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Jüdische Wochenschau · 1965-08-13 · 2129 (13.8.1965) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2129 (13.8.1965)
Date
1965-08-13
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Viernes, 13 de Agosto de 1965 LA SEMANt ISRAELITA Año XXVI. — N» 212® Ereignisse der Woche Die „Prensa“ schreibt Unter dem Titel „Anseheinede Straflosigkeit extremistischer Bande“ erinr.ert der Leitartikler der „Prensa“, dass dar Innenminister Argentiniens Anfang Juli eine gerichtliche Untersuchung gegen die Mitglieder der fol genden Verbände verlangt hatte: Movimiento Nacionalista Tacuara, Unión Nacionalista de Estudiantes Secundarios, Federación Juvenil Comunista und Guardia Restauradora Nacionalista. Seither ist ein Monat vergangen, und man weiss nicht ob der Erziehungs. und Justizminister die von ihm erbetenen Anweisungen erlas ®en hat, noch ob die zuständigen Gerichtsbehörden, soll ten diese empfangen worden sein, Klage erhoben haben Die Verzögerung wird als unverantwortlich bezeichnet, da es sich hier um Organisationen handelt, deren Mitglieder, die zumeist in Ban den auftreten, Delikte gegen Personen und Eigentum begangen haben, ohne dass die Behörden bisher hiergegen eingeschritten sind, wie die öffentliche Meinung dies zu Recht fordert. Mit dem Hinweis auf frühere Vorfälle wiederholt der Leitartikler, dass diese Banden unter der Vorgabe, politische Ziele zu verfolgen, ganz gewöhnliche Verbrechen verübt haben, derer, Bestrafung eindeutig durch das Strafgesetzbuch festliegt. Man brauche nur an den Ueberfall auf den „Policlinico Bancario“ zu denken, bei dem es Tote und Verwun ■ dete gab, der von Mitgliedern einer dieser Banden durch - geführt worden ist, die später einer ihrer Dirigenten in einer „Pressekonferenz“ für ihre Tat belobte. Was die anscheinend politische Zielsetzung betreffe so wird daran erinnert, dass die Tacuara und ihre Zweig, verbände eine Linie der fanatischen und aggress ven Intoleranz vertreten, die in zwei dunklen Epochen der argentinischen Vergangen heit die kategorische Ableh nung der Bevölkerung er - fahren hat. Es handelt sich durchweg um extremistische Organisationen, deren Parolen den besten politischen Traditionen des argentini sehen Volkes fremd sind und die durch Anwendung von Gewalt den Umsturz der verfassungsmässigen Ordnung bezwecken. Die Staatsbehörden werden ersucht, nicht nur aus diesen Gründen das Einschreiten des Gerichts nicht weiter zu verzögern, sondern auch um den in einigen Sektoren der Bevölkerung herr sehenden Eindruck auszu - schalten, dass die extremistischen Verbände gewissermassen straflos handeln dürfen Selbst ohne behördlichen Auftrag, so wird abschliessend festgestellt, hat die Justiz die Pflicht, die ihr zur Kenntnis gelangten Verbrechen zu untersuchen, die Verantwortlichen zu verhaf ten und zu bestrafen. „Argentina católica“ Um die Richtigkeit der Ausführungen in der gro ssen argentinischen Tageszeitung “La Prensa” unter Beweis zu stellen, die vorstehend wiedergegeben worden sind, kam es in der vergangenen Woche zu neuen bedauerlichen Schmierereien und Drohungen, die von den pseudo - nationalistischen Verbänden ausgingen. An den Häuserwänden der Tarbutschule im Vorort Olivos wurden mit schwarzer Farbe Parolen angeschmiert, deren antijüdischer Charakter eindeutig zum Ausdruck kam Auch das Haus des Vorsitzenden des Schulvereins wurde nicht verschont, das den Schulgebäuden nicht be nachbart ist. Offensichtlich waren die Täter über man che Einzelheiten gut informiert. Von wem diese Infornu» tionen stammen, ist uns nicht bekannt. Wir hatten zwar die Möglichkeit, diese Schmierereien zu betrachten nicht aber Ermittlungen über die Täter anzustellen. Im merhin dürfte es auffallend sein, dass niemand diese Schmierereien beobachtet hat, obwohl der Portier in tervenieren wollte, hieran aber gehindert ist. Bei dem Umfang der Beschriftungen dürften diese einige Mino ten, vielleicht auch eine vier tel Stunde, in Anspruch ge nommen haben. Gewiss han delt es sich um eine ¿ehr ruhige Gegend, aber irgendje mand dürfte auch dort ge legentlich Vorbeigehen. Neben dem üblichen Für die überaus herzliche Anteilnahme anlässlich des Hinscheidens meiner