Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2120 (11.6.1965)
- Date
- 1965-06-11
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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■ —> Viemïl de Junio de LA SEMANA ISRAELITA A&o XXVI. — N* 2m Die Wasser des Jordan ) »Schluss von Seite 1) und Hasepolitik der Axabi- «t'J(>en läga mit groiaser Ge «chicklKdikeit und amerikanfeoher Hilfe. Libanon war aber — nicht zuletzt wegen der für ihn geltenden geogiaprischen Bedingungen — gleichsam ais Vortrupp und Versuchsballon für die Ableitung der Jordanwasser. die nach Israel fliessen, vorgesehen. Er verlangt Garantien von seinen mächtigen arabischen Brüdern, insbesondere von Aegypten. Das kleine Land wollte sozusagen seine Bände ln Unschuld waschen, ohne sich nass zu machen, d. h. ohne sich zu gefahren. Aegyptische oder gar syrische Truppen wollte es nur unter eigenem Kommando auf seinem Territorium zu lassen. Wahrscheinlich ■wissen die Libanesen genau, dass auch solche Hilfstrupipen keine Sicherheit gegen die gefürchtete israelische Armee bieten. Noch interessanter ist aber die Haltung Syriens, das ein grosseres Land ist, ganz offensichtlich aber auch nicht auf sein Risiko wegen der Jordanwasser Krieg mit Israel führen will. Die syrische Armee reicht offensichtlich nur dazu aus. die Regierung V«>r den zahlreichen Rebellionen zu schützen und Grenz,- Überfälle auf Israel durch Heckenschützen an der Nord grenze zu inszenieren. Je'i’en falls wandte sich Syrien vor wenigen Tagen an die Konferenz der arabischen Ministerpräsidenten. die gerade wieder einmal in Kairo zuvam menge treten ist, um ebenfalls Garantien zu erhalten, sonst würde Syrien nichts zur Ableitung der Jordanwasser unternehmen. Eine angemessene Hilfe durch Flugzeuge zur .Luftverteidigung“ wird gefordert ohne die eine Mitwirkung Syriens an den Plänen der Liga der Ministerpräsidenten - Konfe Dr. FREY ABOGADO FUEYR REDON MM 1' izq. naehn. 16—19 Uhr Telefon: -6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 renz oder Nasser*, was alle« 1 dasselbe ist. nicht in Betracht gezogen werden kön ne. | Fünf Geschwader anderer arabischer Länder werden verlangt, die zur Sicherung der Umleitungsarbeiten notwendig seien. Zwar habe Syrien gerade ganz neue Jagdflugzeuge erhalten, die von den Russen geliefert wurden, bisher aber weder ausgepr.ckt noch zusammengesetzt seien; ausserdem wären, wie offiziell mitgeteilt wurde, die fachkundigen Piloten, die solche Flugzeuge steuern könnten, gerade verhaftet, weil sie nicht der herrschenden Baat-Partei angehören würden... Nasser erklärte inzwischen seine Bereitschaft, den Syrern die erwünschten Flugzeuge zu schicken, jedoch nur unter der Bedingung, dass die erforderlichen Luftbasen in Syrien unter ägyptisches Kommando gesellt werden würden. Da die Syrer wissen, was das bedeutet dürfte dieser Vorschlag; kaum angenommen werden. Im übrigen hat Nasser in seinen letzten Reden, deren Zahl schwer zu überselten ist. ausdrücklich fest gestellt dass die Aegypter zur Zeit zu stark im Yemen gebunden seien und kaum Truppen freimachen könnten, im übrigen aber die arabischen Heere noch nicht vorbereitet seien. um der israelischen Armee im Kampf gegenüberzutreten. Ob die arabischen Länder also unter diesen, augenblicklich obwaltenden Umständen den Versuch machen werden, die angekündigte Ableitung der Jordanwasser vorzunehmen, bleibt ebzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit spricht nicht dafür. UI. Politisches Tauziehen Die heftige Diskussion im Orient flammte auf, als Bonn seine Absicht bekannt gab. mit Israel in diplomatische Beziehungen zu treten. Dass die deutschen Waffenlieferungen der Ausganesj punkt für diesen Konflikt I zwischen Arabern und der i Bundesrepublik Deutschland gewesen sei, dürfte in dieser Formulierung. die immer wieder vorgebracht winde, nicht zutreffen. Vielmehr wollte Bonn nicht dulden, dass Nasser die Deutsche Demokratische Republik, das von den Russen beherrschte Ostdeutschland, anerkennt. Der Staatsbestich des ost. deutschen Präsidenten Ulbricht war der wirklich auslösende Faktor, der?um Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Bonn und den meisten Araberländern geführt rat. Beide Teile gingen