Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2116 (14.5.1965)
- Date
- 1965-05-14
- Page
- [Seite 3] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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flatfiîihifc rtaarr; Viernes, 14 «ie Mayo de 1965 LA gEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* *11« Neue Waffen bei Zahal P arade Die grosse Militärparade am Unabhängigkeitstag. gab Zahal Gelegenheit, der Oeffentlichkeit zum ersten Mal einen Teil der neuen Waffen und Geräte zu zeigen, die im letzten Jahr von Israel erworben werden konnten und zum operativen Einsatz bereit sind. Die bei der Parade zum ersten Male erschienenen Waffen sind, u. a. die Hawk- Flakraketen, sowie Flak-Geschütze von 40 mm mit Radar len keinr ich tu n g ■ ein in Israel gebauter Riesenmörser von 160 mm und der umgebaute Sherman-Tank M. 51. Wie Ministerpräsident Eshkol kurz vorher betonte, stellen die nunmehr gezeigten neuen Waffen nur einen Teil der Erfolge der israelischen Aufrüstung dar, aber auch sie sind ein e indrucksvol'er und wichtiger Bestandteil der Verteidigungsbereitschaft und Fähigkeit des Staates. Neben den Hawk-Raketen soll das neue Flakgeschütz L 7o die bestehende Luftabwehr Israels wesentlich verstärken und dazu beitragen das Land von feindlichen Luftangriffen abzuschirmen. Die Batterie der L 70 Geschütze basiert auf Arbei- Ihr guter Freund an kalten Tagen der CARLTQN- MANTEL in moderner und klassischer Form. AQUATITE, der Gabar din Mantel für höchste Ansprüche, mit aus wechselbarem Mohair. Und wenn Sie Mass* kleidung wünschen, erst recht zu CARLTON Grossauswahl in Fertig - kleidung — Stabiloform Anzüge. Fachgeschaeft für Herrenkleidung ERNST KOPPEL Maipü 982, TE 317845 50 Meter von Plaza San Martin mit vielen Verbin düngen und Parkplätzen. ton, die in der Schweiz für die Entwicklung von 35 mm Geschützen gemacht wurden, deren Ergebivises nunmehr für das Kaliber von 40 mm adoptiert wurden Aehnliche Flakgeschütze sind bei den meisten NATO-Armeen im Dienet. Jede Batterie besteht aus drei Geschützen, die eine Entwicklung der Bofors-Ge- 'chüfcze darstellen und die Lenkanweisungen durch Radareinrichtung des Typs “Super-Fledermaus” schweizer Erzeugung, erhalten. Das Geschütz ist äusserst präzis, besonders gegen fliegende feindliche Maschinen sowie bis zu einer Maximalhöhe von 15.000 Fäiss. Die Batterie kann 240 Schüsse per Minute abgeben und ist besonders zur Abschirmung begrenzter Punkte, wie z. B. Flugfelder, geeignet. Genau wie die Hawk-Raketen werden auch dieße Flugabwehrgeschütze der Luftwaffe unterstehen. Der neue Mörser von 160 mm ist eine Errungenschaft der israelischen Miiitärindustrie und wurde von den “Sultan”-Werken entwickelt und gebaut. Der Mörser gilt als der grösste dieser Art in der Welt, und nur die Russen haben Mörser ähnlicher Grösse entwikkelt. (Im zweiten Weltkrieg hatten die Japaner ähnliche Riesen-Mörser gebaut, die sich da mats jedoch nicht bewährten). Der neue Mörser hat eine drei Mal grössere Feuerkraft als die bisher sich kn Dienst befindlichen Mörser und eine Reichweite von ca. 10 Kilometern. Die Geschosse, die ebenfalls im Lande heigestellt werden, wiegen 40 kg, und die Treffsicherheit des Gerätes ist besonders hoch. Das Gerät ist, trotz seines Gewichtes von 1750 Kilogramm, äusserst mobil und kann mit der Bedienungsmannschaft von sieben Soldaten per Halftrack transportiert werden. Der neue M 54 -Tank, den die Armee nunmehr zum ersten Mal zeigte, ist eine Weiterentwicklung des ehr. würdigen. Sherman-Tanks, der jedoch aus- und umgebaut wurde, wodurch seine Mobilität. Geschwindigkeit. Geländegängigkeit und Feuerkraft gewannen, während seine Erhaltung einfacher und sein Antrieb (durch Schweröl) billiger geworden sind. Der Tank hat nunmehr eine 105 mm Kanone französischen Typs, die von Zahal eingebaut wurde, einen Cummins-Dieselmotor, der die Geschwindigkeit des Tanks von 20—30 Kilometer, wie Die Russen protestieren Washington. — Die