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Jüdische Wochenschau · 1965-07-08 · 2124 (8.7.1965) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2124 (8.7.1965)
Date
1965-07-08
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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iwm, 8 de Jude de 1085 LA SEMANA ISRAELITA Aña XXVI. —. N* 2124 Ereignisse der Woche Die A.M.I.A., Buenos Aires Die ¡Entwicklung des, argentinischen Judentums spiegelt sich in der AMIA nit aller Deutlichkeit wider. Aus einem Beerdigungsverein ist eine gemeindeähnliche Organisation geworden. Noch vor rund 25 Jahren war die AMIA, damals allgemein Chewra genannt, „nur" eine Chewra Kadischa. Seit die Leitung der Organisation proklamierte, dass aus dieser Chewra KakUscha eine Kehilla werden solle, sind etwa zwei Jahrzehnte vergangen. Es ist erstaunlich, was während dieser Epoche geleistet worden ist. Man kann den vorgelegten Bericht über das Jahr 3964 nicht nur als eine Information bezeichnen, man muss von einem Dokument sprechen, das die Aufmerksamkeit der jüdischen Oeffentlichkeit verdient. Schon die Ziffern sind imponierend. Die tägliche Ausgabe der AMIA während des ganzen Jahres 1964 erreichte den Betrag von einer Million Pesos pro Tagt!), eine Summe, die in diesem Jahr bisher überstiegen wurde. Was AMIA auf allen Gebieten des jüdischen Lebens leistet, kann man aus dieser Berichtsbroschüre entnehmen. Dass das Erziehungswesen einen so erfreulich breiten Raum einnimmt, »st für die Haltung und die geistige Orientierung unserer argentinischen Judenheit charakteristisch. Der Willen zum jüdischen Leben das Bekenntnis zur jüdischen Gegenwart und die Ausrichtung auf eine inhaltsvolle jüdische Zukunft auf einem hohen kuturellen Niveau macht die AMIA zu einem dezidierenden, dynamischen Faktor unserer Existenz in diesem Lande- — Seit Jahren nehmen auch die Juden aus Zentraleuropa am Leben der AMIA aktiven Anteil, wie das eigentlich auch nicht anders zu erwarten ist. Der diesjährige Bericht wurde von Jose Brecher, einem der Kassenrevisoren der AMIA, mitunterzeichnet. Schriftsteller appellieren Eine Reihe bekannter Schriftsteller, die dem argentinischen Schriftstellerverband (SADE) angehören, haben an den Präsidenten dieser Vereinigung, Prof. Fermín Estrella Gutiérrez, ein Schreiben gerichtet, i dem sie eine öffentliche Erklärung zugunsten der jüdischen Schriftteller und aller Juden in der Sowjetunion fordern. Dies Ersuchen wird mit der Feststellung begründet, dass gegen diesen Teil der sowjetischen Bevölkerung eine diskriminierende Politik bewusst geführt wird, die sich im Verbot der Herausgabe von Büchern und Zeitungen, m der Schliessung der jüdischen Schulen und Theater, in dem Fehlen einer hebräischen Bilbel und der materiellen Unmöglichkeit äussert, in der sich die jüdisch schreibenden Autoren bei der Veröffentlichung ihrer Produkte sehen. Alle Aspekte der Lage, in TEATRO ARGENTINOB t e.“^48 Gastspiel des Jüdischen Theaters aus Polen Direktion: IDA KAMINSKI LETZTE ABSCHIEDSVORSTELLUNGEN DONNERSTAG um 22 Uhr. FREITAG 18 u. 22 Uhr SONNABEND 18 und 22 Uhr. SONNTAG um 18 Uhr „Baeume sterben stehend“ Preisermaessigung bis 50 Prozent Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUMHR GODDEN: Immer und einen lug, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Eiziehung vor Verdun. Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr! 