Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2129 (13.8.1965)
- Date
- 1965-08-13
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vient««, 13 de Agosto de 1965 LA SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* 2129 — Sternwarte in Givatajim 79 Meter über dem Mieeres- «piegel wird sich die einzige Sternwarte Israels (ausser der Sternwarte in Jerusalem) auf dem höchsten Funkt von Givatajim, dem sogenannten Kozlowski-Hügel erbeben, so e. -lärte Stadtbauingenieur Nachamia Gidetein. Ir meinte: „79 Meter über dem Meeresspiegel klingt vielleicht nicht allzu hoch, aber verglichen mit dem tief liegenden Tel Aviv ist dieser Punkt „astronomisch-strategisch“ gesehen einfach ideal. Man geniesst eine Aussicht, die an die vom Carmel erinnert.“ Das Fundament wird be_ rei gegossen, Arbeiter errichten die Gerüste. Kalte Winde heulen auf diesem „Berg“, wo einst die Ziegen eines einsamen und hartnäk kigen Einsiedlers namens Kozlowski grasten, zr dem sich kein Kind zu sehr in die Nähe wagte, weil er seine Ruhe haben wollte. Heute ist dieser Hügel nicht. iehr so kahl wie in der Vergangenheit vor ... zehn Jahren. Der „Gan Haalija Haschnia“ mit seinen prachtvollen Wiesen, Bäumen, Sträuchern, künstlichem Wasserfall und der Quelle hat aus d' n ehedem von Sand und inen bedeckten Gipfel einen blühenden Park geschaffen, um den herum modernste Schikunbauten entstanden sind. Hier wird also las neue Wahzeichen der Stadt, die Sternw-rte gebaut, .lie ran zuerst neben dem Schwimmbad in Givat Ram.bam errichtenwollte. „Dort herrschte jedoch zu viel Lärm und ausserdem werden durch den starken Autoverkehr zu grosse Erderschütterungen hervorgerufen“, erklärte Gidstein. Ausserdem - llte die neun bis zehn Mieter hohe JUEDISCHE BUCHHANDLUNG TALESSIM, MACHSO¬ RIM (span. Uebersetzg., LUACH 5726, Neujahrs- Glückwunschkarten G. KAPLANSKY Pueyrredón 451 T.E. 89 3431 Sternwarte auf dem höchsten Punkt stehen und nicht nur für Wiesenschafler und Mittelschüler sowie für die Amateur - Astronomen des den gesamten Dan-Bezirk einschliesstnden Verbandes einen Anziehung»! mkt bilden. Die Stadtverwaltung stellte schliesslich 170.000 ÜL aus Steuergeldern für diesen Zweck zur Verfügung, und das Projekt muss allen Bewohnern der Stadt zugute kommen. Deshalb ird das Untergeschoss der Sternwarte Vortragssäle und ein chönes Gartencate einschliessen, von dessen Terrasse aus man das ganze Jahr hindurch in angenehmer Luft einen prachtvollen Ausblick auf Tel Aviv haben wird. Die Sternwarte vird vier Stockwerke hoch sein. Dort wird der Amateurverbard der Astronomen aus Tel Aviv, G’ivatajim, Räumt Gan, Bne Brak, Holon und anderen Orten dieses Bezirkes seinen Sitz haben Ingenieur Fuchs, Dr. Neumann und andere „mondsüchtige“ Aktivisten des Amateur - Verbandes hofien, dass dieser Bau unter einem günstigen Stern stehen und die Mitglieder endlich in naher Zukunft nicht mehr gezwungen sein werden, mit Fernrohren und Teleskop von hochgelegenen Dächern, povisorischen Beobachtungsstätten wie zum Beispiel das Histadrut-Gebäude in Ramat Gan, ihrem Hobby nachgehen zu müssen. Deshalb wird emsig an Plänen geschmiedet, um die neue Sternwarte auch für wissenschafliche Arbeiten vorzubereiten. Dazu gehört selbstverständlich vor allem ein mindestens 300 mm starkes Tele.kop, welches aus dem Ausland importiert werden muss, und für dessen Gewicht die Kuppel der Sternwarte eigens vorbereitet wird. Unter der Kuppel hegende Zimmer werden als Arbeitsräume und Fachbibliothek dienen. Eine der wichtigsten Aufgaben wird auch die Popularisierung der Sternkunde im Lande sein Ueber 100.000 Schüler des Dan-Bezirkes werden ne- JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 Kindler-T aschenbucher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUME5R GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten Essays. — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfäll.e Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Eiuropas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr. 