ausserordentlich vorsichtig zu Wer ke. wobei weder von Bonn noch von Kairo die katego PROPIEDADES FRANKENBERG S. R. L. jerät Sie kostenlos und »verbindlich beim Kauf öder Verkauf von GESCHAEFTEN WOHNUNGEN RAEUSEBN Y1RREY DEL PINO 2262 T. E. 73-7887 JUDITH SCHENKOLEWSKI KTTLTUSSTICKEREIEN Scbabbosdecker - TaiJiebeutel Käppchen Maz zot-Taschen Rand and Maschkienstickerei von Bett- und Tischwäsche Dr. P. L RIVERA 2585 (fr Bebedero) T. E 73 *>155 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, esq. CONDE 76-0286 73-1049 rischen Reden realisiert wurden. Von einem „absoluten“ Abbruch der Beziehungen kann wohl nicht gesprochen werden, da zahlreiche Hintertüren offen gelassen wor - den sind. Sind doch beide Seiten letztlich nicht daran interesisert, die bisher sehr engen Verbindungen zwi sehen Deutschland und der arabischen Welt zu zerstören. Dabei mögen die gegenseitigen wirtschaftlichen Interessen die entscheidede Rolle spielen obwohl Nasser in seiner Wut manche beleidigenden Erklärungen und sogar Beschuldigungen ausgesprochen hat, die aber nur für die Tribüne bestimmt waren. um seine nicht sehr feste Position in Aegypten und der übrigen arabischen Welt nicht noch weiter zu erschüttern. Während man diese Auseinandersetzung mit Verwunderung beobachten konnte liefen langwierige Verhandlungen zwischen den Regierungen in Bonn und Jerusalem. Die spärlichen Veröffentlichungen über diese Un terhaltungen liessen den Umfang der bestehenden Schwierigkeiten erkennen, die nicht nur politisch-sachlicher Art gewesen sind, sondern auch auf die historische Belastung deutsch - israelischer Beziehungen Rücksicht zu nehmen hatten, was besonders in Israel eine Rolle spielte. Immerhin wurde ein gemeinsames Communiqué publiziert- Die Parlamente stimmten den Regierungbeschlüssen zu. Alles stand bereit, um zu einer Ernennung und zum Austausch der Botschafter" zu gelangen. Bis heute wartet die Oeffentlichkeit vergeblich auf die entsprechenden Schritte Welcher Art etwa die neuen Hinderangsgriinde sind, die eine Errichtung der Bot schäften erneut hinauszögem, ist nicht bekannt. Man ist auf Vermutungen angewiesen. Eine brauchbare Erklärung könnte die ständige Rücksichtnahme der Bundesrepublik auf die Stimmung und Haltung der arabischen Staaten, vor allem Aegyp tens, sein, das man doch noch auf irgendeine Weise, wahrscheinlich durch neue wirtschaftliche Hilismassnahmen zu beruhigen beabsichtigen dürfte. Hierbei wird ausdrücklich nochmals darauf hingewiesen, dass es sich um eine Vermutung handelt .Eigentlich* — und man weiss dass das Wort .eigentlich* im mer eine Einschränkung bedeutet — könnte es in diesem vorgeschrittenen Stadium der Verhandlungen und Veröffentlichungen kein Motiv mehr geben, durch das die Hinauszöeerung der Ernennung eines deutschen Botschafters in Israel gerechtfertigt wäre. Vielleicht spiegelt sich in dieser deutschen Haltung nur die allgemei- BOMBEN IN LONDON London. — Drei Brandbomben wurden gegen Juden gehörende Gebäude geschleudert. Zwei dieser Bomben wurden auf eine Synagoge geworfen. Eine hiervon verursachte einen kleinen Brand im Innern des Gotteshauses wäh rend die andere auf dem D*ch landete- Die dritte Bombe beschädigte ein hinter der im West End gelegenen Synagoge stehendes Haus, Elin Hakenkreuz war auf die Bomben gemalt worden, wie die Polizei feststellte. UTA) ne Unklarheit und Unsicher heit der politischen Lage im Mittleren Osten wider. IV. Reden am Rhein In den letzten Monaten hat das Problem der deutsch- | jüdischen Beziehungen und I der nicht überwältigten deutj sehen Vergangenheit zu wie- | derholten Malen im Mittelpunkt des Interesses, der Diskussion, der Publizistik und der Bundestagsdebatten gestanden. Dabei hat sich des öfteren gezeigt, dass die öffentliche Meinung von der immer äusserst vorsichtigen und zurückhaltenden Stellungnahme der Regierung abgewichen ist und diese zu einer positiveren Haltung zwang, als sie ursprünglich einnehmen wollte. Wie weit hierbei Rücksichten auf die kommenden innerdeutschen Wahlen eine Bedeutung haben, ist in diesem Zusam menhang unwesentlich. Auch die öffentliche Meinung in Deutschland, vor allem unter der studierenden und arbeitenden Jugend, leistete einen wesentlichen Beitrag zum