellen Lebens erteilt worden sind. Während bei der letzten Volkszählung eine halbe Million Juden als Muttersprache des Jiddische angaben, so sei es dem jüdischen Kinde verwehrt, Jiddisch zu lernen oder zu schreiben oder die alte Geschichte seines Volkes kennen zu lernen. “Wir haben erfahren“, schl i esst das Schreiben, “dass die Lage der Juden in letzter Zeit in gewisser Hinsicht verbessert worden ist. Wir wenden uns an Sie mit der Bitte. Ihre Kräfte dafür einzusetzen, dass die noch bestehenden Ungerechtigkeiten berichtigt werden. Bitte, helfen Sie uns, damit auch die Rechte der Juden in der Sowjetunion in vollem Masse gewährt werden.’1 UNGLEICHE RECHTE London; — In der in Kiew erscheinenden Zeitung “Praw- Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52.8214 RAYOS X PARADENTOSE TET .EF VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN U SEMMU (SKAEUTA Semanario — aparee* loa Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltd a. Director: Amoldo W. B. Swarseasky Pueyrredhn 2190 1* isa. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: 6 500,— pro Jahr Ausl. % 800.— jährL ï < da Ukrayni’5 stand zu lesen, dass die Ukrainer die Verlandung mit ihren im Ausland lebenden Volksgenossen aui nehmen dürfen, ein Recht, das den russischen Juden verweigert wird. Die Zeitung) das offizielle Blatt der kommunistischen Partei in dieser Sowjetrepublik, berichtet, dass ein Bezirksbüro für die Pflege kultureller Bande mit Ukrainern im Ausland in Tschernowsky gegründet wurde. In Kiew, einer der Städte mit einer grossen jüdischen Bevölkerung in Sowjetrussland > existiert ein solches Büro nicht, um für die kulturellen oder irgendwie anders gearteten Beziehungen mit den Juden im Ausland zu wirken. (ITA) ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Prof. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a I. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T, E. 73-8182 n. 73-6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3118 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTHAULEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-8500 Dr. L KLEIN - Médico Magen- und Darmkrankheiten Roentgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u- Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1541