Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2118 (28.5.1965)
- Date
- 1965-05-28
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9614788-9615006--3887-9615010- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
ê — Viernes. 2* de Mayo de 1965 m L A SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N? 2118 Ereignis: Ein Appell an den Angesichts der letzten Vor. fälle nazistischen und antisemitischen Charakters hat die DAIA an den argentinischen Innenminister. Dr. Juan S. Paimero, eine Eingabe gerichtet, in der u. a. folgendes ausgeführt wird: „Die blosse Lektüre der j Zeitungen gibt Aufschluss von der intensiven und öf- : fent.lichen Aktivität verschiedener Gruppen, die sich na tionalistisch nennen und ' versuchen, durch antijüdi- ] sehe Agitation eine Atmo- ] Sphäre der Unruhe zu schafj fen. In der vergangenen Wo. ehe wurde eine wahre Offen- ■ nive von Beleidigungen und . Drohungen eingeleitct. die 1 ln einer Ankündigung gip- : feiten, die in Argentinien i recht selten ist, denn eine : der faschistischen Organisationen hatte in einer Ver. : Sammlung, welche wenige , Meter vom Aussenrmnisteri.; dm stattfand und an der Sogar „uniformierte“ Perso- : Ben teilnahmen. eine sogen 1 »Kriegserklärung“ an die Juden erlassen, während bei i der gleichen Gelegenheit (sicher war die Versammlung j von den Behörden genehmigt) ein anderer Redner darauf hinwies dass die Teilnehmer „das nächste Mal mit Waffen in der Hand" erscheinen würden (lt. „La Nación“ v. 15. 5. 65) All dies konnte man vor dem Denkmal für San Martin hören, der die Liebe zu allen Menschen und d'e Liebe sur Freiheit gepredigt hat Auf diese Weise werden die Angriffe öffentlich angekündigt. die in Missachtung der von der Regierung selbst erlassenen Gesetze verübt werden. Dies sollte in gewissem Masse die Aufgabe derer leichter gestalten, die die Freiheit und Integrität der Bürger zu schützen berufen sind. Es kann aber keinesfalls als Rechtfertigung für jene Elemente angesehen werden, die, stets mit Waf fen ausgerüstet, die öffentliche Ruhe gefährden. Die Veransta'tung auf der Plaza San Marlin war nicht die einzige. Im Barrio Flores fand eine Versammlung der sogen. „Föderation arabischer Organisationen" statt, die nach dem Ton ihrer Reden weit davon entfernt war, W'ie angekündigt eine „Ehrung für die Märtyrer" zu sein, sondern eine Aufforderung zum Hass und zur Gewalt war aufgrund von Geschehnissen. welche sich weit ausserhalb argentinischen Territoriums ereigneten und keinesfalls dazu benutzt werden können, um Unfrieden innerhalb des ar gentin'schen Vo’kes zu säen Der Begriff ..Antizionismus“ kann schwerlich den Versuch rechtfertigen, den Hass gegen die Juden zu schüren. Beamte der .Arabischen Liga* und als Antisemiten wohlbekannte Redner Hessen ihren Gefühlen gegen emen Sektor des argentinischen Volkes bei dieser Gelegenheit freien Lauf. Gleichzeitig sollte in der . Facultad de Ciencias Econö-! micas eine Versammlung stattfinden, die allerdings i vom Dekan verboten wurde Aber in ihrer Ankündigung Die Deutschen Kammerspiele im Schauspielhaus Buenos Aires Asociación del Teatro Alemán Intendant: REINHOLD K. OLSZEWSKI TEATRO ODEON ESMERALDA 375 Tel.: 45-3591 Minna von Bamhelm Komödie von G. E. LESSING PREMIERE: MONTAG, 31. MAI, um 21 Uhr. Weitere Vorstellungen: Mittwoch. 2. Juni, 19 Uhr; Freitag, 4. Jnni, 19 Uhr una Sonntag, 6. Juni, X5 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 50/51: RUMER GODDEN: Immer und einen lag, Roman. Nr. 52/53: ARNOLD ZWEIG: Erziehung vor Verdun. Roman. Nr. 54: HERMANN KESTEN: Meine Freunde die Poeten. Essays. — Nr. 55: JOYCE CARY: Spiel ohne Ehre, Roman. Nr. 56: FRIEDRICH SCHILLER: Pitaval Merkwürdi ge Rechtsfäll.e Nr. 57/58/59: GERALD REITUNGER: Ausrottung der Juden Eiuropas 1939—1945. Nr. 60: MARQUIS DE SADE: Die Kastanienblüte und andere Erzählungen. BRIEFE DER WELTLITERATUR AUS DEM TRECENTO DANTE — PETRARCA — BOCCACCIO Woche Die des Israel - Museums wurde die gleiche aggressive Sprache geführt, die bei der ..Kriegserklärung“ gebraucht wurde. Aus dem Landesinnern Zeitungen aus dem nern berichten über „Reise durch das Land“ der Chef der Guardia stauradora Nacionalista Es kosten: Einfachband DM 2.50 Doppelband DM 3,80; Dreifachband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München gusto Moscoso, unternimmt und seine Angriffe gegen das „Judentum“ und den „Zionismus“, die dazu angetan sind, die öffentliche Meinung durch die sinnlose Entstellung internationaler Ereignisse irrezuführen Wenn diese Erklärungen auch an Irrsinn grenzen, so verbietet doch die Erinnerung an die hitleristische Literatur, die nicht weniger wahnsinnige Lügen verbreitete und trotzdem furchtbare Verbrechen gegen die Menschlichkeit entfesselte, eine Gefahr zu übersehen, vor der uns eine kürzliche Geschichte warnt Wenn wir ausser auf die Kriegserklärung“ gleichzeitig auf den Mord an einem Studenten bei einer Veranstaltung verweisen, bei der es zum Kampf zwischen einzelnen Gruppen kam. und der, laut Zeugenaussagen, durch einen Schuss getötet wurde, den ein Mitglied einer dieser nazistischen Organisationen abgab, so wäre es logisch, wenn die Behörden den Zusammenhang zwischen derartigen Drohungen und dem Attentat hersteilen würden, dem ein jüdischer Medizinstudent zum Opfer fiel. Es ist Tatsache, dass keine Verhaftungen unter den Angreifern erfolgten. in greifen gefordert Wir stehen vor einer systematischen Erschütterung des normalen Lebens, der Verletzung der verfassungsmässigen Garantien und der Missachtung der Landesgesetze. so dass wir der Ansicht sind, es wäre an der Zeit, dass die Regierung unverzüglich die nötigen Strafgesetze erlässt. Wir beziehen uns konkret auf das Gasetz Nr. 16.648 das die rassische Diskriminierung verbietet und auf den Art. 213- bis des Strafgesetzbuches, welcher jene mit Gefängnis von einem Monat bis zu drei Jahren bestraft, die „sich Gruppen anschliessen, deren Ziel es ist, ihre Ideen mit Gewalt oder Terror durchzusetzen oder fremde Ideen zu bekämpfen, nur für die Tatsache dass sie Mitglied einer derartigen Organisation sind“, oder dafür dass sie „die Rechtfertigung oder Förderung der relgiiösen oder rassischen Diskriminierung in irgendeiner Form bezwecken“, und jene mit Strafen bedroht, „die zur Gewalt aufreizen oder Gewaltakte veranstalten, sei es individuell oder als Mitglieder von Organisationen. wTelche sich gegen irgendeine Rasse oder Gruppen von Personen anderer Religion, ethnischer Herkunft oder Farbe richten“. sví.ív. ..rfdí&sá* Auf der Ehrentribüne sah man (von links nach rechts): Prof. Sandberg. USA- Botschafter Barbour, S. Aran, Kadisch Luz. T. Kollek, Praesident Shazar; Levi Eshkol, BTonfman, Bürgermeister Isch-Schalom. — Im Hintergrund der Billy-Rose-Garten mit seinen wertvollen Skulpturen. Front des Kehilla-Gebäudes ab, durch die die grossen Glasscheiben des Hauptpor. tals zerbrochen wurden. Opfer waren nicht zu beklagen. Ein Augenzeuge gab an. dass die Täter Jugendliche waren, die aus einem grünen Auto schossen, das sich mit grosser Geschwindigkeit sofort entfernte. Die Polizei leitete die Untersuchung ein. Literarische Notizen Nationalkonvention der DAIA Eine Bibel für die Koenigin Oberrabbiner Tobi von Asmara und einige Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft Abessiniens überreichten Königin Elisabeth anlässlich ihres Aufenthaltes in Aethiopien eine kostbare alte Bibel. T odesnachricht In Mar del Plata wurde die VII. Nationalkonvention der DAIA abgehalten an der 220 Delegierte aus dem ganzen Lande teilnahmen. Der Kongress fand im Hotel Provincial statt. Das Thema bildete der Antisemitismus in Argentinien. Ehrung der Naziopfer Aus allen diesen Gründer, fordert die DAIA den Innenminister zu einem energischen Eingreifen auf. Attentat in Tucuman In den frühen Morgenstunden gaben „unbekannte Täter“ Schüsse auf die Auf dem jüdischen Friedhof in Concordia < Entre Rios) wurde ein Denkmal für die sechs Millionen Ju. den enthüllt, die von den Nazis ermordet wurden. Die Säule trägt in spanischer Sprache