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfall.e Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Europas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. Nr 64/65: HORST LANGE: Schwarze Weide. Nr. 66 GEORGES BERNANOS: Ein böser Traum Nr. 67: LEONHARD FRANK: Das Ochsenfurter Man nerquartett. Es kosten: Etafachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80 Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kmdler Verlag G.m.b.H., München der sich die russischen Juden befinden, werden im einzelnen aufgeführt. Hierauf wird betont, dass nicht dar Versuch einer Einmischung in interne Angelegenheiten der Sowjetunion unternommen wird oder gar die Absicht vorliegt, eine bevorzugte Behandlung für die jüdische Gemeinschaft zu verlangen. Ganz im Gegenteil und wie es die Lateinamerikanische Konferenz über die Lage der Juden in der USSR in Rio de Janeiro vom 15. September 1963 hervorgehoben hat, darf Russland mit Stolz auf die seit langem verfolgte „Politik der Nationalitäten" blicken, die es ermöglicht hat, die Einheit unter so vielen verschiedenen Volksgruppen aufrecht zu erhalten. Eis wird darauf hingewiesen, dass nur die Juden eine Ausnahme bilden, obwohl ihre Nationalität anerkannt worden ist. Die SADE wird aufgefordert. im Sinne ihres traditionellen Eintretens für den Schutz der Freiheit und Kultur einen Appell an die Sowjetunion zu richten, damit die jüdischen Bürger die gleiche Behandlung wie die übrigen Minoritäten erfahren und alle diskriminierenden Massnahmen in Uebereinstimmung mit der Deklaration der Menschenrechte abgeschafft werden. Das Schreiben trägt die Unterschrift der folgenden Schriftsteller: Carlos Alberto Erro, Roger Pia, Luis Emilio Soto, Oórdova Iturburu, Bernardo Ezequiel Koremblit, E. González Lanuaz, Lázaro Schallmann, Arturo Lagorio, María Angélica Bosco. Adela Grondona Mario Lancelotti, J. P. Barre iro, Mauricio Rosenthal, Joaquín Neyra, Jasé Luis Lanuza, Leonardo Glusberg. B. González Arrili, Salomón Wapnir, Sigfrido Radaelli, Pilar Béseos, Gabriel Tallechea, Hécror Miri. Joaquín Piñol, Rafael B. Esteban. Kongress für Erziehung Rettung auf hoher See New York: — Der Luxusdampfer *iSchalom”, Stolz der israelischen Schiffahrtslinie ZIM, leistete zum zweiten Mal in weniger als zwei Monaten ärztlichen Beistand auf hoher See, als Ende vorigen Monats im Hospital des Schiffes um Mitternacht ein von dem deutschen Frachter ‘‘Ratzeburg" aufgenommener Matrose einer dringenden Blinddarmoperation unterzogen wurde. Laut Funkspruch der "Schalom” an den Küstendienst im Staat New York fand die Uebernahme des erkrankten Matrosen 240 Seeche Zahl jüdischer Kinder zum Besuch der Schulen, von denen viele über mehrstöckige Gebäude verfügen, zu erreichen. Das jüdische Schulwesen in den Provinzen wird immer weiter ausgebaut. Am 8. Juli beginnt im Hause der Kehilla der Kongress für jüdische Erziehung und Schulwesen, zu dem alle Kehillot in Argentinien Vertreter entsenden. Aus Israel wird der Leiter für Schulwesen der Jewish Agency, Herr Itzchak Arcavi, eintreffen, der früher Botschafter Israels in Uruguay war. Der Leiter des argentinischen Vaad Hachinuch, Herr Israel Honig, berief eine Pressekonferenz, zu der auch die Sefardim eingeladen waren, die eigene Kehillot und ein eigenes Schulwesen besitzen. In Argentinien gibt es grosse jüdische Schulen, auf die tau sende Kinder gehen, und auch Lehrerseminare, die bereits einen grossen Teil der Lehrer der jüdischen Tagesschulen stellen. Die aschkenasische Kehilla (AMIA) finanziert zum grossen Teil die Schulen, die nur existieren können, weil hunderte freiwillige Mitarbeiter im jüdischen Schulwesen tätig sind und die notwendigen Summen durch Kleinarbeit aufbringen. Der Vaad Hachinuch ist bestrebt eine grösstmögli An dem Kongress werden sich fünfhundert Delegierte aus Gross Buenos Aires neben vielen Vertretern der Schule in den Provinzen beteiligen. Man hat auch eine grosse Zahl von Lehrern zugelassen, da fünfzig Prozent der Delegierten, die eine Schule entsenden kann, zur Hälfte aus Lehrern bestehen muss. Als Erfolg ist zu bezeichnen, dass die Zahl der Schüler der jüdischen Schulen wächst, doch bleibt noch sehr viel zu tun, und der Kongress soll auser einem regen Meinungsaustausch auch positive Resultate zeitigen. Das Lehrerseminar der Kehilla, deren Direktor ein deutschjüdiseher Schaliach aus Israel ist, hat bereits 230 Studenten, und das Lehrerseminar in Moisesvilie zählt 50 Studenten, die die Möglichkeit haben, ihre Studien auf Kosten der Kehilla von Buenos Aires in Jerusalem zu vervollkommnen. Der Vaad Hachinuch gibt ein Bilderjournal für die Jugend in Jiddisch heraus, das bereits im siebenten Monat erscheint. Es fehlen in Argentinien und in allen lateinamerikanischen Republiken jüdische Lehrer und Lehrerinnen; die hier bestehenden Lehrerseminare anderer Organisationen können heute nicht die an sie gestellten Anforderungen erfüllen, zumal das jüdische Schulwesen sich immer weiter vorwärts entwickelt. Freundschafts Mission aus Israel Eine israelische Mission des guten Willen6, an deren Spitze der argentinische Botschafter in Israel, Dr. Adolfe G&ss, steht, wurde gestern hier erwartet. Der Mission gehören folgende Persönlichkeiten an: der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Tel Aviv, IX A. de Fris; der Bürgermeister der Stadt Tiberias, Dr. M, Zachar; der Sonderdelegierte des israelischen Studentenverbandes, Alberto Teitelbaum; der Chefredakteur der Tageszeitung „Haaretz", Herr G. Shoke, und Herren des Direktoriums der israelisch - lateinamerikanischen Handelskammer. Zweck des Besuches ist es, die kulturellen und wirtschaftlcihen Bande zwischen beiden Ländern zu festigen. ISRAEL-BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUS. GABEN ZUM OFFIZIELLEN KURS AGENCIA FILATELICA OFICIAL DEL ESTADO DE ISRAEL VIAMONTE 550, L B — Bs. Aires, Rep. Argentina meilen nördlich der Azoren statt. Die Operation des Patienten, dessen Name nicht angegeben wurde, verlief erfolgreich. Die ‘‘Schalom’’ hatte auf ihrer Fahrt von New York nach Malaga einen Notruf der "Ratzeburg" aufgefangen. Das israelische Schiff änderte sofort seinen Kurs, setzte sich jedoch gleichzeitig mit dem nordamerikanischen Küstendienst in Verbindung, um zu erfahren, ob sich kein anderes Schiff mit einem Arzt an Bord in der Nähe des deutschen Frachters befand. Die Distanz zwischen den beiden Schiffen betrug zehn Fahrtstunden. Vor weniger als zwei Monaten nahm die ‘‘Schalom’’ ein schwerkrankes Mitglied der Besatzung des holländischen Frachtschiffes - "Alamak’’ unweit der Bermudainseln an Bord. Später wurde bekannt gegeben, dass diese Tat der “Schalom" das Leben des an Lungenentzündung erkrankten Matrosen gerettet hatte. Der Kapitän der ‘‘Schalom’’, Awner Freudenberg, wurde von dem nordamerikanischen Küstendienst für seine Tat "im Einklang mit den besten Traditionen der Seeleute auf hohem Meer" offiziell zitiert. (ITA) Roms jüdische Gemeinde Rom: — Dr. Gianfranco