sowjetische Botschaft vor der USA-Regierung teilte mit, dass sie dem State Department einen höchst energischen Protest unterbreitet habe, in dem sie die „Versuche zur Einmischung in innere Angelegenheiten der USSR“ entschieden zurückweist. Der Protest erfolgte, nachdem das nordamerikanische Aussenministerium die Resolution Ribicoff, die den sowjetischen Antisemitismus verurteilt, gutgeheissen hatte. Den Einspruch erhob der russische Botschaftsrat Alexander Zinchuk mündlich bei einem Besuch, den er Richard Davis, dem Stellvertretenden Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, im State Department abstattete. Zinchuk erklärte, dass seine Regierung sich durch die unbegründeten Hinweise auf die Lage der russischen Juden belästigt fühlt und sich auf den Standpunkt stellt, dass das State Department das diplomatische Protokoll verletzt hat indem es versucht, auf innere Angelegenheiten seines Landes, die sowjetische Bürger betreffen, einen Einfluss zu nehmen Er machte Davis darauf aufmerksam, dass sein Ministerium „ebenso wenig ein Recht hat, Russland vorzuschreiben, welche kulturellen Erleichterungen es den Teppichhaus - M. Höchberg Unerreichte Auswahl an handgeknüpften Teppichen in erstklassigen Qualitäten für Jedes gemütliche Heim. EIGENE FABRIKATION UNVERBINDLICHE VORFUEHRUNG AUF WUNSCH ZAHLUNGSERLEICHTERUNGEN Maschinenteppiche in allen Farben und Grössen. Auslegen von Appartements mit rein wollenem Velour VERKAUF AN PRIVATE NUR SAMSTAG UND SONN. TAG VON 9—19 UHR IM AUSSTELLUNGSRAUM CALLE ANDONAEGUI 2083 TEL.: 52 2999 4 Quader von Station Urquisa Juden zu . gewähren habe, wie das sowjetische Aussenministerium direkt in der Frage der Neger in Alabama zu intervenieren berechtigt ist.“ E3r fügte hinzu, die USA-Regierung solle ihre eigenen -Rassenprobleme lösen, bevor sie daran ginge, sich in die FTage der Minoritäten in anderen Nationen einzumischen. APPELL AN GROMYKO Paris. — Auf einer Gedenkfeier am 22. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto wurde ein Aufruf an den russischen Aussenminister Gromyko gerichtet, die Vereinigung der durch den Krieg getrennten Familien zu ermöglichen. Gromyko weilte zu dieser Zeit in Paris. Viele Tausende von Menschen füllten den Saal in dem die Veranstaltung zu Ehren der Ghettokämpfer stattfand. Zu den Rednern gehörten Israel - Botschafter Walter Eytan. Oberrabbiner Jacob Kap'an und verschiedene französische, nichtjüdische Persönlichkeiten. Dr. F. Menachem, der Präsident des Verbindungs - Com''tes führte aus: „Fis ist eine traurige Tatsache, dass 20 Jahre nach dem Krieg und gerade nach einer Tragödie die nicht ihresgleichen hat. drei Millionen russische Juden ihrer Kultur beraubt sind und daran gehindert werden ihren Glauben frei auszuüben. Wir wenden uns an Gromyko im Namen von zehntau senden jüdischen Familien, die durch den Krieg auseinander gerissen worden sind, die durch die Nazis verfolgt wurden und seit 20 Jahren auf die Möglichkeit warten, sich mit ihren F*amilien wiederzuvereinigen.“ — „Ich spreche nicht nur als Jude sondern auch als Franzose“, fuhr er fort, „in einem Augenblick, in dem die Beziehungen zwischen Frankreich und der Sowjetunion sich wieder enger und freu ndscha f t lieh gestalten.“ Er warnte, daas die antijüdische Diskriminierung in Sowjetrussland sich auf die Beziehungen negativ auswieteen konnte, da „die fHmaft- Verheelopung der Justiz Klamesha Lake. — Der Präsident der nationalen Föderation jüdischer Männerkluhs, David Rosenzweig schuldigte Westdeutschland an, „die Justiz zu verhöhnen“ indem ehemalige Nazis zu leichten Strafen verurteilt werden. Er forderte die Todesstrafe für überführte NS Kriegsverbrecher. Die Anklage erhob Rosenzweig auf der 36. Jahressitzung dieser Organisation, der 700 Delegierte in Vertretung von 350 konservativen Gemeinden beiwohnten. (ITA) beim üblichen Sherman, auf 40—60 Kilometer bringt. Auch eine neue, breitere und und tragfähigere Kette wurde für diesen 39-Tonnen Tank entwickelt und aufgebaut. Die neuen Waffen, die nunmehr bei der Parade gezeigt wuiden, weisen auf die Bemühungen Za hals hin, neben der Luftwaffe auch die Boden truppen durch Ausbau der Panzer und Artillerie-Kräfte zu stärken, und zeigen zugleich die Akzentuierung der Massnahmen zur Verteidigung des Landes gegen feindliche Luftangriffe, sowohl durch neue Flakgeschütze als auch durch Flakraketen. sische öffentliche Meinung vor einer solchen Ungerech tigkeit nicht stumm bleiben kann.