einen Vers des Propheten Josua. Mitteilung aus Lomas del Palomar Die Leitende Kommission des „Círculo Cultural Israelita Lomas del Palomar' teilt mit-, sie wünsche die Aufmerksamkeit der Oef fentlichkeit auf die Tatsache zu lenken, dass sie sich mög. licherweise bald genötigt sehen wird, die Hebräische Schule zu schliessen, die von 80 Schülern aus der Westzone von Gross-Buenos Aires besucht wird, da die finanzielle Lage der Anstalt verzweifelt ist. Um diese bedauerliche Massnahme zu verhindern, bittet sie die jü dische Oeffentlichkeit und die zuständigen Organisationen der Gemeinschaft um Unterstützung eines Werkes, ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDER VERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS In Nordamerika starb Karl Gerstenberg, einst Vorsitzender des Vorstandes der Rudolf Karstadt AG, des bedeudas die kleine Gemeinde von Palomar nicht allein weiterzuführen imstande ist. tenden deutschen Waren hauskonzerns. Am 1. Aprii 1933, dem Tage des Boykotts, wurde dieser Tätigkeit ein Ende gesetzt. In Amerika ge lang es ihm nach einer langen Laufzeit, als Autorität auf dem Gebiet der Shop ping-Center-Organisation anerkannt zu werden. Nr. 5000 Editorial Israel Dieser Verlag erinnert daran, dass die Anmeldung für die Anwärterschaft auf das Ketty - Mirelman - Stipendium der Editorial Israel bis zum 15. Juni vorgenommen werden kann. Das Stipendium wird argentinischen Akademikern erteilt, welche sich in Israel zu vervollkommnen wünschen, und deckt die Reisekosten, den Aufenthalt im Lande und die Einschreibegebiihren an der Universität für ein Semester Nähere Angaben können von dem Verlag, Sarmiento 2198, erbeten werden. Die Nummer vom 19. Februar 1965 des „Jewish Chronicle“ in London ist als Nr. 5000 herausgekommen. Diese Serie begann am 2. April 1869. In Wirklichkeit gingen von Anbeginn, im Jahre 1841 bis 1869, mehrere Serien mit 1400 Nummern voraus. Insgesamt erreicht die Ausgabezahl bisher 6.400 Nummern. Jerusalem-Preis für Max Frisch Während der Internationalen Buchwoche in Jerusalem erhielt Max Frisch den Preis der Stadt Jerusaltm. Der Preis zeichnet einen Schriftsteller aus, der einen besonderen Beitrag für die Freiheit der Menschen geleistet hat. Früherer Empfänger ist der britische Philosoph Bertrand Russell. — Die Jury bestand aus Prof. Werblowsky, der Schriftstellerin I,ea Goldberg und Prof. Natan Rotenstreich. Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE SM, I/B — Bwmm« Aim, R*f Ar«*ntia« L U A C H — (KALENDER) 26. Ijar Freitag, den 28. Mai 41. Tag im Omer Sonnabend, den 29. Mai 27- Ijar Parschat BBCHUKOTAI 3. B.M. XXVI 3 — XXVII 34 Haftara Yirmiyahu XVI 19 — XVII 14 Neumondankündigung Siwan — 42. Tag im Omer Sonntag, den 30. Mai 28- Ijar 43. Tag im Omer Montag, den 31. Mai 28. Ijar 44. Tag im Omer Dienstag, den 1. Juni 1. Siwan Rosch Chodesch SIWAN — 45. Tag Sü Omer Mittwoch, den 2. Juni 2. Siwan 46 Tag im Omer Donnerstag, den 3. Juni 3. Siwan 47. Tag im Omer Freitag, den 4- Juni 4. Siwan 48. Tag im Omer Sonnabend, den 5. Juni 5. Siwan Parse bat BAMIDBAR 4 B.M. I 1 — IV 20 Haftara Hoschea II 1—22 49. Tag im Omer Sonntag, den 6. Juni 6. Siwan 1. Tag SCHAWUOT . uänner hat un*r< Be^^erifien- Binders*11 ^nSnerl**11 aus vreis- Alt* £T «“>un Freud. Dur* tälsfteorie inbezug auf » Weltraum Rindert wfc praktischen m gezogen mte Z» - J Eroberung fles f pureh KarlMa: Gefüge der pese icbüttert und die heutige Z' Welt in O5*- U1 geht, genau ge üe Konzeption rüc^ Wurde durch Blick in den öffnet, durch » mf ¿je Miliione Proletariats, so Reud den Blick geschärft und um kannte Band der „er freilich «ff lenden Weise Einstein. Marx faren. wie wir den des mittelem Kulturkreises - schrieben in deuts ehe - sie waren dem Judentum entfremdet und unterbewusst verbu. Ihr guter Freui an kalten Tage CARLT MAN in moderner und klassisch AQUATITE, din Mantel Ansprüche, wechselbaiem Und wenn kleidunq erst recht CARLTON Grossanswah kleidunq — 1 Arm Fachgesc Herren! EINST X DEpARTA* Da ^bindlich neue ADR] Vt