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr. 66 GEORGES BERNANOS: Elin böser Praum Nr. 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Mfin nerquartett. Cs kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80. Dreifachband DM 4,80 Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München ben ihren theoretischen Studien auch praktisch ausser Sonne und Mond Fixsterne, Planeten und andere Himmelskörper kennen lernen. Bürgenmeister Schimeon Ben Zwi, seit Jahrzehnten verantwortlich für das Geschick dieser inzwischen zur Stadt avancierten, einst vornehmlich aus Kuhstallungen und Barakken bestehenden Vorstadtstedlung, dürfte in Kürze in wohlverdiente Pension gehen und der „Jugend“ die Leitung über Stadtgeschäfte übertragen. Die Srichtung der Sternwarte ist auf seine Initiative zurükzuführen, die allerdings von dem Verband der Astronomen angereg1 worden war. Alle Argumente sprachen tatsächlich für die ausgezeichnete Lage des „Har Kozlowski“ gegenüber anderen hochgeleg íen Plätzen im Dan-Bezirk. In der Umgebung des Meer?s kann eine Sternwarte nicht störungslos funktionieren. Die Luft dort ist besonders bei Nacht sehr feucht. Des öfteren liegt Tel Aviv unter einer Nebeldecke. Uud .uch der Staub ist vor allem während der Sommermona j ein Hindernis, welches überwunden werden musste. Leider ist das zur Verfügung stehende Grundstück schmal. Deshalb darf es nicht verwundern, wenn sich die Sternwarte nur auf ein 104 Quadratmeter grosses Grundstück erstrecken wird. Die Architekten Schilem und Mesehulam mussten aus diesem Gründe ,,in lie Höhe konstruieren“ und taten dies mit bemerkenswertem Er folg, sie bauen auch in die Tiefe, sodass dieses äebäude im Untergeschoss Lagerräume und Toiletten, im Parterre neben dem Eingang ein Café, im zweiten Stock die Vortragssäle, Bibliotheken, Laboratorien und schliesslich im dritten Stock die Rä me ’ eherbergen wird, von denen aus die Studenten verschiedene Teleskope und Fernrohre bedienen, ihre Beobachtungen niederschreiben und sich wissensch ftlich betätigen könner werden. Wann die Sternwarte ihrer Bestimmung übergeben werden wird, steht noch nicht fest. „In einigen Monaten“ war die Antwort, schliesslich hängt dies nicht von der Fertigstellung des Baus, sondern einzig und allein, davon ab, wann das Teleskop erworben, eingetroffen und installiert sein wird. Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) der öffentlichen Ordnung und Sicherheit vorzugehen. Vergessen wir doch nicht, dass es nicht nur auf polizei liehe Massnahmen ankommen kann. Es geht in erster Linie darum, die Moral der jenigen Kreise .su heben, die von diesen Extremisten erfasst werden, und das sind in ihrer Mehrheit Jugendliche, Gymnasiasten, die Besucher der Sekundarschulen, auf die zumindest eine die ser Organisationen einen grossen Einfluss hat, die Ta. cuara, woran niemand zweifelt. Dass auch manche Geistliche hinter diesen B-ewe gungen stehen oder gar sie entscheidend beeinflussen kann doch kaum in Abrede gestellt werden. Es ist doch aber für alle, und nicht nur für uns, eine unmögliche si tuation, dass einige Geistli che der Fi\ ternisierung das Wort predigen, andere das Gegenteil tun. Bevor mch. eine einheitliche Linie gefunden wurde, dürfte auch für eine Fraternisierung kein Raum sein, jedenfalls von uns aus betrachtet nicht. De.nn damit tragen w^r zu einer Konfusion in den eigenen Reihen bei, die nur für uns selbst äusserst schädlich sein kann. Andererseits ist es ein unhaltbarer Zustand, dc.ss sich einige Juden fraternisieren, während man die anderen angreift. Dabei sollten wir uns aber klar sein, dass die einen wie die anderen immer dieselben sind. Wir sehen uns also in der schiefen Lage, auf der einen Seite eine Fraternisierungspolitik zu betreiben, während uns andere — Katholiken — angreifen. Fledermaeuie gefaehrden Ernte Jerusalem: — Riesige Schwärme von Fledermäusen richten ernste Schäden auf den israelischen Feldern an. Besonders bedroht ist die Ernte in Galiläa, das an libanesisches Gebiet grenzt, von dem die Tiere des Nachts nach Israel herüberfliegen. Die Regierungen Israels und Libanons bekämpfen gemeinsam diese Plage, lie schon Schäden in Höhe von mehreren tausend israelischen Pfunden verursacht hat. Centra - Seminar “para la segunda generación” PROGRAMA Aus technischen Gründen Programm-Aenderung 7® reunión, 24 de Agosto: Israel, Enfoque Actual y su Gravitación en el Judaismo Mundial. Conferenciante; Prof. Jaime Brandei ULTIMA REUNION CON EL EX-EMBAJADOR MOSCHE TOW MARTES, EL 7 DE SETIEMBRE Alle Vortragsabende finden ln den Räumen der NC1 Arcos 2319. statt und beginnen um 20 Uhr 30. Auskünfte im Sekretariat der CENTRA, Vidal 2049, (Gemeindehaus des Culto Israelita de Belgrano) bald möglichst erbeten. — Wir müssen eine würdige Haltung einzunehmen versuchen und alle in der gleichen Form auf solche Zustände reagieren. Das ist der jüdische Aspekt, der sich aus dieser bedauerlichen L:.ge ergibt. Chefredakteur Künstlinger ausgezeichnet Der österreichische Bundespräsident Franz Jonas hat dem Chefredakteur der in Wien erscheinenden Zeit schrift „Neue Welt“, G-org Künstlinger, das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Oesterreich verliehen. Die Ehrung erfolgte in Anerkennung der Verdienste, die sich Chefredakteur Künstlinger durch seine jahrelange publizistische Tätigkeit im Interesse des Landes erworben hat Die Ueberreichung der Auszeichnung erfolgte durch Bundesminister Otto Probst, in dessen Amtsräumen am 30. Juli. Der Minister würdigte in einer kurzen Ansprache Le ben und Arbeit des Ausgezeichneten. Er erklärte, dass Chefredakteur Künstlinger durch seine Tätigkeit zur Festigung und Hebung des Pre stiges Oesterreichs beigetragen habe. Künstlnger hat nach schweren Verfolgungen während der NS-Zeit bereits im Jahre 1948 in Wien die „Neue Welt“ gegründet, die sich hauptsächlich jüdischen Problemen widmet. Als Herausgeber und Chefredakteur dieser angesehenen Zeitung hat Künstlinger mulig und unbeirrbar für die Wiedergutmachung der materiellen Schäden österreichischer Juden gekämpft. Künstlinger hat auch in den fast zwei Dekaden sei ner publizistischen Tätigkeit in Oesterreich eine stete Aufklärungskampagne gegen die Reste des Nazismus geführt, die sieh publizistisch nicht nur auf Oesterreich, sondern auf alle Länder der Welt be* zog. Sein Blatt „Neue Welt'* hat dadurch intern, tionale Publizität erreicht Besuch in Montevideo Der Besuch des früheren israelischen Botschafters Jizchak Arcavi in Montevideo war ein grosses Ereignis In der Israel-Botschaft ve anstaltete der Geschäftsträger Sinai Rome einen Empf. ng, zu dem zahlreiche Persönlichkeiten der Regierung und des öffentlichen Lebens üruguays erschienen. Aussenmi nister Luis Vidal Zaglio empfing Herrn Arcavi in Audienz, der in einer Pressekonferenz über Probleme der Erziehung in Israel berichtete. MORGEN SONNABEND 22 UHR in den Raeumen der Pestalozzi-Schule FREIRE 1824 2 ORCHESTER BAR — BUFFET UEBERRASCHUNGEN Siehe Vereinsnachrichten BET ISRAEL CRAMER 2060 Tel. 73 8922 MORGEN, Sonnabend, den 14. August, UM 21 UHR PUENKTLICH KONZERTu. OPERETTENABEND unter Leitung von Kapellmeister E. Stein. Wenige Einzelplätze an der Abendkasse. ANSCHLIESSEND GESELLIGES BEISAMMENSEIN, für das unsere Frauengruppe vorgesorgt hat. Nueva Comunidad Israe1;*a ARCOS 2319 T. E. 73 0281 GRAN CONCIERTO SINAGOGA!. U NUESTRA LITURGIA DESDE EL AÑO 1600 HASTA LA FECHA“ LUNES, 23 DE AGOSTO, a las 21 horas en nuestro Templo Cantara el CORO estable bajo la dirección de LEO KALWARISKI — Solista: OBERKANTOR WALTER BLUHM — Acompañamiento armonio: Srta. MARTA LIFSCHITZ Del programa: Roas». Drechsler, Sulzer, Lewandowsky. Kirchner, Brun, Gerovich, Chajes.