lieben Frau, unserer Schwester und Verwandten, Frau Bücher-Umschau COMENTARIO, Heft 42, 1965, herausgegeben vom Jüdisch-Argentinischen Insti- Spruchband “Zionisten nach Israel’’ muss die starke Betonung christlicher Gesinnung auffallend, die in Gegensatz zur jüdischen gestellt wird. Bisher wurde von keiner jüdischen Gruppierung bestritten, das: Argentinien ein katholisches Land ist. Die Verbrämung katholischer Parolen, die hier missbraucht werden, mit den von der "La Prensa” charakterisierten Zielen und Programmen der extremen Organisationen dient doch offensichtlich nur der Verschleierung der wahren Absichten, die von diesen Organisationen verfolgt werden. Es dürfte aiso tatsächlich an der Zeit sein, dass die zuständigen Behörden eingreifen und endlich gegen die Täter vorgehen. Nerven behalten tut für Kultur und Informa. tion, Buenos Aires. Auch die neueste Nummer dieser ausgezeichneten Zeitschrift (Heft April—Juni, 1965), bringt eine Reihe interessanter Aufsätze mit vielen und bemerkenswerten Anregungen. —:o:— Theodor Reik; Geschlecht und Liebe, Aus der Reihe Geist und Psyche“ des Kindler Verlages, München. 1965. — In dem Buch, erstmalig 1945 in New York in englischer Sprache erschienen, durchleuchtet der Autor die seelischen Faktoren des Lie beslebens. Reik, einer der frühesten Schüler Freuds, gehört zu den bedeutendsten Psychoanalytikern der Zeit. Der Nachfolger Goldbergs Washington. — Abe Portas, ein jüdischer Rechtsanwalt aus Washington, der von Präsident Johnson zum Nachfolger Arthur Goldbergs beim Obersten Ge richtshof der Vereinigten Staaten ernannt worden ist zählte mit der entschlossenen Untersützung von Senator Thomrs J. Dodd, Präsident des Senatscomitäs für innere Sicherheit. Dodd verlas vor der Juristischen Kommission des Senats, die über die Ernennung von Fortas beraten sollte, eine Erklärung, in der er sein volles Vertrauen zu Fortas zum Ausdruck brachte, obzwar einige Senatoren Fortas verleumdet hatten, dass er verschiede ne Personen, die der Sympathien mit dem Kommu nismus angeklagt waren, energisch verteidigt habe. An dere Senatoren, die die Ernennung von Fortas unterstützten, traten ebenfalls vor der Kommission auf und würdigten die Persönlichkeit des neuen Oberrichters (ITA) Toni Schnook spreche ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen herzlichsten Dank aus. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen SALLY SCHNOOK fÆ Die Schmierereien an deo Mauern der Tarbut-Schuie sollen wir nicht einfach hinnehmen. Wir sollen weder mit einem Achselzucken, was bedeutet das schon?, darüber hmweggehen noch den Vorfall übertreiben. Wir solle i bemüht sein, die Sachlage zu erkennen und die erfordern chen Konsequenzen hieraus zu ziehen. Es ist leidet nicht das erste Mal, dass derartige Vorfälle in dieser oder einer anderen Form im nördlichen Vorort Vicente Lopez, zu welchem auch Olivos gehört, sich er eignen. Man kann nicht alte» unter die Rubrik “Dumme Jungen-Streiche“ zusammenfassen, wa6 an antijüdischen Aktionen vor sich geht. Diese Verniedlichung unserer eigenen und der allgemeinen polizeilichen Probleme können wir nicht akzeptieren Viele Familien, deren Kinder die mit schwarzer Farbe attackierte Tarbut-Schuie besuchen, sind Mitglieder der Synagogengemeinde “Lamrut Hakol” deren Synagoge und Gemeindehaus nicht allzu weit von der Schule entfernt liegen. Wir erinnern uns alle sehr gut daran, dass vorbeifahrende Jugendliche eines Tages gegen diese Synagoge Schüsse abgegeben haben, wobei sich die Täter durchaus nicht an ihrem Verbrechen deshalb hindern Messen, weil Kinder vor der Synagoge spielten. Wird dafür gesorgt sein, dass bei einem nächsten Attentat die Sicherheit der Kinder unangetastet bleibt? Warum sollen eigentlich jüdische Eltern in einem freien Land Angst haben, dass man ihre Kinder zum Opfer von geplanten oder improvisierten Ueberf allen macht? Und das nur deswe gen, weil sie Juden sind? Wir sind sicher, dass die grosse argentinische Oeffentlichkeit diese Art von “Auseinandersetzungen“ aus ehrlicher Ueberzeugung ab lehnt. Aber die Dinge sind zu weit gediehen, als dass man sich mit allgemeinen Erklärungen oder Beruhigungen seitens der Behörden zufrieden geben könn te. Wie oft wurde den