Tedeschi, ein bekannter, 40jähriger jüdischer Nervenarbt, wurde zum Präsidenten der jüdischen Gemeinde von Rom gewählt. Er ist der Nachfolger von Dr. Fausto - Pitigliani, der von seinem Amt zurücktrat. (ITA) In Israel gebaut Haifa: — Das erste in Israel erbaute Schiff, ein 3.000 Tonnen grosser Frachter, konnte kürzlich der Zim- SchiffahrtsgeUschaft übergeben werden. (ITA) Neue Bücher Bruno Joseph Görlieh, (Wien): Ruth — Die Geschichte eines jüdischen Wiener Kindes. — Erschienen im Verlag „Olamenu" Tel Aviv (Israel) FOB 3002. Dieses Buch verspricht ein Bestseller zu werden. Es ist spannend mit Lebendigkeit und voll innerster Anteilnahme geschrieben. Jeder wird von den Vorgängen so gefesselt, dass er dieses Buch, atemlos bis zum Ende lesen muss, ohne es aus der Hand zu geben. Es erweckt die Erinnerung an eine der schrecklichsten Zeiten der Geschichte. Aber es zeigt auch, dass es selbst in diesen Augenblicken Menschen gab, die Mut, Treue und Menschlichkeit höher als ei. gene Sicherheit stellten. Gerade aus solchen Büchern kann die heutige Generation die ganze Tragik des damaligen Geschehens kennen lernen. —:o:— Oscar Wilde, eine Bildbio. graphie von Vivyan Holland, Kindlers Bildbiographien, erschienen in München 1965. An dieser Stelle wurden die Kindlerschen Bildbiogra. phien als eine neue Art biographischer Schilderungen bedeutender Persönlichkeiten als eine besonders glückliche Form der Darstellung hervorgehoben. Dies gilt auch für den neuesten, uns vorliegenden Band über Oscar Wilde, der von seinem Sohn Vivyan Holland, selbst einem bekannten Schriftsteller und Biographen, geschrieben worden ist. Herrliche Aufnahmen und ein spannend geschriebener Text spiegeln ein erfolgreiches Leben wider, das Höhen und Tiefen erfasst. — Alija aus Südamerika Rio de Janeiro: — Eine Gruppe von 570 südamerikanischen Juden, darunter 119 aus Brasilien, fuhren an Bord der ‘‘Jerusalem” als ¡Einwanderer nach Israel. (ITA) TEATRO ODEON ESMERALDA 375 T. E. 45 3591 AMERIKANISCHE ERSTAUFFUEHRUNG 12. JULI UM 19 UHR 30 Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marals Dargestellt durch die Schauspielgmpp« des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn DE SADE DRAMA VON PETER WEISS REGIE: REINH. K. OLSZEWSKI DIE DEUTSCHEN K A MM RRS PI KLI IM SCHAU¬ SPIELHAUS BUENOS AIRES LUACH — (KALENDER) 8. Tamus 9. Tamus 10. Tamus Donnerstag, den 8- Juli Freitag, den 9. Juli Sonnabend, den 10 Juli Parschat CJHUKAT 4. B. M. XIX 1 — XXJI 1 Haftara Schoftim XI 1—33 Sonntag, den 11. Juli 11- Taunus Montag, den 12. Juli 12. Tamus Dienstag, den 13. Juli 13- Tamus Mittwoch, den 14. Juli 14. Thmus Donnerstag, den 35. Juli 15. Tamus Freitag, den 16. Juli 16 Tamus Sonnabend, den 17. Juli 17. Tamvus Parschat BALAK 4. B. M XXII 2 — XXV 9 Haftaia Micha V 6 — VI 8 Sonntag, den 18. Juli 18. Tamus Fasten SCHIW’A ASSAR BETAMUS (Nidche verlegt) Montag, den 19. Juli 19 Tamus Dienstag, den 20. Juli 20. Tamus Jahrzeit von Theodor Herzl (1904) Jahizeit von Ch. N. Bialik (1934) Mittwoch,‘den 21. o'uli 21. Tamus .Sind Ï «i D“n jySU I*81 nern ihre Reihen. »re mischten sich « »AirfiöCIlCu Saaies, Anwesenden tonnte. Die hier ae w ¡n„ goge Har 0 sehen um Trauung in jemals nach lormritus vollzogt verweigerte anerkenn^ Dass Ret Meir Idith Eäona Bach in Israel nach Rete liess, hat Umstand zu Reformbewegi sehen Staat stenz von kaum 2000 glieder zahlt zu den USA Reform in pulär. 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