Entschluss der Regierung in Bonn, die diplomatischen Beziehungen aufzunehmen. Sicherlich hätte es beim jetzigen Bundeskanzler Erhard dieser äusseren Demonstrationen nicht bedurft, da er ohne Zweifel dem jüdischen Volk viel positiver als sein Vorgänger gegenübersteht. Nur werden ihm. nicht unähnlich der Situation. in der sich Ministerpräsident Bshkol Defindet, von gewissen Kreisen seiner eigenen Partei Schwierigkei ten gemacht, die mit der politischen Linie nichts zu tun haben. Dies trat auch bei der Fra ge der Verlängerung der Verjährungsfrist bei Kriegsverbrechen mit aller Deutlich keit zutage. ES ne ähnliche Konstellation ergab sich bei den Verhandlungen und der Debatte über das sogenannte Schlussgesetz zur Bntschädi- JACOR LAPIDUS dip). Möbel NEUE ADRESSE VIAMONTE 2037 4« B 46-1716 and 48-2124 M0HEL N. PLAKSIN Superi 2719 T. E, 76-6784 n. 76-2312 Dr J. P. Kroll Bieber INNERE MEDIZIN u. RHEUMATISMUS Arzt am Hosp. Pirovano Mo. Mitt.. Freit., 15—19 Uhr.. Samstag 14—16 Uhr OLAZABAL 2512 - 76-7980 Privat 80-3546 Dr. B. Schwanz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 - 52.8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF VORANMELDUNG BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN Konferenz in Genf Genf: — Auf der kiirzlKhen WeHkonferenx jüdischer Organisationen (COJO) wurden wichtige Beschlüsse gefasst, um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen jüdischen Gruppen in der Welt noch enger zu gestalten. (ITA) gung sowie bei manchen anderen Gelegenheiten, bei denen die jüdische Frage .zur Sprache kam. Immerhin soll der Gerechtigkeit halber hier festgestellt sein, dass im Laufe dieser Debatten, vor allem im Bundestag, Worte gesprochen worden sind, die vom jüdischen Volk und von Is- I rael mit Genugtuung zur! Kenntnis zu nehmen waren j Hierbei muss die Rede des SPD Abgeordneten Dr. Adolf j Arndt über die deutsche Schuld, die ein erschütternj des Dokument ist. und die! Halbung des Bundestagspräj sidenten D. Dr. Eugen Ger- | stenmeier (CDU) besonders hervorgehoben werden. Wir wissen, dass Reden j allein nicht genügen. Die | zu erwartenden politischen j Schritte können von einer I Bedeutung werden, die über j die deutsch-jüdischen oder; deutsch - israelischen Bezie- : hungen weit hinausgehen | und ihre Reflexe auf die Poj sition der arabischen Länder | werfen. Es wäre nicht das er- ' ste Mal, dass sich aus Span I nungen positive Entwicklun- [ gen ergeben. LA SEMANA ISRAELITA Semanario — aparee* los Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Director: Amoldo W. B. Swarsensky Pueyrredbn 2190 I» izq. T. E. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 500.— pro Jahr Ausl. $ 800,— jährL Moskau klagt an London: — Laut ein«» moskauer Zeitung wurde ein israelischer Diplomat suoversiver Aktivität unter den Juden der Republik Georgien beschuldigt. Die Meldung bezieht sich auf das in Tiflis erscheinende Blatt “Zaria Voloka", das berichtet. der Erste Sekretär der Israel-Botschaft David BartowT habe die Juden zum Verrat an ihrem Vaterland Russland verführen wollen, das sie ‘‘zu ehrlichen Sowjetbürgern erzogen hat”. Dem wurde hinzugefügt, dass “die Juden die Diplomaten abgewiesen haben.” Diese neue Anklage bezweckt anscheinend wie die früheren, den Kontakt zwischen den israelischen Diplomaten und den sowjetischen Juden zu verhindern. (ITA) ENFERMEDADES DE LOS HUESOS y ARTICULACIONES — RADIOGRAFIAS Prof. Dr. BLUMENFELD Prot. de la Facultad, Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita. Trasladó su consultorio a J. E. URIBURU 285 T. E. 47 5875 — 41-2331 y 41-2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Ferncmdez CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. T3-68I7 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY Sarmieitft 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden; Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERN ANDEZ 2518. T.E. 76-8673 u. 73-0500 HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 Dr. L. KLEIN - Médico Magen- und Darmkranklieiten Roentgen-Untersuehungen SPRECHSTUNDEN: Montag, Dienstag, Mittwoch u- Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten sich vorher telefonisch anzumelden. T. E. 44-9493 u. 44-1542 SANTA FE 1391