jüdischen Unterhändlern bereits Abhilfe versprochen? Aber an wirkungsvoller Intervention mangelte es trotzdem Jüdisch christliche Verstaendigung Die BARMIZWAH unseres Sohnes PABLO JORGE findet s.G.w. am 21. August um 9 Uhr in der Chaim Weizmann Synagoge, Arcos 2319, statt. WERNER HERZ und Frau CHANA Moldes 2376, III. Empfang von 18—21 Uhr, Arcos 2319. Die warme Teilnahme, die uns beim Hinscheiden meines geliebten Mannes Hemer Enrique Frohmann von Freunden und Bekannten (gezeigt worden ist, hat uns wohlgetan. Wir danken sehr herzlich. Im Namen aller Angehoerigen Dr. LOTTE FROHMANN geb. STEINBERG Mit einer gewissen Genugtuung haben alle die Bestrebungen zu einer jüdisenchristlichen Verständigung beobachtet die in Argentinien und anderen Ländern zu freundschaftlichen Begegnungen und sympathi sehen Erklärungen geführt hat. Man braucht nur a.i das Referat zu denken das in Santiago de Chile vom Kardinal also dem höchsten kirchlichen Würdenträger der Nachbarrepublik im Gemeindehaus der (Centra-) Gemeinde Bne Jisroel gehalten worden ist. Wir begrüssen jede Form der Annäherung zwischen Menschen verschiedener Völker Rassen oder Bekenntnisse, wenn sie auf der Stufe der Gleichheit und der Freiheit vor sich gehen. Jedenfalls wissen wir Juden aus einer sich über viele Jahrhunderte hinweg erstrecke iden Lebenserfahrung als Gemeinschaft, als Volk und als einzelne Menschen, dass es mit verbalen Sympathien allein nicht getan ist. Bei dem Attentat haben wir es mit einem konkreten Vorfall zu cun. Am Sachverhalt ist nicht zu deutem. Gerade dort wurden Spruchbänder angeschmiert, die aus katholischen“ Motiven die Juden zum Gegenstand eines solchen, unqualifizierbaren Angriffs gemacht haben. Es dürfte nicht ausgeschlossen sein, dass diese Schmiereien gerade deswegen in dieser Form erfolgten, weil man sich in diesen Kreisen gegen die Fraternisierung wandte. Wie dem auch im einzelnen sei, hätte man von jüdischer Seite wohl erwarten dürfen, dass die berufene Instanz, das zuständige Epis kopat, seine Stimme erhebt um gegen diese unerhörte Diskriminierung und Störung URSULA BEATRIZ JUDA CARLOS ALBERTO LEERS VERLOBTE Empfang, Sonntag, den 22. August 1965, von 18—20 Uhr, in Olivos, calle San Lorenzo 1260. RUTH B. ROTSCHILD LEOPOLDO BERMANN (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) SPARKASSE ft* CENTER AlUnby geben ihre VERLOBUNG bekannt. Mendoza 2361 Buenos Aires Vidal 3120 Empfang: Sonntag, den 22. August 1965, von 17—19 Uhr, Mendoza 2361, 2. Stock, B. Elsa Pordes de Goldschmidt Julio und Rebecca Wassermann geb. Feiner geben die VERMAEHLUNG ihrer Kinder SILVIA und OSCAR bekannt. 21. August 1965 Zavalia 2090 Herr Am Samstag, den 21. August 1965, feiert GUSTAV TOBIAS seinen 85. GEBURTSTAG. Empfang: Samstag, den 21. August, von 17—19 Uhr, — F. Lacroze 2274 II. A. LUACH — (KALENDER) 17. Aw 18. Aw Freitag, den 13. August 15- Aw CHAMISCHA ASöAR BEAW (Tanzfest ln Israel) Sonnabend, den 14. August 1®- Aw Parschat WA’ETCHANAN 5. B. M. m 23 — vn 11 Haitara Yeschayahu XL 1 — 26 SCHABAT NACHAMU Sonntag, den 15. August Montag, den 16. August Dienstag, den 17. August Mittwoch, den 18. August Donnerstag, den 19. August FYeitag, den 20. August Sonnabend, den 21. August Parschat EKEW 5. B. M. VH 12 Haftara Yeschayahu XLIX 14 ■ Neumondsankündigung ELUL Sonntag, den 22. August 24- Aw Montag, den 23. August 25 Aw Dienstag, den 24. August 26 Aw 19. Aw 20. Aw 21. Aw 22. AW 23. AW XI 25 LI 3 ipiegel w jgrae tP&Z V* Í**"&>** Aer ölc . ¿«Ti Z Ster»’ %) ié Ja» vn« gamiten Girat >ur «*£ de* ** *** & *rgl ist *eser..*,iSch“ Üt ^fUdsch“ -'•îJf Aussicht, die M * «-¡fl* STÄ-j ÄlSti SfD Einsiedler5 och kein K®d z % Nähe wagte, w £e h*l*n ,wf ¡st dieser Hugete sokah! »aheit vor Der „Gan Haahja mit seinen pracht-v sn Bäumen, künstlichem Waas dH Quelle hat au: dar von Sand u bedeckten Gipfel benden Part gesc den herum mode: hinbauten entstai Hier wird als Wahzeichen der gternw.rte gehau zuerst neben dem bad in Givat R richten wollte. te jedoch zu vie ausserdem werde! starken Autoverk sse Erderschütte: vorgerufen“, er! stein. Auaserda neun t«s zehn JUEDI BUCHHAI TALESSIM, RIM (span, i LUACH 5726 Glüctwuni IN DEÜ folge °rten: £»

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