“ INTERNATIONALE KOMMISSION New York. — Die Schaffung einer zentralen internationalen Kommission unter dem Protektorat der Vereinten Naitonen, die sich mit der Untersuchung religiöser Diskrimination in jedwedem Teil der Welt befassen soll, wurde vom Richter des Ober sten Gerichtshofes, Dr. Arthur J. Goldberg, in Vorschlag gebracht. Goldberg hielt das Hauptreferat auf einem Bankett des Jüdischen Zentrums der UN das als Erweiterung der Synagoge auf dem Sutton-Platz in näch ster Nähe des UN-Gebäudes errichtet werden soll. Richter Goldberg lenkte LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires — PUEYREDON 2190. 1» izg. _ T. E. *3-2613 12. Ijar 5725 14. Mai 1965 20. Jahrestag der Befreiung Jerusalem: — Tausende i *on Ueberlebenden aus den j nazistischen KZ - Lagern nahmen an einem Befreiungsmarsch gen Jerusalem teil, der am 20. Jahrestag ihrer Befreiung sbftbtfand. In dem im jerusalemer Korridor gelegenen Märtyrerwald und im Jad Waschern wurden Gedenkfeiern abgehalten. Präsident Shaaar empfing eine Delegation der Teilnehmer, die ihm den Fetzen einer zionistischen F'ahne als Geschenk überreichten, die es aus einem der KZ-Lager au retten gefang. IN WASHINGTON Washington: — Rund 500 ehemalige KZ-Häftlinge beteiligten sich an einer “Dankes-Kundgebung an die Vereinigten Staaten” in Erinnerung an ihre Befreiung durch die Armeen der USA. Vor der Tür des Weissen Hauses erwarteten sie uniformierte „Stosstrupps“ der nordamerikanisehen Nazipar tei. Senator Robert Kennedy empfing die Demonstranten in seinem Büro im Senat und versicherte ihnen, dass sie ein Beispiel für alle freien Menschen in der ganzen Welt darstellen. Er erklärte, es dürfe keine Verjährung für derartige Morde geben und ‘‘jene, die Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben, für immer die Aufmerksamketi der Anwesenden unter denen sich Botschafter, Funktionäre der Regierung und hohe Geistliche befanden, auf die Dis kriminierung der Juden in der Sowjetunion und unterstrich, dass die neue Kommission „der Diskrimination ein Ende machen könne, indem sie diese Praktiken dem hellen Licht der öffentlichen Weltmeinung preisge ben würde.“ schuldig bleiben müssen, wie lange dies auch dauern mag.” Br erwähnt.« die Nazipoeten, die den einstigen KZ-lem Schimpf antun wollt«!, und nannte sie “einen kleine« Trupp von Verrückten’, die man ignorieren müsse. Die jüdische Gruppe, welche de« Arbeiterzirkel und das Jüdische Arbeiteroowiitö repräsentierte, legte Blumen auf dem Grabe des Präsidenten John F. Kennedy nieder und machte ihre Ehrenbezeugung vor der zum Andenken an den Präsidenten Franklin D. Roosevelt errichteten Säule. Unter Führung von Jacob Zukerman. Präsident des Arbeiterzirkels, zogen die Demonstran ten zum We risen Haus, wo sie einem Adjutanten ein Schreiben an Präsident Johnson überreichten. Darin heisst es: „Wir. die Ueberlebenden der Kon zee* trationsla.ger, sprechen unsere tiefe Dankbarkeit für die nordamerikanische Befreiung aus, die uns die Möglichkeit gegeben hat, unser Leben in einem freien Landneu aufzubauen ” (ITA) MGEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 GeschÄ» te mit d»r grösste» Auswahl. SARMENTO 1147 T. E. 35 f«33 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvirato Eigene Werkstätten Zahlungserieichterunaen Zuvorkommende fach männische Bedienung ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Br. 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